• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Jazz Radio Berlin

Tja, diese Emails bekomme ich auch seitdem ich mich für den Newsletter dort angemeldet habe. Finde aber den Tenor "die MABB ist schuld" und die daraus abgeleitete Vorgehensweise "klageweg" von Herrn Allitt grundsätzlich falsch und kann mich des Eindrucks nicht erwähren das dort jemand einfach alt und unbeweglich geworden ist und die Zeichen der Zeit einfach nicht erkennen will und zu echten Reformen nicht bereit ist. Schade für das Programm, den das ist wirklich gut und wäre mit etwas mehr Moderation und Engagement durchaus wettbewerbsfähig!
 
Was für Anwälte hat Allitt? Redet er mit niemand? Hat er wirklich so wenig Ahnung?
Weiß er was DAB+ überhaupt ist anstatt "Berlin/Brandenburg" (wohl UKW gedacht...) zu schreiben. Ist er mal in Cottbus oder Senftenberg mit einem UKW-Gerät gewesen? Und "deutschlandweit online".... (so gut wie jeder deutsche und Sender sendet auch online ..). Deutschlandweit hätte Jazz Radio auch per DAB+ senden können. Wenn man das Geld und den Mut gehabt hätte.
Aber der GF versteht von DAB+ eher wenig.
Und der Eindruck, da ist jemand verbittert und hat falsche Anwälte, ergibt sich.
Warum wurde nicht gegen JAZZ im RADIO! als Name geklagt?
Grob hätte das jeder Laie gemacht.
 
Entschuldigung, ich bin jetzt neu in dem Thema, interessiert mich aber möchte nicht die 15 Seiten durchlesen.

Jazzradio gibt es doch weiterhin nur auf DAB+ Exclusiv und nicht auf UKW. Geht es darum?
 
Sie senden aller Voraussicht nach ab 1. Januar 2026 terrestrisch exklusiv via DAB+. Die jetzige 106,8 geht an jemand anderen. Und Jazz im Radio kommt stattdessen auch auf UKW.
 
Sie senden aller Voraussicht nach ab 1. Januar 2026 terrestrisch exklusiv via DAB+. Die jetzige 106,8 geht an jemand anderen. Und Jazz im Radio kommt stattdessen auch auf UKW.

Da warten wir erst mal ab, was Mr. Allitt sagt. UKW ist für ihn nun passé. Er meinte zuletzt (hier!) DAB+ alleine sei nicht refinanzierbar. Das haben zwar einige anders gesehen, nimmt man die Entwicklung des terrestrischen Radios als Maßstab (immer mehr DAB+-Hörer, immer weniger UKW). Dennoch muss ein GF freilich wissen, ob sich etwas lohnt oder nicht.

Eines ist mir aber glasklar: Zwei Radios mit der Musikfarbe Jazz werden sich dauerhaft selbst in einer Millionen-Metropole wie Berlin nicht halten können. "Jazz im Radio" (Dunk) hat zwar bescheidene UKW-Frequenzen, aber es gibt welche. Man hat also einen Wettbewerbsvorteil. Dieser wäre freilich noch größer gewesen, wenn man die 106,8 hätte nutzen können. Die Hörer wären auf ihrer angestammten Welle geblieben und gut. So wie damals beim Wechsel von 98.2 Soft Hit Radio zu 98.2 Radio Paradiso. Fast gleiche Musik, nur anderer Anbieter auf der 98,2.
 
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Dnn nächsten Newsletter von Allitt abwarten. Eventuell wird eine plötzliche Liebe zum Digalen (DAB+und Web) als das entdecket und immer schon als Zie verkauft werden.
 
Dnn nächsten Newsletter von Allitt abwarten. Eventuell wird eine plötzliche Liebe zum Digalen (DAB+und Web) als das entdecket und immer schon als Zie verkauft werden.

Ich rechne eher damit, dass es der Newsletter zum Abschied am 31. Dezember ist...

Jetzt ist auch klar, dass "Jazz im Radio" nur eine geschickte Fährte von Dunk aufgrund der Namensähnlichkeit war, um Hörer von Jazzradio zu migrieren. Das Programm geht am 5. Januar unter dem dann endgültigen Namen "Ella" on Air:

www.ella-radio.de

Der Name freilich eine Hommage an Jazz-Ikone Ella Fitzgerald und den 80er-Hit von France Gall, der sich ihr widmete (und der bei vielen wohl weit bekannter sein dürfte als Mrs. Fitzgerald selbst :-) ).
 
