Musik-Umfragen von Radiosendern


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lg74

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Auch das ist mir egal. ich werde auch weiterhin an entsprechender Stelle darauf hinweisen: auch Menschen, die Übelkeit bekommen von dem ekelhaften, seelenlosen, aussagelosen, zum Verkauf produzierten akustischen Müll, der heute in den Radioprogrammen läuft, haben ein Recht darauf, ihre Würde nicht zu verlieren. Sie werden aber täglich damit in der Öffentlichkeit gefoltert: beim Einkaufen, beim Besuch von Sporteinrichtungen, in Wartezimmern von Arztpraxen, ... In öffentlichen Einrichtungen hätte eigentlich eine neutrale Atmosphöre zu herrschen, also Dudelverbot. Aus der Schweiz kenne ich sogar eine Initiative, die dafür kämpft.

Wenn ich schon Aufenthalt an öffentlichen Orten meiden muss (seit Jahren kann ich im Winter nicht in die Schwimmhalle wegen des Dudelfunks, der da plärrt, es ist weder psychisch noch körperlich für mich auszuhalten und ich bin nicht der einzige, dem es so geht), werde ich mir nicht noch verbieten lassen, in meinem ganz privaten Umfeld für erträgliche Zustände zu sorgen. Ich muss täglich genug Dreck fressen in der Öffentlichkeit. Das muss ich privat nicht fortsetzen.

Es ist mir völlig egal, was ihr von mir haltet: es geht um _meine_ Lebensqualität und die lasse ich mir in _meiner_ Privatsphäre von niemandem ruinieren.
 
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Radiotroll

Gesperrter Benutzer
Das will niemand. Wenn Du so leben kannst, ist doch alles ok. Aber es gibt bestimmt andere Dinge, den Schwimmbadbesuch zu unterlassen als die dortige Musik aus den Lautsprechern.
 
Herrlich, der tausendste Thread über ein Thema, was hier zu Genüge durchgekaut wurde. Dazu dämliche Klischees. Angebliche Dudelfunk-Hörer sind Kulturbanausen, Alkoholiker, Mitglied bei Facebook, arbeitslos etc. pp.....

....Demenz-Debatten und irgendwelche Verschwörungen, die auch hier nicht halt machen...

Erklärt ruhig weiter von oben herab, was der dumme Mainstreamhörer in seinem Leben alles liegen lässt....

Gerade die Leutchen mit dem Streben nach mehr Kultur haben an Weihnachten nichts besseres zu tun, als ihre vorhandene oder nicht vorhandene Lebensqualität hier niederzuschreiben....

Viel Spaß beim weitersabbeln und ein frohes Fest noch.
 
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JoWo

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Generell würde ich behaupten, dass sich die Menschen gar nicht so sehr voneinander unterscheiden, wie viele immer meinen (wollen). Fast jeder geht morgens aus dem Haus zur Arbeit, für einen mehr oder weniger wichtigen Job. Geht Nachhause zu seiner Familie, erlebt mit denen Momente die jeder andere so oder so ähnlich auch erlebt. Und dann gibt es da halt verschiedene Hobbys, für die einen ist das halt Radio, für die anderen Fußball.

Der Unterschied: Ich habe als Kind mit Kassettenrecorder Radiosendungen aufgenommen und versucht eigene Radiosendungen zu machen, mit denen ich jeden der nicht bei Drei auf den Bäumen war genervt habe, während andere draußen Fußball gespielt haben.

Die Fußballer von damals kennen sämtliche Fußballer aller Bundesligavereine und regen sich darüber auf, dass die Bundesliga viel zu kommerziell geworden ist und nur noch der FC-Bayern gewinnt... Mir ist das alles scheiß egal.
Ich kenne sämtliche Radiosender, deren Moderatoren und rege mich darüber auf, dass Radio viel zu kommerziell geworden ist und alle dasselbe spielen... Den Fußballfans ist das alles scheiß egal.

Was jetzt besser ist soll jeder für sich selbst entscheiden. Hilfreich ist es da vllt sich nicht gegenseitig für sein (Des-)Interesse zu verurteilen.
 
