• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Entwicklungen bei der BLR

immerhin kommen die Nachrichten noch von BLR/ABY aus Ismaning.

Ob das auch eine Vorlage für NRW ist, das Radio NRW irgendwann mal das Rahmenprogramm einstellt und alle Sender eines Medienunternehmens ein gemeinsames Rahmenprogramm haben? 🤔
 
Warum wolltest du genau da wasvon dominik kollmann hören? Er hat sich ja nicht explizit als "Der Verabschieder" in Szene gesetzt. Weil sonst keiner was geschrieben hat, hat sich visuell hald der Kollmann erbarmt...
 
Weil er auf seiner FB-Seite schreibt, "man" hört sich, da dachte ich, er meint sich damit.

Nach um 6 war auch nicht Schluss. Ralf Hohn war da auch immer noch zu hören.
Er hat doch gestern bis 1.00 Uhr live auf egoFM "die große Hoffmann & Kollmann Silvestershow" moderiert. Das war Radio wie ich es liebe!

Nun zum neuen gemeinsamen Programm von Radio 8 (Ansbach), unser Radio (Passau) und Ramasuri (Weiden). Letztere Station sendet sogar live ein eigenes Feiertagsprogramm, die anderen beiden Stationen haben ein gemeinsames Mantelprogramm, was sich nicht stark vom bisherigen BLR-Mantelprogramm unterscheidet. Gut gelöst :thumbsup:
 
Ich bin ja gespannt, wie das Programm der Lokalradios im neuen Jahr aussehen wird. Mainwelle hat beispielsweise morgen von 18:00 bis 21:00 Uhr eine (eigenproduzierte) „Serviceshow“ in der Programmübersicht, das wären dann 2 Stunden länger als bisher.
 
Ich bin ja gespannt, wie das Programm der Lokalradios im neuen Jahr aussehen wird. Mainwelle hat beispielsweise morgen von 18:00 bis 21:00 Uhr eine (eigenproduzierte) „Serviceshow“ in der Programmübersicht, das wären dann 2 Stunden länger als bisher.
Also ich glaube, dass die meisten Lokalsender dann einfach auf Musik nonstop setzen (natürlich mit Nachrichten und Werbung), das machen ja schon viele Sender, die bereits vor vielen Jahren aus dem Mantel ausgestiegen sind.
 
Weil es jetzt eben das eigene Mantelprogramm gibt, wie im Bericht steht.
Aktuell moderiert Ralf Hohn schon wieder im "neuen" Mantel. Mich wundert das schon, ich hätte eher erwartet, dass die 3 Sender ihre eigenen Moderatoren einsetzen, das wäre kein großer Aufwand, ist ja alles gevoicetrackt und sie können sich ja abwechseln.
Und warum sind nur diese 3 Sender dabei? Zuletzt waren es ja noch 10 Sender die das BLR-Mantelprogramm übernommen hatten.
 
Doch - einen Mantel mit bis zu 19 Stunden am Tag mit Moderation zu füllen, ist ein großer Aufwand.


Weil der Mantel Geld kostet.
Die Frage ist, woher die Themen für den neuen Mantel kommen, von den Redaktionen der drei Sender, wie bisher von der BLR, die ja nach wie vor Beitrage anbietet, oder von den Moderatoren selbst?
Und Geld hat der Mantel ja auch bisher gekostet...
 
Die Frage ist, woher die Themen für den neuen Mantel kommen, von den Redaktionen der drei Sender, wie bisher von der BLR, die ja nach wie vor Beitrage anbietet, oder von den Moderatoren selbst?
Und Geld hat der Mantel ja auch bisher gekostet...
Die Umsetzung kann man sich ja ab sofort anhören. Ich denke: Wenn man Geld in einen Mantel investiert, will man damit nicht auch noch Arbeit haben. Also natürlich BLR-Nutzung. Sinn eines Mantels ist es ja, Zeiten abzudecken, für die die eigene Manpower fehlt (falls man mehr will als News + Musik).

