hr4 - Noch mehr Gedudel oder Hessen-Welle?


hr4 ist doch mal wieder an Inkonsequenz wirklich nicht mehr zu überbieten: Als der Ukrainekrieg letzte Woche Donnerstag begonnen hatte, hat hr4 verständlicherweise begonnen, auf den "Einfach-gut-drauf-Jingle" zu verzichten, allerdings läuft "Musik, die glücklich macht" (Mdgm) nach wie vor weiter und seit diesem Zeitpunkt auch noch wesentlich häufiger als vorher...
Dieter Voss hingegen hat heute Vormittag auf "Mdgm" gänzlich verzichtet, einzige Ausnahme war da nur der Trailer für die morgige Frühsendung, der nämlich mit "Mdgm" beendet wurde, was aber auch daran liegt, dass der besagte Jingle da ja direkt mit dranhängt. Wenn Dieter das vorher gemerkt hätte, hätte er den Trailer wohl gar nicht gesendet...
Jedenfalls hätte von ihm mancher hr4-Moderator noch lernen können, wie man in diesen Tagen eine der Zeit angemessene Sendung zu fahren hat, nämlich vollkommen ohne "Mdgm". Schließlich ist "Musik, die GLÜCKLICH macht" mindestens genauso so fröhlich und daher unangebracht wie "Einfach GUT drauf" (Egd). Außerdem verzichtet hr4 an den Weihnachtstagen ja auch sowohl auf "Egd" ALS AUCH auf "Mdgm" und das vollkommen ohne einen Anschlag oder gar einen Krieg...
Da fragt man sich doch zurecht, warum hr4 dann, jetzt erst recht, nicht auch auf "Mdgm" verzichtet oder ist der Krieg etwa noch nicht schlimm genug dafür?!?!?! Immerhin muss es ja einen Grund dafür geben, dass hr4 mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn bis zuletzt noch immer felsenfest und ohne Erbarmen an "Mdgm" festhält...
 
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Radiocat

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Direkt nach einem entsprechenden Bericht würde ich mir solche Jingles auch verkneifen...aber dass man generell nicht mehr glücklich sein oder gute Laune haben darf, weil ein Krieg tobt, halte ich für daneben. Dann müsste ich stets sauertöpfisch sein, denn irgendwo ist immer Krieg, Not und Elend.
 
@Radiocat Da muss ich Dir absolut zustimmen, aber es ist ja wohl ein Widerspruch in sich, nicht "Einfach gut drauf" sein zu dürfen, dafür aber "Musik, die glücklich macht" hören zu können. Mir geht es lediglich darum. Entweder ganz oder gar nicht. Aber das, was hr4 da momentan macht, ist nichts Halbes und nichts Ganzes...
 
Scheinbar bist Du einer der "Erfinder" von "Mdgm"...
Schön, dass Du jetzt schon an den Totensonntag denkst, in den Geschäften gibt es ja auch schon seit mehreren Wochen die Osterartikel.
Und Ostern ist ohnehin ein gutes Stichwort, denn Jörg Machenbach kündigte heute in Wdw das "Oster-Wünsch-Dir-was" am Ostermontag von 11 bis 20 Uhr an...
 

TORZ.

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es ist ja wohl ein Widerspruch in sich, nicht "Einfach gut drauf" sein zu dürfen, dafür aber "Musik, die glücklich macht" hören zu können.
Nun ja, das sind für mich zwei Paar Schuhe.
"Einfach gut drauf" klingt für mich nach anhaltender, möglicherweise unbegründeter Heiterkeit ("Ich habe heute so gute Laune, obwohl ich gar nicht mal weiß, warum eigentlich. Ich bin eben einfach gut drauf."). Eine solche Haltung erscheint mir ob der aktuellen Situation zwar nicht gleich moralisch verwerflich, in einem öffentlichen Raum (und ein solcher ist ein Radiosender nun mal) allerdings für fehl am Platze.
Musik, die glücklich macht, ist dagegen weit aus weniger kritisch und lässt sich nach meinem Dafürhalten auch und gerade in der derzeitigen Situation spielen. Würde hr4 seit Weiberfastnacht nur noch Trauerlieder, getragene Klassik und Nachrichten senden, wäre der Spruch natürlich deplaziert. So aber spiegelt er vielleicht tatsächlich die Situation mancher Hörer wieder. Die sitzen da vor den Empfängern, hören die Nachrichten und machen sich Sorgen., wie das alles weiter gehen soll. Die Älteren unter ihnen erinnern sich vielleicht noch an ihre Kindheit unter dem Einfluss des zweiten Weltkriegs. Die sind dann alles andere als einfach gut drauf. Sie könnten im Gegenteil dazu Neigen, in Anbetracht der Situation auf trübe Gedanken zu kommen und sich so durch ein zweifelsohne schreckliches Geschehen viele hunderte von Kilometern entfernt den bei ihnen vor der Haustür vielleicht wunderschönen Frühlingstag vermiesen zu lassen.
Könnte alles sein, würde im Anschluss nicht vielleicht ein subjektiv als irgendwie besonders empfundener Titel gespielt werden. Vielleicht ein Oldie, der den Hörer an positive Momente seiner Vergangenheit zurückdenken lässt, vielleicht aber auch ein aktueller Titel, den der Hörer kürzlich entdeckt und sich so noch nicht daran satt gehört hat.
Solche Musik kann trotz dem ganzen Mist da draußen für ein Lächeln sorgen, den Hörer auf andere Gedanken bringen und ihn somit sehr wohl glücklich machen. Einfach gut drauf ist der Hörer danach vielleicht immer noch nicht (und das völlig berechtigterweise), aber so ein kleiner Glücksmoment kann auch schon viel bewirken.
 