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da_hooliii

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Hoffe mal, dass du deine, sorry, Überheblichkeit gegenüber anderen die etwas anderes hören/sehen (denken) was nicht deinem Geschmack entspricht, nicht auch noch auf andere Dinge wie Hautfarbe oder Religion bezieht.
Der Kritikpunkt ist ja, dass hier gar kein eigener Geschmack entwickelt wird. Das eine ist ja ob jemanden lieber das und das hört und sich eine eigene Meinung gebildet hat oder ob er einfach das annimmt was einem ohne Aufwand, seelenlos und anspruchslos von den Dudelfunk sendern hingeworfen wird. Es fehlt mir dann die Kritikfähigkeit, die Selbstreflexion und das Hinterfragen von solchen Modellen - ich finde das auch sehr gefährlich da so Menschen auch anfällig sind für Manipulationen wenn sie Dinge einfach so hinnehmen. Ig74 hat da ja viele Künstler/innen und Bands aufgezählt, die er so hört - mit vielen Sachen davon kann ich jetzt auch nichts anfangen und es ist nicht meine Musik aber ich akzeptiere es. Es hört ja nicht jeder das gleiche - aber er hat immerhin einen eigenen Musikgeschmack und den werden Leute, die nur Dudelfunk hören nie haben. Das ist schon sehr traurig. Gerade auch in einer Gesellschaft, die Diversität und Vielfalt vorleben will und sich dann aber Institutionen gibt, die genau das unterbinden wollen.
 

Funkminister

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Sind die zusätzlichen "Hits" dann nicht gefühlt B-Seiten oder Albumtitel..?
Hits muss tatsächlich nicht immer eine (geplant veröffentlichte) Single vorausgehen. Ein altes Beispiel ist der vermutlich bekannteste Titel von BAP. „Verdamp lang her“ war seinerzeit nicht als Single erschienen, satte 5’45 lang, und wurde von Wolfgang Neumann im WDR trotzdem gespielt und stieß auf eine so gute Resonanz, dass die Plattenfirma eilig eine Single davon nachlegte.
 

Radiotroll

Gesperrter Benutzer
Ich finde es schlicht anmaßend, dem gemeinen Dudelfunkhörer einen Musikgeschmack abzusprechen. Auch der hat einen Geschmack, der gleichberechtigt neben dem exponierten Geschmack von lg74 stehen sollte. Beide beschäftigen sich mit Musik und hsben ihre Favoriten. Ich selbst habe auch einen Musikgeschmack abseits des Mainstreams, käme aber nicht auf die Idee, mich über den Geschmack Anderer zu erheben und diesen Geschmack und seinen Vertreter als Person herabzuwürdigen.
 

radiobino

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Deiner Meinung nach sollten sie dir z.B. die vollen 4 Minuten der B-Seite einer 80er U2-Single vorspielen, die keiner wirklich kennt?
Wie soll man es auch kennen wenn es nicht gespielt wird? Ich habe Zuhause einige CDs von Roxette von diesen CDs hört man im Radio immer nur die 2-3 gleichen Lieder obwohl da noch richtig andere geile Sachen drauf sind. Aber die kennt kaum einer weil die im Radio nicht laufen.

Physical Fascination z.B. auf der Joyride CD ist so ein Lied wo man im Radio spielen könnte. Aber nö, da wird nur Joyride, spending my time oder ab und zu noch the big L rauf und runter gedudelt.
 

da_hooliii

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Auch der hat einen Geschmack, der gleichberechtigt neben dem exponierten Geschmack von lg74 stehen sollte. Beide beschäftigen sich mit Musik und hsben ihre Favoriten. I
Nein man beschäftigt sich doch gar nicht damit weil man das nimmt was halt da ist.

Ich vergleiche es mal mit Essen:

Dudelfunk: Es gibt heute ein Gericht zu essen, morgen gibt es gleiche, nächste Woche auch und ich weiß in einem Jahr auch schon was es an dem Tag zu essen gibt

Eigener Musikgeschmack: Ich gehe auch mal in ein anderes Restaurant, lerne Essen aus neuen Kulturen kennen bin offen für neue Geschmackssorten

Ich vergleiche es mal mit persönlicher Entwicklung:

Dudelfunk: Festhalten an dem hier und jetzt, alte Strukturen für immer beibehalten, keine Motivation sich zu öffnen für neue Dinge, lebe in der Vergangenheit - verpasse den Absprung

