• Wie aus den radioforen.de-Nutzungsbedingungen hervorgeht, darf kein urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlicht werden. Zur Identifizierung von Interpret und Titel (o. ä.) dürfen jedoch Hörproben bis zu 30 Sekunden angehängt werden. Was darüber hinausgeht, können wir nicht tolerieren.

Eurovision Song Contest (ESC)

Deutschland hat einmal den Zeitgeist getroffen bei Nicole und dann bei Lenas Sieg einen Stefan Raab auf dem Höhepunkt seines Schaffens gehabt, das ist wirklich bescheiden für diese Nation.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Maschi
Ganz so düster würde ich das nicht sehen wollen. Wir hatten doch etliche Top Ten Platzierungen. Auch in neuerer Zeit wie Michael Schulte, Matz Mutzke oder Guildo Horn. Auch in den 80er und 90er Jahren gab es Zeiten, wo man nur sehr knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist mit Sürprise, Mekado, Wind oder Hoffmann & Hoffmann.
Trotzdem hätte es natürlich gerne öfter mal ein Sieg sein können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Damit wir wissen, wovon wir reden:

Deutsche Eurovision Song Contest (ESC) Teilnehmer seit 1956
1950er
1956: Walter Andreas Schwarz – „Im Wartesaal zum großen Glück“ – 2. Platz
1957: Margot Hielscher – „Telefon, Telefon“ – 4. Platz
1958: Margot Hielscher – „Für zwei Groschen Musik“ – 7. Platz
1959: Alice & Ellen Kessler – „Heute Abend wollen wir tanzen geh’n“ – 8. Platz
1960er
1960: Wyn Hoop – „Bonne nuit ma chérie“ – 4. Platz
1961: Lale Andersen – „Einmal sehen wir uns wieder“ – 13. Platz
1962: Conny Froboess – „Zwei kleine Italiener“ – 6. Platz
1963: Heidi Brühl – „Marcel“ – 9. Platz
1964: Nora Nova – „Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne“ – 13. Platz (letzter)
1965: Ulla Wiesner – „Paradies, wo bist du?“ – 0 Punkte / letzter
1966: Margot Eskens – „Die Zeiger der Uhr“ – 10. Platz
1967: Inge Brück – „Anouschka“ – 8. Platz
1968: Wencke Myhre – „Ein Hoch der Liebe“ – 6. Platz
1969: Siw Malmkvist – „Primaballerina“ – 9. Platz
1970er
1970: Katja Ebstein – „Wunder gibt es immer wieder“ – 3. Platz
1971: Katja Ebstein – „Diese Welt“ – 3. Platz
1972: Mary Roos – „Nur die Liebe lässt uns leben“ – 3. Platz
1973: Gitte – „Junger Tag“ – 8. Platz
1974: Cindy & Bert – „Die Sommermelodie“ – 14. Platz
1975: Joy Fleming – „Ein Lied kann eine Brücke sein“ – 17. Platz
1976: Les Humphries Singers – „Sing Sang Song“ – 15. Platz
1977: Silver Convention – „Telegram“ – 8. Platz
1978: Ireen Sheer – „Feuer“ – 6. Platz
