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Eurovision Song Contest (ESC)

Dass Deutschland auch dieses Jahr nicht siegt, ist doch sowieso klar. Von Startplatz 2 aus hat noch nie jemand gewonnen und dazu noch Outfit in gelb(gold). Doppeltes schlechtes Omen.
 
Sarah Engels hat sich im Vergleich zum VE massiv gesteigert. Ich traue ihr einen guten Mittelfeldplatz zu, mit etwas Glück auch in der linken Tabellenhälfte.

Ganz schwer zu ertragen für mich in diesem Jahr ist Lettland. Wie DAS mit diesem miesen Gesang ins Finale kommen könnte, wird auf ewig ein Rätsel bleiben. Österreich finde ich eigentlich gut, wird aber nix reißen und ist neben UK für mich der Topf-Kandidat für den letzten Platz.

Den Schlager aus Italien liebe ich. So herrlich altmodisch und absolut Florian-Silbereisen-kompatibel. Meine Top3:

1. Finnland
2. Israel
3. Italien

Mein Guilty Pleasure in diesem Jahr: Zypern. Antigone muss aber heute Abend 3 Schippen draufpacken, um nicht unterzugehen. Yalla yalla.
 
Beim ESC geht es schon lange nicht mehr um Mainstream-Tauglichkeit, Ästhetik oder Verpackung, sondern nur noch um Originalität, Performance und Länder-Loyalitäten.

Sarah Engels "Fire" ist fantasieloser Dance-Pop auf niedrigem Level, der Ballermann lässt grüßen. Da ist absoulut gar nix originell, Show und Tanzakrobatik können aber vielleicht noch was retten.
 
Ganz schwer zu ertragen für mich in diesem Jahr ist Lettland. Wie DAS mit diesem miesen Gesang ins Finale kommen könnte, wird auf ewig ein Rätsel bleiben.
Lettland? Die mussten wir im zweiten Halbfinale zurücklassen. Ich dachte anhand deiner Beschreibung schon an eine Verwechslung mit deinem Guilty Pleasure... ;)

Was den deutschen Titel angeht, ist für mich @ricochet nichts hinzuzufügen, da hätte Sarah Engels wesentlich mehr Potenzial gehabt. Auch das Bühnenbild, das den ohnehin schon einfallslosen Text nochmal untermauert, kann mich nicht überzeugen. Ich tippe auf hochgehaltene Tradition – Platzierung irgendwo in den Bottom 3 mit Österreich und UK.

Meine Top 3 in diesem Jahr: Tschechien, Moldau und Rumänien.
 
Schade, dass es insgesamt nur einen Punkt für Look Mum No Computer aus UK gab. War wohl zu speziell und hat auch nicht ganz zum ESC gepasst.

Sein Synthie-Bastel-Kanal bei YouTube ist sehr spaßig und live ist er gut drauf.
 
Ich bewunderte gerade noch, wie Schorn das Ergebnis versuchte irgendwie schönzureden. Dann habe ich abgeschaltet.

Nehmt zur Kenntnis, daß uns niemand in Europa mag und es damit praktisch egal ist, wer seinen Kopf, Hupen oder Hintern für DE beim ESC in die Kamaras hält.

(Hab ich das richtig gesehen, das Israel 12 Punkte von den deutschen Telefonaktiven bekommen hat? Schorn hatte ja erst die falschen Zettel in der Hand, rechts war die Grafik eingeblendet. Ja, ich habe richtig gesehen. Noch Fragen, Kienzle?)
 
(Hab ich das richtig gesehen, das Israel 12 Punkte von den deutschen Telefonaktiven bekommen hat? Schorn hatte ja erst die falschen Zettel in der Hand, rechts war die Grafik eingeblendet. Ja, ich habe richtig gesehen. Noch Fragen, Kienzle?)
Schorn sprach vom „Probenzettel“ ;) - das ist so, als ginge die Dummygrafik zu den Proben bei Wahlsendungen on air.
Aus Neukölln kamen diese Anrufe wohl nicht.
 
Aus Neukölln kamen diese Anrufe wohl nicht.
Warum denn nicht? (Nein, ich will eigentlich keine Antwort, denn sonst kriegt TW gleich einen Herzkasper und wird aus seiner schönen Radiowelt gerissen. Aber ich muß ja wenigstens zum Schein nachfragen. ) Ob die aus Connewitz stattdessen angerufen haben? Auch eher unwahrscheinlich. Ob die "Anderen" bis zum nächsten Mal vergessen haben, daß "wir" Israel erneut 12 Punkte gegeben haben? Wer bezahlt eigentlich die SIM-Karten?

