Deutschlandweites öffentlich-rechtliches Jugendradio


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Sieber

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Hatte Jugendradio Deutschlandtreffen 64 bei der Jugend der DDR und bei jungen Werktätigen, die passabel Westsender empfangen konnten, bis ca. Ende Oktober 1989 irgendeine nennenswerte Bedeutung bis auf die Sendung, die 1:1 eine LP zum mitschneiden bot? Wohl eher nicht.
DT64 war m. W. eher so ein Nachwendesender ab 1990, als auch dem Letzten in der befreiten Zone dann klar war, dass es keine DDR mit West- statt Ostmark- und Arbeitsplatzabbau geben wird.
Abgewickelt wurde das nicht vom Bayern-Sachsen-Reiter, sondern vom Mühlfenzel.
 

flipchen

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Themeneröffner
Ab der Umstellung aufs 20h Programm (ich glaube 1987) und 24h Programm (Sommer 1989) denke ich schon. ZB. der Morgenrock war wesentlich breiter aufgestellt als die Alternativen die ich in meinem Bereich hatte (NDR2 und RiaS2). Auch gab es in der DDR Bands, die zu dieser Zeit auch gern gehört wurden, ich denke da an Silly ("Über ihr taute das Eis"/"Verlorene Kinder"/"SOS") oder Pankow ("Aufruhr in den Auen"/"Einsam"). Die genannten Songs waren systemkritische Songs. Neu waren zu der Zeit auch Ratgebersendungen wie Mensch Du! oder Mensch Mensch!, die sich mit Homosexualität, Aids und anderen jugendlichen Themen beschäftigten. Es ging nich nur um Duett - Musik für den Rekorder, was Du angesprochen hast ;)
 

radiobino

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Dt64 hatte ich 1989 zum ersten Mal in Nürnberg im Internat empfangen. Bis ich Zuhause in Amberg merkte dass man DT64 auch im Kabel eingespeist hatte. Jedenfalls war es damals für mich einer der besten Radiosender die ich zu dieser Zeit gehört hatte. War damals einfach was anderes als ich vom Bayrischen Rundfunk und von den Privaten kannte. Muss aber sagen dass ich erst gar nicht wusste dass es ein DDR Sender war.

Aber generell muss ich sagen. DT64 im Radio und Elf99 im Fernsehen. Die wussten wie man die Jugend anspricht. 😁
 
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Sieber

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Der gesamte DDR-Rundfunk wurde aufgelöst. Zuständig dieser Mühlfenzel. Abgewickelt nennt sich das. Der MDR hat DT64 gnadenhalber aufgenommen (Mittelwelle - vorerst noch aus Berlin produziert) und dann als Sputnik (der DDR-Name musste wohl weg und Sputnik ist zwar auch Ost, aber sei es drum) integriert. Richtig erst in Sachsen-Anhalt mit UKW.
 

lg74

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Hatte Jugendradio Deutschlandtreffen 64 bei der Jugend der DDR und bei jungen Werktätigen, die passabel Westsender empfangen konnten, bis ca. Ende Oktober 1989 irgendeine nennenswerte Bedeutung bis auf die Sendung, die 1:1 eine LP zum mitschneiden bot? Wohl eher nicht.
Bei der Masse gewiss nicht, aber manche wussten die auch damals versteckten Perlen zu schätzen. Und das waren eben nicht nur die "Duett"-Sendungen mit den Schallplattenseiten (ich fuhr für die aktuelle LP von "Roxette" mit Sondergenehmigung 2 mal mitten in der Woche vom Internat zu meinen Eltern und reiste tags drauf zeitig früh per Bahn direkt zur Schule an), "Hitglobus", "Maxi-Stunde", "Electronics", "Tendenz", "Parocktikum" und "Mobil Popradio", sondern auch Wissenschaftssendungen, Computersendungen etc. Und auch manches, das DDR-"systemrelevant" war, hatte seine Berechtigung in dieser Zeit und ermöglichte Teilhabe an Diesem und Jenem. Es war ja auch in der DDR nicht alles üble Propaganda.

