• Diese Kategorie ist für die Diskussion über die Programminhalte der Sender gedacht. Über Senderstandorte und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden. Wir bitten um Beachtung!

BVMI macht sich stark für deutschsprachige Songs im Radio

Tanja Ötvös, Musikchefin bei Radio Hamburg, liefert die Erklärung, wenn sie feststellt:
"Vor ein paar Jahren wirkten diese (Deutsch-Pop) Titel noch deutlich innovativer als heute, wo heute vieles eher nach einem alten Schema produziert zu werden scheint."
Das ist es. Jeder klingt gleich, beweint mehr oder weniger seinen Seelenschmerz und seine diversen Jugenderlebnisse, Nabelschau auf sprachlich dürftigem Niveau, das reißt keinen mehr vom Hocker.
Irgendwann wird jemandem was neues einfallen, was anders und neu klingt, vielleicht auch mal wieder freche und kontroverse Texte, oder einfach nur was völlig Fröhliches, dann wird das durchstarten und binnen kurzer Zeit werden wir dann von ähnlichen Titeln nach diesem Schema überschwemmt.
 
"Es war sehr auffällig, dass Songs von Max Giesinger, Mark Forster, Revolverheld, Sarah Connor und einigen mehr, entweder gar nicht oder nicht mehr so langanhaltend wie zuvor bei einem Großteil unserer Hörer gut ankamen"
Matthias Weber, Musikchef Hitradio FFH
Ich überlege gerade, was genau daran sehr auffällig sein soll, wenn Künstler, die seit schöngerechnet 10 (Sarah Connor seit ihrer Hinwendung zum Deutschen) bis 20 (Revolverheld) Jahren tendenziell jeder für sich dieselben Gleise befahren, beim Hörer nicht mehr so entschlossen die Wurst vom Teller ziehen. Ist das nicht irgendwie ... normal, also eigentlich sehr unauffällig?

Gruß
Skywise
 
Lest euch doch bitte mal diesen Artikel durch:

Achtung! Der Artikel ist von 2022. Inzwischen hat der Trend zu weniger deutschsprachiger Musik in den Sendern weiter zugenommen.
Genau so ist es:
Man fasst es kaum, mittlerweile kegeln die UKW-Kommerzsender sogar den jahrzehntelang protegierten "Deutsch-Pop" (früher auch gern süffisant als Anti-Schlager tituliert) aus dem Programm
Die Gründe sind wie 2022 gleichbleibend: Kennst du eins, kennst du alle.
 
Sie erklärte im Gespräch mit DWDL.de, dass sich ein Teil der Zuhörenden durchaus sehr für diese Musik begeistern, während die andere Hälfte sofort abschalten würde, sobald sie einen deutschsprachigen Hit bei Radio Hamburg hören würde. Es sei also erstaunlich, wie stark deutschsprachige Hits innerhalb der Hörerschaft polarisiere.

Hier zeigt sich mal wieder die ganze Engstirnigkeit des dt. Radios. Genau deshalb klingt das Radio auch überall gleich. Oberste Maxime ist, bloß keinem wehtun. Alles immer schön weichgespült. Wer sagt denen denn, dass das bei bestimmten englischen Titeln bzw. Interpreten nicht auch passiert? Ich schalte z.B. sofort um, wenn ein Titel von Sia oder Shakira kommt. Die singen immer, als wenn die Zahnschmerzen hätten. Fürchterlich. Dagegen gibt es durchaus auch einige gute Deutschpop-Songs. In Deutschland gibt es aber meist immer nur schwarz oder weiss. Also Deutschpop ist bäh und alles Englische toll. Würden Ed Sheeran oder Taylor Swift z.B. mal deutsche Songs auf englisch singen, wäre das sicherlich sofort in der Hot-Rotation.
 
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Wenn Deutschpop doch ach sooo schrecklich ist, frage ich mich wieso das Konzert von Grönemeyer in der Waldbühne Berlin bereits nach 16 Minuten ausverkauft war und in Bochum 3 (!!) Zusatzkonzerte gegeben wurden, die auch innerhalb weniger Tage ausverkauft waren oder bei Westernhagen noch im Sommer 9 Zusatzkonzerte open air aufgelegt werden sollen. Konzerte der Tour 24 von Nina Chuba sind bereits seit Dezember restlos ausverkauft. Bestimmt auch nur Zufall, weil ja niemand das hören will. Die Liste wäre noch deutlich erweiterbar.
Ach ja das noch, "Komet" war übrigens der erfolgreichste Song ever der deutschen Jahrescharts und stand 18. Wochen (!!) auf Platz 1, aber die deutschen Radiosender wissen ja sehr genau, was der Hörer hören will. Da sollte man die Leute, die was zu sagen haben in den Funkhäusern, nicht mit Fakten verwirren.
 
