• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Die Zukunft des rbb

Adolar

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Mein schallendes Lachen, weit über den Flur zu hören, hat vorhin großes Interesse ausgelöst, was mich denn so erheitere.

"Er hat im ausführlichen Bewerbungsverfahren mit seinen Ideen und Vorstellungen für die Programme des rbb überzeugt"

Ich plädiere ausführlichst dafür, das als Multi-Season-Sitcom-Serie auf allen Channels umzusetzen.

 
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Die "Berliner Zeitung" hat heute einen interessanten Artikel zum Thema. Leider ist der schon wieder hinter der Paywall verschwunden.

Privatmeinung: Das wird nix mehr mit dem rbb, wenn die dort nicht wirklich anfangen, richtig auszukehren. Von oben nach unten, wie früher bei der "Kehrwoche" im Haus, falls das noch jemand kennt. Ich habe eher den Eindruck, daß (fast) nur unten gekehrt wird. Aber was reg ich mich auf - ist nicht meine Anstalt - und der rbb ist ja eh ein Einzelfall in der ARD...
 
Privatmeinung: Das wird nix mehr mit dem rbb, wenn die dort nicht wirklich anfangen, richtig auszukehren.
Wie da an Personal und Produktionen gespart wird, ist durchaus diskussionswürdig - aber, was hat Herr Skruppin damit zu tun?
Ist doch zunächst positiv, niemand externen teuer eingekauft zu haben. Und er hat einen eher nischigen Radiosender, der, wenn auch auf seine eigene Art, der Informationspflhcht einer ARD-Welle nachkommt, sehr erfolgreich gemacht. Kaum ein musikoroentiertes Massenprogramm der ARD (zudem man Radioeins getrost zählen kann), hat mehr Wortstrecken. Wenn ich den relevanten Inhalt zwischen radioeins und WDR 2 in der Drivetime vergleiche, habe ich beim rbb (politische, kulturelle) Interviews, die auch mal 5‘ dauern dürfen, oder 2x 4‘ mit einem Musiktitel dazwischen, und ohne störendes Musulbett. Auf WDR 2 erzählt man mir währenddessen, dass eine Eisdiele in Grevenbroich nun die Geschmacksrichtung „Banane-Bratwurst“ anbietet, die Kugel für 2,50, und dass das der Renner sei.
 
Der Teaser über dem Artikel wird dem Inhalt des Artikels nicht ganz gerecht. Die Autorin Annekatrin Mücke, sie hat wohl in der "der apparat multimedia gmbh" oder "der apparat event gmbh" unter Skruppin "gelernt", spricht ja nicht umsonst von "Compliance-Makel".

Kurzfassung:

"Im Jahr 1998 gründeten Wieprecht und Skuppin zwei Agenturen: Die Agentur der apparat multimedia gmbh entwickelt bis heute Hörfunkformate, erstellt Radio- und Fernsehsendungen sowie Hörbücher und Podcasts. Die Agentur der apparat event gmbh organisiert Partys, Events und Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Beide Agenturen waren bis Ende Mai 2011 im alleinigen Besitz Skuppins."


https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/barckhausen-geht-skuppin-kommt-6457582.html: "Übernimmt Skuppin die Chefredaktion von Radio Eins, muss er die Geschäftsführung und seine Anteile an der Multimedia-Agentur „Der Apparat“ abgeben."

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Skuppin: "Mit Wieprecht gründete er auch die Veranstaltungsagentur der apparat. Seine Anteile verkaufte er beim Wechsel auf den Chefposten bei Radioeins an die rbb media, eine Tochterfirma des rbb."
 
Ist doch zunächst positiv, niemand externen teuer eingekauft zu haben.
"Zunächst"? Ja, das Prinzip klappt beim rbb seit Jahren perfekt!

