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Musik (und anderes) von der KI

Whether you're at the beach, in the garden, at the city park, in a bar, on a farm, or on the porch—you can dance and party anywhere. It doesn't matter if the music has a Caribbean vibe or a downtown feel.

 
Ein neues interessantes "Band-Projekt" ist Big Times. Stellt euch mal vor der Country-Pop der 80er-Jahre kehrt ins Radio zurück. Wie würde er heute klingen?

 
So poppig und dennoch stilecht konnte man Honky Tonk noch nie produzieren - man hätte die live aufgenommenen Instrumente in den strikten Tanzrhythmus zwingen müssen - was erst jetzt mit KI-DAWs wirklich gut funktioniert. So kann man den Hat-Act-Sound auch in der Großraumdisco auflegen, Garth Brooks kann ja mal ein paar Remakes seiner alten Sachen in Auftrag geben.

Drake Milligan belegte mit diesem Sound den 3. Platz der 2022er-Season von "America's Got Talent", auch extrem tanzbar und stark inspiriert vom Rockabilly - Drake Milligan ist ja auch Elvis-Presley-Imitator. Die Neo-Traditionalisten im Country-Radio sind heute fast alle auf Midtempo abonniert - ganz im Gegensatz zu den 90er-Jahren.

Wir haben es ähnlich, aber etwas anders gemacht:

 
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Lainey Wilson gilt als Modernisiererin dieses Sounds. Es geht noch unkonventioneller:


Bei Titel 2 liegt die Fiddle direkt auf der Gitarre.
 
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Und so klingt das ganze bei Midtempo-Songs (3 Titel). Es fällt auf dass alle Instrumente exakt auf den Rhythmus getaktet sind, wie es dem Produktionsstandard in der Popmusik entspricht, auch die "akustischen":

 
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Dank zahlreicher Innovationen und Modellverfeinerungen, verbesserter Prompts und Editiermöglichkeiten ist es jetzt möglich immer weiter in den Bereich der akustischen Musik vorzustoßen, der bisher als unangreifbar galt.

Zum Beispiel ins Gebiet der Blasmusik, die nicht nur auf den Fluren des Bayerischen Rundfunks als eine Art unanfechtbares Kulturgut gilt, von dem man lange annehmen durfte dass KI ihr nichts anhaben kann, weil die Spieltechniken unnachahmlich sind.

Innovative Blasmusik gibt es zuhauf, unser modernes Polkaprojekt ist aber 100% KI. Noch vor Monaten war es kaum möglich die sehr eigenwilligen Akkorde zu zähmen und den Stücken eine dem Original auch nur ansatzweise ähnliche und authentische Struktur zu geben. Doch der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten.

Damit fällt eine weitere Bastion traditioneller Musikerzeugung.
Wie ihr hört sind nun auch viele Effekte möglich, für die man neben etlichen gut ausgebildeten Musikern auch noch von Profis bediente Studiotechnik mit allen Schikanen bräuchte.

 
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Es geht natürlich auch bodenständiger. Volkstümliche Blasmusik kennt man ja noch aus den 80er-Jahren, als sie mit großem Aufwand produziert und in Fernsehen und Radio gespielt wurde.

Durch die kostenbedingte Schlagerhaftigkeit des Genres wurde sie in den 90er-Jahren in den Amateurbereich zurückgedrängt und verkümmerte immer mehr. In den alpinen Gefilden war vor allem der Oberkrainer-Stil angesagt, weil er mit kleinen Ensembles auskam und dennoch eine beachtliche Klangfülle entfaltete. Er ist in diversen Spartenfernsehsendern bis heute stark vertreten und verkauft sich nicht schlecht.

Heute oszilliert die volkstümliche Szene zwischen Oberkrainer-Varianten, Schlagermotiven und gitarrengetriebenen Partysounds. Die klassische Blasmusik wird vor allem von sehr konservativen Egerländerkapellen weitergepflegt, und das nicht zu knapp. Die alpenländische Blasmusikszene ist bis auf Mini-Besetzungen aber heute kaum noch anzutreffen.

So klingt volkstümliche Blasmusik, wenn man sie unter Studiobedingungen modern und betont effektreich produziert und nachbearbeitet. Macht nur keiner.

 
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Radio Dechovka (Radio Blasmusik) pflegt beharrlich die böhmische Volksmusiktradition...

Ja, die Tschechen haben mit Abstand die bestausgebildeten Blasinstrumentalisten, so wurden tschechische Formationen häufig engagiert um deutsche Interpreten bei Studioaufnahmen instrumental zu begleiten.

Die in der obigen Melodienfolge ("Musikantentreff") dargebotenen Klarinettenkapriolen und Horneinsätze könnten von einheimischen Künstlern mangels Virtuosität so gar nicht eingespielt werden, obgleich es in Bayern jede Menge hervorrgander Kapellen gibt. Nur in der Schweiz gibt es noch einige Klarinettenmeister in der Ländlerszene, die so was beherrschen.

Man kann diese Arrangements praktisch allen Songs überstülpen, z.B. einen rhythmischen Soul-Pop-Song damit ausstatten. Das klingt dann so als wären die Edlseer die Begleitband von Bruno Mars (kommt demnächst). Es ist natürlich ein Leichtes Blasmusik, Oberkrainersound und Jazz/Swing miteinander zu kombinieren, das geschieht auch im realen Musikbetrieb ständig.
 
