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Eurovision Song Contest (ESC)

Tatsächlich fällt der ESC-Schub für "Baller" sehr klein aus, wenn er überhaupt stattfindet. Am ehesten spielen noch die Jugendwellen den Titel, schon die Popwellen sind da deutlich zurückhaltender und bei den Privatsendern sieht es ganz mau aus. Liegt wohl auch daran dass der Song auf Deutsch ist.
 
Das glaube ich nicht, dass es an der Sprache liegt. Es ist einfach kein Titel, der Radiotauglich ist.

Ich muss sagen, ich hatte mir von Raab mehr erhofft. Nach Max Mutzke und Lena hatte man halt sehr hohe Erwartungen, die Raab diesmal aber nicht mal ansatzweise erfüllen konnte. Mich hat Baller schon im Vorentscheid nicht überzeugt.

Ich bin mal gespannt, wie der SWR die Sache im nächsten Jahr aufzieht. Vielleicht zeigt sich ja der Effekt, dass neue Besen gut kehren? Man soll die Hoffnung nie aufgeben.
 
"Baller" scheint nicht so gut im Musiktest abzuschneiden, auch bei den Jugendwellen halten sich die Plays in Grenzen. Und Deutsch schneidet sowieso nicht so gut ab.

Es ist einfach kein Titel, der Radiotauglich ist.
Also so flott und außergewöhnlich finde ich ihn jetzt nicht, im vergangenen Jahr haben sich Popwellen (nicht nur Bayern 3) sogar an Techno-Titel wie "Pedro" getraut. Und dazu hatten wir in den letzten Jahren genug Newcomer mit alternativer Musik (Artemas z.B.) und das läuft immer noch viel.
 
Man kann auf "Myonlineradio" gucken wie oft Songs/Interpreten in den vergangenen vier Wochen gespielt wurden.


Man muss da einfach nur den Interpreten eintippen sowie den Radiosender auswählen. Da sieht man dass bei vielen Sendern um den ESC herum ein kurzes Aufflackern war, das aber schnell wieder verpufft ist.
 
Was die Ösis können, können wir auch - und das auch noch etwas höher. Herr Raab, bitte den Namen für 2026 notieren:


FYI: Die jüngste ESC-Gewinnerin war 1986 Sandra Kim aus Belgien, 13 Jahre alt. Nicole war 17 Jahre alt, als sie 1982 den ESC gewann. Ein gutes Omen für diesen jungen Mann aus Dresden. Jetzt braucht er nur noch einen radiotauglichen Titel für den ESC 2026...
 
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Lass sie doch erstmal machen.
ich lass sie ja machen, hab gar nichts dagegen gesagt. Ich habe gefragt, wodurch sich der SWR nun qualifiziert sieht, unsere Platzierung weiter nach vorne zu treiben als es bislang der NDR gemacht hat. Haben die besondere Expertise oder Konzepte, die der NDR nicht hatte? Die Frage war ernst gemeint.
 
Ich wusste gar nicht, dass Kehren eine Sportart ist. Aufgrund der Sendungen, die der SWR so produziert würde ich dem Sender eher in Richtung Schlager/Oldies/Hausfrauenunterhaltung eine Kompetenz zuschreiben. Die Vorreiterschaft, die es früher bei SWF3 gab hinsichtlich jungem Programm halte ich zwischenzeitlich für verflogen.
 
Ich würde den ganzen Ansatz ändern. Gar nicht groß überlegen, was in Europa und beim ESC Publikum gut ankommen könnte, denn mit dem Konzept sind wir schon lange schlecht gefahren, selbst Raab letztes Jahr. Und vor allem nicht erfolgreiche ESC-Konzepte aus den Vorjahren kopieren, das geht doch immer nach hinten los, weil man das schon kennt und es somit langweilig ist. Sondern einfach nach dem deutschen Geschmack etwas wählen, das in Deutschland gut ankommt und möglichst hoch in unseren Charts steigt, also wenigstens national erfolgreich wird. Wenn es beim ESC und international dann nicht so gut ankommen sollte, dann ist das halt so. Rein um Musik geht es bei dem Wettbewerb doch schon lange nicht mehr, da spielen noch etliche andere Dinge mit rein. Mit der Brechstange kann man es ohnehin nicht erzwingen, weit vorne zu landen.
 
... solche Selbstbeweihräucherungen dienen nur dem eigenen Ego auch mal vor eine Kamera zu kommen, so meine Meinung.

Gibt es gegen diese Symptome nichts von Ratiopharm?

R.
 
Ok, Raab und RTL sind wieder raus. Die Frage ist aber, ob der ESC überhaupt noch in der jetzigen Form stattfinden wird, nachdem Spanien und einige andere Länder schon mit Boykott gedroht haben, wenn Israel teilnimmt.
 
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nachdem Spanien und einige andere Länder schon mit Boykott gedroht haben, wenn Israel teilnimmt.
eigentlich soll und will der Wettbewerb unpolitisch sein und vor allem Völker verbindend sein. Wenn nun dieser Kern immer wieder für moralische oder wie auch immer geartete Gründe missbraucht wird, kann mans auch gleich bleiben lassen. Dann sollen die, die nicht mitmachen wollen, halt nicht mitmachen. Aber ohne großes Tamtam. Immer so ein Zirkus.
 
Dann sollen die, die nicht mitmachen wollen, halt nicht mitmachen. Aber ohne großes Tamtam. Immer so ein Zirkus.
Theoretisch hast du Recht, ABER Spanien gehört zu den Hauptfinanzierern des ESC. Würden die ausfallen, müssten die anderen Länder mehr zahlen und das ist in Zeiten klammer Kassen und erheblich steigender Kosten wohl kaum noch vermittelbar. Im übrigen droht dann ein Dominoeffekt. Es könnten sich dann auch andere Länder wie Irland, Niederlande u.a. zurückziehen. Wäre dann die Frage, ob die Veranstaltung dann noch ein richtiger ESC wäre oder nur noch ein Alibiveranstaltung oder bestenfalls ein ESC Light.
 