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Jetzt ist auch klar, dass "Jazz im Radio" nur eine geschickte Fährte von Dunk aufgrund der Namensähnlichkeit war, um Hörer von Jazzradio zu migrieren.
Das war von Anfang an klar. Und die MABB wollte Dunk dabei ja auch sogar noch helfen, nur hat es ja leider nicht mit dem Intermezzo auf der 106.8 geklappt.

Ich hoffe nur, dass die Hörer von Jazz Radio mit auf DAB+ wechseln, und nicht auf diese billige Kopie reinfallen.
 
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Jetzt ist auch klar, dass "Jazz im Radio" nur eine geschickte Fährte von Dunk aufgrund der Namensähnlichkeit war, um Hörer von Jazzradio zu migrieren. Das Programm geht am 5. Januar unter dem dann endgültigen Namen "Ella" on Air:

www.ella-radio.de
Mag sein, dass der Name "Jazz im Radio" für eine Seite geschickt war. Die andere Seite, also die ohne das "im" im Namen dazwischen und derzeit noch auf 106,8 per UKW, war aber offensichtlich zu blöd gegen den Namen "Jazz im Radio!" per Eilantrag zu klagen, sondern hat sich erfolglos in einer Klage gegen die Zuweisung verzettelt. Jazzradio vs. Jazz im Radio! wäre eine sichere Hausnummer gewesen.
Evtl. wirklich falsche Anwälte oder er hat es persönlich gemacht und sich Anwälte gespart.
Allitt hat sich mit seiner Anti-DAB+-Haltung selbst ins Aus geschossen. Mit etwas Mut und Geld hätte das via BMux2 was werden können. Sparte deutschlandweit.
Mit only DAB+ Berlin/Brandenburg und Internet wird das nichts mehr. Zumindest wenn man in dem Genre auch eine Konkurrenz im Nacken hat, die auch auf UKW funkt,
Auch wenn er plötzlich wie so manche (Kultradio z. B.), die es terrestrisch nicht gepackt haben, ihren seit Ewigkeiten eigentlich bevorzugten Only-Verbreitungsweg Internetradio endlich exklusiv nutzen können ("um dort zu sein, wo unsere Hörer*innen sind. Und das weltweit").
Und nach 6 Monaten sind diese ex-UKW-Sender, die ihre Liebe zu Internetradio entdeckt haben, weg.
 
Wie schon spekuluiert, Quelle: https://www.satellifax.de/mlesen.php?id=3d3526514d459335f5e8719296ec9605

Eine gute Nachricht für Jazzfans: Jazzradio Berlin bleibt auch nach dem Verlust der UKW-Frequenz 106,8 MHz ab dem 1. Januar 2026 auf Sendung. Das kündigt der Veranstalter im Newsletter an.

Hauptverbreitungsweg wird jetzt das Digitalradio DAB+, das der Veranstalter jetzt aktiv bewirbt. Hier wird JazzRadio im Kanal 7B in ganz Berlin und Teilen Brandenburgs ausgestrahlt. Wer sich ein entsprechendes Radio bei Amazon kaufen möchte, kann sogenante Affiliate-Links von JazzRadio nutzen. Hiermit würden Käufer der Geräte Jazzradio aktiv unterstützen, da der Radio-Veranstalter beim Kauf der Geräte mitverdient und eine Provision bekommt.
 
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Na also dann geht es doch weiter. Ganz ehrlich, Jazz FM klingt anders als Jazz Radio Berlin und mit der 106,8 hat(te) man nicht wirklich gut Berlin abgedeckt. Ja, auf DAB kann Berlin mehr Sendeleistung vertragen. Es ist einfach zu wenig Leistung (Stand Anfang September 2025). Aber diese UKW-Frequenz ist ok, aber nicht so eine große Reichweite. Mal abgesehen davon ist die Hörerschaft bei der Sparte auch nicht so hoch
 
Mag sein, dass der Name "Jazz im Radio" für eine Seite geschickt war. Die andere Seite, also die ohne das "im" im Namen dazwischen und derzeit noch auf 106,8 per UKW, war aber offensichtlich zu blöd gegen den Namen "Jazz im Radio!" per Eilantrag zu klagen, sondern hat sich erfolglos in einer Klage gegen die Zuweisung verzettelt. Jazzradio vs. Jazz im Radio! wäre eine sichere Hausnummer gewesen. Evtl. wirklich falsche Anwälte oder er hat es persönlich gemacht und sich Anwälte gespart.