Ok, da gehe ich mit. Ich fordere ja auch gar nicht, dass der "Einfach-gut-drauf-Jingle" völlig zusammenhangslos nach jedem zweiten Opener kommen sollte. Aber dann doch zumindest, wenn es passt, zum Beispiel nach einem schönen Beitrag.
Diese Woche ging es beispielsweise um Beamtendeutsch und dann wurden die schrägsten und schönsten Begriffe ausgewählt und ins Hochdeutsche "übersetzt". Da wäre solch ein fröhlicher Jingle ja wohl mehr als angebracht, ansonsten dürfte man solche lustigen Beiträge auch momentan nicht ins Programm nehmen...
 
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s.matze

Gesperrter Benutzer
Also in den mir vorliegenden Ausnahmegenehmigungen gemäß Sprengverordnung werden Häuser als Häuser, Bäume als Bäume, Holzlager als Holzlager und Wassereimer als Wassereimer bezeichnet. Keine Ahnung, mit welchen Ämtern und Behörden du so kommunizierst? Das dürten nur Klischees sein...
 
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Wenn das nur Klischees wären, würde hr4 ja nicht darüber berichten, oder unterstellst Du denen etwa eine unwahrheitsgemäße Berichterstattung?!
 
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Südfunk 3

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Seit wann ist das Berichten über Klischees „unwahrheitsgemäß“?

"einseitigen Dreiseitenkipper"
ist ein Klischee, denn es müßte „einachsig“ oder „einrädrig“ heißen um Sinn zu ergeben. So blöde wären Beamte dann doch nicht. Im übrigen sähe ich für solche Konstruktionen gerne belastbare Quellen. (Und nein, alleine der Bericht im Programm darüber ist keine solche.)
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ich kenne den Beitrag nicht, also den Zusammenhang. Möglicherweise war es ja auch Satire? Die Beamtenbezeichnung für eine Schubkarre ist m.W. "der Schiebkarren", was allein der besseren Unterscheidbarkeit zwischen einer Schubkarre und einer Sackkarre dient. Übrigens: Der Fachbegriff pluralis von Kran lautet auch Krane und nicht, wie landläufig falsch verwendet, "Kräne".
 
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@Südfunk 3 Das Berichten über Klischees ist natürlich nicht unwahrheitsgemäß, aber wenn darüber berichtet wird, als wären das ewige Wahrheiten, und dem aber ganz und gar nicht so ist, wäre das unwahrheitsgemäß...
Auf hr4.de gab es vor ein paar Jahren mal eine Bildergalerie, in der verschiedene Beispiele vorgestellt wurden, aber diese wurde mittlerweile wieder gelöscht, weil die ja auch nur eine begrenzte Aufbewahrungszeit für solche Seiten haben, sowohl aus Kosten- als auch aus Kapazitätsgründen...

@s.matze Nein, das war keine Satire, es ging nämlich darum, dass die Internetseiten von Behörden in ihrer Zugänglich- und Verständlichkeit deutlich einfacher und barrierefreier werden sollten...
 

indigo7

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@TORZ. Wenn ich das richtig mitgekriegt habe, bist du blind? Korrigiere mich, wenn ich das verwechselt habe. Ich stelle ein Video vom NDR rein, welches auch als Hörspiel die Probleme der Beamten darstellt. Viel Vergnügen.;)
 

Terhorst151

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Vorhin beim Oldiequiz war die Frage, wer "Das schönste Mädchen der Welt ist meine Rosmarie" gesungen hätte.
Natürlich Peter Orloff. Danach sagte Britta Wiegand, dass sie das Lied nun in voller Länge spielen würden. Es kam dann aber "Ein Mädchen für immer". Hat derjenige, der das ausgewählt hat, auch nicht so die Ahnung...
 

Mogli

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Vorhin beim Oldiequiz war die Frage, wer "Das schönste Mädchen der Welt ist meine Rosmarie" gesungen hätte.
Natürlich Peter Orloff. Danach sagte Britta Wiegand, dass sie das Lied nun in voller Länge spielen würden. Es kam dann aber "Ein Mädchen für immer". Hat derjenige, der das ausgewählt hat, auch nicht so die Ahnung...
Wobei das nicht passt - das Original ist von Günther Geißler, einem Schlagersänger aus der DDR. Peter Orloff hat den Song im Westen bekannt gemacht. Mir gefällt das Original von Günther Geißler um Längen besser.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Günter Geißler (Gott hab´ ihn selig!) schrieb sich ohne TH!

Bei SWR 1 gibt es auch Moderatoren, die bis heute die Unwahrheit verbreiten, dass "Über sieben Brücken" im Original von P.M. sei und Karat das nur nachgesungen hätten. Warum sollte es beim HR anders sein?

Ostmusik und deren Interpreten wurden schon immer verleugnet. Man biegt sich "drüben" die Wahrheit so zurecht.

Selbst bei Google erscheint:



Über sieben Brücken musst Du geh'n
Lied von Peter Maffay
 
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