Mannis Fan
Benutzer
Ich greife dieses Thema mal außerhalb bestimmter Sender-Fäden auf, weil es hier um eine prinzipielle Frage geht: Viele Sender, vor allem aber die öffentlich-rechtlichen, begründen ihre inhaltliche Ausdünnung damit, dass sie nunmehr ihre Angebote digital aufbereiten, zum jederzeitigen Abruf per Streaming. Das sei ein toller Fortschritt gegenüber dem linearen Radio, denn nunmehr könne man zeitlich unabhängig, wann immer man wolle, seine Lieblingsthemen aufrufen und hören.
Soweit so richtig.
Aber kann das das Radio ersetzen?
Das linear gesendete Radioprogramm ist im Idealfall kuratiert, es wird zusammengestellt und überrascht seine Hörer mit Themen und Inhalten, die diese niemals proaktiv im Netz suchen würden. Für den Hörer hat dies den Reiz des Unerwartbaren, Unbekannten. Man bekommt etwas geboten. Man weiß nie so genau, was einen erwartet. Man wird überrascht. (Ich definiere hier einen Idealzustand, von dem sich viele Langweiler unter den ÖR-Programmen schon weit entfernt haben).
Auf jeden Fall ist es etwas völlig anderes, als das, was ich mir proaktiv selbst im Netz zusammensuchen muss. Dort nehme ich vorzugsweise das, was ich kenne und bewusst suche. Ich investiere sorgfältig ausgewählte Zeit, also will ich nicht lange herumirren.
Daher meine Arbeitsthese, die ich hier zur Diskussion stelle:
Ich glaube nicht, dass das eine (Streaming) die Alternative zum anderen (lineares Radio) ist. Vielmehr handelt es sich um zwei völlig verschiedene Dinge, so dass es auch ein Irrglaube ist, das eine durch das andere ersetzen zu können, wie es erklärte Strategie der ÖR ist. Das einzige was bei dieser Strategie passiert ist, dass man seine Kernkompetenz aufgibt, die Cah-Cow verludern lässt, die treuen Kunden vergrault und sich eines Tages überflüssig macht.
Soweit so richtig.
Aber kann das das Radio ersetzen?
Das linear gesendete Radioprogramm ist im Idealfall kuratiert, es wird zusammengestellt und überrascht seine Hörer mit Themen und Inhalten, die diese niemals proaktiv im Netz suchen würden. Für den Hörer hat dies den Reiz des Unerwartbaren, Unbekannten. Man bekommt etwas geboten. Man weiß nie so genau, was einen erwartet. Man wird überrascht. (Ich definiere hier einen Idealzustand, von dem sich viele Langweiler unter den ÖR-Programmen schon weit entfernt haben).
Auf jeden Fall ist es etwas völlig anderes, als das, was ich mir proaktiv selbst im Netz zusammensuchen muss. Dort nehme ich vorzugsweise das, was ich kenne und bewusst suche. Ich investiere sorgfältig ausgewählte Zeit, also will ich nicht lange herumirren.
Daher meine Arbeitsthese, die ich hier zur Diskussion stelle:
Ich glaube nicht, dass das eine (Streaming) die Alternative zum anderen (lineares Radio) ist. Vielmehr handelt es sich um zwei völlig verschiedene Dinge, so dass es auch ein Irrglaube ist, das eine durch das andere ersetzen zu können, wie es erklärte Strategie der ÖR ist. Das einzige was bei dieser Strategie passiert ist, dass man seine Kernkompetenz aufgibt, die Cah-Cow verludern lässt, die treuen Kunden vergrault und sich eines Tages überflüssig macht.