• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Mitwirkungsmöglichkeiten über die Rundfunkräte

Nein, ob der HR, nach welcher Rechnung auch immer, nur Zweiter ist, ist überhaupt kein Problem. Von Quote steht nichts im Rundfunkgesetz, aber von Bildung, Kultur, Information und ganz am Ende Unterhaltung. Period.
 
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Da gibst du dir und uns die Antwort doch selbst...
Und die Erklärung, dass Dein Argument nicht passt.
nd wenn ein ÖR nur jahrelang ewiger Zweiter ist, ist das ein Problem. Auch für den Rundfunkrat.
Das ist gelinde gesagt, einfach nur falsch. Der ÖR hat einen Auftrag, und der lautet nicht, beliebtester Sender mit besonders flachem Programm zu sein.

Private haben ein übergeordnetes Ziel: Gewinne zu machen. Privates Radio ist Business, ÖR nicht.
 
Du (und fast alle hier im Forum) wünschst dir ein hr1 (fast) wie früher.

Na ja - wenn ich aktuell das Radio hätte, das ich mir wünsche, hätte ich ja auch gar nicht erst angefangen, hier im Forum aktiv zu werden, und damit bin ich vermutlich nicht alleine. 🙂 Ich finde es gut und hilfreich, sich hier auszutauschen und auch mal andere Argumente als die eigenen zu hören.

Wenn es die Hörer gewollt hätten, wäre es noch.

Frage: Wenn man beim hr so genau weiß, was die Hörer wollen (was ich ein wenig bezweifle) warum ist man dann trotzdem nicht Marktführer? Denn Du schriebst ja außerdem:

Ohne jetzt nachzulesen: Grob gesagt, hat FFH nach ca. 1-2 Jahren die Marktführerschaft übernommen.

Wenn FFH schon so lange der Marktführer ist, hat sich die Strategie, dieser Welle nachzueifern, doch augenscheinlich nicht bewährt...? Das mag naiv klingen, aber statt in Panik zu geraten, weil plötzlich weitere Akteure auf den Markt kamen und man dadurch zunächst Hörer verlor - Menschen lieben es halt, mal was Neues auszuprobieren - hätte man ja auch versuchen können, kreativ zu werden, sich selbst neu zu erfinden und innovative Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln. Klar, das hätte womöglich extra Geld gekostet. Aber aus meiner Sicht wäre es besser angelegt gewesen, als wenn man es einer kommerziellen externen Beraterfirma gibt, damit sie das Programm möglichst FFH-ähnlich gestaltet. Am Ende ist es doch so: Wenn ich aus Hessen komme und FFH mag, dann höre ich mit hoher Wahrscheinlichkeit FFH, denn warum sollte ich mich der Kopie zuwenden, wenn ich auch das Original haben kann? Wenn man dem Marktführer den Rang ablaufen will, dann doch nicht dadurch, dass man möglichst alles genauso macht, sondern anders und besser! Im Übrigen würde ich mir auch mal Gedanken darüber machen, wie interessiert eine kommerzielle Beraterfirma überhaupt daran sein kann, einen zum Marktführer zu machen, da man als ewiger Zweiter eine viel bessere Milchkuh abgibt.

