Das ewig gleiche Argument der Radiomacher und ÖR-Zerstörer. Das bedeutet aber in letzter Konsequenz: Man braucht überhaupt kein Radio mehr. Man kann alle Programme, durch die Bank, abschalten. Dafür werden Sendungen auf "Halde" produziert und ins Netz gesetzt. Also sofort die Sendeanlagen abbauen.Man muss nicht mehr zwingend zu einer festen Uhrzeit einschalten, sondern kann es sich dann reinziehen, wenn man die Zeit dafür hat.
Das gleiche gilt übrigens fürs Fernsehen. Da ja keiner mehr Zeit hat, sind Sendepläne witzlos. Sportschau nicht mehr am Samstag, Tatort oder Herzkino nicht mehr am Sonntag.
Dafür: Alles ins Netz, wer will UND dann doch überraschenderweise mal Zeit hat, ruft ab....oder genauer: Schaut gegen Gebühr.
Der ÖR verkommt zum Verkäufer einzelner Radio- oder Fernsehprogramme, die man bei Bedarf und Zeit abruft. Letztlich ist dass das Ende des ÖRs, und, viele wird das freuen, der GEZ.
Wer den Blauen Bock will, kann ja zuschauen, dann, wenn er gerade Lust hat, gegen spezielle Gebühr. Wer den famosen Radioclub des SWR hören will, zahlt nur noch dafür.
Natürlich wird das meiste von dem, was es jetzt noch gibt, verschwinden. Die Gegner des ÖRs haben dann endgültig gewonnen.
Keiner, dem auch nur irgendwas am ÖR liegt, kann DAS wollen. Wiederholung im Netz ist ja noch o.k. Aber gehaltvolle Sendungen aus dem laufenden Programm verbannen? Das wäre der nächste Selbstmord-Versuch des ÖRs. Denn was bliebe dann noch übrig? Nur noch die schönsten Hits?
In DE liegt der ÖR längst am Boden - ich versuche das mal aufs Ausland zu übertragen: BBC Radio 4, immerhin das zweitbeliebteste Radio in GB mit fast ausschliesslich Wortprogrammen, sendet dann noch...ja was denn? Nichts mehr. Alles ab ins Netz. Das gilt natürlich bei uns auch z.B. für den DLF. Klassik, Pop, etc.? Hat ja angeblich viele Fans. Raus aus dem Programm. Ab ins Netz. Nur noch Musik dudeln, irgendwann ganz abschalten.
Eine Katastrophe fürs Radio.
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