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Reaktionen: dnS
Konzerte sind doch etwas gaaaanz anderes als ein Radioprogramm! Das ist doch gaaar nicht vergleichbar. Konzertbesucher sind doch gaaaanz andere Leute, die bei derselben Musik das Radio abschalten würden.

Mit solchen "Analysen" mogeln sich aus Bequemichkeit die Programmverantwortlichen seit Jahren um innovatives und hörerbindendes Handeln herum, zumal im geschmacksgesteuert unliebsamen Segment.
 
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Na ja, Chartplatzierungen alleine waren noch nie ein Garant dafür dass ein Song im Radio lief, ich darf da nur an Schnappi oder diesen nervigen Schnuffelhasen erinnern.

Habe übrigens mal vor kurzem NDR 2 angeschrieben bezüglich der abnehmenden Beliebtheit von Deutschpop. Sie gaben zu dass der große Boom zwar vorbei ist, aber wohldosiert diese Musik immer noch beliebt bei den Hörern ist und einige Songs immer noch gut testen und daher in der Playlist vertreten sind.

Ach ja, der durchschnittliche NDR 2-Hörer ist momentan etwa 47 Jahre alt.
 
Wenn Deutschpop doch ach sooo schrecklich ist, frage ich mich wieso das Konzert von Grönemeyer in der Waldbühne Berlin bereits nach 16 Minuten ausverkauft war und in Bochum 3 (!!) Zusatzkonzerte gegeben wurden, die auch innerhalb weniger Tage ausverkauft waren oder bei Westernhagen noch im Sommer 9 Zusatzkonzerte open air aufgelegt werden sollen. Konzerte der Tour 24 von Nina Chuba sind bereits seit Dezember restlos ausverkauft. Bestimmt auch nur Zufall, weil ja niemand das hören will. Die Liste wäre noch deutlich erweiterbar.
Du hast offenbar den Text, den Du gecopypastet hast, selbst nicht verstanden. Dass deutsche Musik polarisiert heißt nicht, dass sie niemand mehr mag, sondern dass sie ein relevanter Teil des Publikums hasst. Die Massensender orientieren sich nicht danach, was jeder individuell am liebsten hört, sondern was am wenigsten Leute abstößt. Also: Musik, die nur wenige echte Fans hat, aber für viele akzeptabel ist, bekommt den Vorzug vor Musik, die viele Fans, aber auch viele Feinde hat.

In einem idealen Radiomarkt sollten dann Spartensender in die Bresche springen. Teilweise passiert das ja auch, siehe Absolut Germany, Schlagerparadies usw.
 
Es ist auch immer wieder amüsant zu lesen, wie Menschen Fakten und Ergebnisse umfangreicher Studien einfach ausblenden, weil sie nicht ihrer eigenen Lebenswirklichkeit oder vielleicht einfach nur nicht ihrem eigenen Gusto entsprechen.

"Ach, und diese ganzen Studien, alles Bockmist, die haben alle keine Ahnung, nur ich habe Ahnung davon, wie man ein tolles Musikprogramm zusammen stellt! Die sollten mich mal ranlassen, dann würden sie schon sehen! Aber diese Herrschaften wissen ja alles besser."

Ja. Wissen sie.

Sie arbeiten nämlich (zumindest die Privatfunker) für Unternehmen, deren Bestand vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig ist. Und sie würden sofort und ohne zu zucken den ganzen Tag lang polnische Balladen (oder eben auch Forster, Revolverheld, Silberblick etc.) spielen, wenn man damit dauerhaft und signifikant mehr Hörer erreichen könnte als mit der bisherigen Soße.
 
Sehr guter Beitrag @Henning78
Gibt ja einige selbsternannten Experten hier die Musiktests als Märchen, SWR 4 als regionalen DLF oder die MA als Teufelswerk bezeichnen.
 
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Tanja Ötvös, Musikchefin bei Radio Hamburg, liefert die Erklärung, wenn sie feststellt:

Das ist es. Jeder klingt gleich, beweint mehr oder weniger seinen Seelenschmerz und seine diversen Jugenderlebnisse, Nabelschau auf sprachlich dürftigem Niveau, das reißt keinen mehr vom Hocker.