Es geht auch bei hr1 um Resonanz, bzw. Einschaltquote.
Auch in meinem Arbeitsumfeld spielen Kennzahlen eine nicht unwichtige Rolle, und wenn einem sinnvolle Statistiken vorliegen, bin ich die letzte, die sagt, dass man sie nicht nutzen sollte für die weitere strategische Planung. Aber sie sind halt nicht das einzige, was man betrachten sollte, und manche Dinge lassen sich auf die Art einfach nicht hinreichend erfassen. Beispiel: Am Eingang unserer Bibliothek befindet sich in dem Gate, durch das alle durchgehen müssen, ein Personenzähler. Damit messen wir die Zahl der Besuche pro Tag, was natürlich irgendwo auch als ein Maß für die Aufenthaltsqualität und die Bedeutung als Lernort betrachtet wird. Ich sage immer, dass es für unsere diesbezügliche Statistik im Grunde von Vorteil ist, dass uns damals bei der Umbauplanung das ursprünglich angestrebte Café im Inneren der Bibliothek vom hessischen Baumanagement nicht genehmigt wurde. Denn die Studierenden, die bei uns den ganzen Tag lernen und arbeiten, müssen die Bibliothek jedesmal verlassen und dann wieder rein kommen, wenn sie sich zwischendurch einen Kaffee oder was zu Essen holen wollen. Da wir ja bei der Zählung nicht feststellen können, ob jemand mehr als einmal täglich rein und raus geht, steigt also dadurch die Zahl der Besuche automatisch an, und schon sieht unsere Statistik etwas besser aus. Aber wenn man die Studierenden dazu befragen würde, dann würden sie die Aufenthaltsqualität mit einem Bibliotheks-Café sicher höher bewerten, obwohl die Zahl der Besuche damit statistisch gesehen vielleicht sogar zurück ginge. Vielleicht aber auch nicht, denn möglicherweise kämen dadurch auch diejenigen Studierenden zu uns, die aktuell lieber in den Cafeterien auf dem Campus lernen (also die berühmten bisher nicht erreichten Zielgruppen). Ergo ist die reine Nutzungsmessung nicht immer der Weisheit letzter Schluss, wenn es um die Analyse der Kundenzufriedenheit geht, das ist halt bloß viel einfacher und billiger, als regelmäßig qualitative Befragungen zu machen, deren Ergebnisse einem am Ende womöglich noch nicht mal in den Kram passen würden. Aber um meinen Vergleich mal zum Ende zu bringen: Möglicherweise wären neue attraktive Angebote, die man für hr1 hätte entwickeln können, analog zu dem leider nicht genehmigten Café in der Bibliothek ja ein viel größerer Publikumsmagnet gewesen, als ein flach geklopftes Programm wie bei den Privatsendern. Oder willst Du behaupten, es hätte für's Radio keine Möglichkeiten gegeben, neue innovative Wege einzuschlagen? Denn wissenschaftliche Bibliotheken haben tatsächlich sehr viele Neuerungen eingeführt, seit sie durch die zunehmende Digitalisierung immer mehr ihre Monopolstellung als Fachinformationslieferanten verloren haben. Fest steht: Eine Bibliothek kann so viel mehr sein, als ein stiller Ort mit vielen Büchern, und Radio so viel mehr, als 1.000 Lieder und ein paar flotte aber inhaltsleere Sprüche. Darüber schon mal nachgedacht?

Das mag jetzt schwarz/weiß wie die einstige Sendung des 1. Programmes aus der Bertramstr. klingen, ist aber so gemeint.

Ja, offensichtlich. 🙂

wenn ein ÖR nur jahrelang ewiger Zweiter ist, ist das ein Problem. Auch für den Rundfunkrat.

Das sehe ich eigentlich auch so. Da das bisherige Flachklopfen des Programms anscheinend nicht zur Marktführerschaft geführt hat, ist es Aufgabe des Rundfunkrats, die Frage nach dem Warum zu stellen. Und ich hoffe natürlich, dass das analog auch für die digitalen Angebote in der Audiothek gilt. Da ich offenbar zu der bislang überversorgten Konsumentengruppe zähle, der man die Programm-Qualität im Radio gerade erst unterm Hintern weggekürzt hat, würde mich natürlich brennend interessieren, ob das gesparte Geld jetzt tatsächlich gewinnbringender angelegt und die neuen Zielgruppen im geplanten Umfang erreicht werden. Auch hier würde ich mich freuen, wenn jemand mir einen Tipp geben könnte, wo man entsprechende Zahlen finden kann. Denn erhoben und mit den Zahlen anderer Anbieter verglichen werden sie doch sicherlich, oder scheut man diesen Vergleich etwa?

ich hätte wahnsinnig gern mal einen Überblick, wie sich die Hörerzahlen von hr1 und hr3 in den letzten 10 bis 15 Jahren verglichen mit Wellen wie FFH oder Radio BOB! entwickelt haben, und das ganze dann nach Möglichkeit auch noch in Beziehung gesetzt zur allgemeinen Entwicklung der Radionutzung. Gibt es so was schon irgendwo? Und wenn nicht, an wen könnte ich mich mit diesem Anliegen wenden?
Nach wie vor würde ich mich über sachdienliche Hinweise dazu freuen. Ansonsten werde ich mal versuchen, jemanden an einer der einschlägigen deutschen Hochschulen zu fragen, der oder die zum Thema Radio forscht. Wissenschaftler sind oft sehr hilfsbereit, wenn man sich mit solchen Fragen an sie wendet. 🙂
 
FFH stand und steht eigentlich immer in Konkurrenz zur Pop-Welle hr3. Wenn, dann steht harmony.fm in Konkurrenz zu hr1, und dafür hat nicht harmony gesorgt, sondern hr1 selbst. Bei der Musik massiver Fokus auf die 80er, peinliche Musikauswahl, kaum alternative Inhalte, kaum Hörerbeteiligung, und Regionalität vor allem bei der vorab aufgezeichnete Wettervorhersage. Dazu ordentlich Werbung. Würde hr1 die Nachrichten auf 2 Minuten reduzieren und seine Hörer duzen, dann wär's zwischen 7 und 17 Uhr kaum unterscheidbar.
 