Es ist ja nicht das erste Mal, daß du "Jazzradio Berlin" für blöd erklärt hast, weil sie nicht gegen "Jazz im Radio" vorgegangen sind. Erkläre uns juristischen Laien doch endlich einmal, auf welcher rechtlichen Grundlage das hätte geschehen können. Mein Tip ist, daß jeder Anwalt mit den Worten "Lass es sein, keine Chance!" abgewunken hätte.

"Jazz" und "Radio" sind beschreibende Angaben, die grundsätzlich nicht als Marke eingetragen werden. In §8 Absatz 2 MarkenG steht dazu

Von der Eintragung ausgeschlossen sind Marken,

die ausschließlich aus Zeichen oder Angaben bestehen, die im allgemeinen Sprachgebrauch oder in den redlichen und ständigen Verkehrsgepflogenheiten zur Bezeichnung der Waren oder Dienstleistungen üblich geworden sind,

Es gibt also keine geschützte Marke "Jazzradio Berlin", die anderen Radiosendern verbieten würde, die Dienstleistung "Jazz im Radio" überhaupt in den Mund zu nehmen oder gar zu verwenden. "Jazzradio Berlin" hätte sich höchstens eine "Wort-Bildmarke" - also das (künstlerisch gestaltete) Senderlogo - schützen lassen können, damit es niemand 1:1 abkufert. Mehr Schutz ist bei diesem Namen nicht drin.
 
"Jazz" und "Radio" sind beschreibende Angaben, die grundsätzlich nicht als Marke eingetragen werden. In §8 Absatz 2 MarkenG steht dazu
schlichte
In Ergänzung: "Bayern" und die Zahl "1", also "Bayern 1" sind beschreibende Angaben. Einmal ein Bundesland, einmal eine schlichte Zahl... Ich darf dann einen, z. B. Internetsender, "Bayern 1 neu", "Bayern in 1" oder "Bayern neu 1" so nennen. Interessant. Und da es beschreibende Angaben sind, kann ich mich gleich Bayern 1 nennen. Post vom BR bekomme ich klar überhaupt nicht.
Danke für den Tipp.

Es gibt also keine geschützte Marke "Jazzradio Berlin", die anderen Radiosendern verbieten würde, die Dienstleistung "Jazz im Radio" überhaupt in den Mund zu nehmen oder gar zu verwenden.
Wie war das mit "Radio (=beschreibende Angabe) Bayern" (=beschreibende Angabe) vs. Bayerischer Rundfunk, Alpha, Jump, die Abkürzung SWR für einst Schwarzwaldradio aus FR usw..?
"Jazzradio Berlin" hätte sich höchstens eine "Wort-Bildmarke" - also das (künstlerisch gestaltete) Senderlogo - schützen lassen können, damit es niemand 1:1 abkufert. Mehr Schutz ist bei diesem Namen nicht drin.
Aha. Klar.
 
Wenn ich mich richtig erinnere hatte der SDR sich damals auch "Stuttgart" schützen lassen. Das wird wohl auch der Grund gewesen sein warum Stuttgarts einziger privater Lokalsender auch nicht den Namen der Stadt trug.
 
Wenn ich mich richtig erinnere hatte der SDR sich damals auch "Stuttgart" schützen lassen. Das wird wohl auch der Grund gewesen sein warum Stuttgarts einziger privater Lokalsender auch nicht den Namen der Stadt trug.
So ein Quatsch.
Es gab mal Südfunk 4/SDR 4 Radio Stuttgart. Und das war auch noch in Zeiten als Stuttgarts einziger privater Lokalsender (genau genommen waren es auf der 107,7 mehr als einer) auf Sendung war. Da hat sich niemand Stgt schützen lassen müssen.
 
