Media-Analyse 2022 Audio I: Reaktionen und Meinungen


s.matze

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Wieso wird Sputnik überhaupt ausgewiesen und warum bezahlt der ewig klamme MDR; der schon vor der nachträglichen Gebührenerhöhung gejammert hat, dass ihm das Geld vorne und hinten nicht reicht, für die Ausweisung dieses Programms? Sputnik ist werbefrei. von daher gibt es überhaupt keinen Grund, warum der chronisch blanke MDR unsere Gebühren für die MA-Ausweisung werbefreier Wellen verschwenden sollte.

Ist aber andererseits auch kein Wunder, wenn man die Moderation ausdünnt am Morgen und am Abend und teilweise schon ab spätem Nachmittag nur noch Musik laufen lassen tut.

Wäre vielelicht endlich mal ein Anlass, einer seiner siamesischen Zwillinge Spuntik und Jump einzustellen. Zwei Chartdudler "über Gebühr gut" braucht es nämlich nicht!
 
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muted

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Die Daten werden doch eh erhoben, dann kann man sie auch ausweisen.

Außerdem: Wie will ich die Performance des Managements bestimmen, wenn mir eine Metrik fehlt. Und "Hörerzahlen" sind nunmal Teil davon. Ein ÖR, der von allen bezahlt wird, aber die Menschen nicht erreicht, scheint nicht im Sinne des Erfinders.
 

s.matze

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Wo ist das Problem?
Das Problem ist, dass die Erhebung für die teilnehmenden Sender meines Wissens kostet. Die MA ist aber nur für die Werbewirtschaft relevant und daher sollte für gebührenfinanzierte Programme, die nach jedem Titel damit kokettieren, dass sie "keine Werbung" spielen (was auch Werbung ist, nämlich Eigenwerbung) kein Geld bereit gestellt werden, damit diese sich mit Werbefunk messen/vergleichen. Werbefreie Programme sollten naturgemäß kein Interesse daran haben, sich mit kommerziellen zu vergleichen.

Es ist unser Geld. Gerade bei einem Prorgamm wie Sputnik, was seit Jahren an den Inhalten streichen tut!
 

Olf Reden

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Ein weiteres Problem, meiner Meinung nach, dass, wenn dies so gehandhabt würde, und werbefreie Programme gar nicht beziffert würden, es gewissen Menschen Raum für ihre missgünstigen Interpretationen („die wollen uns gar nicht sagen, wie wenig Hörer/Akzeptanz sie haben, darum lassen sie sich nicht ausweisen“ u.ä.) geben würde. Ich will mal niemanden scharf angucken, ne?
 
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s.matze

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es gewissen Menschen Raum für ihre missgünstigen Interpretationen („die wollen uns gar nicht sagen, wie wenig Hörer/Akzeptanz sie haben, darum lassen sie sich nicht ausweisen“ u.ä.) geben würde

Man kann Kosten sparen und auf die (vollkommen unsinnige) Ausweisung für werbefreie Programme verzichten und dennoch transparent und offen kommunizieren, wie es der BR seit Jahren tut, wenn ihm die Hörer fehlen:

Über das junge Programm des BR, PULS, liegen in der media analyse keine Hörerzahlen vor. (https://www.br.de/unternehmen/inhal...forschung/medienforschung-radiodaten-100.html) - 2022

Über die Schlagerwelle BR Schlager und das junge Programm des BR, PULS, liegen in der media analyse keine Hörerzahlen vor.
(https://www.br.de/presse/inhalt/pre...k-weiterhin-die-nummer-eins-in-bayern100.html) - 2021

Über die Schlagerwelle Bayern plus und das junge Programm des BR, PULS, liegen in der media analyse keine Hörerzahlen vor.
(https://www.br.de/presse/inhalt/pressemitteilungen/br-hoerfunk-weiterhin-spitze100.html) - 2020


Und natürlich bedeutet das im Klartext, dass viel zu wenige Hörer den Namen dieses Programms bei der Befragung von sich aus genannt haben, so dass die Fallzahlen zu gering waren, um in der MA aufzutauchen. Inzwischen hat sich das zumindest bei BR Schlager dahingehend geändert, dass dieses Programm 2022 erstmals überhaupt ausgewiesen wird:

"Der Welle ist es gelungen, als zweites reines Digitalprogramm des BR, nach BR Heimat, in der media analyse ausgewiesen zu werden."

Da braucht man auch nichts hineinzuinterpretieren. Die hatten schlichtweg bislang zu wenige Hörer!
 
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Sieber

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Über das junge Programm des BR, PULS, liegen in der media analyse keine Hörerzahlen vor. (https://www.br.de/unternehmen/inhal...forschung/medienforschung-radiodaten-100.html) - 2022

Da braucht man auch nichts hineinzuinterpretieren. Die hatten schlichtweg bislang zu wenige Hörer!
Richtig.

Ein*e schlaue*r PM-Schreiber*in hätte dieses Ergebnis etwas freundlicher mit "das junge und werbefreie Programm des BR" verpacken können (macht aber im Detail nur Sinn, wenn auf BR Schlager und BR Heimat auch keine Verbraucher*inneninformationen versendet werden...).
 