So wie SWR1. Oder NDR1 oder 2. Oder MDR...

Bei HR1 wird das immerhin durch die niedrigen Einschaltquoten sichtbar. Aber wenn ein Sender sein Programm praktisch einstellt und fast völlig durch Musik ersetzt, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er uninteressant wird.
Wie sind denn die Einschaltqoten von HR1? So schlecht? HR1 hat sein Programm aber nicht eingestellt und kann ja für diese ganzen Änderungen auch nichts!! Für mich immer noch der beste Sender!

FFH stand und steht eigentlich immer in Konkurrenz zur Pop-Welle hr3. Wenn, dann steht harmony.fm in Konkurrenz zu hr1, und dafür hat nicht harmony gesorgt, sondern hr1 selbst. Bei der Musik massiver Fokus auf die 80er, peinliche Musikauswahl, kaum alternative Inhalte, kaum Hörerbeteiligung, und Regionalität vor allem bei der vorab aufgezeichnete Wettervorhersage. Dazu ordentlich Werbung. Würde hr1 die Nachrichten auf 2 Minuten reduzieren und seine Hörer duzen, dann wär's zwischen 7 und 17 Uhr kaum unterscheidbar.
Peinliche Musikauswahl?? Geht's noch? Was ist daran peinlich? Hörerbeteiligung is nach wie vor gut! Dann einfach den Sender wechseln!
 
Wie sind denn die Einschaltqoten von HR1?
Das kann man sicher hier irgendwo nachlesen. Sie sind aber, wenn ich mich nicht völlig irre, grottenschlecht, nach der letzten MA.
kann ja für diese ganzen Änderungen auch nichts!! Für mich immer noch der beste Sender!
Na ja, wer kann denn sonst etwa für diese Änderungen, ausser der HR selbst? Und, kurze Frage, warum ist das für Dich der "beste" Sender? Wegen der "guten" Musik, der sympathischen Sprecher, der guten Laune? Reicht Dir das? Oder gibt es andere Gründe`?
 
Bayern1 erreicht in Bayern prozentual gesehen mehr als dreimal soviele Menschen wie hr1 in Hessen.
Bremen1 erreicht in Bremen prozentual gesehen dreimal soviele Menschen wie hr1 in Hessen.
SWR1 erreicht in BaWü prozentual gesehen doppelt soviele Menschen wie hr1 in Hessen.
Und selbst:
1LIVE erreicht in NRW prozentual gesehen 1,3 mal soviele Menschen wie hr1 in Hessen.
 
Es lohnt ein Blick auf die Programme der genannten Sender, und auch auf ihre Playlisten. Die zeigen, wie man die eigene Bevölkerung erreicht.

Beispiel Musikauswahl von Bayern1 - sie machen ganz einfach alles anders: Im Tagesprogramm keine 60er, wenig 70er, dafür melodiöse Titel aus den 2000ern und von heute mit im Programm, was zeitgemäße Künstler wie Pink, Shakira, The Weeknd, Lady Gaga oder Reamonn ermöglicht - und schon ist der Sender im Gegensatz zu hr1 attraktiv auch für U60er. Keine Stunde ohne deutschsprachigen Titel. Fast keine Morgensendung ohne einen Millionenseller von Phil Collins. Praktisch keine Titel von dieser grässlichen Cher.

Ein ausführlicher Blick auf die Titellisten von Bayern1, und es fällt nicht schwer, hr1 völlige Inkompetenz bei der Musikauswahl nachzuweisen. Oder höflicher: Bayern1 ist ein Programm für die meisten Altersschichten. hr1 ist ein Sterbebegleitprogramm für Ü60er, die keine Schlager mögen, aber hinsichtlich der Musik des neuen Jahrtausends, Eurodance und deutschsprachigen Titeln komplett intolerant sind. Spannenderweise sitzen wohl von dieser Art Menschen viele in der eigenen Musikredaktion, aber verhältnisnäßig wenige im eigenen Bundesland. Setzen, 5.
 
Das ist Deine persönliche Einschätzung
Ich gebe die Einschätzung eines schwangeren Flachlandtapirs wieder. Immer, und ganz speziell nur für dich.
Da irrt der Kaffee-Experte gewaltig, was die Musikplaner angeht.
Sie werden gezwungen? Oder sie sind davon überzeugt? Oder sie wollen auf keinen Fall hr3 Konkurrenz machen? Oder hr4 möchte die 60er nicht bedienen müssen, und einer muss sie machen? Oder ein völlig anderer Grund? Aus Hörersicht ist das im Ergebnis leider komplett egal, aber mich interessiert's.
 
