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Musik (und anderes) von der KI

Die nächste Eskalationsstufe für die Faschingsparty - gibt es so etwas überhaupt schon? Man kann den Irrwitz in jede Richtung weitertreiben und so Musik eine ganz neue Dimension verleihen.

Auf einer Party wo so was gespielt wird denkt zunächst jeder er wäre auf einem anderen Planeten gelandet.

 
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Die Jungs von der Soul Company haben ein aufregendes Wochenende in einem Song verarbeitet.

Der Song könnte problemlos im Country-, im Urban/R&B- und im Pop-Radio laufen. Das wär' doch mal was...


Formatgrenzen müssen keine unüberwindlichen Hindernisse sein. Schwarze Country-Interpreten wie Shaboozey, Kane Brown und Darius Rucker sind längst Stammgäste im Country-Radio. Aber im schwarzen Urban-Format spielt man sie nicht, weil sie zu gitarrenlastig sind.

Nur Shaboozey kommt ab und an auch auf jungen Urban-Wellen, weil er genuineren Hip-Hop macht. Der Country-Pop-Hip-Hop-Act Sam Hunt wiederum läuft im Country-Radio, wo er heimisch ist, aber seit längerem auch im Pop-Radio (Top 40), weil er bei weißen Jugendlichen extrem populär ist, die vorzugsweise wieder Country hören. Für das Urban-Format klingen seine Songs zu sehr nach Pop und Bro-Country.

In den späten 90ern und frühen 2000ern veröffentlichten Stars wie Faith Hill, Shania Twain oder Leann Rimes teilweise sogar noch getrennte Versionen fürs Country- und fürs Pop-Radio (inklusive Europa). Diese Mätzchen gehören endgültig der Vergangenheit an.

Einer der größten Country-/Pop-Crossover-Hits aller Zeiten war "All Summer Long" von Kid Rock. In beiden Formaten lief die selbe Version.
 
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Egal ob Plakate, Plattencovers, Poster oder Illustrationen aller Art - Grafiker sind um ihren Job derzeit nicht zu beneiden: In ihrem Gewerbe hat die KI faktisch alle klassischen Aufgabenbereiche übernommen. Andererseits kann ein 1-Mann- oder Frau-Betrieb heute Kampagnen fahren, für die man früher eine ganze Truppe benötigt hätte.
KI hat eine Handschrift: Die Outputs sind zum Einen generisch und kombinieren dies zum Anderen mit haarsträubenden Artefakten. Das Bild in deinem Beitrag ist leicht als KI-generiert zu identifizieren: Die Gesichter sind "perfekt" und ausdruckslos; beiläufig erwürgt sich der linke Posaunist gerade selbst mit seinem Instrument.

Solche Unzulänglichkeiten und schlicht die schiere Masse an KI-generiertem Content erzeugen unter dem Stichwort "AI slop" bereits einen Backlash. U. a. Coca Cola fiel dies schon auf die Füße:
 
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Musikvideos sind noch etwas mühsam, aber Winke Winke tut's auch. Die beiden zusammengeschnittenen Schnipsel stammen von unterschiedlichen Generatoren. Manche Programme produzieren schon vollautomatisch lippensynchrone Videos aus koordinierten, aufeinander abgestimmten Schnipseln, man braucht mindestens dreißig für etwa drei Minuten, was man erst hinterher aus den abgezogenen Credits ersieht.
 

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Egal ob Plakate, Plattencovers, Poster oder Illustrationen aller Art - Grafiker sind um ihren Job derzeit nicht zu beneiden: In ihrem Gewerbe hat die KI faktisch alle klassischen Aufgabenbereiche übernommen. Andererseits kann ein 1-Mann- oder Frau-Betrieb heute Kampagnen fahren, für die man früher eine ganze Truppe benötigt hätte.
Ich meinte das Bild in diesem Beitrag.
 
Und so macht man ein KI-Musikvideo: Man wählt ein Motiv, promptet was man sehen möchte und wiederholt den Vorgang so oft bis man auf 3-5 Minuten kommt. Natürlich kann man auch direkt auf dem Vorgängervideo aufbauen und es exakt an der selben Stelle fortführen, sodass eine komplette Story entsteht - mit oder ohne Ton.

Ganz oben auf der Seite seht ihr das Video mit der "Partynacht im Stadl", das ein KI-generiertes Bildmotiv zeigt. Ausgehend von diesem Bildmotiv promptete ich Videos, die die tanzenden Menschen in der Nahaufnahme zeigen und fügte sie zusammen. Es handelt sich um keine kontinuierlich fortgeführte Geschichte, sondern um Einzelszenen, die man so lange neu generieren lassen kann bis man die gewünschte Länge des Videos erreicht hat - wie man es von Youtube und mittlerweile sogar von ARD- und ZDF-Animationen kennt.

Da man jedes x-beliebige Promibild als Ausgangsmaterial heranziehen kann lässt sich damit ordentlich Schindluder treiben.

 
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Country mit Island Feeling - Fröhlich und tanzbar. Ihr seht der Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Man kann mit diesen Formeln ganze Alben füllen, weit über dem Durchschnitt dessen was heute in Nashville abgeliefert wird.

 
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Egal. Hätte vor 50 Jahren keine Chance gehabt - und heute erst recht nicht. Tcha, KI kann nur liefern, der Mensch muss entscheiden, was ins Kröpfchen muss. Hier haben die KI-Befehlshaber versagt.
 
Zu erkennen, ob das KI-"Werk" das Potential zum Erfolg hat, also Klicks, Likes, Airplay, Streaming und Sales, kann KI nicht voraussagen, Menschen wohl. Komponisten, Textdichter, Interpreten, Produzenten, Labels, Musikverleger sollten es können, Rezipienten in den Verbreitungsmedien ebenso. Leider schwächelt auch da auf beiden Seiten die Trefferquote erheblich.
 
Diese Band ist das Beste was ich seit langem gehört habe - ungelogen! Und ich habe schon viel aus diesem Genre gehört. Roots at it best und ganz modern produziert. Kann das wirklich AI sein?

 
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Das Landgericht Frankfurt hat jetzt entschieden dass im Zweifelsfall (also so gut wie immer) davon ausgegangen werden muss, dass der Liedtext eines KI-Songs urheberrechtlich geschützt ist - selbst wenn Sachverständigengutachten das Gegenteil behaupten.

 
Liebe Radiomacher: Kreiert doch einfach eure eigenen Styles und Subgenres und startet ein eigenes Radioprogramm mit hunderten wiedererkennbaren Songs. Ein paar aussagekräftige Prompts schlagen jedes Hitradio um Längen!

 
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