Wenn ich mich richtig erinnere hatte der SDR sich damals auch "Stuttgart" schützen lassen. Das wird wohl auch der Grund gewesen sein warum Stuttgarts einziger privater Lokalsender auch nicht den Namen der Stadt trug.
Es ging um Stadtradio Stuttgart und der SDR hat das erfolgreich eingeklagt. Darum nannte man sich dort auch nur Stadtradio 107,7 bzw. Stadradio PS (Powerstation).
Ich meine mich an einen ähnlichen Fall mit dem BR und Radio München / Radio Bayern zu erinnern. Auch hier konnte er BR entsprechende Rechte geltend machen.

Schon alleine durch die jahrelange Benutzung kann Jazzradio Berlin dafür Rechte geltend machen. Da die sich ja nun Ella-Radio? nennen ist das Thema eh durch.
 
Wenn ich mich richtig erinnere hatte der SDR sich damals auch "Stuttgart" schützen lassen.
Der SWR hat sich die Marke "Radio Stuttgart" schützen lassen, ebenso wie "Radio Trier" etc.
Als Sven Herzog in den Nullerjahren sein privates "Radio Trier" startete, hatte er sofort eine Klage des SWR am Hals. Der SWR bekam Recht und Herzog musste sein Programm in Antenne Trier / Antenne West umbenennen.
 
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Schon alleine durch die jahrelange Benutzung kann Jazzradio Berlin dafür Rechte geltend machen. Da die sich ja nun Ella-Radio? nennen ist das Thema eh durch.
Richtig.

Und damit zu
Es gibt also keine geschützte Marke "Jazzradio Berlin"
und
daß jeder Anwalt mit den Worten "Lass es sein, keine Chance!"
wohl beantwortet ist, da diese Ansicht etwas neben der Spur war @Zwerg#8
 
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Oh je wir driften ab und jede Menge Pseudo-Anwälte meinen hier den Senf dazu zu geben.
JA "einzelne" Wort wie Jazz oder Diesel kann man nicht schützen, wohl aber Kombinationen wie Jazzradio oder Dieselpower...
Dies gilt auch wenn diese Bezeichnung schon lange verwendet wird. Konkret: Jazzradio gibt es > 10 Jahre und Jazz im Radio ist einfach zu nah dran. Es gibt genügend Urteile in diese Richtung!

Ich denke auch die Leute von Ella-Radio wissen genau, das Risiko mit dem Namen Jazz im Radio war zu gross und ein Rebranding kostet dann nochmal Geld.

Da es dann kein Jazz im Radio gibt, erübrigt sich dann auch diese Diskussion hier.
 
"Jazzradio Berlin" kann nicht anderen (neuen) Marktteilnehmern im Radio, die die Musikrichtung "Jazz" bedienen, die Verwendung des Wortes "Jazz" zur Beschreibung der eigenen Dienstleistung im Radio verbieten. Darum gehts. Das ist praktisch wie "Diesel" für Kraftstoffe.
Hat auch niemand hier behauptet, dass der künftige Sender mit 2 UKW-Frequenzen das Wort "Jazz" nicht verwenden darf.
Du hast aber hier als Hobby-Jurist behauptet, dass "Jazz" und "Radio" als "beschreibende" Begriffe gelten und auch in Kombination (wie auch immer die lautet) nicht geschützt sind. "Südwest" und "Rundfunk" sind auch beschreibende Begriffe. "Norddeutsch" und "Rundfunk" auch. . Ein "Rundfunk Südwest" würde seitens SWR in 2 Tagen bei Gericht sein... Ein "Norddeutsches Info Radio" auch. Komischerweise nennt sich auch noch der künftige Jazzsender mit künftig 2 UKW-Frequenzen nun "Ella" und nicht weiter wie bisher im DAB+-Vorlauf "Jazz im Radio". Das wird garantiert seine Gründe haben. Wir wissen hier nicht, ob Jazzradio gegen den Namen eine nahezu sichere Klage eingereicht hat. Wir wissen nur, dass der Namen "Jazz im Radio" nicht bleibt. Und man kann davon ausgehen, dass die Betreiber im Gegensatz zu dir @Zwerg#8 genau wissen warum, da sie im Regelfall juristische Beratung haben. Und die werden ihnen garantiert nicht deine Interpretation von "beschreibenden" Begriffen im Zusammenhang mit Namensrechten erzählt haben.
Du könntest ja mal einen Internetsender mit Welle Ostsee aufziehen. Alles "beschreibende" Begriffe...

Ansonsten hat es @Applepie abschließend zusammengefasst. :thumbsup:
 
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