Praktisch keine Titel von dieser grässlichen Cher.
Jeder kann selbst darüber entscheiden, wie er sich disqualifiziert. Eine internationale Künstlerin, die etliche Platin-LP und eine bestaunenswerte Karriere hinter sich hat, kann ich mögen oder nicht mögen, aber niemals kann ich ihre Lebensleistung auf eine solche Art herabwürdigen. Und dann soll ich noch irgend ein Argument von dir ernst nehmen? Sorry, du bist draußen.
 
Wer hat eigentlich beschlossen, dass Menschen Ü60
zeitgemäße Künstler wie Pink, Shakira, The Weeknd, Lady Gaga oder Reamonn
nicht hören und sich nur in den ewiggleichen, eng gefassten und sowas von längst totgedudelten "größten Hits der 60er, 70er und 80er" suhlen wollen? Und darüber hinaus, dass sie, wenn sie Schlager auch furchtbar finden, sich ein
Sterbebegleitprogramm
wünschen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass es, ja, auch in Hessen viele musikaffine und -interessierte Menschen Ü60 gibt, die ihr Hirn nicht im letzten Jahrtausend abgegeben haben.
 
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Wer hat eigentlich beschlossen, dass Menschen Ü60 [...] sich nur in den ewiggleichen, eng gefassten und sowas von längst totgedudelten "größten Hits der 60er, 70er und 80er" suhlen wollen?
Das muss derselbe gewesen sein, der beschlossen hat, dass Musiktitel grundsätzlich nur von denen gehört werden, die zur Entstehungszeit derselben gerade jung waren. Interessenten für Musik aus den 50ern, gleich welchen Genres, sind folglich heute beinahe ausgestorben, als nächstes sind die 60er dran. Und dass es gerade in meiner Generation gar nicht mal so wenige gibt, die ziemlich auf 80er-Pop abfahren, darf entsprechend natürlich auch nicht sein. Nein, wer Musik aus diesen Jahrzehnten hören will, muss dies zwangsläufig tun, weil er sie selbst miterlebt hat und damit "das Gefühl zurück" haben will, was sich oft entsprechend auf die Wortbeiträge zwischen der Musik auswirkt. Dass es eine einfache Frage des Musikgeschmacks sein könnte, die sich weniger nach Jahrzehnten, sondern eher nach stilistischen Faktoren entscheidet, muss für diesen Jemand unvorstellbar sein.
 
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Das kann man sicher hier irgendwo nachlesen. Sie sind aber, wenn ich mich nicht völlig irre, grottenschlecht, nach der letzten MA.

Na ja, wer kann denn sonst etwa für diese Änderungen, ausser der HR selbst? Und, kurze Frage, warum ist das für Dich der "beste" Sender? Wegen der "guten" Musik, der sympathischen Sprecher, der guten Laune? Reicht Dir das? Oder gibt es andere Gründe`?
Genau: Sympathische Sprecher, gute Musik (viel 80er), interssante Hintergrundinfos (besonders Tommy Stärker glänzt hier). Die Musik versetzt mich einfach in "guude Laune". Wem es nicht gefällt, der soll einfach den Sender wechseln, ist ja alles Geschmackssache.

Wer hat eigentlich beschlossen, dass Menschen Ü60

nicht hören und sich nur in den ewiggleichen, eng gefassten und sowas von längst totgedudelten "größten Hits der 60er, 70er und 80er" suhlen wollen? Und darüber hinaus, dass sie, wenn sie Schlager auch furchtbar finden, sich ein

wünschen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass es, ja, auch in Hessen viele musikaffine und -interessierte Menschen Ü60 gibt, die ihr Hirn , nicht im letzten Jahrtausend abgegeben haben.
...und auch in vielen anderen Bundesländern wird HR1 gehört, nicht nur ins Hessen
 