Und warum haben sie es dann jahrzehntelang wie besessen gespielt? Was hat sich zwischenzeitlich geändert? Sind alle aktiv hörenden Radiokonsumenten, die auch mal auf die Texte achten, über alle Berge?

Und warum wird gerade jetzt auf Durchhörbarkeit Wert gelegt? Weil man die wenigen, die überhaupt noch jenseits von Baustellen und Kurzstreckenfahrten Hitradios einschalten nicht auch noch an die Konkurrenzmedien verlieren will?

Und wer braucht noch eine Ultrakurzwelle, auf der fast nur noch Top40-Pop dudelt, während anderswo die Vielfalt lockt? DAB-Radios sind doch mittlerweile standardmäßig in allen Fahrzeugen neueren Datums verbaut.

Es ist auch immer wieder amüsant zu lesen, wie Menschen Fakten und Ergebnisse umfangreicher Studien einfach ausblenden....

Und welche eurer drolligen Studien sagt dass fast überall dasselbe laufen muss?

Du hast offenbar den Text, den Du gecopypastet hast, selbst nicht verstanden. Dass deutsche Musik polarisiert heißt nicht, dass sie niemand mehr mag, sondern dass sie ein relevanter Teil des Publikums hasst.

Und wer sagt euch dass Coldplay und Ariana Grande nicht polarisieren? Eure "Studien" sind wohl nicht gerade das was man landläufig als neutral oder objektiv bezeichnen würde. Aber es ist mittlerweile egal ob ihr euch die Argumente mühsam zusmmenbiegt oder nur PR-Slogans verbreitet, der Zug ist eh abgefahren.

Ich weiß, man hört das nicht gern weil die Mitarbeiter Angst vor der Zukunft haben. Aber wer ist schuld an alledem? Eine völlig falsche Formatpolitik, ein mutwilliges Verkennen der Zeichen der Zeit und die fehlende Bereitschaft in moderne Technologien zu investieren. Jahrzehntelang war UKW die heilige Kuh, die nicht geschlachtet werden darf und mit langweiligem Einheitsbrei geflutet wurde. Jetzt sind neue Technologien am Drücker, auf denen die klassischen Radioanbieter so gut wie keine Rolle mehr spielen (von ÖR Podcasts mal abgesehen).

Ist da noch ein erzwungenes Umsteuern zu erwarten, z.B. indem man die Ultrakurzwelle in naher Zukunft dicht macht und auf den frei werdenden DAB-Frequenzen große Programmbouquets mit einer vorzeigbaren Genrebreite installiert?

Das ist die letzte Chance, eine weitere bekommt ihr nicht mehr.
 
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Und wer braucht noch eine Ultrakurzwelle
Soweit ich weiß die Mehrheit der Radiohörenden...
DAB-Radios sind doch mittlerweile standardmäßig in allen Fahrzeugen neueren Datums verbaut.
Steht in jeder Küche, Badezimmer, Werkstatt oder Büro ein Neu-Kfz auf dem Beistelltischchen?
Kann sein, muss aber nicht sein.
Genauso wie die naive Annahme, es wird nur im Auto überhaupt Radio gehört...
Jahrzehntelang war UKW die heilige Kuh, die nicht geschlachtet werden darf und mit langweiligem
Aha, man hätte den mehrheitlichen terrestrischen Übertragungsstandard schon lange schlachten sollen.
Frage: Sendet Ostseewelle in MV auf DAB+? Oder bisher ein NRW-Lokaler?
Ich frage für einen Freund.
Eine völlig falsche Formatpolitik
Und das Gegenteil wäre? Aber jetzt nicht mit so was wie "das alte hr3" oder "das alte Radio Luxemburg" kommen.
Es gibt einige knallharte Formate die schlichtweg sehr erfolgreich sind. Beispiel Bayern 1.
Das machen im Gegensatz zu einigen im Forum, die Playlisten analysieren wie Beipackzettel eines Medikaments tatsächlich Fachleute... Nebenbei werden die dafür auch noch für ihre so wahrlich boshafte Tätigkeit, die den Untergang des Radios ermöglichen soll, bezahlt.
Forumsexperten meines Wissens nicht.
 
Und das Gegenteil wäre? Aber jetzt nicht mit so was wie "das alte hr3" oder "das alte Radio Luxemburg" kommen.

Man braucht Vielfalt um große Geschmacksrichtungen abzudecken. Der Begriff "Formatradio"setzt voraus dass es mehr als ein aktiv gemanagtes, klar umrissenes Musikformat gibt, um echte Hörerbindung zu erzeugen.

