Schade nur, dass es im mobilen Empfang mit den öffentlich-rechtlichen keine richtige brauchbare Lösung mit einerseits guter bis brauchbarer Qualität, andererseits mit überschaubarem Datenverbrauch gibt.
Offensichtlich ist "Streaming" eben kein absolut vollständiger und billiger Ersatz für "Radio". Also bleibt terrestrischer Rundfunk (bzw. Kabelradio) nach wie vor das preiswerteste Mittel der Wahl. Die Konkurrenzsituation bis hin zu Abschaltungsansinnen des "herkömmlichen" Rundfunkempfanges wird durch obiges Beispiel sehr deutlich. Und was nach Abschaltung der letzten UKW-und DAB+-Sendestationen dann passieren würde:
Zusätzliche Kostensteigerung beim Hörer durch Abschöpfen von Provider-Gebühren für die Übertragung als solche. Egal, was tatsächlich "gestreamt" wird, die P2P Verbindung lässt Zählwerk tickern.
Dem herkömmlichen "Radio" ist das gleichgültig. Der Rundfunkbeitrag wird pauschal erhoben, ohne Gebühren für die Qualität und Inanspruchnahmedauer der Übertragung als solcher.
Und, was noch nicht hervorgehoben wurde: Es können nicht alle "Hörer" gleichzeitig bedient werden, wenn nicht die Serverkapazitäten nach Unendlich tendieren würden. Gerade bei Sportveranstaltungen und Live-Events wird man schnell merken, wie das Mobilfunknetz plötzlich zusammenbricht.
Das terrestrische Radio abzuschalten und alles auf serverbasiertes mobiles Streaming umzuschwenken, ist einfach eine technologische und Kostenfallen herbeiführende Sackgasse, aus der man, wenn man nicht den Anfängen wehrt, schlecht wieder herausfindet.
Cui bono? Den Datenvolumengebühren"abzockern". Streming sollte meiner Meinung nach nur ein Zusatzangebot zum klassischen Qualitätsrundfunk bleiben. Und terrestrisches DAB+ könnte durch Reduzierung der Bouquetteilnehmer auch wieder Bandbreite in und weit über CD-Qualität hinaus gewinnen. Aber momentan sieht das eher so aus, dass, wie in UK übrigens auch, alles Mögliche in einen Kanal reingequetscht wird mit entsprechend niedriger Bitrate und miserablem Audio-Codec.