Ich kenne von etwas älteren auch sinngemäß die Aussage "Dudel gab es beim RIAS - und der Dudel war nichtmal für unsere Welt, sondern aus einer anderen Welt für unsere Welt - und sendete daran vorbei. Radio für ernsthafte junge Menschen gab es bei DT64." Dürften dann aber wohl Minderheiten gewesen sein, die so empfanden.

Bemerkenswert finde ich, dass schon ab 1986 das Parocktikum möglich war - in einer Diktatur, in einem "Unrechtsstaat", 3 1/2 Jahre vor dem Mauerfall. Und dass es ab 1993 eben nicht mehr möglich war in einem anderen Land, das doch "Rechtsstaat" ist, so frei und undiktatorisch... (Klar, die "Diktatur des Kapitals" wird ja als Naturgesetz angesehen und steht damit auf einer anderen Stufe als die "Diktatur der SED".)

Bemerkenswert finde ich auch so manche Nachtsendung auf dem Rundfunk der DDR, in der nicht nur Musik gedudelt wurde. Da gab es tief in der Nacht eine Live-Reportage aus einer Druckerei, da gab es ebenfalls nachts eine Filmkritik - in für heutige Maßstäbe ausufernder Länge. Und wer moderierte da nachts auf Stimme der DDR an diesem 28./29.1.1988 im "Pop-Mobil", das damals die Nachtlücke von DT64 stopfen musste und deshalb durchaus von The Cure über die Ärzte und die Toten Hosen bis halt Silly etc. spielte?

Anhang anzeigen 1988-01-29 Stimme der DDR - Pop-mobil - Lutz Schramm.mp3

Hmmm...

Man mutete dort jedenfalls jungen Menschen zu, das Hirn zu verwenden. Das fehlt heute ja im öffentlich-rechtlichen Unterhaltunsgfunk komplett, wodurch er zu einer intellektuellen Beleidigung und Demütigung wird.

DT64 war m. W. eher so ein Nachwendesender ab 1990, als auch dem Letzten in der befreiten Zone dann klar war, dass es keine DDR mit West- statt Ostmark- und Arbeitsplatzabbau geben wird.
Da stiegt das Interesse deutlich, in der Tat. Ich muss aber vorsichtig sein, von meinem damaligen Umfeld auf das Ganze zu schließen. In der Zeit des Systemausfalls waren wir 15-16 Jahre alt, das war dann die Zeit, in der sich auch zunehmend Interesse an ernsthaften Themen regte und eine deutliche "politische Emanzipation" stattfand. Dass genau in dieser Zeit dann die meisten (und das waren wirklich so >90%) meiner Mitschüler von RIAS 2 oder Bayern 3 oder NDR 2 auf DT64 wechselten, verwundert mich nicht. Es war aber halt die Summe mehrerer Änderungen: wir kamen in das entscheidende Alter, die DDR wurde aufgelöst, DT64 veränderte sich radikal.

Richtig erst in Sachsen-Anhalt mit UKW.
Und mit Aufschaltung der 104,4 Petersberg war dann der Sargnagel endgültig drin. Ab da war es klar gegen den regionalen Privatfunk programmiert - mit dessen Stilmitteln. Die Stimmen, die wir schätzten, waren aber schon 3-4 Jahre vorher von Bord gegangen.
 
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Decrypter

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DT64 hatte zu der Zeit durchaus was. Ich hab DT64 als Wessie eigentlich sehr gerne gehört. Ganz einfach aus dem Grund, weil dort Musik gespielt wurde, die es bei den hier empfangbaren Sendern (gab ja hier nur den NDR, sowie RSH und mit ein wenig guten Willen noch RHH) einfach nicht gab. Der Empfang über den Sender Schwerin auf der 101,3 war hier in Kiel mit normalen Aufwand schon nicht mehr so einfach. Aber es ging immer irgendwie. Mal besser, mal schlechter.

Gewrade abends liefen bei DT64 Sendungen, die wirklich hörenswert waren. "Tendenz Hart bis Heavy" hat mich musikalisch geprägt. Auch die Sendung "Dancehall" mit Marusha war seinerzeit einzigartig im Radio.
Der nachfolgende Niedergang von ex DT64 aka Sputnik beim MDR ist hinlänglich bekannt.
 

flipchen

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Themeneröffner
Zurück zum Thema nach dem kleinen Ausflug zu DT64.

