• Diese Kategorie ist für die Diskussion über die Programminhalte der Sender gedacht. Über Senderstandorte und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden. Wir bitten um Beachtung!

MA 2004 Berlin-Brandenburg

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Original geschrieben von Rösselmann

[...]
Schlußendlich: Unser liebgewordener Kapitalismus ist ohne Werbung leider undenkbar, ohne Anstalten und Körperschaften d. öffentl. Rechts aber sehr wohl.

In diesem kurzen Satz sind mindestens drei falsche Grundannahmen miteinander verkettet.
Weil das dann noch weiter vom Thema wegdriftet, spare ich mir den philosophischen Aufsatz, das zu erläutern.
 
Original geschrieben von monotonie
In diesem kurzen Satz sind mindestens drei falsche Grundannahmen miteinander verkettet.
Weil das dann noch weiter vom Thema wegdriftet, spare ich mir den philosophischen Aufsatz, das zu erläutern.

Fein! "Ich weiß nur, daß ich nichts weiß" (Sokrates) und lasse mich also gerne stes eines Besseren belehren.
Aber o.a. Kommentar hat einen Nutzwert von genau Null!
Und: bedarf es wirklich eines "philosophischen Aufsatzes", um diesen "kurzen Satz" zu widerlegen?

PUT UP OR SHUT UP!
 
@ Rösselmann

dann machen wir halt den Umkehrschluß:
Wer hindert private Rundfunkaveranstalter eigentlich daran, einen gewissen Anspruch an ihr eigenes Programm zu haben ?
Wenn ich dann dauernd höre, das wird nicht gewollt, frage ich mich ich manchmal, wie taub bzw. blind manche Radiomacher bzw. die Leute dahinter durch unter Land "stolpern"...

Als Beispiel RTL Berlin: Die haben bei der MA doch nur gewonnen, weil sie in Brandenburg Füllfrequenzen bekommen haben und damit ihre Reichweite ausbauen konnten. Ein rein für Berlin spezifiziertes Programm hat (dank der Frequenz 89.5 MHz, Sender Elsterwerda, südlichste Kleinstadt Brandenburgs) zahlreiche Hörer in Sachsen dazu gewonnen- ein absoluter Witz ! So kann man sich MA-Zahlen natürlich auch schön reden ...

Irgendwie erinnern mich hier einige Kommentare schwer an Goethes Faust (um's mal philosophisch zu belassen :) )
 
Original geschrieben von Radiokult

dann machen wir halt den Umkehrschluß:
Wer hindert private Rundfunkaveranstalter eigentlich daran, einen gewissen Anspruch an ihr eigenes Programm zu haben ?

Einfache Antwort: Nichts, außer vielleicht Geldmangel!

Leider steckt aber auch bereits in dieser einfachen Feststellung der gesamte Diskurs, den wir alle hier seit Äonen in hunderten von Threads geführt haben und führen: Was den Ansprüchen der Senderbetreiber völlig genügt, reicht bei weitem nicht an deine Ansprüche heran!
Und schon rotieren wir wieder im Teufelskreis von "Politik - Rahmenbedingungen - Föderalismus - Verlegerdominanz -Wettbewerbsverzerrung - werberelevante Zielgruppen - fehlende Formatvielfalt - Qualitätsdefinition - Spirit of radio - Duales System - setzen Sie hier Ihr Thema ein!"

Aus den Debatten hierzu habe ich mich schon längst ausgeklinkt, sie haben in den fast 7 Jahren der Existenz dieses Forums zu nichts geführt.
 
@ Radiokult

So Leid es mir tut, muss ich Dir erst mal widersprechen:

104.6 RTL hat in Berlin 3.000 Hörer hinzugewonnen, In Berlin-Brandenburg 4.000 (also insgesamt).

Vielleicht ja auch nur deshalb, weil r.s.2 und Energy verloren haben. Also Trost bleibt, dass RTL weder in Berlin, noch in Berlin-Brandenburg Marktführer ist (vgl. hierzu PM von 104.6 RTL), sondern in Berlin auf Platz 3.

ABER, ich bin natürlich ganz Deiner Meinung, dass so ein Sender nicht auch noch mit Frequenzen in Brandenburg beschenkt werden muss. Das gleiche gilt für Energy. Das ist Frequenzverstopfung.

So sehr Berlin-spezifisch ist das „Programm“ von 104.6 RTL ja auch wieder nicht. Es ist eigentlich eine x-beliebige Nummer, die wahrscheinlich in ganz Deutschland laufen würde.
 
Zum Thema Geldmangel immer noch meine Meinung:

Jeder, der sich ein Geschäft nicht leisten kann, muss es eben einstellen. Das ist doch bei jedem kleinen Unternehmen so.