Und was die Kosten betrifft, war das Motto wohl bislang bei vielen Sendern: Wenn ich den Mantel schon mitbezahlen muss, dann nutze ich ihn auch. Freiwillig zahle ich dafür aber keinen Cent.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist, woher die Themen für den neuen Mantel kommen, von den Redaktionen der drei Sender, wie bisher von der BLR, die ja nach wie vor Beitrage anbietet, oder von den Moderatoren selbst?
Und Geld hat der Mantel ja auch bisher gekostet...
Je mehr den neuen Mantel abnehmen umso preiswerter wird es für alle. Die "kleineren" Sender müssen ja nicht einen Wasserkopf der blr mitfinanzieren. Komisch im Webstream läuft bei Radio 8 und Unser Radio der gleiche Programm (mit Ralf Hohn), aber nicht bei Radio Ramasuri (nur Musik)

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gong/Charivari/Arabella da mitmachen. Oschmann/Müller versucht ja immer dort wo man >50% hat die anderen Anteilseigner rauszudrängen (Bsp: Schweinfurt). Da passt so einen Initiative nicht ins Konzept, weil damit die kleineren Sender auch ohne blr/Antenne Bayern was auf die Beine stellen.

immerhin zeigen die kleine Sender, wie man auch ohne blr einen Mantel aufbauen kann. Das verdient Respekt - ist die Frage wie lange das so funktioniert, wenn andere nicht mitmachen.
 
Frohes Neues allerseits!
Ich höre seit 23 Uhr Arabella München in München und hier gibt es stündlich einen Moderationsblock gegen Viertel nach mit aktuellem Inhalt.
23:15 Uhr war noch bezogen auf die letzte Stunde von Neujahr und seit Mitternacht ist man im frühen Freitag.
Auch wenn es wohl aufgezeichnet sein muss, gibt es immerhin ein paar wenige Moderationen.
 
Und was die Kosten betrifft, war das Motto wohl bislang bei vielen Sendern: Wenn ich den Mantel schon mitbezahlen muss, dann nutze ich ihn auch. Freiwillig zahle ich dafür aber keinen Cent.
Dem ist nichts hinzuzufügen! Und wenn man nicht auch die Musik von der BLR übernommen hatte, hat man sich schon vor Jahren vom Mantel verabschiedet, nimmt noch Nachrichten und ein paar Beiträge ab.

Und warum? Weil man viel zu lange gebraucht hat, bis man über die Cloud wieder ein zweites Format als Alternative zum Gedudel eines Peter Bartsch geboten hat. Rasser war ja fast schon eine Revolution, da waren viele Mantelabnehmer in den größeren Städten aber schon über alle Berge.

Wer sich erinnert: Ganz früher wurden sogar zwei live moderierte Mantelprogramme aus der Rosenheimer Straße angeboten - einmal Schlager- und einmal OldieAC. Es gab keinen Voicetrack, alles live. Bis die Schlagerformate weniger wurden (Mitte der 2000er), dann blieb nur der Bartschmantel.

Den Streit über die Finanzierung (Umlage über alle Sender oder nur Mantelabnehmer zahlen für den Mantel) gab es zwischen BLR, BLM und Sendern ja schon gefühlt seit 30 Jahren. Und jetzt? Haben sich die nicht Mantelabnehmer mit sinkenden Einnahmen wohl durchgesetzt. Ein Solidarmodel? Jetzt noch?! In der Krise hört die Solidarität beim Geld auf.
 
Das ist und war doch schon eh immer ein großes Chaos, auch auf der Homepage, alte und auch falsche Informationen. Wie kommt Fabian Schaffer von der BLR auf Hitradio Antenne 1 wenn es kein Kunde ist?
 
