Beim hr hat man Personal, welche die Optimod's sogar so gut einstellen, dass selbst schlecht gemasterte Files brauchbar klingen - ein Plus in der Tonqualität - Danke an die Ton-Ingenieure dort!
Ich verstehe die gute Absicht dahinter; dennoch hadere ich damit.
Der Purist in mir sagt: Wenn's doof klingt, isses halt so. Ich fasse das Original-Mastering nicht an.
Und wenn ich irgendwo einen Remaster vorliegen habe, dann schaue ich, ob es noch eine Veröffentlichung des Originals gibt. Wenn dem so ist, ziehe ich das vor.
Natürlich gibt es heutzutage fantastische Möglichkeiten, den Klang so zu manipulieren, dass er wohl "schöner" tönt. Nur: Ist das wirklich die Aufgabe eines Tonis im Rundfunk?
Ich bin zwar kein Profi und bewege mich im Webradio-Bereich. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Akteuren auf diesem Sektor gibt es bei mir kein Soundprocessing (von einem Notbremslimiter™ abgesehen). Da wird die Musik so gespielt, wie sie gemastert wurde.
CD > flac > R 128 im Ausspielweg, Datei unverändert.
Wenn jetzt ein
mastering engineer meint, ein Brikett veröffentlichen zu müssen, dann ist das ja nicht mein Problem.
Ist es mein Job, den Müll auf Wohlklang zu färben?
Mein Bauchgefühl sagt da: "Nein". Hat vielleicht auch mit meinem Alter zu tun; musikalisch komme ich halt so aus den 70er/80er-Jahren, also aus der Vor-CD-Zeit.
Vielleicht hat diese Prägung bis heute Spuren hinterlassen.