• Diese Kategorie ist fĂŒr die Diskussion ĂŒber die Programminhalte der Sender gedacht. Über Senderstandorte und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden. Wir bitten um Beachtung!

hr plant massive KĂŒrzungen bei seinen Radiosendern

Also wenn ich die Meldungen vom rbb und Cathy Hummels lese, denke ich, dass Podcast-Hosts einen doppelt hohen Krankenkassenbeitrag zahlen mĂŒssten. Weil: Die habens einfach drauf.
Ich weis nicht, ob solche digital mitgeschnittenen Denkversuche als Podcast bezeichnet werden sollten. Doof auch, dass deren Machart gerne von seriösen Quellen (Infowellen zB) kopiert werden
 
Pro Anstalt oder fĂŒr die Arbeitsgemeinschaft ARD? Und welche laufenden Kosten hat jede Anstalt sonst? Sorry, aber ich versuche einfach, die Relationen zu verstehen...
 
6 Hörfunkwellen:
hr1 und SWR1 kooperieren, Oldie und 80er. (SWR hat eine sehr gute Oldie und Rock Redaktion) (Bayern 1 wenn gewĂŒnscht)
hr2 könnte man mit Bayern Klassik, SWR Kultur und Bayern 2 zusammenfĂŒhren. Hauptsitz, entweder Frankfurt, MĂŒnchen oder Stuttgart. Oder das neue Sende-Zentrum fĂŒr die SĂŒdschiene in Baden-Baden.
hr3 bleibt bis 21:00 Uhr danach kooperation mit SWR3 und Bayern 3 (Bayern 3 wenn gewĂŒnscht)
hr4 hat eine sehr gute Schlager, Chanson und Oldie Redaktion und könnte fĂŒr andere den Programm Inhalt anbieten. (Man denke nur an die ganzen DAB ARD Schlager Programme , wie NDR Schlager, BR Schlager)
hr info könnte FederfĂŒhrend die Inormationschine bedienen, vorallem fĂŒr die SĂŒdschiene und weiterhin in Fankfurt angesiedelt bleiben (Börse, Wetter - DWD in Offenbach)
You FM könnte mit den anderen SĂŒddeutschen Jugendsendern in einer Jugendwelle aufgehen.
Puls (BR), Unser Ding (SR), das Ding (SWR), You FM (hr)

Da das Saarland sehr eigenstÀndig ist und erst spÀter zur Bundesrepublik kam, könnte man den SaarlÀndischen Rundfunk auch Teilprivatisieren, zb die Programmtechnik.
Freie Mitarbeiter mĂŒsste man dann aber in ein AngestelltenverhĂ€ltnis ĂŒberfĂŒhren.
Schließlich ist der Siemens Mitarbeiter oder der Mercedes Benz Mitarbeiter auch kein freier Mitarbeiter.

Es spricht nichts gegen eine Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und der Privatwirtschaft!.
zb MDR tatorte werden oft auch außer Haus, von Filmprouktion, produziert. dann heißt es "Im Auftrag vom mdr" oder "im Auftrag vom ZDF"! Oder im Auftrag von "BR, SWR und ORF" (also auch LĂ€nderĂŒbergreifend).

Viele Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten in der Privatwirtschaft, ich sehe da nichts schlimmes bei.
 
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Ich wĂŒrde gern statt Wunschvorstellungen, wer mit wem welche Programme gestalten und ĂŒbertragen sollte lieber lesen, welche BeschlĂŒsse bereits gefasst sind oder welche Maßnahmen sich in tatsĂ€chlicher Diskussion befinden. Alles andere mit so reichlich Prosa ist mir zu anstrengend.

edit:
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Pro Anstalt oder fĂŒr die Arbeitsgemeinschaft ARD? Und welche laufenden Kosten hat jede Anstalt sonst?
Die GEMA-Tarife fĂŒr Podcasts, wie sie in #125 in diesem Faden samt Quelle aufgelistet sind, gelten nicht fĂŒr die gesamte ARD, nicht fĂŒr eine einzelnen Landesrundfunkanstalt, sondern fĂŒr ein Programm. Warum bei den jetzigen Tarifen keine Musik in die Podcasts gepackt werden, hat also ein rein finanziellen Grund.