Bin ganz sicher, dass sich durch die Skuppin-Personalie Millionen sparen lassen. Die man dann hier wieder gebrauchen kann:

 
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Was die Apparat-Agentur angeht, sollte man vielleicht auch mal die Kirche im Dorf lassen. Die rbb media ist ja schon ewig und drei Tage Gesellschafter der Agentur. Skuppin gibt halt nur seine Anteile mit dazu, was ich im Sinne der Unbefangenheit als Programmchef durchaus für richtig halte. In Bezug auf die Agentur fallen mir eher ganz andere Sachen ein, die ich fragwürdiger finden würde, Stichwort z.Bsp "Fest & Flauschig" vom Gespann Böhmermann/Olli Schulz. Es ist dem Gebührenzahler nur schwer zu erklären, warum das Gespann einst mit viel Getöse medienwirksam das "böse" Radio eins verließ, der ganze Spaß aber trotzdem weiterhin von einer rbb-Firma exklusiv für Spotify produziert wird. Das Geschmäckle würde ich für diskussionswürdiger halten, wäre an der Stelle hier aber fehl am Platze.
 
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Ihr habt also Compliance-Vorwürfe - ja, das ist ernst zu nehmen, allerdings kein rbb/Skruppin-exklusives „Problem“.

Zunächst"? Ja, das Prinzip klappt beim rbb seit Jahren perfekt!
Aber vortrefflich, seit, unter Schlesinger, der Teppich mit SFB-Aufdruck zwischen Haus des Rundfunks und Fernsehzentrum rausgerissen und durch schmuckloses Linoleum ersetzt wurde.
Mein „zunächst“ bezog sich allerdings darauf, dass ich Herrn Skruppin durchaus gutes fürs Programm zutraue (es krankt vor allem beim ideenlos gestalteten Fernsehen), aber natürlich nicht wissen kann, was er liefert.
Radioseitig ist der rbb doch gar nicht so schlecht aufgestellt - wer anderes sagt, dem empfehle ich eine Deutschlandreise mit Leihwagen oder Großsuper im Bahnreisehegepäck, mindestens einen Monat pro Bundesland, und ausschließlich Ortssender hören. Wenn man nicht in Bayern Station macht (Bayern 2), wünscht man sich sofort zum Hermannplatz zurück. Es sei denn, man kann auf Popmusik im Radio verzichten.
 
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Was die Apparat-Agentur angeht, sollte man vielleicht auch mal die Kirche im Dorf lassen. Die rbb media ist ja schon ewig und drei Tage Gesellschafter der Agentur. Skuppin gibt halt nur seine Anteile mit dazu, was ich im Sinne der Unbefangenheit als Programmchef durchaus für richtig halte.
Mmm. Frei nach Hans Sachs(*): Gehe ich recht in der Annahme, daß Dir der Inhalt des angesprochenen Artikels der Autorin Annekatrin Mücke in der Online-Ausgabe der "Berliner Zeitung" vom 30. September 2025 nicht bekannt ist?



Letzter Gag für heute: Der rbb ist praktisch der "Bruno" im Wappen Berlins.


*) https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Sachs_(Staatsanwalt)
 
Hier ist nicht der Platz, um die Geschäftstüchtigkeit der Beiden, öfters augenzwinkernd als "Die Millionäre" benamsten, aufzuklabüseln. Es darf aber sicher gesagt werden, dass sie auf dem Gebiet des ÖRR-Outsourcings Pioniere waren. Die Folgen und Nachahmer kann man heute an vielen Ecken und Enden "bewundern".

Aus dem Text von Annekatrin Mücke ist vielleicht das noch spannend:

"Keine Frage: Robert Skuppin hauchte mit seinen Ideen und seiner energischen Art Radio eins wieder Leben ein, das dem beliebten Sender unter seinem Vorgänger entwichen war. Doch daraus konnte auch ein eiskalter Wind werden, in dem so mancher erstarrte. Höhepunkt dieser zumindest diskussionswürdigen Personalführung war der Eklat um die damalige Radio-eins-Musikchefin Anja Caspary.
...
Es gibt einen 180 Seiten langen Bericht mit Vorwürfen von Radio-eins-Mitarbeitern gegenüber Caspary, die der Personalrat Vernau damals vorlegte, und zwar nur ihr. Weil man bis heute befürchtet, dass vor allem die freien und fest-freien Mitarbeiter, die sich darin zu Wort meldeten, Konsequenzen zu fürchten hätten – auch durch Robert Skuppin. Die Frage ist: Bleibt dieser Bericht auch im Safe, wenn er Programmdirektor ist? Und müssen im Zuge der Sparmaßnahmen zufälligerweise gerade die gehen, deren Namen sich in dem Bericht finden?"
 