Solange es keine brauchbaren Alternativen gab war man dem UKW-Spektrum auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Aber wie wollt ihr mit einer auf Gleichschritt getrimmten Ultrakurzwelle in einer vom mobilen Streaming geprägten Zukunft gegen die webbasierte Konkurrenz bestehen? So weit ich es nachvollziehen kann sind deutsche Radioanbieter samt ihrer Webchannels im Netz keine relevanten Anlaufstellen.

Übrigens: Wenn du irgendeine Social-Media-Commnity findest, in der das deutsche Hitradio gelobt und nicht geschmäht wird, ziehe ich meinen Hut vor dir. Es muss ohne Frage dringend gehandelt werden.

Wem soll man mehr vertrauen, euren "Studien" oder den Meinungsäußerungen der breiten Masse?
 
Übrigens: Wenn du irgendeine Social-Media-Commnity findest, in der das deutsche Hitradio gelobt und nicht geschmäht wird, ziehe ich meinen Hut vor dir. Es muss ohne Frage dringend gehandelt werden.

Wem soll man mehr vertrauen, euren "Studien" oder den Meinungsäußerungen der breiten Masse?
Vielleicht sollte man schon ein wenig differenzieren. Das "deutsche Radio", so langweilig und einfallslos es auf den zu reinen Musikwellen verkümmerten Wellen auch ist, hat durchaus noch seine Hörer. Die allerdings, da habe ich keinen Zweifel, weniger werden. Denn die ausschliessliche Konzentration auf Musik ist ein dolles Eigentor. Gibt es nur noch Musik, dann hole ich mir die, die mir gefällt, anderswo.

Andererseits: Warum läuft in der örtlichen Bäckerei (im Hintergrund) SWR 3, in der Tankstelle RPR, beim Friseur SWR 1? Und mein Nachbar ist angeblich ein treuer DLF-Hörer. Schlager? Fehlanzeige.

Und, nur um Mißverständnisse zu vermeiden: Was meinst Du mit Meinungsäußerungen der breiten Masse? In der Social.Media-Community dürftest Du die kaum finden.
 
Es ist auch immer wieder amüsant zu lesen, wie Menschen Fakten und Ergebnisse umfangreicher Studien einfach ausblenden, weil sie nicht ihrer eigenen Lebenswirklichkeit oder vielleicht einfach nur nicht ihrem eigenen Gusto entsprechen.
Kommt drauf an ... ich halte es eher für amüsant, wie Menschen sich an Ergebnisse umfangreicher Studien krallen und glauben, in ihnen läge der Stein der Weisen. Ich zweifle Studienergebnisse nicht grundsätzlich an oder blende sie aus etc., aber in meinem täglichen Berufsleben hab' ich's halt eben auch nicht nur mit dem Inhalt von Schnittmengen zu tun, sondern ich muß vor allem meine Grundmengen glücklich kriegen.

Sie arbeiten nämlich (zumindest die Privatfunker) für Unternehmen, deren Bestand vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig ist. Und sie würden sofort und ohne zu zucken den ganzen Tag lang polnische Balladen (oder eben auch Forster, Revolverheld, Silberblick etc.) spielen, wenn man damit dauerhaft und signifikant mehr Hörer erreichen könnte als mit der bisherigen Soße.
Na ja, ist die Frage, wie dauerhaft und signifikant man mit 08/15 mehr Hörer erreichen kann ... ich habe eher den Eindruck, Einschaltquote ist vielen wichtiger als Verweildauer, und derjenige, der sein Radio mit einer Zapp-Anlage verwechselt, hat durch sein Verhalten mehr Einfluß auf das Programm als der gemütliche Bestands-Konsument. Betonung auf "Eindruck".

Andererseits: Warum läuft in der örtlichen Bäckerei (im Hintergrund) SWR 3 [...].
Just gestern hatte ich ein Erlebnis der Dritten Art, als gegen Feierabend in einer Bäckerei, in der sonst bis zum Erscheinen der Ersthelfer gedudelt wird, tatsächlich mal Tangerine Dream lief, das so ziemlich in gar kein Schema der üblich-verdächtigen Sender paßt, die man sonst dort zu hören kriegt ... vielleicht rührt sich gerade in Bäckereien gerade ein Widerstand? Ich muß mal beobachten :]

Gruß
Skywise
 
Du hast offenbar den Text, den Du gecopypastet hast, selbst nicht verstanden. Dass deutsche Musik polarisiert heißt nicht, dass sie niemand mehr mag, sondern dass sie ein relevanter Teil des Publikums hasst.
Kann ich mir nicht vorstellen, vor ein paar Jahren lief das doch auch auf fast allen Stationen. Wieso sollte sich der Musikgeschmack jetzt plötzlich so stark verändert haben? Außerdem ist es alles eine Frage der Dosis. 1-2 Stücke pro Stunde wären sicherlich problemlos möglich, ohne dass direkt die Leute massenweise das Programm wechseln. Hier in NRW spielt WDR 4 ja viel Deutschpop und die Quoten sind seit Jahren stabil bzw. sogar gestiegen.
 
