Man wird die jungen Menschen nicht mehr für das Radio begeistern können, weil es nicht zu ihrer Lebensrealität passt. Warum soll ich mir Musik anhören, auf die ich keine Lust habe, wenn ich mir bei Spotify oder YouTube MEINE Musik auswählen kann? Warum soll ich mir Wortbeiträge zu festgelegten Zeiten und zu Themen, die mich vielleicht gar nicht interessieren, anhören, wenn ich Podcasts haben kann? Radio ist tot.
Ich sehe das genau so, obwohl ich einer dieser alten Knacker bin, die man auch Boomer nennt

. Ich beobachte mich immer öfters dabei, dass ich auch bei Sendern, die mir an und für sich sympathisch sind, keine Lust mehr habe, darauf zu warten, dass endlich wieder einmal ein Song gespielt wird, der mir zu 100 % gefällt bzw. der mich zumindest NICHT nervt.....
Ich bin seit 2011 Abonnent von Spotify. In den letzten Jahren war es trotzdem so, dass ich zu ca. 70-80 % der dafür verfügbaren Zeit weiterhin lineares Radio gehört habe und eben nur zu 20-30 % Spotify. Das hat sich bei mir inzwischen vollkommen gedreht. Wenn ich lineares Radio höre, beschränkt sich dies inzwischen meist nur noch auf die Qualitätssender Ö1, FM4, DLF, DLF Kultur, Cosmo, Bayern 2 und WDR 5. Und dabei höre ich - gottlob - immer noch jede Menge interessante Musik, die ich bis dato nicht kannte und welche dann sogleich auf eine meiner Spotify-Listen wandert. Den Rest erledigt dann sozusagen der Algorithmus von Spotify. Ich bekomme in der Folge verlässlich noch mehr interessante Musik vorgeschlagen, die mir tatsächlich ebenfalls gefällt.
Ich hätte vor einiger Zeit nicht gedacht, dass ich das einmal sagen werde, zumal wir hier ja in den Radioforen sind. Radio in seiner jetzigen Form wird für mich immer unwichtiger. Und ja, ich meine
@Dave hat recht, wenn er sagt, Radio ist - zumindest in seinem derzeitigen Stillstand - tot.....