Eigener Musikgeschmack: Neue Wege gehen, Innovationen, neue Dinge kennenlernen, sich weiter entwickeln, ich gehe auch mit der Zeit

diese Liste könnte ich so weiterführen.
 

thorr

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Hits muss tatsächlich nicht immer eine (geplant veröffentlichte) Single vorausgehen. Ein altes Beispiel ist der vermutlich bekannteste Titel von BAP. „Verdamp lang her“ war seinerzeit nicht als Single erschienen, satte 5’45 lang, und wurde von Wolfgang Neumann im WDR trotzdem gespielt und stieß auf eine so gute Resonanz, dass die Plattenfirma eilig eine Single davon nachlegte.
Könnte ein Albumtitel allein durch Formatradio heute noch eine solche Erfolgsgeschichte hinlegen? Da müssen schon Vodafone und Konsorten kommen und entsprechende Titel in ihrer Werbung verwursten.

Ich finde es schlicht anmaßend, dem gemeinen Dudelfunkhörer einen Musikgeschmack abzusprechen. Auch der hat einen Geschmack, der gleichberechtigt neben dem exponierten Geschmack von lg74 stehen sollte.
... womit du ja gerade der Kritik am Formatradio Vorschub leistest. Der gemeine Dudelfunkhörer hätte es auch verdient, mal Neues zu entdecken. Würde man ihm umgekehrt einen Musikgeschmack absprechen, wäre es auch kein Problem, wenn das Formatradio weiter so belanglos vor sich hin dudelte.
 

radiobino

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Geht bei mir meistens schief und endet damit, dass ich das nächste Mal doch wieder zur Pizza Salami beim Lieblingsitaliener gehe.
Bis 2012 habe ich , bis auf Pizza, kein Käse gegessen. Dann habe ich es doch Mal probiert und liebe inzwischen die Vielfalt dieses Milchprodukts. Manchmal muss man halt erst probieren um zu wissen dass es auch noch was anderes gibt als das was man bisher kannte. 😁
 

da_hooliii

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Wie soll man es auch kennen wenn es nicht gespielt wird? Ich habe Zuhause einige CDs von Roxette von diesen CDs hört man im Radio immer nur die 2-3 gleichen Lieder obwohl da noch richtig andere geile Sachen drauf sind. Aber die kennt kaum einer weil die im Radio nicht laufen.
So mal kurz nachgeguckt. Roxette haben sich im Laufe der Jahre mit insgesamt 34!!! Songs in den Deutschen Charts platziert - die meisten Sender spielen aber nur eine handvoll der Hits. Also genug Auswahl gäbe es und Roxettesongs sind alles andere als nicht radiotauglich. Man müsste nicht mal auf Albumtracks zurückgreifen und könnte einen ganzen Abend mit Roxettesongs füllen.
 

Kantrybaer

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Könnte ein Albumtitel allein durch Formatradio heute noch eine solche Erfolgsgeschichte hinlegen? Da müssen schon Vodafone und Konsorten kommen und entsprechende Titel in ihrer Werbung verwursten.
Nein. Weil Hits heute nicht mehr durch das Radio, sondern Online gemacht werden. Auf YouTube, spotify etc. Und auch der Musikgeschmack entwickelt sich online und nicht durch den Dudelfunk. Der läuft halt nebenher (bei mir nicht, bei mir läuft SCHWARZWALDRADIO).
 

Funkminister

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Haben es nicht auch und gerade die Hörer, die zwar durchaus gern Musik hören, aber sich aus Gründen nicht intensiv damit beschäftigen, verdient, dass ihnen aus dem Radio Gaga auch mal etwas neues geboten wird?
Diejenigen, die keine Zeit oder Ahnung oder schlicht keinen Bock haben, sich in Streamingdiensten oder Video(!)plattformen selbst auf die Suche zu machen, was es zu entdecken gibt - und dort nur den viralen Vermarktungsstrategien der Plattenfirmen in die Arme zu laufen?
Dudelfunk und die Hörer dessen sind doch keine naturgegebene Erscheinung, dieses „Phänomen“ hat sich die Radiowelt selbst erschaffen.
 
