Hochwasser in NRW: Sondersendungen oder der beste Superdupermix?


antonia-123

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@Nicoco : Das habe ich sehr wohl verstanden, und dem ist auch so. Wo ist eigentlich Annalena ? Grade jetzt sollte man sich ohne große Worte dort blicken lassen, wo es nötig ist. Man braucht auch keine großen Worte zu finden, die Fakten sprechen für sich.
 

antonia-123

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Im Gespräch mit einer Quotenfeuerwehrin?
@ear: Daran hatte ich gar nicht gedacht ....

Eine ganz ander Frage an die Experten im Forum : Die SteinbachdingsTalsperre wird als Instabil bezeichnet, Dörfer wurden evakuiert. Wie stelle ich mir diese Instabilität vor : schwabbelt das Gemäuer, zeigt es Risse, sind es nur Szenarien .... Wer weiss mehr ? Ich kann es mir wirklich nicht vorstellen.
 
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ndrgast

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Anne1034

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Habe mir eben das Nachtmagazin in der Mediathek angesehen.

Absolute Zustimmung: Die Musik ist wirklich deplatziert. Klingt nach Privatfernsehen.

War aber glücklicherweise nur im ersten Beitrag so.
 
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Border Blaster

Gesperrter Benutzer
Diese sozialen Medien und der ganze Appkram hilft überhaupt nicht, wenn durch solche Naturkatastrophen wie gestern Nacht das Internet zusammenbricht. Da wäre ein aktuelles Radioprogramm sehr nützlich, solange man in seinem Haushalt noch ein Radio hat, in das man auch Batterien einlegen kann.
Das ist ein schlagendes Argument dafür, dass man auf UKW auch in Zukunft nicht ganz verzichten sollte....

 

RadioBrB

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Auch wenn ich nichts zum eigentlichen Thema sagen kann und will, so tut es mir unendlich leid was manche Familien für Verluste erleiden. Nicht nur eventuelle Familienmitglieder sondern auch noch der Verlust der eigenen 4Wände.

Ich habe Kachelmannwetter täglich gefolgt aber das es so verheerend wird mit so vielen Todesopfern habe ich mir nicht ausmalen können.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und kann nur die Daumen drücken dass viele andere mit einem blauen Auge davonkommen.

Es ist eine Tragödie!
 

NRWler

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Aktuell scheint Radio Rur aus dem Kreis Düren mit einer Sondersendung lokal on air zusein. Wird jedenfalls so auf der Homepage angezeigt.
 

thorr

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Ich finde das Urteil "Der WDR hat komplett versagt!" etwas destruktiv. Interessant ist doch: Was genau hat der WDR falsch gemacht? Was hat er versäumt? Was hätte er machen sollen, machen müssen?

Aus dem DWDL-Interview mit Brandenburg:
Es ist ganz klar geregelt: Der Newsroom entscheidet in der Nacht für alle WDR-Angebote. Und dort wurde entschieden, dass alle 30 Minuten – zusätzlich zu Reporter:innen-Schalten in den Sendungen – Sonderausgaben der Nachrichten auf allen Radiowellen laufen.
Das ist ja schon einmal nicht nichts. Ich finde zwar ein halbstündiges Update etwas dürftig – einen 15-Minuten-Takt in allen Nächten hätte man schon einrichten können. Aber ist eine Sondersendung wirklich das, was man hätte machen MÜSSEN?

Und dann ist ja auch nochmal die Frage, welche Qualität die Berichterstattung hatte. War es wirklich so, wie in dem DWDL-Artikel von Lückerath beschrieben? Ausschließlich Sensationsjournalismus und Panik in Häppchenform?
Jeweils zur halben Stunde wurde dann ab 1.30 Uhr eine "Sondersendung" der WDR Nachrichten eingeschoben, die allerdings auch mehr Ohrfeige als Nutzen war: In weniger als einer Minute wird absurderweise die außerordentliche Dramatik der Situation betont: "Die Warnmeldungen überschlagen sich seit Stunden", weiß eine Reporterin aufgeregt zu berichten. "Ganze Ortschaften seien schon evakuiert worden."
Ich habe in der Nacht den WDR nicht gehört und habe bisher nichts dazu gelesen, was in den Nachrichten konkret an Programm gemacht wurde.