Jeder Sender hat mal unter gewissen Vorgaben angefangen. Wer die nicht einhält muss rausfliegen und fertig!
 
@Ray
von Leuten die Ahnung, einen Rest Anspruch an sich selbst und sich einen (manchmal auch) selbstkritischen Blick auf die Welt um sich herum bewahrt haben, laße ich mich auch über Irrtümer aufklären !
daher: keine Einwände

(Was bin ich doch manchmal für ein furchtbarer Schleimer :D )

104.6 RTL ist meiner Ansicht nach rein theoretisch ein rein auf die Hauptstadt ausgerichtetes Programm. Das es praktisch, dank seines Inhaltes beliebig austauschbar ist, ist allerdings richtig.
Es war schon lustig, als der Füllsender Elsterwerda zugeschaltet wurde, als da plötzlich im RTL - Wetter die angeblichen Temperaturwerte der Stadt Elsterwerda auftauchten. Das muß bei der Zuschaltung von Finsterwalde (88,0 MHz) wohl ähnlich gewesen sein. So schnell wie man die Werte (zur Köderung von Hörern) eingeführt hatte, so schnell waren sie auch wieder verschwunden... Soviel zum lokalen Brandenburger Bezug des Senders. Dieser beschränkt sich nämlich höchstens auf ein paar Staumeldungen.
 
Original geschrieben von Radiokult
Als Beispiel RTL Berlin: Die haben bei der MA doch nur gewonnen, weil sie in Brandenburg Füllfrequenzen bekommen haben und damit ihre Reichweite ausbauen konnten. Ein rein für Berlin spezifiziertes Programm hat (dank der Frequenz 89.5 MHz, Sender Elsterwerda, südlichste Kleinstadt Brandenburgs) zahlreiche Hörer in Sachsen dazu gewonnen
Zahlreiche? Das wage ich zu bezweifeln. Von dieser tollen Errungenschaft der T-Systems wird sowohl laut deren geduldigem Papier als auch in der Praxis gerade so noch Großenhain "bedingt versorgt", und das war es dann auch schon. Oder gibt es ernsthafte Hinweise darauf, daß sich jemand in Riesa mit diesem Eierkocher abgibt?

Eine andere Frage ist natürlich, welchen Beitrag zur Vielfalt die MABB mit der Vergabe dieser Frequenz an 104.6 RTL geleistet hat. Meines Erachtens nämlich keinen. Aber vermutlich will man in den Medienanstalten zum Teil auch nicht sehen, wie es um den Privatfunk in Deutschland bestellt ist. (Deutschland, weil: Man schaue sich z.B. das französische RTL-Radio an.)
 
ich habe es hier glaube ich schon Mal erwähnt. Besagtes 104.6RTL ist (wenn man auf der A10 Richtung Dresden fährt) auf der 89.5 bis in die sächsische Landeshauptstadt hinein fast störungsfrei empfangbar. In meinen Augen ist das eine vollkommen sinnlose Zumüllung von Frequenzen. Im wahrsten Sinne des Wortes fängt reichlich 100 m hinter Elsterwerda Sachsen an, warum also baut man dort einen Sendemasten für eine Füllfrequenz ? (welcher übrigens auf einer Ex-Russenkaserne in einem kleine Nest bei Elsterwerda steht :)) Man hätte auch dem Sender in Finsterwalde 5 Watt mehr geben können, das hätte bis ELsterwerda locker gereicht.
Umgekehrt trifft das allerdings genauso zu. Wie weit muß man ins Brandenburger Land reinfahren um Radio PSR bzw. Jump nicht mehr empfangen zu können ?

Sender wie Star FM oder 100,6, welche ein paar mehr Watt verdient hätten, werden möglichst "klein" gehalten, da sie im Grunde den Charakter eines sogenannten Spartenprogrammes haben. Gnadenlose Dudelsender, auf denen außer der Senderkennung alles gleich ist dürfen dagegen mit zig Watt die Frequenzen zustopfen. Die jeweils zuständigen Medienanstalten tragen auch einen nicht unerheblichen Teil zu diesem Unfug bei.
 
StarFM war schon immer besser (!), unter anderem weil da richtige handgemachte Musik läuft und nicht so ein jämmerliches Retortengejaule wie zu 90 % bei RTL und Co.
Letztlich haben alle Sender ihre Berechtigung, aber auch eine Gleichberechtigung ? Theoretisch sicherlich, aber praktisch ?

Ich bewerte Sender nicht danach, wieviel dümmliche Gewinnspiele und wieviel noch schlechtere Witze im Programm gemacht werden.
 
Liebe Höhrerstimme,


da Deine Frage sicher NICHT ernst gemeint war, übergehe ich sie einfach mal und frage dich

ob Dein Name „Höhrerstimme“ irgendwas mit Hören zu tun haben soll

oder

ob es an eine „höhere Stimme“ erinnern soll.