1979: Dschinghis Khan – „Dschinghis Khan“ – 4. Platz
1980er
1980: Katja Ebstein – „Theater“ – 2. Platz
1981: Lena Valaitis – „Johnny Blue“ – 2. Platz
1982: Nicole – „Ein bißchen Frieden“ – 1. Platz (Sieger)
1983: Hoffmann & Hoffmann – „Rücksicht“ – 5. Platz
1984: Mary Roos – „Aufrecht geh’n“ – 13. Platz
1985: Wind – „Für alle“ – 2. Platz
1986: Ingrid Peters – „Über die Brücke geh’n“ – 8. Platz
1987: Wind – „Laß die Sonne in dein Herz“ – 2. Platz
1988: Maxi & Chris Garden – „Lied für einen Freund“ – 14. Platz
1989: Nino de Angelo – „Flieger“ – 14. Platz
1990er
1990: Chris Kempers & Daniel Kovac – „Frei zu leben“ – 9. Platz
1991: Atlantis 2000 – „Dieser Traum darf niemals sterben“ – 18. Platz
1992: Wind – „Träume sind für alle da“ – 16. Platz
1993: Münchener Freiheit – „Viel zu weit“ – 18. Platz
1994: Mekado – „Wir geben ’ne Party“ – 3. Platz
1995: Stone & Stone – „Verliebt in Dich“ – 23. Platz
1996: Leon – „Planet of Blue“ – nicht fürs Finale qualifiziert
1997: Bianca Shomburg – „Zeit“ – 18. Platz
1998: Guildo Horn – „Guildo hat euch lieb!“ – 7. Platz
1999: Sürpriz – „Reise nach Jerusalem – Kudüs’e Seyahat“ – 3. Platz
2000er
2000: Stefan Raab – „Wadde hadde dudde da?“ – 5. Platz
2001: Michelle – „Wer Liebe lebt“ – 8. Platz
2002: Corinna May – „I Can’t Live Without Music“ – 21. Platz
2003: Lou – „Let’s Get Happy“ – 11. Platz
2004: Max Mutzkwe – „Can’t Wait Until Tonight“ – 8. Platz
2005: Gracia – „Run & Hide“ – 24. Platz
2006: Texas Lightning – „No No Never“ – 14. Platz
2007: Roger Cicero – „Frauen regier’n die Welt“ – 19. Platz
2008: No Angels – „Disappear“ – 23. Platz
2009: Alex Swings Oscar Sings! – „Miss Kiss Kiss Bang“ – 20. Platz
2010er
2010: Lena – „Satellite“ – 1. Platz (Siegerin)
2011: Lena – „Taken by a Stranger“ – 10. Platz
2012: Roman Lob – „Standing Still“ – 8. Platz
2013: Cascada – „Glorious“ – 21. Platz
2014: Elaiza – „Is It Right“ – 18. Platz
2015: Ann Sophie – „Black Smoke“ – 27. Platz / letzter (0 Punkte im alten System)
2016: Jamie-Lee – „Ghost“ – 26. Platz
2017: Levina – „Perfect Life“ – 25. Platz
2018: Michael Schulte – „You Let Me Walk Alone“ – 4. Platz
2019: S!sters – „Sister“ – 25. Platz
2020er
2020: Ben Dolic – „Violent Thing“ – ESC abgesagt (COVID-19)
2021: Jendrik – „I Don’t Feel Hate“ – 25. Platz
2022: Malik Harris – „Rockstars“ – 25. Platz
2023: Lord of the Lost – „Blood & Glitter“ – 26. Platz
2024: Isaak – „Always on the Run“ – 12. Platz
2025: Abor & Tynna – „Baller“ – 15. Platz
2026: Sarah Engels - „Fire“ - 23. Platz
 
