Ich habe hier schon öfters kritisiert, dass SWR1 RP bewusst und auch nach einem vorhersehbarem Muster die Songs im letzten Drittel mehr oder weniger stümperhaft kappt. Sei es durch eine "plötzlich" aufkommende Verkehrsmeldung, der nächste Song wird reingeknallt, oder man schneidet den Song rapide ab, um die Moderation fortzuführen.
Was ich bei SWR1 RP festgestellt habe:
Im Tagesprogramm laufen in der Sendestunde exakt nur 2 Songs komplett und zwar gegen viertel nach und viertel vor. Die anderen Titel werden systematisch weit vor dem eigentlichen Ende gekappt.
Besonders gut sind Michael Lueg und Hanns Lohmann darin, aber auch die anderen sind wohl der Titelkürzung verpflichtet.
Was der Sinn dessen ist, erschließt sich mir nicht, denn es werden dadurch nicht mehr Titel in der Stunde gespielt, noch bekommt man dadurch mehr Informationen.
Das es natürlich auch anders geht, zeigen nicht nur die Schwestersender SWR3 oder SWR4, sondern ganz explizit die Hitparade Top 1000: da gibt es eine Woche lang kaum Verkehrsmeldungen außerhalb der Nachrichtenblöcke und da ist man plötzlich fähig (und auch gewillt), selbst Songs in überlänge von 15 Minuten und mehr bis zur letzten Rille auszuspielen.
Das alles zeigt auch, für wie blöd der Sender seine Hörer hält: man denkt wohl, die merken das nicht...
PS: bei SWR3 gibt es übrigens seit Jahren auch eine penetrante Unart: man spielt dort, warum auch immer, die "kastrierte" Clean-Version von "How You Remind Me" - Nickelback, also nur mit akustischen Gitarren. Dass es sich um einen klassischen und reinrassigen 2000er Rocksong handelt, muss man nicht extra erwähnen. Bei SWR3 verzichtet man halt auf den Punch, eigentlich untypisch für den Sender.