Der Studiobilder-Thread


ADR

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Radio Bremen, Neubau Studio Bremerhaven. Bis auf die Mikros ...
 

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Pianist_Berlin

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Was ist an diesen SM7B eigentlich so toll?

Ich war übrigens gerade einige Tage im hr-Sendegebiet unterwegs und habe überwiegend hr-info gehört. Da klangen die Moderationen und Beiträge ziemlich gut, also offenbar haben die dort einen vernünftigen Besprechungsabstand. Weiß jemand, wie das dort aussieht?

Matthias
 

lg74

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Weiß jemand, wie das dort aussieht?

TLM 103:


(Jürgen hörte das Beitragsende über unter dem Tisch hängende Kopfhörer leise mit, soweit ich mich erinnere)

Du hast aber noch einen zweiten Effekt bei hr-iNFO, zumindest bei DAB+: 88 kBit/s LC-AAC mono. Der gesamte hr läuft in LC-AAC mit sehr guten Bitraten. hr2 Kultur mit satten 144 kBit/s (also irgendwas um 120 kBit/s netto-Audio), die anderen Musikprogramme mit je 136 kBit/s (wohl um ca. 112 kBit/s netto-Audio).
 

ADR

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Was ist an diesen SM7B eigentlich so toll?
Garnichts. Macht keinen guten Pegel, aufgedreht rauscht es und mit dem Mikrofonprozessing ist man nur beschäftigt, die Unzulänglichkeiten des Mikros auszubügeln, anstatt die Stimme des Sprechers anzupassen.

Das ist ein Problem bei der gesamten Philosophie der Mikrofeontechnik im Rundfunk. Die hängen sich RE 20 oder SM7 rein. Dann klingt es nicht mit dem Mischpultprocessing. Klar, erstmal den Scheiß Grundklang glattziehen. Dann kommen zusätzliche Prozessoren, wie Vip Digital oder Sound 4 ins Spiel. Am Ende ist man so einigermaßen zufrieden, hat pro Sprecherplatz 3000 Euro ausgegeben und die Stimmen sind total verbogen.
Was spricht dagegen, gleich ein gutes Mikro zu nehmen? Ein TLM 102 reicht völlig. Liefert guten Pegel, rauscht nicht und hat einen guten Grundklang. Mit dem Processing vom Mischpult gibt das nen Super klaren, natürlichen und vollen Klang und man hat pro Sprecherplatz nur soviel ausgegeben, wie das Mikro kostet.
 
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ADR

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Gute Kondensatormikrofone sind aber auch anspruchsvoller gegenüber der Raumakustik. Sind die p*mmeligen Mikrofone nicht allesamt Relikte aus der amerikanischen AM-Zeit? Da kam’s auf einen guten Mikrofon„klang“ nicht so sehr an.
Ganz genauso ist das. Weil sie eben (immernoch) so häufig benutzt werden, können die Dinger ja nicht schlecht sein .... . Doch!
Und was die Raumakustik bei guten Mikros angeht, immer noch billiger als ein schlechtes Mic und dazu ein zusätzlicher, teurer Voiceprocessor. Und es gibt genug gute Anbieter von Akustikelementen, die nicht teuer sind. Der Preis ist heute nur noch eine Ausrede.
Die mögliche Qualität der heutigen Verbreitungswege korelliert nicht mit der Qualität von RE 20 und Co.
 
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Ralfi

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Ich habe hier ein Renkforce 1070706 (+48V) von Conrad verbunden mit einem UMC202HD von Behringer am PC, die Qualität ist wirklich gut und rauscharm.
 
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muted

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Garnichts. Macht keinen guten Pegel, aufgedreht rauscht es und mit dem Mikrofonprozessing ist man nur beschäftigt, die Unzulänglichkeiten des Mikros auszubügeln, anstatt die Stimme des Sprechers anzupassen.

Ich habe kürzlich die (mittlerweile ja auch schon etwas "länger verfügbaren") SM7B in einem neu gebauten Podcast-/Web-Videostudio gesehen. Zur Markteinführung (zu Zeiten von Röhrenmonitoren) mögen die Mikrofone aufgrund des Faraday'schen Käfigs und der ganzen elektromagnetischen Felder im Studio vielleicht noch irgendwo ihre Bewandnis gehabt haben. Viel Vorverstärkung brauchten sie immer schon und so ist es auch noch heute. Ein kurzer Blick auf den 19"-"Verhau" des obigen Studios zeigte dann einen SPL-Channelstrip pro Mikrofon, Input-Gain weit aufgerissen, Output-Gain weit aufgerissen. Aber Röhre. Immerhin scheint das Noise- und Echo-Cancelling der ganzen Videoplattformen mittlerweile so gut zu funktionieren, dass man den angelieferten "Audio-Müll" noch halbwegs hörbar ertragen kann. Manche werden eh mit Handy- oder Laptoptröten hören und ohnehin nix merken.