Wie lernt die Jugend denn momentan kennen, dass es auch andere Musik gibt, die sie vielleicht interessiert? Spotify, Youtube, TikTok (mit Cookies die den Jugendlichen auswerten) – bestimmt nicht. Im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk, der fast wie der private Dudelfunk klingt, ja wohl auch nicht.

Wenn nicht ein öffentlich rechtliches Angebot gemacht wird, dass nicht auf Mediaanalysen und Hörerzahlen angewiesen ist, dann wird die junge Generation immer mehr ein Spielball der werbenden Unternehmen.

Sicher gibt es auch Jugendwellen ohne Werbung (Sputnik zum Beispiel) aber was bringt es, wenn diese Wellen auch nur die Musik bringen, die auf den 3. oder in diesem Fall JUMP gespielt wird.

Meiner Meinung nach wäre ein bundesweites Jugendradio wesentlich werbeunabhängiger als x lokale öffentlich rechtliche Jugendwellen. Man könnte ja dabei die Nachmittagsphase (14 – 18 Uhr) für lokale Informationen in die Landesanstalten splitten.
 

CosmicKaizer

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Interessant ist doch an der Diskussion, das ein Sender, der nur wenige Jahre wirklich frei senden konnte, für viele heute immer noch Maßstab ist. Berechtigterweise. Bei jeder Diskussion um sogenanntes Jugendradio ist DT64 noch immer mit dabei.
 
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UKW 100

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Der Skandal ist: Es gibt sooo viel Musik. Aber aus Quotengeilheit betreibt die ARD Radioattrappen, die jeweils von einem winzigen Titelpool gespeist werden und die sich musikalisch innerhalb derselben Häuser auch noch stark überschneiden.
Das Problem ist: Die Radiomacher würden selbst sicher auch lieber eine größere Musikvielfalt senden. Aber so ein Sender muss ja auch von der Gesellschaft akzeptiert werden. Es käme bestimmt zu heftigen Protesten, wenn für einen Sender alle Leute Rundfunkgebühren zahlen müssen, aber kaum jemand hört zu.

Und warum müssen sich die ganzen Dudelterrorprogramme ausschließlich auf "Hits" ausrichten? Es ist so einfach, sich mit dem Gesamtkunstwerk der Musiker auseinanderzusetzen und unbekannte Musik bekannt zu machen.
Natürlich ist das einfach - und die Redakteure hätten sicherlich auch Bock darauf. Aber es gibt ja KEINEN einzigen Sender, der es geschafft hat, mit so einem alternativen Programm erfolgreich zu sein. Im Internet haben es über die Jahre Tausende Leute versucht, ein einigermaßen erfolgreiches Internetradio auf die Beine zu stellen - gescheitert sind sie ausnahmslos alle. Im Fernsehen ist der Sender VOX Anfang der Neunziger mit dem Anspruch, sich vom Mainstream abzuheben, voll auf die Fresse geflogen.

