Mittelwellenempfang in Deutschland

Leider geht es aus dem gezeigten Foto alleine nicht hervor, jedoch beim Anschauen des Videos ab Minute 7 sieht man, dass dieses Teil auf dem Steuerpult des "Ingenieurs vom Dienst" steht. Die Aufgabe ist es, den Sender auch direkt vom Tisch aus technisch leicht auf einen Blick hin kontrollieren zu können.
Zufälligerweise eignet sich zur Kontrolle der Parameter des Sendersignals, was "on air" geht, also vor allem Modulationsart, Bandbreite, Frequenz und Einhaltung der vorgeschriebenen Spektrumsmaske per Oszilloskop dieser DT700 ausgezeichnet.
Der wird aber gerne im Zusammenhang mit DRM genannt, kann aber auch noch mehr.
Für DRM-Ausstrahlung braucht man noch einen Encoder und Content-Server. Aus der im Link angegebenen Gerätebeschreibung geht nur hervor, dass es über einen DRM-Decoder verfügt.

Falls meine Beschreibung einige Posts weiter oben zum Missverständnis beigetragen haben sollte, dann entschuldige ich mich hiermit dafür.
Interessant finde ich nebenbei, dass dieser "deutsche" DT700 schon etliche Jahre recht beliebt war, wo doch die Australier immer gerne ihre eigenen Gerätehersteller favorisiert hatten (AWA).
 
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Jetzt wird es offtopic.
Möchte aber einmal demonstrieren, was heute andernorts - zum Beispiel in den USA - auf dem Mittelwellenbereich möglich ist.
Der größte Wunsch in den 1960-er Jahren war wohl die Einführung der Stereophonie. Dass diese aus Gründen der Kompatibilität älterer Geräte nur mit dem in den USA entwickelten MPX-Verfahren auf UKW möglich schien, ließ die Mittelwelle hierzulande außer Acht.
Aber auch auf Mittelwelle kann stereophon und monokompatibel gesendet werden. Das Zauberwort heißt:
Wie sich das anhört: Ab Sekunde 35 wird auf Mono umgeschaltet.
Und, der Sender WJIB arbeitet mit 18 bis 20 kHz Bandbreite.
Dabei interferiert sein unteres Seitenband mit dem oberen des Senders eine Kanalbreite tiefer, also 710 kHz, WOR.
Dass der "Sidebandsplash" tatsächlich "von den Beatles" stammt, hatte ich nochmals versucht, durch Herabmischen ins Basisband zu invertieren, was natürlich nur mit etwas Phantasie den Song tatsächlich bestätigt. Es ist also kein Fake, das mit der Interferenz.
Das zeigt, dass mit kombinierter Amplituden- und Phasenauswertung gearbeitet werden kann.
Und, man braucht für reines Stereo nicht unbedingt eine so hohe Bandbreite. Es würde auch mit kleineren funktionieren. Dann bekommt man das Problem mit dem "Sidebandsplash" locker in den Griff.
 

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Es gibt Ja auch AM Stereo auf Radio Studio X auf Italien auf 1188kHz und weiteren Frequenzen. Ich glaube aber nicht, dass das Stereo nicht wirklich brauchbar ist, wenn man sich die Sendeleitung und Entfernung anschaut…
 
UKW/FM kann bei entsprechender Empfangssituation sich genauso gestört anhören, wie der remote empfangbare MW-Sender auf 1188 kHz. Das Rauschen rührt vom allgemein vorhandenen "man made noise" her. Stereo ist durchaus vorhanden. Man bedenke, dass für rauschfreien UKW/FM Stereo-Empfang hierzulande früher sogar ein recht großer Antennenaufwand betrieben werden musste z.B. mit 5-Element-Antennen mit Rotor, um sie genau auf den Sender ausrichten zu können. Sicher ist die Sache auch sendeleistungskorreliert. Aber auch hier darf nicht vergessen werden, für welche Zielfgruppe, für welchen Bereich diese Mini-Stationen heute betrieben werden. Jedenfalls nicht über den eng begrenzten lokalen Bereich hinaus. Das Campusradio "Funklust" mit DRM z.B. ist eher ein wohlgemeinter Witz, wenn es in gewissen Frequenzlisten auftaucht, wohlwissend, dass der Aktionsradius extrem klein ist. Aber wir redeten ja über den klassischen "Rundfunk" für einen breiteren Empfangsbereich.


"Die bereits eingegangenen Empfangsberichte bestätigen, dass das Programm nicht nur in Deutschland, sondern auch in Russland, USA, Norwegen, Finnland und Neuseeland empfangen werden kann."
Das halte ich für reichlich übertrieben. Jedenfalls höchstens über SDRs und remote oder von Amateurfunkstationen, die technisch in jeder Hinsicht hochgerüstet waren und unter extrem guten Ionosphärenbedingungen.. Also nichts für Otto Normalverbraucher.

"...Der DRM-AM Sender ist aktuell zur Reparatur und nicht on air! Leider ist ein Austausch von Bauteilen nötig und das wird etwas dauern... [2026-03-09]..."
 
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