Kurze Rückfrage an den Planer des Studios: Warum gerade diese Mikrofonauswahl (jedes Privatradiokind kennt die Schwächen dieser Büchsen!)? Antwort: "Die Auftraggeber wollten was, was wie Radio klingt. Denn die Radioleute kennen sich damit ja aus. Also haben wir geliefert".

Hätten wohl nur noch Vitalizer, VIP digital und andere Geräte der 199x-er gefehlt... Vielleicht haben sie zu wenig Videos und Bilder aus der damaligen Zeit im Internet gefunden. Sonst hätten sie sicher auch noch EV-RE20/27 verbaut und gesagt: "Hier guck mal, Radio! Die wissen, was sie machen!" :censored: :censored:
 
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ADR

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Mit dem Vitalizer Obertöne generieren, die ein dynamisches Mic garnicht abbilden kann…. Wie inkonsequent! Aber mal ehrlich, sowas passiert. Wieder ein Argument für ein Kondensator bei dem man sich solch Nachbearbeitung sparen kann.
 
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Musikminister

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Die SM7Bs finden sich in sehr vielen Radiostudios dieser Welt, ich mag die Dinger. Interessant aber, dass sie in Bremerhaven verwendet werden. NEXT in Bremen nutzt sie auch, die anderen Wellen aber nicht.
 
"Günstig geschossen" mit Preisnachlass: Voll akzeptiert. ✅
Gratuliere.

Die MG-Serie kam aus technischen Gründen in die engere Wahl und bringt nun mal eine Effektsektion mit.
Das ist so nicht ganz richtig, allerdings werden die Modelle ohne SFx erfolgreich "versteckt".
Keine Idee, warum; der Hersteller muss sich ihrer jedenfalls nicht schämen.

Je weniger Unfug auf der Oberfläche, um so besser.
Ein weiteres "Accessoire", das kein echtes Radiopult braucht: Masterfader.
Aber gut, da muss man im Bereich der sogenannten "Kompaktpulte" Kompromisse eingehen; sie werden ja nicht explizit für Broadcast-Zwecke angeboten.
 
Die SM7Bs finden sich in sehr vielen Radiostudios dieser Welt, ich mag die Dinger.
Sie klingen nicht schlecht, wie ich finde, sind aber unter den Dynamikern nun wirklich schwerhörig (lt. Hersteller 1,12 mV/Pa). Da muss ein wirklich amtlicher Channelstrip ran, sonst wird das nix.

Das ist dann der Punkt, an dem ich finde, dass es andere und vermutlich günstigere Lösungen ebenso gut getan hätten.
 

chapri

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Vor der Anschaffung wollte ich Dir - ungelogen! - eine PN schicken, da ich tatsächlich Dein(e) Urteil(e) sehr schätze. Ging aber nicht... :( Statt irgendein Shure nutze ich ein RØDE NT1A (relativ "günstig geschossen") und bin überaus zufrieden.
 
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Südfunk 3

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Mehr als zehn Anhänge kann man einem Beitrag nicht hinzufügen, darum hier noch ein Nachtrag zum

WDR, 1974:


Der Hauptschaltraum:

WDR Hauptschaltraum HF.png


Die folgenden Aufnahmen entsprechen jeweils der Fortsetzung nach rechts:

WDR Hauptschaltraum HF 2.png

WDR Hauptschaltraum HF 3.png

WDR Hauptschaltraum HF 4.png


Das Sinfonierorchester probt im Großen Sendesaal:

WDR Großer Sendesaal.png


Joe Cool bei der Arbeit. Man beachte die vorschriftsgemäß gegen umspulende M10en gesicherte Krawatte:

WDR Studio 9 Regie Abspieldienst.png

WDR Studio 9 Regie Abspieldienst bei der Arbeit.png


Detail der Truhen. Trotz Sendung sind alle Maschinenregler geschlossen. Hmm…:

WDR Studio 9 Regie Truhen.png


Das hier macht auf mich den Eindruck einer eher … spannungsarmen Schicht:

WDR Abhördienst Türschild.png

WDR Abhördienst.png
 
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