• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Das Radioarchiv von DigiAndi

Gleich zwei sehr interessante Mitschnitte des Rundfunks der ehemaligen DDR brachte eine BASF ferro super LH I 120 Kassette daher.
Ein einstündiger Mitschnitt der großen ''Hörer-Gruß- und Wunschsendung'' von Radio DDR I, aus dem damaligen Nachtprogramm des Senders.
Auf der Rückseite der Kassette befand sich ein 50-minütiger Sendemitschnitt der Sendung ''Tanzmusik, die Freude macht'' des Rundfunksenders ''Stimme der DDR''.


 
Der heutige Upload holt diese Erinnerung in 2 Mitschnitten vom Oktober 1987 ans Tageslicht, herrlich was da alles geborgen wird!
 
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7 Kameras. Sieht aus wie bei der Bundespressekonferenz, dabei war es eigentlich die Bundesmitschnittzentrale. Und vor allem: das ganze Zeugs (und sich selbst) da hoch unters Dach zu schleppen. Mir ist immer noch ein Rätsel, wie der Tisch durchs Treppenhaus gepasst hat. ;)

Dabei ist die Story nichtmal vollständig. Save the Tapes nur in Ansätzen erwähnt (so ich nichts überhört habe), ERT gar nicht erwähnt (ich vermute, Andi war schuld am Auftauchen vieler hr-Leute dort).
 
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Dabei ist die Story nichtmal vollständig. Save the Tapes nur in Ansätzen erwähnt (so ich nichts überhört habe), ERT gar nicht erwähnt (ich vermute, Andi war schuld am Auftauchen vieler hr-Leute dort).

Am Ende wird doch eine Fortsetzung angekündigt. Stoff gibt es ja genug.

Ich bin ja froh darüber, dass ich nicht der einzige Bekloppte bin, der sich darüber aufregt, wenn in Radiobeiträgen statt der Radionachrichten Einspieler aus der Tagesschau kommen.

Danke vor allem für den zweiten Teil mit den Erläuterungen zur Technik. Obwohl ich nur einen Bruchteil verstanden habe, fand ich das sehr informativ.
 
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Zur Technik kannst Du bei Andi direkt was lesen. Das ist älter, aber an bewährten Prozessen ändert man halt nicht unbedingt viel, so lange das möglich ist (siehe auch die steinalte Software zum Aufnehmen und Schneiden, absolut bewährt).


Ein älteres Blockschaltbild gibt es auch, wenngleich nicht von dem Raum, den wir im Video sahen, sondern vom ursprünglichen Raum andernorts, der einst Facebook-Titelbild von ihm war:



Da siehst Du, dass die digitalen Quellen (DAT und MD) per Digitalausgang überspielt werden, also genaugenommen nicht "digitalisiert", sondern so wie es aus den Geräten rauskommt über die RME-Audiokarte in die Software übergeben werden. Das sind dann 1:1-Kopien als File, wobei im Falle der MD natürlich der jeweilige MD-Recorder ausgabeseitig das mit ATRAC datenreduzierte Audio wieder auf Vollformat aufbläst. Bei DAT kommt gleich "Vollformat" vom Band (im Falle von Standardplay) bzw. ein krudes 12-Bit-Format mit nichtlinearer Skalierung (bei Longplay 32 kHz), das vom DAT-Recorder vor der digitalen Ausgabe freilich auch wieder auf 16 Bit lineare Skalierung umgerechnet wird, denn die digitalen Schnittstellen (AES/EBU, ganz ähnlich der Consumer-Schnittstelle S/PDIF, nur mehr / andere Statusbits etc.) sind natürlich linear skaliert, üblicherweise 16 Bit und 32 / 44,1 / 48 kHz Samplerate.

Die Geräte mit analoger Ausgabe (Tapedeck, Bandmaschine, VHS-HiFi, diverse Exoten) werden im Falle unsymmetrischer (Cinch) Ausgänge erst symmetrisiert und dann in einen 8-kanaligen RME-A/D-Wandler gegeben. Der wiederum gibt dann das Digitalisat an die Karte im Rechner weiter.

