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Das klingt ähnlich, oder?


Hochantenne

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Trotzdem ist das Lied abgekupfert, egal ob sie die Lizenz dafür hatte oder nicht.
Es ist einfach ein Beleg dafür, wie einfallslos der deutsche Schlager mittlerweile geworden ist.

In den 70ern waren die aber noch "einfallsloser", damals wurde so ziemlich jeder internationale Hit auf Deutsch nachgesungen.
Manche waren damit durchaus erfolgreich, man denke an "Himbeereis zum Frühstück" oder "ein Bett im Kornfeld". Mit dem Kornfeld hatte Jürgen Drews seinen größten Hit.
 

count down

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Es geht bei der Schaffung von Musikstücken überhaupt nicht darum, ob die Muse überraschend geküsst oder sich der göttliche Einfall ereignet hat. Es ging und geht bei der Erschaffung von Popmusik immer um die Schaffung eines möglichst erfolgreichen Konstrukts am Markt. Ob das jetzt das reine Cover, die Übernahme von Teilen einer Vorlage (Riffs, Sounds, Arranment-Ideen bis hin zum Sample) oder die eigene Schöpfung sein soll, ist immer geprägt vom Betreben, einem möglichst großen Publikum zu gefallen.

Ja, wir kennen auch Künstler, die vorgeben, ohne jeglichen Blick auf irgend ein Publikum das hervorbringen, was sie selbst hervorzubringen sich gedrängt fühlten. Vieles davon ging (zurecht) verloren, und tatsächlich kennen wir auch Songs, die ohne Kalkül zu Welthits wurden.

Alle Beweggründe zur Schaffung eines Musikstücks haben jedenfalls mit Einfallslosigkeit nichts zu tun.
 

Habakukk

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So schwarz-weiß würde ich das nicht sehen. Es ist doch immer eine Mischung aus beidem und für mich zählt v.a. die primäre Absicht dahinter.

Musik, die am Reißbrett entworfen wird, die völlig durchkalkuliert bestimmte Elemente enthält, nur um zu funktionieren, hat für mich relativ geringen Wert. Da steht nach meinem Empfinden in erster Linie das Bestreben dahinter, damit Geld zu verdienen. Wenn da 5 Produzenten einem bekannten Künstler einen 0815-Song mit den üblichen gängigen 4 Akkorden und den momentan angesagten Stilmitteln zusammen schustern, der dann schlimmstenfalls permanent im Radio rauf und runter gedudelt wird, kann ich leider wenig Kreatives erkennen. Oft klingt das dann auch sehr austauschbar.

Jeder Künstler wird natürlich auch die Absicht haben, mit seiner Musik erfolgreich zu sein, klar. Aber das sollte in musikalischer Hinsicht nicht der Hauptantriebsgrund sein. Das führte ja auch immer wieder zu den bekannten Querelen zwischen Bands und Plattenlabels.

Ich denke schon, dass sehr viele Musiker ihre persönliche Form populärer Musik darstellen möchten. Im Idealfall verbindet sich dann beides, kommerzieller Erfolg und eigene musikalische Note. Gefühlt passiert das aber immer seltener.
 
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