Radio Wuppertal hat von vor Ort nachts live gesendet. Das ist engagiert und aller Ehren wert. Aber hatte das auch einen Mehrwert? Dort gab es laut dem DWDL-Artikel alle 15 Minuten die aktuellen Warnmeldungen und dazwischen Werbung und Musik. So viel mehr als beim WDR ist das auch nicht. (Wo kommt überhaupt die Werbung um diese Uhrzeit her? Ich habe in meinem Lokalradio vielleicht einmal in 15 Jahren nach 20 Uhr noch einen Spot gehört, sei es lokal oder landesweit. Und das war auch noch in den Abendstunden und nicht spät nachts.)

Danke für den Link. Das sind ja mit Unterbrechung mehr als 12 Stunden on air 😮
 
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Dr.Znorko

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Das Drama beginnt damit, daß weder private noch ör-Sender dem Publikum einen Wetterbericht präsentieren, der Interesse weckt und in Folge für Erkenntnis sorgt, was da so vom Himmel kommt, wann und wie intensiv. Wenn über Klimawandel geredet wird, findet der in erster Konsequenz dort statt, wo man sich befindet.

Folglich ist es keine schlechte Idee, mehr als nur den "Mix aus Sonne und Wolken" zu senden und da mal ins Detail zu gehen. Richtig: Wetter als Bildungsaufgabe. Schwere Kost.

Bezogen auf das Hochwasser hätte der Hörer bei vorhergesagten dreistelligen Wassermengen pro Quadratmeter und Windgeschwindigkeiten im einstelligen Bereich zumindest gewußt, daß das ein übler Tag wird.

Zur Wetterausbildung des Hörers gehört dann auch die Diskussion von Fragen wie Wasser fließt und was man im privaten Umfeld ändern könnte, daß der Keller nicht volläuft. Am Ende steht "Der 7. Klimasinn" mit der Aufgabe, nicht nur Greta toll zu finden sondern sich privat mit einfachen Mitteln aber schlau gegen Wasser, Hitze, Wind und Blitze zu schützen.

Das wäre ein öffentlich-rechtlicher Programmauftrag i.S. der Grundversorgung.
 

thorr

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Am Ende steht "Der 7. Klimasinn" mit der Aufgabe, nicht nur Greta toll zu finden sondern sich privat mit einfachen Mitteln aber schlau gegen Wasser, Hitze, Wind und Blitze zu schützen.
Das findet durchaus statt. Aber leider nicht auf den Gute-Laune-Dudelwellen – womit aber die meisten Leute erreicht werden.

Folglich ist es keine schlechte Idee, mehr als nur den "Mix aus Sonne und Wolken" zu senden und da mal ins Detail zu gehen. Richtig: Wetter als Bildungsaufgabe. Schwere Kost.
Randbemerkung: Früher wurde zu Beginn des Wetters in der Tagesschau immer erst die Gesamtlage über Europa eingeführt. Gar nicht so unnütz, um sich zu vergegenwärtigen, wie Wetter funktioniert. Zu begutachten momentan noch in der "Tagesschau vor 20 Jahren" auf ARD-alpha. Mich würde mal interessieren, wann das geändert wurde.
 

CosmicKaizer

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Heute Nacht Sondersendung auf WDR2. WDR4 und WDR Cosmo übernehmen,inkl. der "Musik". Die Cosmo-Version vom rbb heute Nacht dann auch mit WDR2.
 
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euroxneuro

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Die Popnacht ist heute Nacht auch personell aufgestockt worden für eine Sondersendung, über den Livestream sind neben Michael Reufsteck noch ein bis zwei weitere Redakteure im Studio zu sehen.
 