Wenn Du jetzt noch auflisten könntest welche Nation wie oft gewonnen hat ;)

Fakt ist jedenfalls, dass man vor allem seit Beginn dieses Jahrhunderts bis auf die wenigen Ausreißer nach oben immer öfter ein Abo auf hintere Plätze hat, zu Zeiten als Schlager noch "in" war kratzte man ja doch noch öfter am Thron, das hatte ich so nicht mehr auf dem Schirm.
 
Zuletzt bearbeitet:
KI sagt es in Sekunden:

Eurovision Song Contest – Siege nach Ländern (Stand: nach ESC 2026)​

Meiste Siege​

  1. Irland7 Siege
    (1970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996)
  2. Schweden7 Siege
    (1974, 1984, 1991, 1999, 2012, 2015, 2023)
  3. Vereinigtes Königreich5 Siege
    (1967, 1969, 1976, 1981, 1997)
  4. Frankreich5 Siege
    (1958, 1960, 1962, 1969, 1977)
  5. Luxemburg5 Siege
    (1961, 1965, 1972, 1973, 1983)
  6. Niederlande5 Siege
    (1957, 1959, 1969, 1975, 2019)

Vier Siege​

  • Israel4
  • Italien4

Drei Siege​

  • Dänemark3
  • Norwegen3
  • Ukraine3

Zwei Siege​

  • Deutschland2 (1982, 2010)
  • Österreich2
  • Schweiz2
  • Spanien2

Ein Sieg​

  • Belgien1
  • Estland1
  • Finnland1
  • Griechenland1
  • Jugoslawien1
  • Lettland1
  • Monaco1
  • Portugal1
  • Russland1
  • Serbien1
  • Türkei1
  • Aserbaidschan1
  • Bulgarien - 1

Noch ohne Sieg (Auswahl)​

  • Island
  • Malta
  • Zypern
  • Litauen
  • Polen
  • Tschechien
  • Australien
  • Kroatien
  • Slowenien
  • Albanien
  • Georgien
  • Armenien
  • San Marino

Hinweise:​

  • Marokko nahm nur einmal teil (1980), ohne Sieg.
  • Jugoslawien zählt historisch separat; Nachfolgestaaten wie Serbien haben eigene Siege.
  • Australien ist seit 2015 dabei, bislang ohne Sieg.
 
Australien wäre ja mal interessant als Gastgeber mit dem großen Zeitunterschied ;)

Witzig auch, dass keiner bisher auf 6 Siege kommt, ansonsten ordnet es meine Wahrnehmung ganz gut ein.
 
Zuletzt bearbeitet:
KI sagt:

Wie ist die Regel?​

Australien nimmt als assoziiertes Mitglied der Europäischen Rundfunkunion (EBU) teil. Bei einem Sieg würde der australische Sender SBS gemeinsam mit der EBU einen europäischen Gastgeber-Rundfunkanstalter bestimmen.

Praktische Folge​

  • Der ESC würde in Europa stattfinden (aus logistischen, zeitlichen und finanziellen Gründen).
  • Australien bliebe Siegerland und würde organisatorisch mitwirken.
  • SBS müsste mit einem europäischen Partner zusammenarbeiten.

Mögliche Modelle​

  • Australien wählt freiwillig ein Partnerland (z. B. Vereinigtes Königreich oder Deutschland).
  • Oder die EBU bestimmt ein Land mit geeigneter Infrastruktur.

Warum nicht in Australien?​

  • Massive Zeitverschiebung für Europas TV-Publikum
  • Höhere Reise- und Produktionskosten
  • ESC ist stark auf den europäischen Primetime-Markt ausgerichtet

Gab es dafür schon einen Plan?​

Ja. Bereits bei Australiens Debüt wurde festgelegt, dass ein möglicher Sieg nicht automatisch zu einem ESC in Australien führen würde.

Vergleichbares Beispiel​

2023 gewann die Ukraine 2022, konnte aber wegen des Kriegs nicht selbst ausrichten; daher übernahm das Vereinigte Königreich als Gastgeber. Ein australischer Sieg würde ähnlich funktionieren – nur aus organisatorischen statt sicherheitspolitischen Gründen.

Kurz gesagt:​

Australien könnte gewinnen, aber der nächste ESC würde sehr wahrscheinlich in einem europäischen Partnerland stattfinden – organisiert von SBS zusammen mit einem europäischen Sender.
 
Das heißt, wenn Australien gewinnt, käme wahrscheinlich London als Ausrichter zum Zug.
Das kommt ganz stark auf den Zeitpunkt an, nachdem man doch erst vor ein paar Jahren durch den zweiten Platz von Sam Ryder der Ukraine zur Seite springen musste. Und wenn man bedenkt, wie stark die BBC in letzter Zeit ihr Programm zusammenstreichen musste, wird es immer unwahrscheinlicher, dass man sich dieses Großereigniss nochmal leisten kann.

Die EBU wird sich bei einem Sieg Australiens eher zunächst an den zweitplatzierten des Jahres wenden.

Erwähnenswert ist übrigens, dass sich im Laufe des vergangenen Jahres in Kanada große Hoffnungen geregt haben, dass man am ESC teilnehmen könnte. Der Status des dortigen Senders entspricht dem von SBS. Ganz ausgeschlossen wäre es also nicht.
 
Unser Problem ist, dass bei der Vorauswahl unserer Kandidaten Leute mitreden, die aus ihrem Radioherkommen nur noch rundgenudelte musikalische Alltagsmassenware kennen (kein Abschaltimpuls). Entsprechend wählen sie aus und vergessen, dass es beim ESC nicht darum geht, den Abschaltimpuls zu vermeiden, sondern einen Einschaltimpuls zu erzeugen. Das beherrschen wir hierzulande aber nicht mehr.
 