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Aus dem Text von Annekatrin Mücke ist vielleicht das noch spannend: […] Die Frage ist: Bleibt dieser Bericht auch im Safe, wenn er Programmdirektor ist? Und müssen im Zuge der Sparmaßnahmen zufälligerweise gerade die gehen, deren Namen sich in dem Bericht finden?"
Möglich. Auch möglich: die Stimme Moskaus versucht hier, als konkurrierendes Medium, eine Skandal durch vage Andeutungen herbeizuschreiben.
 
Ich habe kein BILDplus-Abo. Kann den Artikel dennoch komplett lesen.

Demmer hatte dem Rundfunkrat den früheren Radiojournalisten Robert Skuppin (61) zur Wahl vorgeschlagen. Der RBB-Redaktionsausschuss reagierte darauf mit einem Brandbrief an das Gremium, der BILD vorliegt. Beklagt wird insbesondere die „langjährige persönliche Beziehung zwischen der Intendantin Ulrike Demmer, Herrn Skuppin und seiner Ehefrau“.
Die Vertretung der RBB-Journalisten sieht die „Unabhängigkeit und Objektivität von Entscheidungen und Beschlüssen innerhalb der Geschäftsführung“ in Gefahr. Hintergrund: Die Senderführung besteht nach einer Reform nur noch aus drei Personen. Mit Skuppin als Programmdirektor wären „zwei davon befreundet“, so der Redaktionsausschuss.

Das klingt nach möglicher Kungelei, was Demmer gar nicht gefallen dürfte. Denn die Öffentlichkeit könnte sich schnell an die Affäre um Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger (64) erinnert fühlen. Auf BILD-Anfrage erklärt Skuppin: „Ich kenne Ulrike Demmer seit fast 30 Jahren. Wir sind befreundet.“
 
Genannt werden auch noch zwei Compliance-Fälle. So ist Skuppins Ehefrau wohl in seiner Abteilung beschäftigt („Herr Skuppin zeigte gegenüber dem Redaktionsausschuss keine Bereitschaft, den Fall aktiv aufzuarbeiten.“), zudem soll er seiner Fürsorgepflicht als Führungskraft nicht nachgekommen sein im Zusammenhang mit dem problematischen Verhalten der Ex-radioeins-Musikchefin Anja Caspary. Des Weiteren heißt es:

Widerstand aus den eigenen Reihen kommt auch von den RBB-Frauenvertreterinnen. Sie halten Demmers Kandidat zwar zugute, er sei „unbenommen ein versierter, durchsetzungsstarker Programmmacher und Visionär“. Allerdings spalte die Personalie die Belegschaft „auf heftigste Weise“. Den Sendermanager beschreiben sie als „einen, vor dem Mitarbeitende auch Angst haben“.
 
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Ist leider hinter der Bezahlschranke, muss ich also bei Gelegenheit nachlesen, wo ich Zugriff auf dieses Erzeugnis habe, um für Klopapier nicht mehr zu bezahlen als in den handlich abgepackten Rollen.

Werden könnte er es aber:

Daraus: „Außerdem müsse der rbb das Digitale stärken und mehr junge Leute erreichen.“

Wie oft muss „das Digitale“ denn noch ertüchtigt werden, als das gepriesene Allheilmittel? Was „analog“ nicht funktioniert, wenn man so den sehr holpernden Vergleich zwischen linear und on-demand herstellen will, wird „digital“ erst recht nichts reißen.
Da steht man in einer Welt, in der im Sendebetrieb nichts mehr von analogen Trägern kommt, es kaum analoge Leitungen gibt, die Signale (zumindest)TV) 100% digital zum Konsumenten kommen - und man sich eine Mediathek aufgebaut hat, in der man gut Nachschauen und -hören kann. Und wir müssen „das Digitale“ stärken?
MAZ ab, schneiden bitte, schneiden bitte.
 