Frohes Neues allerseits!
Ich höre seit 23 Uhr Arabella München in München und hier gibt es stündlich einen Moderationsblock gegen Viertel nach mit aktuellem Inhalt.
23:15 Uhr war noch bezogen auf die letzte Stunde von Neujahr und seit Mitternacht ist man im frühen Freitag.
Auch wenn es wohl aufgezeichnet sein muss, gibt es immerhin ein paar wenige Moderationen.
Eine kurze gevoicetrackte Moderation pro Stunde?
Stellt sich die Frage, ob das besser als gar nichts oder völlig überflüssig ist!
 
Wie kommt Fabian Schaffer von der BLR auf Hitradio Antenne 1 wenn es kein Kunde ist?
Antenne 1 bezieht von der BLR abends, nachts und am Wochenende Wetter und Verkehr, nicht jedoch die stündlichen Nachrichten. Die wiederum kommen dann von der dpa. Diese Lösung wurde eingeführt, als ca. 2014 der Nachrichtendeal mit Radio 7 zerbrach, weil dieses beschlossen hatte, seine News nicht mehr rund um die Uhr selbst zu produzieren.
 
Das mit der Nachrichten-Übernahme kenne ich noch sehr gut. Der Moderator sprach die Nachrichten zweimal live, zur vollen Stunde bei Radio 7 und zuvor "5 Minuten früher auf den Punkt informiert" bei Hitradio Antenne 1. Dafür hatte er 3 Minuten Zeit, inkl. Wetter und Verkehr. Zum Ende hin wurde er meistens immer schneller, um rechtzeitig fertig zu werden, bevor der nächste Stunden-Opener und der nächste Musiktitel starten, im Hintergrund begann etwa 30 Sekunden vorher das Musikbett und wurde zum Ende hin immer lauter. Mitunter gab es zu viele Verkehrsmeldungen, sodass einfach weitergesprochen wurde, während bereits der nächste Song lief. Der Rest ist Geschichte.

Später gab es dann um 5 vor halb den "Baden-Württemberg Report", auch von der BLR gesprochen.

Inzwischen gibt es nachts/morgens nicht mal mehr das Wetter vor den Nachrichten, selbst um 5 vor 5 vor dem Start der Morgensendung.
 
Bin ja mal gespannt, ob wirklich nur 3 ehemalige BLR-Moderatoren dabei sind.
Heute früh moderiert Lisa Wohllaib, die bei der BLR nur sehr selten zu hören war.
 
Antenne 1 bezieht von der BLR abends, nachts und am Wochenende Wetter und Verkehr

Ja, manchmal taucht die BLR noch an unerwarteter Stelle irgendwo auf und erinnert damit an frühere goldene Zeiten. Bis vor ein paar Monaten hat sie z.B. auch noch die Weltnachrichten inklusive Bayernwetter (!) an Radio C in Luxemburg geliefert, wo Matuschik damals noch gesendet hat. Auch im Ladenfunk von real,- liefen bis zur Einstellung kurze BLR-News.

Ansonsten ist die BLR nur noch ein Schatten ihrer selbst. Was war das mal für eine große Nummer. Zwei Mantelprogramme für Bayern. Satellitenverbreitung. Jede Menge eigener Content. Zusammen mit der Schwester "Radiodienst" hat die BLR auf dem Radionews-Markt in Deutschland Konkurrenten wie RTL ("NSR") verdrängt.

Seit der Einstellung des Radiodienstes 2013 ist es mit "schneller, höher, weiter" aber wohl vorbei. Ein paar interessante Innovationen kamen noch aus der externen Technikabteilung - z.B. das Baukastensystem für die Nachrichten und der individualisierbare Mantel mit BayCloudNet. Aber ansonsten ist Schrumpfkur angesagt.

Und die BLR-Nachrichten werden nicht mal mehr bei der nahen Verwandtschaft Absolut Radio eingesetzt.
 