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Ja, die Tschechen haben mit Abstand die bestausgebildeten Blasinstrumentalisten, so wurden tschechische Formationen häufig engagiert um deutsche Interpreten bei Studioaufnahmen instrumental zu begleiten.

Soll nicht unbedingt bedeuten, dass es auch in Deutschland hervorragende Blasmusiker gibt.
Jetzt wird es etwas off topic. Tatsächlich hatte Sven Schnee, der ehemalige Leiter der "Bückeburger Jäger" sein Augenmerk auf böhmische Volksmusik gelegt und dort seine Studien gemacht. Nichtsdestotrotz soll ein kurzer Schnipsel einer Liveaufführung vom Mai 2015 im Bückeburger Volkskundemuseum einen Eindruck vermitteln, wieviel "Power" so eine Truppe von 5 Mann erzeugen kann.


P.S.: Copyrightprobleme gibt es nicht. Habe die schriftliche (E-Mail) Genehmigung vorliegen, den Take auf Youtube zu verbreiten.
 

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P.S.: Copyrightprobleme gibt es nicht. Habe die schriftliche (E-Mail) Genehmigung vorliegen, den Take auf Youtube zu verbreiten.

Eine Hand wäscht die andere. Unser System beherrscht auch die klassische schmissige Version professioneller Blasorchester, z.B. für den Jägerball. Eine gute Inspiration bedarf heute keines 50-köpfigen Klangkörpers mehr:
 

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Was man mit diesen Arrangements sonst noch so alles machen kann zeigen diese beiden Versionen des Badeliedes. Ist das Schlager, Pop R&B, Country, Volksmusik?

 
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Eine Diskussion über die Qualität und tatsächliche Massentauglichkeit des deutschen Mainstream-Radios möchte ich hier nicht eröffnen, darüber wird in anderen Threads schon leidenschaftlich genug debattiert. Nicht dem Mainstream, sondern den Sparten und Special-Interest-Angeboten gehört die Zukunft.Da darf man ruhig ein wenig rumexperimentieren.
 
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Sehe ich nicht, denn sollten Special-Interest-Angebote ein genügend großes Publikum erreichen, sind sie automatisch Mainstream. Deine Beispiele mögen für Musikproduktionen durchaus interessant sein. Allein das Genre Deiner zahlreichen und überraschenden Beispiele hat für deutsche Konsumenten keinen Boden. Ich warte auf gute Kompositions-Beispiele von Dir, die natürlich nur mit leibhaftigen Musikkünstlern in einem vorhandenen Markt eine Chance hätten.
 
@count down : Diese Diskussionen hatten wir doch schon zur Genüge, du siehst leider immer nur dein eigenes Arbeitsumfeld, solltest deinen Blick aber etwas schweifen lassen.

Es gibt ein halbes Dutzend Volksmusik- und Schlager-TV-Kanäle, die alle gut verkäufliche Musik spielen und zwischen Discofox, Jodler, Hip-Hop, Polka, Walzer und Schnulze changieren. Nichts davon läuft im Mainstream- Radio, dennoch könnt ihr von deren Renditen nur träumen.

Wenn Einzelsparten, Genres und Special-Interest keine Reichweite erzielen würden machten Spotify, Amazon Music, Deezer & Co. keine Umsätze, weil alle begeistert Hitradios und Oldiestationen hören würden. Doch das Gegenteil ist der Fall: Gegen Spotify ist das deutsche Mainstream-Radio ein kleines Licht mit schwindender Bedeutung. Die Zukunft ist digital und vielfältig.

Ich mache musikalisches Brainstorming, der Mainstream interessiert mich nicht! Lange Zeit war der sog. Mainstream alternativlos, weil fast alle dasselbe hörten, doch die Zeiten ändern sich. Wer braucht eigentlich noch mehr mainstream-artige Musik?

 
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Es geht auch eleganter. Diese Art internationaler Tanzmusik mit alpenländischem Flair machte schon mal ein Orchester, mir fällt nur gerade der Name nicht ein. Früher hörte man so was oft im Radio, vielleicht erinnert sich ja jemand.

 
Geradzu erschreckend ist irgendwie, was im Zuge der Fußball-WM so alles an KI-Songs in die sozialen Medien gespült wird. In Teilen sind die gar nicht mal so übel, während den dt. Labels das nur immer gleiche Gedöns aus (langweiliger) Ballermann-Musik und wenig inspirierenden Pop-Schlagerkram (Helene Fischer) einfällt.


 
Danke ja, Wolfgang Lindner ist mir noch in Erinnerung. Auch Max Greger und Hazy Osterwald haben viel in dieser Richtung aufgenommen, und der weitestgehend im volkstümlichen verhaftete Alfons Bauer mit seinem Orchester.

Es ist toll wie schön man mithilfe der KI schon heute Genres verschmelzen kann, z.B. Swing, klassische Tanzmusik und Big Band-Rhythmen mit Polka, Walzer, Märschen und lateinamerikanischen Tänzen.
 
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