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"Die Zeit": Radiosender spielen kaum noch deutsche Musik

Wenn deutsche Musik schlecht testet oder polarisiert, passt das nun mal nicht in ein AC/Hot AC.
Und wenn Udo Jürgens vor 50 Jahren ein Straßenfeger war, war das vor 50 Jahren. Und Peter Alexander auch, oder früher. Aber nicht mehr heute.
Und wenn das "Kulturgut" Schlager/deutsche Musik oder gar Volksmusik so dermaßen ziehen sollte wie hier einige ständig vermuten, wâre es in der Playlist.
Ist es nicht.
na, ja, wie getestet wird, kennt man ja. Da gehen dann solche Titel rein, die wirklich polarisieren. Damit
kann man das "Beratungsergebnis" ja rechtfertigen.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Titel wie "ich war noch niemals in New York", der auf fast jeder Party -und nicht nur vor 50 Jahren - generationsübergreifend gefeiert wird, schlecht testet.
Aber klar, das darf ja nicht sein. Welche Lobby steckt eigentlich dahinter ?
 
Es steckt keine "Lobby" dahinter, es gibt keine bösen Strippenzieher im Hintergrund, die deutsche Titel sabotieren, es gibt einfach nur Musikformate, die im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr verdichtet und geschliffen wurden, so dass heute eben für alle, die im großen Konzert der Populärwellen mitspielen wollen, nur die jeweils nahezu identischen,. jedenfalls austauschbaren, Retortenhits gespielt werden, aufgepeppt mit einigen unkaputtbaren Dauerbrennern der Popmusik.
 
JEDE Musikrichtung polarisiert, Klassik und RnB genauso, wie deutschsprachige Musik. Interessanterweise konstruiert man aber nur bei deutschsprachiger Musik ein Problem daraus.
Wenn ich anmerken dürfte: "deutschsprachig" ist keine Musikrichtung, nur eine nach einem anderen Merkmal gepackte Schublade. Was genau genommen eigentlich die Frage aufwerfen müßte, warum die Alternative gefühlt zu wenigstens 90+ % aus englischsprachiger Musik besteht, einer Sprache, die die Mehrheit der Deutschen ebenfalls mehr oder weniger handhaben kann.

Gruß
Skywise
 
Naja gut, nach offizellen Verlautbarungen sprechen gerade einmal gut 50% der Deutschen Englisch. Für einen Maßstab halte ich das aber trotzdem nicht. Wenn man der Logik der Nicht-Deutschspieler folgt, wonach es eben vor allem daran liegt das man deutsch eben versteht, so muss man konstatieren, dass zumindest jeder Zweite die englischen Songtexte genauso versteht. Damit wäre die Argumentation schlicht hinfällig.
 
Gilt das als deutschsprachige Musik?
Wenn man das als englischsprachige Musik gelten läßt ...

Soll jeder für sich entscheiden.

Ich für meinen Teil würd' den Titel Lady Gaga wegen der einen oder anderen "Scheiße", die sie in den Text gedrückt hat, weil ihr das Wort so gefällt (so lautete meines Wissens die Entschuldigung, Korrektur erlaubt), nicht als deutschsprachige Musik durchwinken.

Gruß
Skywise
 
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