Der Kommentar arbeitet sich (zu Recht!) an den unsäglichen "Personas" ab, die der ARD-Hörfunk seit einiger Zeit nutzt, um vermeintlichen Zielgruppen eine vermeintliche menschliche Identität zu geben. Hier ist es eine "Stefanie", die Radio - wie die Hörerschaft inzwischen ja ganz allgemein zum größten Teil - nebenbei hört.
Hier ist die Rede von "Mood-Management".
"Stefanie" möchte keinesfalls von Beiträgen "belehrt werden".
Das, so die Kritik, schließt alles aus, was nicht unter Emotion und/oder Unterhaltung fällt. Denken und Wissen, die inhaltliche Auseinandersetzung - alles überflüssig.
Moderatoren und Musikkritiker werden zu Animateuren, "Stefanie" als Wesen dargestellt, "für das jeder Gedanke eine Zumutung wäre".
Und alle anderen möglichen Hörer kommen sowieso nicht mehr vor.
Sehr schön auf den Punkt gebracht - nicht nur für BR Klassik.