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So weit ich es nachvollziehen kann sind deutsche Radioanbieter samt ihrer Webchannels im Netz keine relevanten Anlaufstellen.
So? Es mag skurill klingen, aber die Webstreams der linearen Radios haben nach wie vor beachtliche Zugriffszahlen. Wenn man die alle zusammen rechnet, relativieren sich die Zugriffszahlen auf die Streamingdienste ziemlich deutlich.

 
Allein Antenne Bayern 31 Millionen Zugriffe pro Monat? Dann kann Spotify ja einpacken.

Papier ist bekanntlich geduldig. Wer kontrolliert überhaupt wie diese Zahlen zustande kommen? Lasst mich raten - die Sender selbst. Dann bräuchte man nicht mal mehr Bots um die Zahlen hochzutreiben.

So sahen die Zahlen noch vor 10 Jahren aus und damals lief es gar nicht gut:


Mittlerweile hat man Spotify aus der Erhebung eliminiert und jedwedes Transparenzgebot über Bord geworfen. Wenn das Produkt nichts taugt und von außen nur noch Kritik kommt muss sich die Branche die Zensuren eben selbst schreiben - dann wird immer die Sonne scheinen und man muss nie an der Qualitätsverbesserung arbeiten..

Dumm nur dass die objektiven Analysen von Allensbach & Co. kein so rosiges Bild zeichnen.
 
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ANTENNE BAYERN GROUP Online Audio Plus - 31 Millionen Sessions durchschnittllich im Monat, also mit Rock Antenne, Oldie Antenne, alle Webstreams usw.

Mittlerweile hat man Spotify aus der Erhebung eliminiert
Hat man nicht. Spotify im Vergleich dazu: über 207 Millionen...

Wie kommen die Zahlen zustande:
Um die komplette Webradio- und Musikstreamingdienstnutzung über alle Nutzungswege(stationäre sowie mobile Geräte, WLAN Radios, externe Player und Apps etc.) abbilden zukönnen, werden logfilebasierte Auswertungen vorgenommen. Dabei liefern die Teilnehmerihre kompletten Server-Logfiles inkl. undefinedungültiger Abrufe mit kurzen Nutzungsdauern in einem standardisierten Format
 
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Wer kontrolliert überhaupt wie diese Zahlen zustande kommen?
Unter anderem die AGMA anhand der Logfiles der Sender. Erhebungen anderer Statistik-Anbieter agieren ähnlich.

Dann bräuchte man nicht mal mehr Bots um die Zahlen hochzutreiben.
Was man unter Umständen Spotify aber genauso vorwerfen könnte. Spotify selbst veröffentlicht nämlich schon seit Jahren keine konreten Zahlen mehr in Bezug auf Deutschland, lediglich ausgewählte Ergebnisse auf einzelne Künstler bezogen, was wiederum zu einem Zerrbild führen könnte. Zugriffszahlen auf verschiedenste Playlisten, um wenigstens einen radioähnlichen Vergleich anstellen zu können, gibt es nicht.
 
Eben, alles Schwindel. Endlich gibt es mal jemand zu. Respekt, lieber Radiokult.

Andererseits: Warum läuft in der örtlichen Bäckerei (im Hintergrund) SWR 3, in der Tankstelle RPR, beim Friseur SWR 1?

Hört da irgendjemand hin? Da könnte genausogut Turbofolk laufen, würde kaum jemand merken.

 
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Hier in NRW spielt WDR 4 ja viel Deutschpop
Mit Verlaub, verehrter @Tweety, nicht einmal den. Aktuell hat WDR4 deutschsprachig einzig Major Tom in "Hotrotation" :D (4 x pro Woche, das könnte aber in Kürze vorbei sein oder ist es schon), ansonsten einen Deutschanteil von unter 10 %. Gestern zähle ich drei deutschsprachige Titel (Ärzte, Maffay, Ich & Ich) zwischen 6 und 18 Uhr.
 
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