Ich habe ein Problem mit dieser Boykottiererei, die am Ende nur Künstler trifft. Man kannnicht ständig betonen, welch ein völkerverständigendes Friedensspektakel der ESC ist, und ihn dann dazu missbrauchen, seine politische Position demonstrativ vorzuzeigen. In diesem Sinne finde ich auch die Rückgabe des Preises von Vorjahressieger Nemo sehr heuchlerisch. In dem Jahr, in dem er gewonnen hat, war noch ein isrealischer Mitbewerber im Rennen, das hat ihn damals auch nicht gestört.
 
@Mannis Fan: Dein Beitrag ist leider auch mal wieder ein typischer Fall von/für Nuhr.
Es ging nur am Anfang und oberflächlich um den von Israel geführten Krieg.

Es geht auch (und eigentlich viel wichtiger) darum, dass die israelische Regierung den Wettbewerb in den letzten zwei Jahren für ihre politischen Zwecke missbraucht hat, indem sie Millionen an Regierungsgelder für Internet-Werbekampagnen ausgegeben hat, um das Ergebnis zu Gunsten des Landes zu beeinflussen. Und im letzten Jahr hat das mit dem ersten Platz im Televoting auch sehr gut geklappt. Kein anderes Land greift zu solchen Mitteln, die im Grunde auch schon gegen die Regeln des Wettbewerbs verstoßen.

Dazu kommt das unglaublich undemokratische Vorgehen der EBU. Nach deren Regeln muss es eine Abstimmung über die Teilnahme von Ländern geben, wenn eine gewisse Anzahl von Mitgliedern eine solche Abstimmung verlangt. Die EBU hatte zunächst eine Versammlung zu diesem Thema für November in Aussicht gestellt, diese jedoch abgesagt und das Thema dann auf die Generalversammlung im Dezember verschoben. Dort hat man dann aber diese Abstimmung mit einer anderen Abstimmung zu allgemeinen Regeländerungen (die genau auf das Verhalten Israels in den beiden Vorjahren abziehlten) kombiniert, um die ausdrückliche Abstimmung über Israels Teilnahme zu umgehen. Und für diese Abstimmung hat der Israelische Präsident(!) eine Arbeitsgruppe in seinem Haus eingerichtet, die das Abstimmungsverhalten der EBU-Mitglieder zu Gunsten des Landes beeinflussen sollte. Aber auch da ist der Wettbewerb natürlich völlig unpolitisch.

Kein anderes Land versucht den Wettbewerb für seine politischen Zwecke so zu missbrauchen wie Israel und die EBU sieht dem einfach zu und ignoriert unbequeme Tatsachen. Sie nimmt in Kauf, dass jahrzehntelange Teilnehmer dem Wettbewerb den Rücken kehren und verzichtete einfach mal so auf diese.

Zur Erläuterung noch eines der vielen Videos, die nach der desaströsen Veranstaltung in Genf vergangene Woche entstanden sind.

In Wien wird zum Jubiläum die geringste Anzahl an Ländern seit Jahren teilnehmen. Es könnten noch weitere Absagen kommen und dann steht sogar zur Disposition, ob man wirklich zwei Halbfinals veranstalten kann. Momentan müssen bei beiden nur noch je 3 oder 4 Länder ausscheiden.
In Portugal haben 11 von 16 Teilnehmern des Vorentscheids schon bekannt gegeben, dass sie nicht nach Wien fahren, wenn Israel teilnimmt. Darauf hat dann der Sender die Regel geändert und es muss nicht unbedingt der Sieger zum ESC.
 
Die ESC-Saison 2026 nimmt Fahrt auf. Eine erste Bestandsaufnahme aus deutscher Sicht: Am Donnerstag wurden die ersten Songschnipsel der neun ausgewählten Beiträge für den Vorentscheid am 28. Februar veröffentlicht. Moderiert wird die Show von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger.

Die Resonanz in der Fan-Community auf die Auswahl der Titel könnte man mit überwiegend enttäuscht bis resignierend wohl ganz gut zusammenfassen. Insbesondere vom Wechsel der Zuständigkeit zum SWR haben sich einige, einschließlich mir, wohl mehr Mut zu auffälligen und einzigartigen ESC-Beiträgen erwartet.

Kritik gibt es auch am geplanten Voting-Verfahren der Show: 6 von 9 Teilnehmende werden vor dem Publikumsvoting von einer internationalen Jury bereits aus dem Wettbewerb eliminiert.

In der Hoffnung auf Überraschungen, wenn im Laufe der kommenden zwei Wochen die Titel in Gesamtlänge veröffentlicht werden hier die erste Preview...

 
Ich bin begeistert vom Konzept des SWR......😧 Nicht die Musik ist wichtig, sondern die Inszenierung.


Inszenierung statt Musik........ich dachte, sowas bekommt man schon bei DSDS.
 
So ändern sich die Zeiten. Wenn man gewinnen oder vorne landen möchte, wahrscheinlich nicht das falsche Konzept. So wie ganz früher mal, dass aus dem Wettbewerb große Stars mit riesigen Hits hervorgehen, die dort eine Jahrzehnte währende Weltkarriere starten, ist es doch schon lange nicht mehr. Der Wandel hat sich etwa in den 90er Jahren vollzogen vom ernsthaften Musikwettbewerb zu einem Spaßwettbewerb, wo heute eindeutig die Inszenierung im Vordergrund steht und nicht mehr die musikalische Leistung. Leider.
 
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