Musikminister

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Im WDR gibt es sehr wohl ausführliche Wettergespräche, ich höre wenn möglich jeden Morgen eben jenes auf WDR5 (zwischen 6:15 und 6:20). Dort stören mich Flokseln wie "WDR Wetter-Team" und "wir schauen in der nächsten Stunde nochmal im Detail". Nee, ich will das jetzt hören! Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Ob die anderen Wellen etwas Ähnliches im Programm haben: keine Ahnung.

Am Mittwoch ging man auf die bevorstehende Wetterlage ein. Selbst mir als Laie ist klar, dass man nie exakt vorhersagen kann was wo passiert. Dazu reicht eine Strecke von 10km an einem Tag mit "lokalen Schauern und Gewittern". Hier Weltuntergang, 5km ist alles staubtrocken. Wird selbst für einen Lokalsender schwierig.

Gerade das Thema Wetter kann gern ausführlicher behandelt werden. Gefühlt haben die Radiomacher aber Angst davor, Leute mit Fachwissen zu vergraulen. Aber gerade heute ist eine Hochdruckrinne schnell gegoogelt.

Als Bonbon verlinke ich hier einmal die gestrige Kiraka-Sendung auf WDR5. Dort ging man auf das Hochwasser ein. https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/248/2484857/2484857_36907831.mp3 Sehr hörenswert ist die Passage ab 7:30.
 

Seefunk

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Ich finde das Verhalten des WDR in der Nacht auch als schlimmen Fehler. Aber, ist deshalb jemand zu Schaden gekommen? Das Radio ist doch zun Voujeur verkommen. Hilfe und Information sucht und findet man in Apps und sozialen Netzwerken schneller und besser. Heute den ganzen Tag über die Katastrophe zu reden ist doch noch schlimmer als der übliche Smalltalk. Und gestern haben die gezeigt wie überflüsdig sie sich gemacht haben.
Als schlimmen Fehler empfinde ich eine fehlende Sondersendung in der ersten Nacht nicht! Es wäre nicht schlecht gewesen, wenn man eine Sondersendung gemacht hätte, aber dass es keine gab, empfinde ich nicht als schlimm. Ich gehe mal davon aus, da Rheinland-Pfalz ja auch betroffen war, dass SWR 3 in der Popnacht ja auch darüber berichtet haben wird?!


Da muss dann die Nachbarschaftshilfe ausreichen. Die WDR-Flotte ist ja zum Ausflugsdampfer gemacht worden.
Was die Hilfe über Apps & soziale Netzwerke angeht, so hilft einem das nicht, wenn das Internet zusammenbricht. Hier sind dann die Radiosender gefragt. WDR 4 hat so eine Aktion übrigens heute Morgen gestartet. Da kann man sich melden, wenn man Hilfe braucht, aber auch, wenn man helfen will. Wird wohl auch ganz gut angenommen.

Heute den ganzen Tag über die Katastrophe zu reden ist doch noch schlimmer als der übliche Smalltalk. Und gestern haben die gezeigt wie überflüsdig sie sich gemacht haben.
Sorry, aber jetzt muss ich doch mal fragen, was du eigentlich willst?! Einerseits beschwerst du dich, dass der WDR in der Nacht keine Sondersendung gemacht hat. Am Tag, wo es ja auch weiterhin ständig neue Entwicklungen gab, findest du eine Sondersendung aber unangemessen?

Ich fühlte mich gestern und auch heute Morgen jedenfalls vom WDR gut informiert über die aktuelle Lage. Bei WDR 2 beispielsweise waren gestern den ganzen Tag und auch in der Nacht Reporter an den neuralgischen Punkten. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, was man besser machen könnte. Besonders die Sondersendung gestern von WDR 2 und auch heute Morgen die Frühsendung bei WDR 4 wirken auf mich nicht wie ein "Ausflugsdampfer", sondern wie gutgemachtes, informatives Radio.
 
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