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Funkhaus historisch: Nalepastraße

Die Lichtverhältnisse waren bei der Führung extrem schlecht, also es war fast komplett dunkel, aber hier zumindest mal eins aus dem Saal 1:

nalepa_saal1.jpg

Frau Heller meinte, dass die größte Gefahr für die Räumlichkeiten darin besteht, dass irgendwann die Lüftungsanlagen ihren Geist aufgeben werden, und wenn dann Schimmelbildung einsetzt, werden die Räume irgendwann nicht mehr begehbar sein.

Hier eine Aufnahme der beweglichen Wandelemente für veränderliche Akustik im Hörspielkomplex:

nalepa_hoerspiel.jpg

Auch dort war es fast dunkel. Erstaunlich, was man aus den Rohdateien einer Leica Q2 (mit festem 28mm-f1.7-Objektiv) rausholen kann (keinerlei Blitz oder dergleichen).

Die Uhren stehen alle entweder auf fünf vor oder fünf nach Zwölf:

nalepa_uhr.jpg

Auch dort war es so dunkel, dass ich gerade so erahnen konnte, was ich fotografiere. Daher stand ich nicht ganz in der Mitte. Zumal Frau Heller sehr flott unterwegs war und ich nie so richtig viel Zeit hatte.

Matthias
 
Danke!

Grausig, diese PA-Anlage in diesem Saal. Damit hätte man auch den Postbahnhof beschallen können. Die Raumakustik dieses Saales ist da sogar eher hinderlich.

Frau Heller meinte, dass die größte Gefahr für die Räumlichkeiten darin besteht, dass irgendwann die Lüftungsanlagen ihren Geist aufgeben werden, und wenn dann Schimmelbildung einsetzt, werden die Räume irgendwann nicht mehr begehbar sein.
"Eigentum verpflichtet".

Oder zieht Herr Fabich, wenn sein Spielzeug restlos abgerockt sein wird, einfach weiter?

eine Aufnahme der beweglichen Wandelemente für veränderliche Akustik im Hörspielkomplex
Stehen die beiden Hörspielkomplexe leer oder "wohnt" da auch wer drin?

Auch diesen etwas lang(atmigen) Film von 1991 hatten wir schon weiter vorne:


H2 wurde ja bis vor einigen Jahren noch von zwei der einstigen Techniker betrieben, die da zu DDR-Zeiten drin waren: Peter Kainz und Andreas Meinetsberger. Da wurden weiterhin Hörspiele und Features für ARD und DRadio sowie mancher "Kleinkram" produziert. Nachdem die Betreiber auszogen / ausziehen mussten, stand H2 leer. In H1 (der Komplex mit dem zentralen "Treppensaal") war zuletzt Philipp Dusse mit seinem Studio drin:



Erstaunlich, was man aus den Rohdateien einer Leica Q2 (mit festem 28mm-f1.7-Objektiv) rausholen kann (keinerlei Blitz oder dergleichen).
Oh ja! 47 Mixel Vollformat ist eine Ansage. Da kann man sichtbar gut später Pixel rauscharm zusammenfassen, das Vollformat tut den Rest. Ich hätte mit meiner Lumix DMC-FZ28 von 2009 keinerlei Chance. Ich müsste sie nichtmal auspacken dort.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Hörspielkomplex sah besenrein und frei von Nutzung aus. Keine Ahnung, ob da hin und wieder etwas läuft. Die Säle 1 und 3 sind regelmäßig in Betrieb, in den Saal 2 konnten wir nicht rein, weil der permanent genutzt wird.

Matthias
 
Herzlichen Dank, lg !!! Viel mehr, als ich erwarten konnte. Dann kann meine Romanheldin, Frau Schrabs, durchaus in den Fünfzigern darauf noch die c-moll-Passacaglia geübt haben.
 
Erst jetzt bemerkt, dass ich in einer Mail vor wenigen Wochen einen Hinweis darauf bekam, dass in einer der typischen rbb-Berlin-Dokus Farbaufnahmen aus 2 Kontrollräumen im Block E Funkhaus Nalepastraße drin sind:


Bei 22:48 geht es los, inkl. der typischen Anreise per Fähre ab Baumschulenweg.

Download-Link:


Der Clip mit Helga Hahnemann stammt aus der Wendezeit, der Clip mit dem Kinderfunk in K8 (mit der Banderole "Hört hört DT64 Jugendstudio" über den Fenstern) ist älter, ich vermute Anfang der 1970er Jahre. Der Umbau auf "Einmann-Betrieb" hat schon stattgefunden, die Bandmaschinen stehen hinter dem Mischpult und nicht davor, wo anfangs ab 1965 noch der Abspieldienst arbeitete. Das Pult ist wenn ich mich nicht irre ein 300er mit Miniatur-Röhren. Da war die 700er Serie noch nicht verfügbar. Man sieht hier die noch für Stereo doppelt breiten Kanalzüge. Und: es war die Phase mit den MD421.

Interessant finde ich die hier verwendeten Bandmaschinen. Das habe ich so (als "Set-top-Box") tatsächlich noch nicht gekannt.
 
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Die Uhren stehen alle entweder auf fünf vor oder fünf nach Zwölf:

Anhang anzeigen 31426

Matthias

Ja wenn die Besitzer anders drauf wären, könnte man ihnen ja helfen. Es wäre durchaus machbar, die alle wieder ans Laufen zu bekommen.

Neulich kam Jemand auf mich zu und wollte dieses Exemplar aus dem Funkhaus wieder in Funktion gebracht bekommen.

20251020_111358.jpg
Interessant sind die Inventarschilder:
20251020_111410.jpg
 
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