Die GEMA-Kosten sind seit Jahren nicht mehr pro Anstalt zu entrichten, sondern fĂŒr die Gesamt-ARD pro im MPN im Jahr erschienendem Track ca. 2,70 Euro. Nun bin ich nicht im Bilde, wie viele Zehntausende von Tracks pro Jahr erscheinen, aber eine GrĂ¶ĂŸenordnung mag jeder selbst ĂŒberschlagen.
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Können wir hier mal bitte wieder zum hr zurĂŒck kehren?
Das sind ZusammenhĂ€nge, die auch zum VerstĂ€ndnis oder eben ggf. zum Nicht-VerstĂ€ndnis zu den Entwicklungen und Entscheidungen beim HR beitragen könn(t)en. Wie stellen sich die Sender auf, welche Plattformen werden bespielt, in was wird investiert, was hat Zukunft, was kostet wieviel? Da habe ich zum Beispiel gerade in Bezug auf Podcasts derzeit auch Fragen (denke aber ĂŒber einen separaten thread nach).
 
Spannend an dieser Pressemitteilung ist ja, dass darin steht, dass entweder hr2 oder info wegfallen sollen. Lasst uns alle mal raten, welche falsche Entscheidung die Verantwortlichen gerne treffen wĂŒrden, wenn es entweder um anspruchsvolle Wortinhalte und Klassikgedudel, die nur kosten, gegen die Werbeschleuder mit Nachrichtenanteil geht.
Und was werden wohl die Politiker dazu sagen, wenn sie den Programmauftrag im hr-Gesetz entsprechend Àndern sollen?
 
Der erste spĂŒrbare Schritt kommt dann ja im nĂ€chsten FrĂŒhjahr wenn bei hr1 (da besonders Ă€rgerlich ob der noch gar nicht so lange existierenden Abendsendungen) und 4 von 20 bis 5/6 Uhr andere Programme ĂŒbernommen werden, hr3 war bereits bekannt und wird ja dort die einzige grĂ¶ĂŸere VerĂ€nderung sein:

Langfristig dann also bis 10 die FrĂŒhsendung(en) und von 10-20 Uhr sehr wahrscheinlich 2 Strecken mit Resterampe/Wiederholungen vom Morgen oder Material anderer HĂ€user. Das Hauen und Stechen um die dann weniger Schichten wird auch "spaßig" werden, erst recht wenn wie im Ersten die Schicht am Abend auch noch wegfĂ€llt.
 
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Spannend an dieser Pressemitteilung ist ja, dass darin steht, dass entweder hr2 oder info wegfallen sollen. Lasst uns alle mal raten, welche falsche Entscheidung die Verantwortlichen gerne treffen wĂŒrden, wenn es entweder um anspruchsvolle Wortinhalte und Klassikgedudel, die nur kosten, gegen die Werbeschleuder mit Nachrichtenanteil geht.
Und was werden wohl die Politiker dazu sagen, wenn sie den Programmauftrag im hr-Gesetz entsprechend Àndern sollen?
Wenn die Kulturinhalte auf hr-iNFO abgeschoben werden und hr2 nach der Morgensendung nur Konserven dudelt ist klar, dass hr-iNFO neben hr3 ĂŒberlebt. Alles andere wird eben auf die FrĂŒhsendung zusammengeschrumpft, die beiden (3 und info) bleiben.
 
Ich verstehe dieses "Konzept" nicht. Aber vielleicht ist da auch keines.
Reduzierung der Wellen bei zeitgleicher Abschaffung der restlichen noch vorhandenen Inhalte ab 10:00 Uhr.
Was wird damit bezweckt?
Es scheint, dass man so nur auf die Prime-Time-Werbeeinnahmen schielt. Nicht mehr.
Der hr kann ja heute schon nicht mehr auf unvorhergesehene Situationen reagieren.

