hr2 wird zur Klassikwelle


Funker

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Der hr2 Stream wurde aufgewertet und läuft jetzt mit 256 kbit/s Bitrate (MP3) und 48.0 kHz Abtastrate.
Bei der technischen Qualität seines Kulturprogramms lässt sich der hr nicht lumpen, auch über DAB+ klingt hr2 mit satten 144 kbps richtig gut. Vor Allem im direkten Vergleich mit WDR3 fällt es auf, dazwischen liegen Welten.

By the way: Kann einer von den Modis bitte den Titel dieses Fadens anpassen?
Mittlerweile ist ja nun sattsam bekannt, dass hr2 keine (reine) Klassikwelle geworden ist.
 

listenerXL

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Mittlerweile ist ja nun sattsam bekannt, dass hr2 keine (reine) Klassikwelle geworden ist.
Wobei da nicht mehr viel fehlt. Auch bei HR-2kann man annehmen, dass den Programmmachern einfach der Mut fehlt, neuere Wege zu gehen. Von wenigen Ausnahmen (z.B. SR2) abgesehen, sind die meisten Kulturwellen irgendwie schon auch Klassikwellen, die lediglich kurzzeitig von Wortbeiträgen wie z.b. Lesungen, vielleicht hier und da noch von eher seltenen Jazz- oder Weltmusik-Sendungen unterbrochen sind.

Es ist schon ein Jammer: Während in den ersten Programmen der Flachsinn in Form von endlosem Oldiegedudel herrscht, in den dritten meist einfallslose Pop-Wellen installiert sind und in den Vierten Schlager, ein paar ausgelutschte internationale Evergreens und trüber Volksmusikschmalz vorherrschen, kommt andere Musik gar nicht vor.

Es geht auch anders, siehe Bayern-2: Hier hat sich ein "Restprogramm" zu einem anspruchsvollen Informations- und Kulturprogramm entwickelt, was möglich war, weil die Klassik eben ausgelagert ist.

Dass Radio auch Klassikliebhaber bedienen muss, steht außer Frage. Wünschenswert wäre eine ARD-weite, digitale Klassikwelle, zusätzlich zur Klassik die auch, aber eben nicht so überwiegend wie z.b. bei HR-2, zu hören ist.
 
Von wenigen Ausnahmen (z.B. SR2) abgesehen, sind die meisten Kulturwellen irgendwie schon auch Klassikwellen, die lediglich kurzzeitig von Wortbeiträgen wie z.b. Lesungen, vielleicht hier und da noch von eher seltenen Jazz- oder Weltmusik-Sendungen unterbrochen sind.
Gegenbeispiele: Deutschlandfunk Kultur, Bremen Zwei und MDR Kultur bieten eine klare Trennung bei der Musik zwischen Tages- und Abendprogramm. Auch SWR2 hat einen hohen Anteil anderer Musikfarben.
 

listenerXL

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DLF Kultur und Radio Bremen Zwei verfolgen einen ganz anderen Ansatz. Bei DLF Kultur stört mich, dass jeden Abend (außer Mo.) ausschliesslich Klassik/Oper gespielt werden. Während der Woche tagsüber ist das Musikprogramm wirklich abwechslungsreich.
Bremen Zwei entstand aus dem Nordwest-Radio, da war Klassik sowieso nur eine von mehreren, noch dazu selten gespielte Musikfarbe.
Beim MDR gibt es MDR KLassik (so wie es beim BR eine Klassikwelle gibt), da können sich die Kulturprogramme wirklich Abwechslung leisten.

Dass SWR-2 einen hohen Anteil an anderen Musikrichtungen hat, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Von gelegentlichen "Einsprengseln", den schon immer dort zu findenden Jazz-Programmen und einigen Spätprogrammen abgesehen, läuft so gut wie nichts anderes als Klassik - von den Wortprogrammen natürlich abgesehen.
 

kwegener

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Ich würde mir wünschen, dass dem Jazz bei hr2 mehr Beachtung geschenkt wird. Ich war im Juli beim Idsteiner Jazz-Festival. Die Altstadt - es gab mehrere Bühnen - war voll mit Publikum (auch junge Leute). Aber wo wird dieses Publikum im Medium Radio fündig? Mo. bis Fr. von 22:30 bis 23:00 Uhr auf hr2 *). Das muss man aber wissen, sonst schaltet man dort doch nicht ein. Und wer weiß das denn schon? Im Grunde genommen wird ein solches Publikum in Deutschland im Medium "Radio" praktisch nicht bedient.

Und der Aussage des ehemaligen Herrn Intendanten, dass das Musikprogramm von 06:00 bis 18:00 Uhr auf Klassik reduziert werden soll, da man so verstärkt ein jüngeres Publikum anspreche, glaube ich ja bis heute nicht...

*) außer in den Sommermonaten
 
Wenn es nur der Jazz wäre. Es gibt ja noch viel mehr Musikstile, die im Hörfunk nicht vorkommen. Nirgends. Also: Nicht nur im Kulturprogramm nicht.

Soviel ist richtig: Man hat sich entschlossen, nun schon mehrere Generationen von Hörern schlicht nicht mehr zu bedienen.
 
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