Bremen Zwei könnte ein wunderbares Programm für Singer-Songwriter, Americana, Reggae, Blues, Jazz, europäische Musik und dergleichen sein. Aber nein, auch hier müssen sich die Quälbarden aus den Charts inklusive des deutschen Jammermülls breitmachen.
Es interessiert einfach nur eine verschwindend geringe Minderheit. Hier mal ein paar nackte Zahlen aus Wuppertal: Beim Wuppertaler Lokalradio (107,4), also Radio NRW, schätzt man, dass in einer Durchschnittsstunde um die 10.000 Hörer erreicht werden. Solche Zahlen sind auch erforderlich, damit sich so ein Kanal rentiert.
Vergangenen Montag trat in einem bekannten Wuppertaler Lokal die in der Region mittlerweile namhafte Jazzmusikerin Inga Eichler auf. Der Eintritt war kostenlos, aber dennoch waren gerade mal ca. 100 Gäste da, von denen ein Großteil wahrscheinlich nicht wegen ihr kam - denn die Veranstaltung lief im Rahmen des normalen Restaurant-Betriebes. Aufgrund der immer noch geltenden Corona-Auflagen ist derzeit die Zahl der Tische etwas reduziert, aber mehr als 150 Gäste (von denen wie gesagt nur wenige gezielt wegen der Musikerin kommen) wären selbst bei Vollauslastung nicht drin. Seien wir großzügig: 20 Gäste kommen vielleicht gezielt wegen ihr. Und das ist schon eine Frau, die der geneigte Jazz-Fan aus Wuppertal und Umgebung mittlerweile kennt.
Anhand solcher Zahlenwerte kann man sich leicht ausrechnen, dass so eine Künstlerin im Radio ein reiner Ab- oder Umschalter wäre.
Morgen schaue ich mir die Sängerin Anchalita live an. Die kenne ich noch nicht. Ich bin via Facebook auf das Konzert aufmerksam geworden, und die Beschreibung las sich gut. Eintritt kostet 15 €. Mal sehen, wie viele Leute da kommen... Aber die Zahl Interessenten für solche Musik ist offenbar so gering, dass sich sowas im Radio nicht zu lohnen scheint.
Die Frage ist auch: Wenn es in jeder größeren Stadt wöchentlich mehrere solcher Veranstaltungen gibt, zu sehr günstigen Eintrittspreisen oder komplett kostenlos: Besteht dann überhaupt noch Nachfrage nach solcher Musik im Radio? Die generelle Nachfrage nach Jazz, Blues, Singer-Songwriter und dergleichen scheint dann doch sehr überschaubar zu sein.
 

flipchen

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Themeneröffner
Besteht dann überhaupt noch Nachfrage nach solcher Musik im Radio? Die generelle Nachfrage nach Jazz, Blues, Singer-Songwriter und dergleichen scheint dann doch sehr überschaubar zu sein.

Es geht doch nicht um die Nachfrage. Wenn Du ein Jahrzehnt kein alternatives Angebot bekommst, hast Du auch keine Nachfrage, also muss das Angebot erweitert werden.

VG Flips
 

Radiokult

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Das 24h Programmschema vor der Wende
Wenn man schon zu dieser Seite verlinkt, dann sollte man das auch richtig tun. Das ist das Prpgrammschema ab 01.04.90. Erst ab diesem Tag war DT64 ein 24-Stunden-Vollprogramm.. Und das war bereits mitten in der Wende.

Genau genommen war DT64 erst an Dezember 87 mit der Ausweitung auf 20 Std. Programm täglich ein eigenständiger Sender. Das entsprechende (Vorwende-)Sendeschema findet man hier:
 

thorr

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Lebendig und authentisch wirkte das Programm auf mich nie.
Auf mich schon. Dlf Nova ist endlich mal ein Programm für junge Erwachsene, das sie nicht für debil hält nach der Gleichung: jung = anspruchslos.

Und nein, ich habe nicht
studiert, auch nichts mit Medien. Noch nicht mal "was mit Menschen".

Für mich ist Dlf Nova keineswegs elitär, sondern eines der authentischsten und sympathischsten Programme, die es hierzulande gibt. Anspruchsvolle Inhalte werden locker, aber unaufgeregt mit einer Nonchalance in ein stimmiges Gesamtkonzept eingebettet, dass man hinterher verwundert feststellt: Ich habe ja gerade etwas gelernt! Das soll das Mutterprogramm erstmal nachmachen.

Als elitär würde ich eher Dlf, Dlf Kultur, WDR 3 oder Radio Eins bezeichnen. Was zunächst einmal mit keiner Wertung einhergeht.
 