Ansonsten ist die BLR nur noch ein Schatten ihrer selbst. Was war das mal für eine große Nummer.
Wahre Worte. Ich will mal versuchen zusammenzufassen:

- Zu langes Festhalten an „alten Formaten“. Rasser als AC-Mantel kam eindeutig zu spät. Wer keine Oldies im eigenen Programm haben wollte, war schon lang abgesprungen.

-Kaum mehr redaktionelle Zulieferungen von den Lokalradios (erst recht nicht von denen, die aus dem Mantel abgesprungen waren) an die BLR.

-Personalpolitik. Abgesehen von ein paar „alten Hasen“ haben über Kurz oder Lang 80% die BLR verlassen. Sie landeten zu 95% bei besser dotierten Jobs, nicht wenige im ÖR oder in der politischen Pressearbeit. Namen? Bitteschön: Mrosek (BR), Webb (ZDF), Lampe (Grüne)… Liste ließe sich hier fortsetzen. Habe aber wirklich besseres zu tun.

- Verzettelung in irrwitzigen Kooperationen außerhalb Bayerns. So produzierte man u.a. Mitte der 2000er Verkehr für PSR in den Abend und Nachtstunden im Halbstundentakt und bekam dafür „n‘Appel und‘n Ei“.

-Dafür im Kernmarkt (Bayern) ein qualitativer Abstieg, der seines Gleichen sucht. Meldungen gleichen in ihrem grammatikalischen Aufbau eher einer Kurzgeschichte, als einer Nachricht. Was war eigentlich die Meldung? Aus einer Landtagspräsidentin wird in vorproduzierten Nachrichten eine Landratspräsidentin. Minister bekommen Fantasienahmen, da man sie nicht kannte (war früher mal Einstellungsvoraussetzung!) und falsch ausgesprochen wurden.

Christoph Lemmer hat es mal ganz gut auf den Punkt gebracht… https://www.radioszene.de/51562/prize-high-selling.html
Darf man ihm jetzt offiziell zum Titel „Prophet“ gratulieren? Ich meine: Der Artikel ist zwölf Jahre alt. Und wie sich heute zeigt, hatte er Recht!

Man ist inzwischen an einem Punkt angekommen, der endgültig scheint. Das Buch BLR ist im letzten Kapitel angekommen. Die Frage ist nur, wer es wann schließt. Der Nachfolger hat sich über eine vermeintliche Kooperation bereits in Stellung gebracht. Auch dieser sieht seinen Vorteil, spart er sich mit den Lokalradios als Kunden doch in Zukunft seine Bayernreporter. Und mit Weltnachrichten, die er nicht nur selber nutzt, lässt sich ja zumindest noch etwas verdienen.

Das Witzige zum Schluss: Schaut man sich die Gesellschafter im bayerischen Hörfunk an, dann landet das Geld Schlussendlich im gleichen Geldbeutel. Eigentlich ist es egal, ob das Geld über die Lokalsender oder Antenne Bayern bei ihnen landet. Nur landet natürlich deutlich mehr in der eigenen Tasche, wenn ich den Weg dorthin verkürze, personell ausdünne.

Fazit? Die großen Verleger (und nur um die geht es) bringen ihre Schäflein ins Trockene. Politischer Widerstand? Natürlich nicht! In Bayern sind im März Wahlen! Da braucht man die Verleger und jedes Blatt auf der eigenen Seite. Seit Monaten grinsen einem pro Seite in den (schon lang nicht mehr) lokalen Zeitungen (über 80% sind Mantel, nur der Lokalteil mit 5 Seiten unterscheidet noch ein Exemplar vom anderen) mindestens 10 Politiker entgegen, die wieder in Stadt- oder Gemeinderat gewählt werden wollen. Und über allem wacht die Staatspartei, die (bis auf SZ und Co.) in die Lokalredaktionen sehr gut vernetzt ist. Eigentlich überflüssig. Weil Verleger und Politik haben sich gegenseitig auf Kurzwahltaste 1…

Oder warum hat die BLM die Kooperation zwischen BLR und Antenne Bayern einfach so durchgewunken?
 
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