Einfach mal gesponnen: Man möchte den hr so unattraktiv machen, sodass es kaum mehr weh tuen wird, wenn er gar nicht mehr da wÀre.
 
Die FĂŒhrungskrĂ€fte des öR bekommen in ihre VertrĂ€ge variable Gehaltsbestandteile hineingeschrieben nach dem Motto:
Je mehr Du abwickelst, desto höher Dein Gehalt.
Man braucht also keinen Björn Höcke mehr, um die GEZ-Sender abzuschalten - das erledigen die jetzt selber.
 
das erledigen die jetzt selber.
... nachem sie und ihre VorgÀngerInnen seit geschÀtzt 25 Jahren schrittweise entkernt, "optimiert" und auf die abschaltung des belanglosen Elends vorbereitet haben.

Dort, wo es mit am lĂ€ngsten mit Substanz lief, Bayern 2, musste man halt dieses FrĂŒhjahr im radikalen Schnellgang den Anschluss schaffen, um kĂŒnftig wieder auf "Augenhöhe" mitspielen zu können.
 
Die FĂŒhrungskrĂ€fte des öR bekommen in ihre VertrĂ€ge variable Gehaltsbestandteile hineingeschrieben nach dem Motto:
Je mehr Du abwickelst, desto höher Dein Gehalt.
Man braucht also keinen Björn Höcke mehr, um die GEZ-Sender abzuschalten - das erledigen die jetzt selber.
So ein Quatsch.
Das war im RBB unter Schlesinger wohl so. Daher auch der Skandal.
Aber bei den anderen und im RBB heute ist das nicht der Fall.
LĂŒgen verbreiten hilft bestimmt nicht dabei, dass irgendetwas irgendwo besser wird.

FĂŒr mich sind die aktuellen Entwicklungen schon Beleg genug. Mehr brauch ich nicht.
"Wenn man keine Beweise hat oder wenn die Beweise sagen, dass man falschliegt, dann ist die Theorie erledigt – das wĂŒrde jeder Wissenschafter anerkennen, Pseudowissenschafter aber nicht", sagt McIntyre, "das ist das wesentliche Merkmal, das Wissenschaft zu Wissenschaft macht."

Ich passe mal an:
"Wenn man keine Beweise hat oder wenn die Beweise sagen, dass man falschliegt, dann ist die Theorie erledigt – das wĂŒrde jeder rational denkende Mensch anerkennen, Querdenker aber nicht. Das ist das wesentliche Merkmal, das echte Fakten von "gefĂŒhlten Wahrheiten" ("alternativen Fakten") unterscheidet ."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Belege dafĂŒr bitte!
HĂ€tte ich auch gern.
FĂŒr mich sind die aktuellen Entwicklungen schon Beleg genug. Mehr brauch ich nicht.
Wie du schon schreibst, es sind Entwicklungen/Tendenzen/ Überlegungen. Aber es sind noch keine beschlossenen Sachen.
Und anhand von möglichen Entwicklungen zu urteilen ("Beleg genug"), na ja...
Das war im RBB unter Schlesinger wohl so.
Glaube ich jetzt auch nicht so ganz. Schlesinger hat ja eher in den FĂŒhrungsetagen massiv "aufgewickelt".

Und welcher Sender wird derzeit von der einstigen GEZ betreut? Inkl. so ehemalige "GebĂŒhrenbeauftragte" als Schild und Schwert von ARD/ZDF/Deutschlandradio im Außendienst mit Kontakt mit der werktĂ€tigen Bevölkerung..?
Das Wort "Staatsfunk" oder "Rotfunk" hast du wohl vergessen zu schreiben.
 
