Jetzt wird es offtopic.
Möchte aber einmal demonstrieren, was heute andernorts - zum Beispiel in den USA - auf dem Mittelwellenbereich möglich ist.
Der größte Wunsch in den 1960-er Jahren war wohl die Einführung der Stereophonie. Dass diese aus Gründen der Kompatibilität älterer Geräte nur mit dem in den USA entwickelten MPX-Verfahren auf UKW möglich schien, ließ die Mittelwelle hierzulande außer Acht.
Aber auch auf Mittelwelle kann stereophon und monokompatibel gesendet werden. Das Zauberwort heißt:
de.wikipedia.org
Wie sich das anhört: Ab Sekunde 35 wird auf Mono umgeschaltet.
Und, der Sender WJIB arbeitet mit 18 bis 20 kHz Bandbreite.
Dabei interferiert sein unteres Seitenband mit dem oberen des Senders eine Kanalbreite tiefer, also 710 kHz, WOR.
Dass der "Sidebandsplash" tatsächlich "von den Beatles" stammt, hatte ich nochmals versucht, durch Herabmischen ins Basisband zu invertieren, was natürlich nur mit etwas Phantasie den Song tatsächlich bestätigt. Es ist also kein Fake, das mit der Interferenz.
Das zeigt, dass mit kombinierter Amplituden- und Phasenauswertung gearbeitet werden kann.
Und, man braucht für reines Stereo nicht unbedingt eine so hohe Bandbreite. Es würde auch mit kleineren funktionieren. Dann bekommt man das Problem mit dem "Sidebandsplash" locker in den Griff.