Daraus: „Außerdem müsse der rbb das Digitale stärken und mehr junge Leute erreichen.“
Das ist eben der ÖRR-Sprech (frei nach Orwell), den jeder draufhaben muss, der einen solchen Vertrag bekommen möchte.

Garantiert hat er auch betont, dass man diese "jungen Leute" da abholen muss, wo sie sind. Man sollte sich nichts vormachen, der rbb wird im Sendegebiet nie mehr Jugendliche und junge Erwachsene so ins Boot holen, wie sie es in ihren, ja man darf sagen glorreichen Zeiten, geschafft haben. Und nein, mit euch wollen nach meinem Eindruck auch immer weniger "in Dialog kommen".

PS: Dachte zuerst kurz, als ich das Bild sah, er hätte Horst Evers als Strohpuppe hingeschickt. 🤪
 
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Für "Digitale Entwicklung und Strategie" wird ja ausgerechnet seine Vorgängerin Katrin Günther zuständig... Dann mal alles wie gehabt...
 
Ich denke auch, dass sich im Wesentlichen nichts verändern wird. Gerade auch im Fernsehbereich. Radio ist immer etwas anderes als Fernsehen. Und ja, er mag einen großen Anteil daran haben, was den Erfolg von radio eins anbetrifft. Aber die Zeiten gehen auch weiter. Ausruhen auf Lorbeeren bringt am Ende auch gar nichts. Irgendwann sind die nächsten Generationen dran und die haben logischerweise andere Herangehensweisen. Was irgendwie auch richtig ist. Nur bis es soweit ist, können sich viel gar nicht entfalten. Und das engt letztlich ein.

Was mir noch auffällt: Bei so ziemlich jeder Personalie, die im RBB ansteht, gibt es medial am Anfang einen Aufschrei. Ob neue Intendantin oder andere Posten. Immer gibt es zunächst und auch in den Gremien Debatten darüber, wer welche Verfehlungen hat. Das bedeutet für mich, in dem Laden gibt es zu jeder Zeit ein Misstrauen untereinander, das ist ja nicht mehr normal. Aufgerufen ist dann aber jeder ein Teamplayer zu sein. Wie soll das bitteschön gehen?

Wenn also von Sekunde eins an schon so viel Energie in Verhinderung gesteckt wird, dann bleibt am Ende gar nicht viel übrig für Kreativität. Und offenbar gab es schon so viele Ereignisse negativer Art, dass das Personal so eingeschüchtert oder verängstigt ist, dass hier ein normaler Umgang gar nicht möglich scheint.

Ich weiß nicht, was Herr Skuppin konkret vorzuwerfen ist beim Thema Mitarbeiterführung. Ich kann mir vieles denken, wenn ich an das Verhalten meiner Vorgesetzten denke (und hier klaffen auch Welten zwischen Anspruch und Wirklichkeit und Vorbildfunktion usw.). Aber irgendwas scheint hier von der Grundstimmung her nicht in Ordnung zu sein. Und das sollte man zu allererst beheben. Sowas ist Chefsache.

Dann wird betont, man will mehr in den Dialog treten. Das klingt immer ganz toll. Nutzt sich letztlich aber auch ziemlich schnell ab und man verfällt in den alten Trott. Das scheint mir mehr eine wohlklingende Worthülle zu sein als ein Konzept.

Kommunikation ist zweifelsohne wichtig, nur sollte man diese zu jeder Zeit wichtig nehmen und nicht nur, wenn es von einer Seite mal kurz als wichtig eingestuft wird.