Ohne Witz. Wenn die ARD sich schon die Quoten messen lassen will, dann sollten sie das in einer eigenen, nur von der ARD für die ARD konzipierten Analyse durchführen. Die MA der AGMA ist eigentlich Sache der privatwirtschaftlichen und damit zu 100% gewinnorientierten Veranstalter, die keinen Cent GEZ-Rundfunkgebühren erhalten.
Wenn die ARD jetzt ein eigenes System ins Leben rufen würde, wäre das zu dem auch glaubwürdiger für alle Nutzer, da die Sender sich dann nicht mehr mit den privaten Mitbewerbern vergleichen müssten, sondern nur noch untereinander Bilanz aus den Zahlen gezogen wird. Ich bin mir sicher, da würde sich bei vielen Sendern radikal was im Programm ändern.
Wozu haben wir denn sonst eigentlich unser duales Rundfunksystem, wenn es sich immer mehr vermischt?

Die ARD sollte eigentlich vollständig ihr Ding machen, ebenso die Privatsender. Da darf es keinen Konkurrenzkampf zwischen beiden geben, da es zwei völlig verschiedene Welten sind (bzw sein sollten).
 

Bavarian Radio

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In Wirklichkeit sieht es so aus: Den öffentlich rechtlichen Programmen interessiert sehr wohl (und hat auch zu interessieren) wie viele Menschen ihre Programme hören, denn sie müssen rechtfertigen, dass sie ihren Auftrag erfüllen und nicht an den Gebührenzahlern vorbeisenden. Letztendlich MÜSSEN die Rundfunkanstalten Massenprogramme anbieten die vom Großteil der Bevölkerung entsprechend gehört werden. Würde das nicht passieren, käme man schnell in Erklärungsnot. Der öffentlich rechtliche Auftrag bedeutet nicht, dass man ein Programm für Randgruppen macht, das ist immer ein Irrglaube. Man soll alle Bevölkerungsschichten bestmöglich abdecken und das macht man am Besten über die verschiedensten Kanäle.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
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Den öffentlich rechtlichen Programmen interessiert sehr wohl (und hat auch zu interessieren) wie viele Menschen ihre Programme hören
Nö, denn das Geld bekommen sie unabhängig davon ob 3 oder 3000 zuhören. Zumal sie auch angehalten sind, gerade Programme für Minderheiten und Randgruppen anzubieten. Solange ein einziger Mensch das Programm hört, hat es eine Berechtigung.
 

Ukulele

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Eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt kann aber nicht auf fünf Wellen Programm für jeweils eine Handvoll Leute machen. Auf der anderen Seite sollte aber auch der Anspruch bestehen, eine große Zahl von Zuhörern mit etwas anderen als einem schlechten Abklatsch der örtlichen Dudeltrinen zu erreichen.
 

Bavarian Radio

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Nö, denn das Geld bekommen sie unabhängig davon ob 3 oder 3000 zuhören. Zumal sie auch angehalten sind, gerade Programme für Minderheiten und Randgruppen anzubieten. Solange ein einziger Mensch das Programm hört, hat es eine Berechtigung.
Und schon die nächste Falschaussage vom Fakenews Profi s.matze ;).
Der öffentlich rechtliche Rundfunk ist verpflichtet für alle Bevölkerungsschichten und in erster Linie für die Masse Programm zu machen (aber natürlich auch für die Minderheiten so weit möglich). Denn die Masse zahlt GEZ! Und wenn der Großteil der Menschen für ihr Geld nicht das entsprechende Programm bekommt, dann sendet man schlichtweg an den Menschen vorbei, so einfach ist das!
 
Es bleiben für mich als langjährigen Beobachter einfach zu viel Ungereimtheiten. Und wenn Du dann z.B. bei einer Funkanalyse Bayern für die dort ebenfalls ausgewiesenen Sender schon mehrfach gegenläufige Tendenzen gesehen hast, gibst Du halt irgendwann nicht mehr allzuviel drauf.
Aber MA und FAB sind von Methodik und Fallzahlen nicht vergleichbar.
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
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kann aber nicht auf fünf Wellen Programm für jeweils eine Handvoll Leute machen.
Lieber macht man es so wie Radio Bremen und leistet sich fünf Popwellen. Oder der NDR: Vier Popwellen. Oder der HR: Drei Popwellen. Oder der SWR: Auch drei Popwellen. Oder der BR: Drei Popwellen...
 

Thomas Wollert

Administrator
Mitarbeiter
Lieber macht man es so wie Radio Bremen und leistet sich fünf Popwellen. Oder der NDR: Vier Popwellen. Oder der HR: Drei Popwellen. Oder der SWR: Auch drei Popwellen. Oder der BR: Drei Popwellen...
Die Diskussion über Gebührenverschwendung bei den öffentlich-rechtlichen Sendern hast du hier schon an unzähligen anderen Stellen geführt. In diesem Thema soll es um die Media-Analyse gehen.

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