Ein weiteres Problem ist, dass durch das Publikumsvoting beim deutschen Vorentscheid nicht der/die gewinnt, der die besten Chancen beim ESC hat, sondern derjenige, der aus früheren Castingshows die größte Fanbase hinter sich hat. Das hilft nur beim ESC gar nichts, wenn den Künstler außerhalb Deutschlands niemand kennt.
 
Das hilft nur beim ESC gar nichts, wenn den Künstler außerhalb Deutschlands niemand kennt.
Das ist zwar richtig, trifft aber auf 90% der Künstler zu, die beim ESC auftreten. Vielleicht sind ein paar Künstler noch in den jeweiligen Nachbarländern bekannt, aber i.d.R. kennt die Interpreten bis zum Finaltag auch niemand an den TV-Schirmen, außerhalb des eigenen Landes. Große Namen sind auch nicht zwangsläufig ein Garant für Erfolg. San Marino mit Boy George hat es noch nicht mal ins Finale geschafft und selbst wenn das gelungen wäre, hätte es sicherlich auch nicht für einen Platz in den Top-Ten gereicht. Auch Australien mit Delta Goodrem war noch nicht mal in den Top 3.
 
Witzig auch diesmal wieder, dass es den Gewinnersong schon seit Winter zum Streamen gibt (zunächst ohne ESC-Bezug) und KEINE SAU sich dafür interessiert hatte. Auch bei YouTube ist er schon seit Anfang März online:


Immerhin: Die ARD-Popradios sind brav und spielen ihn, bisher aber noch eher als redaktionellen Beitrag zum ESC und nicht auf den Standard-Playlists.

Es gab nur zwei Beiträge, die mich am Samstag musikalisch umgehauen hatten. Zum einen waren es Lelek mit Andromeda. Landeten aber recht weit hinten (beim Publikum völlig durchgefallen, bei der Jury noch weiter vorn), da es im Vergleich zu den anderen Teilnehmern wenig Show gab und fast nur Augenmerk auf die Musik, zudem in der Landessprache Kroatisch. Sie hätten vielleicht mit dem englischen "The Soul of my Soul" mehr Chancen gehabt, die Nummer von ihnen aus dem letzten Jahr hatte mir schon gut gefallen und war musikalisch ähnlich, hat was von "Adiemus" und anderen Hymnen aus den 90ern:


Und dann war Italien, Sal da Vinci - " Per Sempre Si ", das war wie ESC in den 90ern. Retro, was nicht heißt, dass es schlecht war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stichtag für die Veröffentlichung von Songs ist der 1. September des Vorjahres.

Theoretisch könnte jemand das nächste "Last Christmas" zum Fest veröffentlichen und damit beim ESC im Mai wegen allgemeiner Bekanntheit so richtig abräumen.
 
Offensichtlich haben wieder alle Das Erste geguckt und nicht das parallel ausgestrahlte Programm auf ONE mit ausgesuchtem Tweets-Feuerwerk. Die dafür live Zuständigen haben sich im letzten Tweet ganz formell verabschiedet und bei den treuen Postern bedankt.

Ich habe in den Jahren 2018 ... 2025 für diesen origenellen "Mehrwert" mehrmals Werbung gemacht. Nun ist's vorbei mit der öffentlich-rechtlichen ESC-Insel und den jahrelang ausgestrahlten Gags und Hämekommentaren der Fans zum Mitlesen. Denn Ende 2026 macht ONE dicht.

Und damit Tschüss ESC, denn für Das Erste war diese Form zu pöse und wird es vermutlich auch bleiben...
 
Gestern, 22.05.2026, ist DARA "Bangaranga" als New Entry auf Platz #1 der Sales-Charts Top100 eingestiegen. In den offiziellen Airplay-Charts wird der Siegertitel nicht gelistet, weil die Vertriebsfirma offenbar vergessen hat, ihn für die Wertung zur Erhebung der Airplay-Charts anzumelden. Au weia.
 
Zurück
Oben