Außerdem: Der RBB ist klamm. Kommunikationsveranstaltungen und das andere, was genannt wurde, kostet alles Geld. Hier beißt sich n. m. A. die Katze in den Schwanz. Ankündigen kann man viel, aber letztlich entscheidet immer die Kassenlage, was gemacht wird und was nicht. Also auch hier würde ich keine allzu großen Erwartungen haben.

Fernsehen ist eine teuere Angelegenheit. Wenn man sich die Senderlandschaft anschaut, dann bestehen die Dritten ohnehin nur aus Wiederholungen. Ein, zwei Perlen gibt es, aber der Großteil ist Konserve. Hier sollte man vielleicht als RBB mal besser strukturieren. Es gibt bestimmt tolles Archivmaterial, das man auch mithilfe von KI sicherlich toll aufbereiten könnte. (Ah, stimmt: kostet wieder Geld - wird vermutlich nichts.)

Was aus Radio3 werden soll, ist mir auch noch nicht so klar. Und Wenn der neue Programmdirektor nun für das gesamte Programmangebot verantwortlich ist und nicht mehr nur für einen gewissen Programmbereich wie bisher, dann kann er gar nicht alles gleichzeitig reformieren. Das packt er nicht.

Er ist über 60, das scheint mir auch ein Alter zu sein, wo noch jemand bis zur Rente unschöne Sachen durchdrücken kann, ohne natürlich junge Generationen mitzunehmen. Hab ich persönlich noch nie erlebt, dass alt eingesessene Führungskräfte in diesem Alter sich für junge Mitarbeiter interessieren, außer: wenn Sie mal wieder einspringen sollen zu Zeiten und an Tagen, wo andere Gleichaltrige aus familiären Gründen oder so nicht können oder wollen oder krank sind. Ich habe einen Kollegen, er ist 61. Er wäscht sich nach dem Besuch der Toilette nie die Hände, grapscht dann aber wieder Gerätschaften in der Firma an, die andere auch benutzen.
Dezente und freundliche Hinweise auch von anderen Kollegen, dies vielleicht mal abzustellen, ignoriert er. Es wäre superleicht und sogleich umsetzbar, wenn man denn will. Aber er will nicht. Und das zeigt mir, dass manche ab einem bestimmten Alter sich auch gar nichts mehr sagen lassen wollen. Ich will nicht alles über einen Kamm scheren, aber aufgrund meiner Erfahrungen bislang, kenne ich ganz wenige Menschen 55+, mit denen man sozusagen auf Augenhöhe reden und auch sowas ansprechen kann. Die sind schon dermaßen in ihrer eigenen Bahn, dass denen auch vieles egal ist. Außer das eigene Ansehen natürlich, wie toll sie sind und was sie alles machen (aber das ist nur ein großes Ego, nichts dahinter.). Ich frag mich immer, was andere so toll an solchen miesen Charakterzügen finden, dass diese in Führungspositionen kommen. Ne Idee hätte ich: die, die befördern ticken genau so.

Kurzum: ich denke nicht, dass er in der Lage sein wird, das Ruder rumzureißen. Er wird dies und das probieren bis er im sicheren Hafen der Rente angelangt ist und danach kann dann der nächste sich daran versuchen, junge Zielgruppen zu erschließen und Digitalisierung hochzuhalten. Dinge, die eigentlich Standard sein sollten und nicht nur hohle Phrasen. Viel Erfolg wünsch ich trotzdem.
 
Daraus: „Außerdem müsse der rbb das Digitale stärken und mehr junge Leute erreichen.“
Soll uns das eventuell durch die Blume mitteilen, dass die ach so tolle Programm-Reform von Radio Fritz, salopp gesagt, doch für'n Arsch war? Spätes Eingeständnis, aber immerhin.
Wenn man außerdem, wie hier berichtet, Belanglosigkeiten zu Hauptmeldungen aufbläst, braucht man sich nicht darüber wundern, dass die Programme immer weniger ernst genommen werden. Bei allen durchaus berechtigten Kritikpunkten an Skuppin, vielleicht wird das unter ihm ja wieder anders. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben...
 
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