Funkhaus historisch: Nalepastraße


lg74

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Da hing ursprünglich ein Münzfernsprecher 26 (aus den 1920er Jahren), wenn ich mich recht erinnere. Den hätte ich gerne gehabt, der ist leider verschollen. Ende der 1990er hing er nicht mehr da, als ich mal zu Besuch war.
Also 1/2014 fand ich in H1 diesen da:

muenzfernsprecher.jpg

muenzfernsprecher detail.jpg

Keine Ahnung, ob der heute noch existiert. Hipster haben ja eigentlich iPhones und brauchen das Ding nicht. ;)

Original aus der Nalepastraße (aus K13).
Original? Oder "halb-original" (hinten wie Raketenstufen auf XLR umgefriemelt, aber mit 13 V zu betreiben? Oder doch mehr oder weniger professionell auf P48 umgebaut?

Die Geithain RL900 sind ja schon eine Investition, da muss man inzwischen 15000, meine ich, für ausgeben.
Und wenn man die Membranen anfasst, besteht die Gefahr von mechanischen Schlägen. Seitens des tontechnischen Personals.

Ich verstehe bis heute nicht, warum man das Gelände nicht intelligent weiter entwickelt hat.
Bei der Nalepastraße dürfte es eine Mischung aus Siegerjustiz, Idiotie, Landesfürsten-Denke mit Horizont an Landesgrenze, Wirtschaftskriminalität, Trophäenjagd, kapitalistischem Straßenstrich und Kulturverachtung aus reiner Inkompetenz heraus sein. Hab ich noch was vergessen?

Immerhin gibt es die Milchbar im Funkhaus ja wieder.
Für mich ungefähr so wie Disneyland. Oder das Mauer-Disney schräg gegenüber vom Ostbahnhof Richtung Oberbaumbrücke. Touristenbespaßung halt.

Der Kachelfußboden ist janz schön hart..

crash.jpg
(Batteriefachdeckel meines Recorders. Mikrofone waren geschützt, da war zum Glück eine tote Katze drüber)


Ich erinnere mich nur an den Uhrenladen in der Brückenstraße.
An den kann ich mich auch noch erinnern. Da habe ich mal die Batterie meiner Armbanduhr wechseln lassen, als ich noch eine hatte und glaubte, eine zu benötigen.

Oder war der auf der Ecke, wo jetzt die Sparkasse ist?
Der, den ich meine, der war in der Brückenstraße drin, aber möglicherweise schon am Ende des Hauses, das vorn an der Ecke die Sparkasse drin hat.

in Niederschweineöde
Niederschweineöde, the place 2 Be.

Angeblich fand Gerhard Steinke in einer Privatwohnung in der Brückenstraße auch die Regieanlage von H1:

Steinke-Herzog Seite 131 unten.jpg

(Steinke / Herzog: Der Raum ist das Kleid der Musik, Seite 131 unten)

Und zwar links vom Eisenbahner war der Laden mit Werkstatt
Hilfe! Google mal bissl nach dem Umfeld.

Es gab später sogar ein Radiofeature über die Mühen mit dieser Gegend:


Da bin ich 3 Jahre lang werktäglich 2 mal lang, meist mit dem Fahrrad, jeweils einmal direkt vorm "Eisenbahner" vorbei. Die Gegend war mir nie sonderlich sympathisch. Lecker ists in der wärmeren Jahrezeit in der Schnellerstraße 118, bei meinem "Stammdieler". Aber das ist ne andere Geschichte.
 

Adolar

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Bei der Nalepastraße dürfte es eine Mischung aus Siegerjustiz, Idiotie, Landesfürsten-Denke mit Horizont an Landesgrenze, Wirtschaftskriminalität, Trophäenjagd, kapitalistischem Straßenstrich und Kulturverachtung aus reiner Inkompetenz heraus sein. Hab ich noch was vergessen?
Dass sie ziemlich mies mit ÖPNV angebunden ist?
 
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lg74

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Stimmt! Kommt halt kaum jemand mit der S-Bahn bis Baumschulenweg und nimmt die Fähre. Das wurde früher durchaus gemacht.

Aber es gab ja irgendeinen Ansiedlungsversuch von irgendwas (habs gnädigerweise vergessen) im Funkhaus, der angeblich daran scheiterte, dass die Nalepastraße zu weit weg vom Ostkreuz sei.

Aber diese Ansiedelung hätte die Studios dort wohl auch nicht gerettet.
 

Philclock

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Schalten wir nun in das Jahr 1990 zu zwei sehr reizenden Damen zurück, Leider sind beide nicht mehr unter uns. Es ist ein Grund mehr den Ort und die Damen nochmal in Erinnerung zu rufen. ( Beim Berliner Rundfunk )

 
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lg74

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Noch jemand, der im Funkhaus war und nicht mehr unter uns weilt und dazu auch noch mit Tamara Danz sehr eng verbunden war als Songtexter: Gerhard Gundermann.


Kann sein, dass das Video irgendwo weiter vorne schon mal verlinkt wurde, dann sorry.

Gerhard Gundermann und Barbara Thalheim stehen da in einem K-Raum und behaupten, dass das der K-Raum von DT64 gewesen wäre. Warum? Weil oben die Banderole "Jugendstudio" an der Wand ist.

Das war aber K8 und nicht K6, wo DT64 lange Zeit zu Hause war - sondern genau gegenüber.

Zur Wendezeit sollte K8 umgebaut werden und war planmäßig ausgeräumt worden. Was Barbara Thalheim und Gerhard Gundermann sahen, war also kein Resultat von Zerstörung, sondern ein begonnener Umbau, dem was klitzekleines dazwischen kam (ein Systemausfall).

Dazu auch der Beweis: das Ende (ab 22:33) in diesem hier auch bereits verlinkten Video:

 
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