DAB+ in Berlin und Brandenburg


s.matze

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Richtig, man wird sich nun mal langsam (nach 11 Jahren Simulcast!) entscheiden müssen: will man das eine (DAB-Ausbau, trotz eingefrorener Haushaltsmittel wegen ausgebliebener Gebührenerhöhung) - oder das andere (Großsendeanlagen auf UKW). Wenn man DAB entgegen der Marktdurchdringung (die Werte oben bedeuten, dass in Berlin und Brandenburg rund 80 Prozent der Menschen ihr Radio über UKW, Internetstream, Handy, Kabel hören oder überhaupt kein Radio mehr nutzen) weiter fortschreiben will, dann muss man beginnen, sich von Sendeanlagen zu trennen, die mehr als 10 Hörer haben oder irgendwo im Wald stehen! Man muss sich endlich trauen, bei der Inbetriebnahme neuer DAB-Standorte gleichzeitig UKW abzuschalten.

Da der 5C in Berlin und Potsdam seit 2011 flächendeckend empfangbar ist und das DLRadio seit Jahren der Missionar des Digitalradios ist und die angeblichen Vorteile von DAB propagiert, bieten sich die 89.6 MHz und die 97.7 Mhz geradezu an! Hier sollten die Herrschaften mal mit gutem Beispiel vorangehen.

Oder hat man etwa Angst, dass man damit auf UKW mehr Hörer vergraulen würde, als man bundesweit im DAB hat?

Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass jemals irgendein Hörer unzufrieden mit dem UKW-System (wohl aber mit der "Auswahl" über UKW - aber siehe Artikel, auch da bringt das 3. oder 4. Schlager- bzw. Rockradio auf DAB keinen Mehrwert) war und die Einführung von DAB gefordert hätte...
 
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Radiokult

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will man das eine (DAB-Ausbau, trotz eingefrorener Haushaltsmittel wegen ausgebliebener Gebührenerhöhung)
Was hat jetzt der dritte Privat-Mux in Berlin mit den eingefrorenen Haushaltsmitteln wegen der ausgebliebenen Gebührenerhöhung zu tun? Ich würde mal sagen: Nichts.

dann muss man beginnen, sich von Sendeanlagen zu trauen, die mehr als 10 Hörer haben!
Das würde ich durchaus unterstützen. Allerdings geht man in Brandenburg doch recht sparsam mit Frequenzen um. Mir würde da auf Anhieb erstmal keine im Grunde überflüssige Koordinierung einfallen. Die Sachsen sind da beispielsweise "effektiver". Da gibts inzwischen Füllsender... schlimmer wie zu DDR-Zeiten, ja alles wegdrücken was irgendwie von ausserhalb reinstrahlt.

Da der 5C in Berlin und Potsdam seit 2011 flächendeckend empfangbar ist und das DLRadio seit Jahren der Missionar des Digitalradios ist und die angeblichen Vorteile von DAB propagiert, bieten sich die 89.6 MHz und die 97.7 Mhz geradezu an! Hier sollten die Herrschaften mal mit gutem Beispiel vorangehen.
Der DLF ist doch schon dabei seine UKW-Sender zu prüfen und gegebenenfalls abzuschalten.


Oder hat man etwa Angst, dass man damit auf UKW mehr Hörer vergraulen würde, als man bundesweit im DAB hat?
Da vor allem die Zahl der DLF-Hörer inhaltsbedingt dann doch vergleichsweise überschaubar ist, wäre ich mit der Äußerung vorsichtig. Davon abgesehen ist sie ohnehin nur belanglose Polemik ohne jeden Beleg.
 

Wolf445

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Warum dann noch die zweite Bewerbung mit dem Oldieprogramm?
Wer soll in Berlin ein bayerisches Oldieradio hören, wenn es doch den Berliner Rundfunk, Spreeradio, Antenne Brandenburg, Power Radio und RBB888 gibt?
Auf DAB kommen noch Schwarzwaldradio, Absolut Oldie Classics, 8080s und Nostalgie dazu!

Bei Rock ist in Berlin STAR FM seit Jahrzehnten etabliert und das Nullplusultra.
Wieviele Hörer hat eigentlich Rockland Sachsen-Anhalt über DAB in Berlin? Wieviele die Rockantenne im 5D?
Wer braucht zweimal die totlangweilige Rockantenne über verschiedene DAB-Kanäle, wenn er STAR FM hat?

Fragen über Fragen...

😕
Dann gibt es noch Radio Bob von der Regiocast
 

s.matze

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Der fünfte Tag in Folge mit massiven Problemen / Ausfällen im Raum Südbrandenburg beim RBB. Grund dafür dürfte ein Ausfall am Standort Calau bei Cottbus sein, möglicherweise ein Zuführungsproblem oder eine dadurch bedingte Störung des SFNs. Seit Freitag geht das jetzt schon so. Niemand merkt es, niemanden stört es. Das sagt auch Einiges über den Stellenwert von DAB beim RBB aus. UKW läuft derweil ohne Probleme.
 
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Radiokult

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Man merkt es sehr wohl. Es wird nur nicht alles lauthals postuliert, schon gar nicht hier. Wozu auch? Eine Störungsmeldung gehört zum betreffenden Sender, denn dort kann man am schnellsten Abhilfe schaffen. Es in irgendein Forum zu schreiben bringt dagegen in der Regel wenig bis nichts, denn die sind dafür schlicht nicht zuständig. Ein Sendeausfall ist es übrigens nicht, denn die Programme sind ja weiterhin da, nur halt stumm. Irgendwas haut da mit der Zuführung nicht hin.
 

Nicoco

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Der Grund bzw. die Ursache ist auch relativ egal.
Wie man aber im Nachbarforum lesen kann, stört Calau aktuell großflächig den Empfang.
Und wenn der RBB den Fehler nicht kurzfristig beheben kann, gehört Calau unmittelbar abgeschaltet, sodass die korrekt agierenden Sender nicht weiter gestört werden.
 

s.matze

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Seit etwa kurz nach 16 Uhr ist die Störung behoben. Das hat also, trotz Mail gestern, noch viele weitere Stunden gedauert den Fehler zu finden. Immerhin: besser spät - als nie!
 

Radiokult

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Das Problem ist hier offenbar wirklich, dass die Sender teils vom rbb selbst betrieben werden und bei den Kleineren teils halt nicht. Bis die sich dann zusammengefunden haben, wer da nun mal schaut was los ist.... Deutsche Bürokratiemühlen mahlen halt langsam, kennt man doch zur Genüge.
 
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