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Hetti50

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Grad hab ich bei einem englischen Radiosender die Beach Boys gehört und danach Janet Jackson mit what have you done for me lately in der Maxiversion gehört und anschließend die Originalversion von Roling on the river. Was mir aufgefallen ist das Joe Cocker sehr wenig gespielt wird.
 

exhörer

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Dudelfunk und die Hörer dessen sind doch keine naturgegebene Erscheinung, dieses „Phänomen“ hat sich die Radiowelt selbst erschaffen.
Genau so ist es. Zuerst die Privatfunker, aber leider dann auch die öffentlich-rechtlichen Sender haben in den vergangenen 30 Jahren die Hörer so erzogen, dass sie mit maximalen Scheuklappen unterwegs sind. Alles, was den Hörer auch nur minimal fordert, und sei es nur ein (noch) unbekannter Titel, wird von ihm ferngehalten, und das Risiko, dass man den Horizont des Hörers erweitert will niemand mehr eingehen, denn es könnte ja der GAU passieren, dass der Hörer dann zur Konkurrenz abwandert.

Wer heute auch nur minimal an Musik interessiert ist, muß sich selbst, also aktiv, auf die Suche machen. Früher übernahm diese Funktion das Radio, genauergesagt der Musikredakteur (aus Fleisch und Blut, nicht aus Nullen und Einsen) und der Moderator. Das Radio hat, zumindest in musikalischen Belangen, leider keinerlei Relevanz mehr.
 

screaming j

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Zwei Dinge wollte ich noch kurz angesprochen, besser, angeschrieben haben:
Hits muss tatsächlich nicht immer eine (geplant veröffentlichte) Single vorausgehen. Ein altes Beispiel ist der vermutlich bekannteste Titel von BAP. „Verdamp lang her“ war seinerzeit nicht als Single erschienen, satte 5’45 lang, und wurde von Wolfgang Neumann im WDR trotzdem gespielt und stieß auf eine so gute Resonanz, dass die Plattenfirma eilig eine Single davon nachlegte.

Hier sollte man aber dazu sagen, dass BAP damals ohnehin keine Singles veröffentlichten, zumindest nicht zu Anfang. Sie gaben die Platten an die Radiosender und die konnten sich aussuchen, was sie spielen.
Heute ist es etwas anders, da werden die Singles rausgegeben und im besten Fall spielen alle dieses Stück. Nichtdestotrotz bleibt es die Entscheidung der Musikredaktion, welchen Track sie spielt. Und es kommt noch immer häufig vor, dass die Sender zum Beispiel bei der ersten Single bleiben, weil die zweite nicht passt oder dass die Plattenfirmen bei den Redaktionen nachfragen, welcher Track als Single kommen sollte.

und

zweitens:

Wie soll man es auch kennen wenn es nicht gespielt wird? Ich habe Zuhause einige CDs von Roxette von diesen CDs hört man im Radio immer nur die 2-3 gleichen Lieder obwohl da noch richtig andere geile Sachen drauf sind. Aber die kennt kaum einer weil die im Radio nicht laufen.

Physical Fascination z.B. auf der Joyride CD ist so ein Lied wo man im Radio spielen könnte. Aber nö, da wird nur Joyride, spending my time oder ab und zu noch the big L rauf und runter gedudelt.

Ich habe noch einmal nachgeschaut. Wir haben aktuell 17 Titel von Roxette in der aktiven Rotation, sie werden also mehr oder weniger regelmäßig gespielt. "Nicht aktiv" sind es selbstverständlich noch einige mehr und auch diese werden immer mal wieder eingesetzt.
Hier kommt das Phänomen der selektiven Wahrnehmung zum Tragen. Ist wie mit der Ampel, die angeblich immer Rot ist, wenn man auf sie zufährt. Dass die Ampel häufig Grün zeigt und man einfach weiter fahren kann, merkt man gar nicht. Wozu auch, dann hätte man ja keinen Grund, sich zu ärgern und zu meckern.
 

hassa0

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Auf diese repräsentativen Umfragen gebe ich nicht viel. Es ist letztendlich doch nur das, was die Radiosender und der an der Umfrageerstellung teilnehmenden Parteien für repräsentativ halten.
Der Begriff ist außerdem seeehr dehnbar, enthält diverse auch sehr dehnbare Faktoren wie Alterskategorisierung, Fragestellung, Vorauswahl der Fragen, usw.
Man kann so allerbestens die gewünschten Umfrageergebnisse durch entsprechendes Vorgehen bekommen.
 
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