Beobachter

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Es spielt doch nicht einmal eine Rolle, ob ein Sender erfolgreich ist oder nicht. Wenn ein Privater Anbieter, der als Wirtschaftsunternehmen geführt werden muss, zwar sehr viele Hörer hat, aber nichts damit verdient, weil kaum Werbung verkauft wird, stellt man auf Gedudel um, damit der Laden auch finanziell läuft. Wenn dann unter dem Strich weniger Leute zuhören, dann ist das egal, weil die Bilanz stimmt.
Hier sollte der öffentlich-rechtliche Rundfunk Lücken schließen und Alternativen anbieten.
 

radiopfleger

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Ich weiß noch wie enttäuscht wir damals alle über das Ende von DT64 waren. Ich habe damals, ich glaube das war sonntags immer die Charts mitgeschnitten oder die Sendung Dancehall mit Marusha gehört. Aber ich glaube so ein Radio würde in der heutigen Medienlandschaft nicht mehr diesen Erfolg haben. Die Jugendlichen nutzen zu Recht andere Plattformen, um sich zu informieren oder um Musik zu hören. Deswegen finde ich die sogenannten Jugendradios der ARD auch nutzlos und man sollte die Gelder, die da verballert werden sparen oder in andere Programme stecken. Kein Mensch wird diese Hit-Radios der öffentlichen vermissen, denn es gibt ja noch NDR2 oder HR3 und andere. Auf frei werdende Frequenzen DLF Nova aufschalten, das Programm könnte man dann ja musikalisch noch etwas jugendlicher und flotter gestalten und die haben schon wichtige Themen für junge Menschen.:thumbsup:
 
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Habakukk

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Ich kannte zwar DT64 als Wessi (eher Südi) nicht so richtig, aber ich fand immer, dass MDR Sputnik als ofizieller Nachfolger eigentlich immer schon relativ flach war. Als ansatzweise würdige Nachfolger von DT64 sehe ich eher die damaligen Programme des rbb (Fritz, Radio Eins, davor vielleicht tlw. Radio Brandenburg).

Hier im Süden Deutschlands muss man ja sehr dankbar sein, dass der ORF so etwas wie FM4 zuließ (auch wenn das der Alptraum aller Blue Danube Radio-Hörer war). In Bayern gab es abseits der Großstädte für Jugendliche praktisch nix. Gut, spätabends auf dem einen oder anderen Lokalradio (z.B. hatte Radio ISW einige Zeit lang Montag spätabends immer krassen Techno im Programm). Erst relativ spät tauchte dann mancherorts Radio Galaxy auf (was ich immer als unheimlich langweilig und dudelig empfand).

Aber egal ob FM4, Eins Live, planet oder N-Joy-Radio: diese Programme haben nie die ganze Jugend angesprochen. Dafür waren schon in den 90ern die Musikgeschmäcker einfach zu verschieden. Alleine die langjährige "Feindschaft" zwischen Gitarren-Musik und Elektronischer Musik, oder zwischen Rap/Hip-Hop und Rock, was dann irgendwann durch Crossover, Big Beat, New Metal etc. aufgebrochen wurde.

Das dürfte heute alles nicht einfacher geworden sein. Mein nicht repräsentativer Querschnitt durch das Gedudel diverser Bluetooth-Böller oder Handy-Quäken der letzten Jahre liefert von Rammstein über Bob Marley über Schlager über üblen 80er-Rock über Deutsch-Pop über 90er-Trance nahezu alles. Wenn überhaupt dann dominiert deutscher Hiphop mit viel Autotune-Anteil, das scheint so das einzige zu sein, was die heutige Jugend als ihren *neuen* Sound bezeichnen kann.

Wenn überhaupt dann geht Jugendradio glaube ich allenfalls über den Wortanteil (jugendspezifische Themen). Und dann hast du z.B. Dlf Nova, was eher den studentischen Teil anspricht, aber längst nicht alle. Schwierige Sache!
 

Landwehrkanal

Gesperrter Benutzer
In Bayern gab es abseits der Großstädte für Jugendliche praktisch nix
Zu meiner Jugendzeit hat mich Bayern2 mit dem Zündfunk am meisten angesprochen, vor allem mit dem jeden zweiten Montag gesendeten Metal-Zündfunk mit Maximilian Schönherr.
Wenn ich daran denke, könnte ich grad mal wieder eine Briefbombe zum BR schicken, weil sie diese hervorragend gemachte Metal-Sendung abgeschafft haben. Mit dieser hatte ich viele Metalbands entdeckt, vor allem aus dem Thrash-Metal-Bereich.
 
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