Das war im RBB unter Schlesinger wohl so. Daher auch der Skandal.
Aber bei den anderen und im RBB heute ist das nicht der Fall.
LĂŒgen verbreiten hilft bestimmt nicht dabei, dass irgendetwas irgendwo besser wird.
WĂ€re es in einem Thread, in dem es um den hr geht und dazu ein paar Tage, nachdem der Abschlussbericht vom Brandenburger Landtag da ist, zu viel verlangt, auf plumpe Verteidigungs - und Vernebelungsreden bzgl. dem rbb zu verzichten?
 
Glaube ich jetzt auch nicht so ganz. Schlesinger hat ja eher in den FĂŒhrungsetagen massiv "aufgewickelt".
Die Zielvereinbarungen nebst PrÀmien gab es. Mehr zum Prozedere steht hier


Diskutieren könnte man jetzt darĂŒber, ob da Ziele dabei waren, die - nach unserem Empfinden hier - der öffentlich-rechtlichen Substanz direkt artikuliert hĂ€tten schaden sollen. Dazu mĂŒssten wir die einzelnen Ziele kennen. Ich kenne sie spontan nicht, kann nichtmal sagen, ob sie im Detail irgendwo öffentlich gemacht wurden.

In der Industrie hatte ich ĂŒbrigens auch Grundgehalt und Zielvereinbarung mit jĂ€hrlicher Abrechnung. Ich halte sowas fĂŒr legitim als Arbeitsanreiz - die Ziele mĂŒssen sich halt mit der Entwicklung des Unternehmens und der Produkte vereinbaren lassen. Im Falle der Öffis dann bitte gefĂ€lligst auch mit einer gewissen Ethik hinsichtlich Programminhalte und Programmentwicklung. Viele der Maßnahmen, die ich als Hörer in den vergangenen 25 Jahren bei ARD-Programmen erlebt habe, standen dem aber aus zumindest meiner Sicht entgegen, statt förderlich zu sein.

Im Falle des hr wĂ€ren das die Einstellung von hr XXL, die Einstellung der Spezialsendungen auf hr3, die EInstellung der Spezialsendungen auf hr 1 und weiteres auf anderen Wellen (hr 2!) - teils aber gewiss auch außerhalb meines Wahrnehmungshorizontes.

Ergebnis: hörte ich frĂŒher gerne mal hr XXL und gezielt Klaus Walter und Volker Rebell sowie "Schwarzweiss"-Sendungen, findet hr heute fĂŒr mich vielleicht ein- oder zweimal im Jahr statt. Wenn z.B. @DigiAndi von Dagmar Fulle interviewt wird. Sowas halt.

Das ist ein ziemlicher Abstieg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wird seit Jahren diskutiert, wer mit wem kooperieren sollte, ob es Gemeinschaftsprogramme geben darf usw. Als Antwort kam dann oft, das ginge gar nicht, dem stĂŒnden die StaatsvertrĂ€ge entgegen, oder die ARD dĂŒrfe gar keine Gemeinschaftsprogramme machen.
Die macht man dann halt nicht, es gibt "nur" Übernahmen. Und ich schĂ€tze, was im HR passiert, ist erst der Anfang. Am Ende werden bundesweit ein paar Programme ĂŒbrigbleiben, die von den ARD-Sendern gemeinschaftlich getragen werden.

Im Grunde macht das alles angesichts klammer Kassen und - bis auf wenige Ausnahmen - völlig entkernter Inhalte durchaus Sinn. Der Unterschied zwischen Bayern 1 und NDR Welle Nord war höchstens noch in den Verkehrsmeldungen, den kurzen Lokalnachrichten (sofern es sie gab), dem Wetterbericht und manchmal dem Akzent des Moderators wahrzunehmen
Irgendwie zeigt das auch, wie sehr manche Diskussionen an der RealitĂ€t vorbeigingen: WĂ€hrend man darĂŒber stritt, ob auf einer Oldiewelle (wie z.B. SWR1) auch neue Titel laufen dĂŒrfen oder 60er nun ins Erste oder Vierte gehören, begann man in den FunkhĂ€usern damit, die Radiolandschaft komplett zu verĂ€ndern.
 
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