Sag doch mal! Was heißt „Höhrerstimme“?


*höh höh höh*
 
Hat vielleicht irgendjemand ne Erklärung dafür, wieso BB-Radio seine Zuwächse ausgerechnet bei den 50+-Hörern erzielt hat ?????
 
Weil Antenne Brandenburg so wild geworden ist? Heute morgen lief schon wieder Abba!
Ernsthaft: Bitte einfach klarmachen, wieviel Befragte in der MA für wieviele Hörer stehen. 10000 mehr oder weniger sind einfach statistische Schwankung
 
@wiederda: Das mit der statistischen Schwankung in dieser enormen Höhe erzählst du aber besser keinem Statistiker. Der killt dich dafür. Vermutlich sogar mit soviel Recht, dass du nicht auf Hilfe von amnesty hoffen solltest. db
 
Original geschrieben von Rösselmann
Fein! "Ich weiß nur, daß ich nichts weiß" (Sokrates) und lasse mich also gerne stes eines Besseren belehren.
Aber o.a. Kommentar hat einen Nutzwert von genau Null!
Und: bedarf es wirklich eines "philosophischen Aufsatzes", um diesen "kurzen Satz" zu widerlegen?

PUT UP OR SHUT UP!

Dann vielleicht doch soviel:
1) "Unser liebgewonnener Kapitalismus"
vielleicht könnte man das präziser fassen und entweder von "sozialer Marktwirtschaft" sprechen oder von "freier Marktwirtschaft" oder von "Manchester-Kapitalismus"?
Welches davon ist Dein liebgewonnener Kapitalismus? Ich vermute mal, Du meinst einen anderen, als ich, deshalb kannst Du nicht von "unserem ..." sprechen.

2) Eine wie auch immer geartete Marktwirtschaft ist sicherlich nicht völlig ohne Werbung denkbar. Allerdings schon ohne die gegenwärtig alles dominierende Markenwerbung.

3) Falls Du auch nur ein Minimum an sozialem Element in einem "liebgewonnenen Kapitalismus" akzeptieren solltest, würdest Du auch die Unverzichtbarkeit von "Körperschaften des öffentlichen Rechtes" akzeptieren.
 
@beobachter

? Es ist doch weder neu noch ein Geheimnis, wieviele Befragte der MA wieviele Hörer repräsentieren. Bundesweit ist die Menge sehr groß, aber innerhalb der einzelnen Regionen und dann noch aufgeteilt in einzelne Zielgruppen wird die statistische Schwankung sehr bedeutsam.
Und das kann Dir tatsächlich jeder Nicht-Statistiker sagen, der die zehnte Klasse besucht hat
 
"Und das kann Dir tatsächlich jeder Nicht-Statistiker sagen, der die zehnte Klasse besucht hat" - und genau die Glaubwürdigkeit und Kompetenz hat er auch. Ich habe ja auch meine Zweifel an einigem, was die MA uns sagen will, aber die Damen- und Herrschaften, die das beruflich betreiben, wissen ganz gut, wie viele sie befragen müssen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Schon klar, dass sich bei immer kleiner werdenden Regionen der Zufälligkeitswert erhöht und damit die Aussagekraft sinkt. Ob sie aber unter den Wert sinkt, der solchen Zahlen überhaupt eine Aussagekraft beimisst? Und ob 10.000 in diesem Fall im Bereich einer statistischen Schwankung liegen? Muss ich dann davon ausgehen, dass ein Sender mit 8.000 Hörern ggf. in Wirklichkeit 0 Hörer hat, weil eben die statistische Schwankung bei 10.000 Hörern liegt? Zudem: Zwar mögen ein paar GFs und PDs deutscher Radiostationen nicht soviel Hirn hinter der Stirn haben, wie wir es uns manchmal wünschen, ob sie aber einen nicht ganz unbeträchtlichen Betrag in eine überlebenswichtige Umfrage stecken, wenn diese eine so hohe statistische Schwankung hat? Entweder ich zweifel an der von dir angeführten statistischen Schwankung oder am Hirn der meisten PDs/GFs. db
 
ob sie aber einen nicht ganz unbeträchtlichen Betrag in eine überlebenswichtige Umfrage stecken, wenn diese eine so hohe statistische Schwankung hat?
Im Zweifel ja, weil Erhebungen mit geringerer statistischer Schwankung und höherer Genauigkeit noch wesentlich höhere Investitionen erfordern würden.
 
statistische Schwankungen

@ wiederda

Deiner Argumentation zufolge wären dann die Verluste von Radio 1 und rs2 und die Gewinne von Fritz alles lediglich statistische Schwankungen. Wenn diese so weit ausgelegt werden, ist allerdings die gesamte MA wirklich fragwürdig :rolleyes:
 
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