Egal! Vorwärts zum nächsten ESC! Wir schaffen das, SWR!
 
Da siegt doch tatsächlich eine
Ich nehme an, es wird erneut eine große Diskussion über das Verhältnis von Deutschland zum ESC geben.

Der Siegertitel war ähnlich anspruchslos wie der Song von Frau Engels, er war aber krasser, bescheuerter und abgefahrener mit Turbofolk-Elementen, die das Publikum von Griechenland bis Kroatien in Verzückung versetzen. Auffallen um jeden Preis hat beim ESC schon oft geholfen, kann aber auch schiefgehen, siehe England oder Österreich.

In Amerika rätselt man warum die europäische Jugend so dermaßen auf Techno, House und Elektrodrums abfährt. Alles eine Sache der Gewohnheit und ein Relikt aus Zeiten kostenschonenden Produzierens.
 
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Nehmt zur Kenntnis, daß uns niemand in Europa mag und es damit praktisch egal ist, wer seinen Kopf, Hupen oder Hintern für DE beim ESC in die Kamaras hält.
Unser Problem ist Hausgemacht und fängt spätestens schon beim jährlichen Vorentscheid an. Wenn wir Deutschen jedes Mal die falschen Interpreten dahin schicken, sind wir selber schuld. Ob die uns jetzt in Europa mögen oder nicht.
 
Ich kann mit dem Siegertitel auch nichts anfangen. Vielleicht bin ich auch zu alt dafür. Allerdings fand ich ihn besser als den vom letzten Jahr, wo ich einfach nur entnervt umgeschaltet habe.
Die Null Punkte aus der Publikumswertung für Sarah Engels waren wirklich ungerecht. Sie hat das wirklich gut gemacht. Natürlich gab der Titel nicht so viel her, aber null Punkte waren wirklich nicht verdient. Als das Ergebnis des Publikums Votum verkündet wurde, hat sie mir auch wirklich ein bisschen leid getan. Sowas hat kein Künstler verdient, der sich dahinstellt und eine gute Live-Performance abgibt. Mittlerweile glaube ich auch dass es einfach daran liegt, dass Deutschland unbeliebt ist. Wie sich manche Länder die Punkte hin und her schieben ist auch immer schon sehr auffällig.
Was mir diesmal aufgefallen ist, das die Wertung von Jury und Publikum teilweise doch sehr stark auseinander gingen. Die Titel aus Frankreich und Italien fand ich sehr stark, haben aber beim Publikum überhaupt nicht gezogen. Wahrscheinlich deshalb weil es einfach nur gute Musik war und es fehlte wohl die Show und war einfach nicht schrill genug.
Zu guter Letzt kann man dem ORF auch noch ein großes Lob aussprechen. Die Show war sehr gut inszeniert und insgesamt sehr professionell. Da hat man produktionstechnisch aber richtig einen rausgehauen.
 
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Teil-Analyse:
»Fire« von Sarah Engels macht, wenn man sich Ihre Studie anschaut, eigentlich vieles richtig: Der Song ist poppig, auf Englisch, und wohl irgendwie auch tanzbar.

Helbing: Was ich in dem Song allerdings nicht so sehr wahrgenommen habe, ist das Brechen mit der Norm, das Unerwartete. Wir sollten, statt anderen nachzueifern, mal wieder ungewöhnliche Ideen zulassen und etwas Neues wagen!
aus: Spiegel
 
Also jetzt mal ehrlich: Deutschland schickt mal wieder den langweiligsten austauschbarsten emotionsfreien Plastik-Pop Song, den sie in einem maximal lieblosen Vorentscheid finden konnten und hier wird sich ernsthaft über das Ergebnis beschwert? Das Ergebnis liegt nicht an Sympathien: es spiegelt einfach die Qualität des Beitrags wider.

Im Gegensatz dazu halte ich Bulgarien für einen völlig verdienten Sieger. Und Israel hat mit Gefühl und guter Stimme einen verdienten zweiten Platz hingelegt.
Wird das jetzt ein Welt-Hit? Wohl kaum, aber ABBA war auch früher nicht jedes Jahr. Und die finde ich persönlich obwohl sie Weltstars sind absolut grauenhaft.
 
Nicht überraschend. Profis in Medien und Foren sind nur die, die des Volkes Stimme voraus ahnen. Zugegeben ist die Voraussage für die verschiedenen europäischen Kulturkreise und der europäischen Zuneigung zu Deutschland schwierig zu treffen.
 
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