besonders Tommy Stärker glänzt hier
Worin bitte? Fachwissen aus der Musikszene. Was ja auch interessant sein kann, im Rahmen von "Spezialsendungen" am Abend, idealerweise auf einer Pop-Welle. Für Fans only.
Aber das kann doch nicht die Tagesaktualität ersetzen, die Berichte aus und über ein Land wie Hessen, die eine Landesrundfunkanstalt immer als erste Priorität sehen sollte. So wie es ja auch ungefähr im Rundfunkauftrag steht.
Schön, wenn das beim Hörer das Ergebnis ist. Aber für solche gute Laune zu sorgen, ist sicher nicht primäre Aufgabe des ÖRs. Davon abgesehen quälen sich ja auch zahlreiche Privatsender damit, für gute Laune zu sorgen.
gute Musik (viel 80er)
Siehe oben. Begeistert sicher die Fans. Macht aber nicht den ÖR aus. Im Übrigen: Langweilt mittlerweile viele.
Wem es nicht gefällt, der soll einfach den Sender wechseln, ist ja alles Geschmackssache.
Eben nicht, und das aus zwei Gründen.
Rundfunkgebühren sind Pflicht, selbst wenn ich nur einen PC habe. Da kann ich mehr erwarten, als nur Musik für ein paar Musikfans.

Und dann gibt es tatsächlich noch einen Rundfunkauftrag. Der übrigens nichts von "guter Musik" oder möglichst "viel musikalischer Abwechslung" sagt. Aber neben Unterhaltung (und das bedeutet nicht nur Musik) werden da Information oder Bildung genannt.

Jetzt kann man natürlich darüber streiten, ob der HR seinem Auftrag nachkommt, indem er viereinhalb Dudelwellen (HR1, HR3, HR4, YouFM sowie zum Teil HR2) betreibt, auf denen Information kaum noch vorkommt, und ob dieses eklatante Defizit durch das ziemlich langweilige Info-Radio wettgemacht wird.

Da muss sich doch niemand mehr wundern, wenn Politiker ständig behaupten, ein solches "Radio" bräuchten wir nicht, da gäbe es ein enormes Potential zum Sparen. Und wenn der ÖR nicht aufpasst, wird er sich auf diese Weise selbst überflüssig machen.

Ein paar Musikfans werden das garantiert nicht ändern.

Und wenn HR1 angebliche so viel gehört wirde - warum sind dann die Hörerzahlen so mies (siehe MA)?
 
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Worin bitte? Fachwissen aus der Musikszene. Was ja auch interessant sein kann, im Rahmen von "Spezialsendungen" am Abend, idealerweise auf einer Pop-Welle. Für Fans only.
Aber das kann doch nicht die Tagesaktualität ersetzen, die Berichte aus und über ein Land wie Hessen, die eine Landesrundfunkanstalt immer als erste Priorität sehen sollte. So wie es ja auch ungefähr im Rundfunkauftrag steht.

Schön, wenn das beim Hörer das Ergebnis ist. Aber für solche gute Laune zu sorgen, ist sicher nicht primäre Aufgabe des ÖRs. Davon abgesehen quälen sich ja auch zahlreiche Privatsender damit, für gute Laune zu sorgen.

Siehe oben. Begeistert sicher die Fans. Macht aber nicht den ÖR aus. Im Übrigen: Langweilt mittlerweile viele.

Eben nicht, und das aus zwei Gründen.
Rundfunkgebühren sind Pflicht, selbst wenn ich nur einen PC habe. Da kann ich mehr erwarten, als nur Musik für ein paar Musikfans.

Und dann gibt es tatsächlich noch einen Rundfunkauftrag. Der übrigens nichts von "guter Musik" oder möglichst "viel musikalischer Abwechslung" sagt. Aber neben Unterhaltung (und das bedeutet nicht nur Musik) werden da Information oder Bildung genannt.

Jetzt kann man natürlich darüber streiten, ob der HR seinem Auftrag nachkommt, indem er viereinhalb Dudelwellen (HR1, HR3, HR4, YouFM sowie zum Teil HR2) betreibt, auf denen Information kaum noch vorkommt, und ob dieses eklatante Defizit durch das ziemlich langweilige Info-Radio wettgemacht wird.

Da muss sich doch niemand mehr wundern, wenn Politiker ständig behaupten, ein solches "Radio" bräuchten wir nicht, da gäbe es ein enormes Potential zum Sparen. Und wenn der ÖR nicht aufpasst, wird er sich auf diese Weise selbst überflüssig machen.

Ein paar Musikfans werden das garantiert nicht ändern.

Und wenn HR1 angebliche so viel gehört wirde - warum sind dann die Hörerzahlen so mies (siehe MA)?
Lieber Gasthörer, wie gesagt, einfach den Sender wechseln, wenn Dir HR1 nicht mehr gefällt. Ich bin vor Jahren auch von SWR3 weg, weil immer nur die gleiche Chartmusik gespielt wurde, was mich echt nervte. Wenn HR1 deine Erwartungen nicht mehr erfüllt, dann versuch es doch mal bei SWR1. Ich lasse es mir jedenfalls nicht verderben, weiterhin HR1 zu hören :-)
 
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