Ist eigentlich ganz einfach und systematisch. Letztlich so, wie engagierte Amateure das auch machen würden, nur dass es halt hier eine umfangreichere Installation ist, in der i.d.R. nichts umgestöpselt wird, sondern halt Umschalter etc. für dauerhafte (Fest)installation vorhanden sind.

Nicht abwertend gemeint, Andi hat es auch selbst erwähnt: es ist "nur" Audio. Das macht es viel genügsamer als Video. Eine Stunde 44,1 kHz Stereo 16 Bit sind ca. 605 MByte ohne jegliche Datenkompression / Datenreduktion. Ein Witz heutzutage. Selbst was in FLAC einzupacken ist da nicht mehr nötig, sondern im Handling nur noch lästig.

Das krasseste, was ich von Andi mal gesehen habe, war ein Turm aus 4 (vier!) Studer Kassettentonbandmaschinen, die zeitgleich (4 mal stereo) in einen 8-Kanal-RME-A/D-Wandler einspielten und eben als 4 Kanalpaare zeitgleich im Rechner landeten. Früher hatten die Tapedecks der Billigklasse High-Speed-Dubbing, Andi macht mit teurer Technik professionelles "parallel-Dubbing" mit sozusagen 4-Speed, wenns mal schnell gehen muss. :D

Mich wundert genau wie Jörg, dass das Gewinde im Kopfträger der Studer-Decks nicht ausleiert, wenn ständig der Azimut nachgestellt wird. Noch mehr wundert mich, dass das so auf Dauer funktioniert, denn wenn ein Kopf Verschleiß hat, das Band also einen "Graben" in den Kopf eingeschliffen hat, hat man dadurch eine "Bandführung" über die Länge des Kopfes (bzw. über den Abstand der Kopfspiegel von Sprechkopf und Hörkopf). Wenn man dann am Azimut dreht, verkantet man diesen "Graben" gegen den geraden Bandlauf und bekommt instabilen Azimut, weil das Band dann immer wieder aus diesem Graben ausbrechen will. Ich kenne das so von anderen Geräten (auch teuren) mit Permalloy-Köpfen. Andi beteuert aber, dass er an den Köpfen der Studer-Decks keinen Verschleiß feststellen konnte. Offenbar auch hier was absolut langzeitstabiles, was die Methode des individuelen Azimut-Abgleichs überhaupt erst ermöglicht.
 
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Ja meine Pantomime zum Kabel auf dem Jörg stand, muss schon sehr komisch ausgesehen haben. 😅

Aber ich liebe es, wenn man auch mal lachen kann. Allzuoft ist es in unserem Podcast sehr ernst...

@lg74 Keine Sorge, es wird auch mal einen Teil 2 geben. Eine Baustelle nach der Anderen...
 
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@Philclock : der "Sigi" ist bayerisches Kulturerbe. Bei uns in Thüringen sang man darauf zu DDR-Zeiten entweder "du hörst den falschen Sender" oder "schon wieder tausend Tote".

Für die Technik-Nerds: noch bis weit in die 90er (oder sogar 2000er?) Jahre hinein wurde der Stereo-Pilotton auf den Frequenzen von Bayern 3 während der Durchsagen abgeschaltet. Die Stereo-Lampe ging während des ersten "Sigi" aus und während des Abklingel-"Sigi" wieder an.

Die Geschichte ist durchaus ernsthafter Natur. Ulli Wenger (der mit der Einladung des von Bayern-3-Beschallung genervten jungen Mannes) hat sie aufgeschrieben. Dazu eine Zusammenfassung der Varianten im Laufe der Zeit:

 
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Und gleich noch eine Korrektur hinterher: Die "Leichte Brise aus Südwest" mit der SWF 1-Hitparade vom 17.12.1988 stammt vom 26.11.1988. Die Nachrichten lassen auf dieses Datum schließen, der telefonisch zugeschaltete Dieter-Thomas Heck wünscht den Hörern einen schönen 1. Advent, und zu guter Letzt gibt es eine Facebook-Gruppe, in der ganz viele der alten SWF 1-Hitparaden dokumentiert sind. Dort ist die Hitparade aus dem Mitschnitt unter dem 26.11.1988 zu finden.

 
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