Neues Schlagerradio von RTL


AT Work

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Recherche nennst du das? :wow:
Die Dame hat inzwischen 10 Alben veröffentlicht, 8 davon unter dem namen Ella Endlich. Ein einziges davon ist ein Weihnachtsalbum. Dieses schreckliche "Drei Haselnüsse für Aschenblödel"-Liedchen ist davon abgesehen genauso wenig ein Weihnachtslied wie "Last christmas" von Wham.
Last Ostern kann Mann ja bald Spielen :))
 

s.matze

Gesperrter Benutzer
Ich bin jedenfalls der Meinung, RTL soll erst einmal seine Country-Marke aufbauen (und statt dem klinisch toten Hitradio DE im DAB verbreiten!), bevor man sich an eine neue Baustelle heranwagt, die nie fertig wird.

Mit den Prorgammen 104,6RTL Berlin - RTL Deutschland Hitradio - RTL Hot Country hat man genug zu tun und muss sich nicht noch ein weiteres Sorgenkind heranzüchten, dass dann auch schlechte Quoten bringt.

Zumal die Schlagerhörer viele Jahre Zeit hatten um sich ihr Lieblingsprorgamm zu suchen. Warum sollten die umschalten?
 
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Matty

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Hab mir das mal angehört.
Wer diese Art von Schlager mag wird sicherlich erfreut sein.
Hätte mir ein Programm mit Kultschlager gewünscht (60er, 70er und 80er) wo man schön mitsingen könnte.

Naja, vielleicht gibt es so etwas ja mal irgendwann.
 
Wie unterscheiden sich eigentlich die ganzen derzeitigen Schlager Radios untereinander? Laufen da wirklich überall die gleichen Titel?
Ich, mein nur weil es mehrere Sender derselben Sparte gibt muss das doch noch lange nicht heißen, dass auch alle das gleiche spielen.
Die ganzen Elektroradios spielen zum Beispiel auch nie dasselbe. Bei denen ist sogar nichteinmal eine nennenswerte Schnittmenge unter den einzelnen Sendern vorhanden (pure fm klingt anders als Beats Radio, sunshine live klingt anders als 89.0RTL In The Mix usw..). Ausnahmen gibt's natürlich hin und wieder mal.
Bei den Rockradios in Teilen das Gleiche (BOB und StarFM sind progressiver unterwegs, ROCK ANTENNE eher softer und mainstreamiger).
Kenne mich mit Schlager und seinen Radioprogrammen leider zu wenig aus um das beurteilen zu können, aber der Aspekt im Vergleich zu den anderen Sparten würde mich schon mal interessieren.
Gerade weil hier ja einige meinen, dass Schlager im Radio schon überbesetzt wäre.

Gibt es überhaupt verschiedene Schlager-Genres (analog zu den vielen Stilrichtungen im Rock und Elektrobereich), welche mehrere Sender nötig machen, bzw von diesen einzeln bedient werden könnten?
 
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s.matze

Gesperrter Benutzer
Gibt es überhaupt verschiedene Schlager-Genres
Man kann durchaus schon zwischen verschiedenen Stilrichtungen unterscheiden, wenn man die Grammofon-Ära der Goldenen 20er und die Kriegsjahre mal außenvorlässt. Diese finden im Radio ohnehin nicht statt, außer wenn mal "Mein kleiner Grüner Kaktus" als Wunschlied läuft.

Man muss schon stark differenzieren wischen den ersten Jahren nach Kriegsende mit ihrem Heimatschmerz (Tom & Tommy, Willy Hagara, Ivo Robic, Margot Eskens, Christa Williams, Fred Bertelmann, Dalida) und der Seefahrer- / Urlaubs-/ Wildwestromantik (Bruce Low, Freddy Quinn, Catherina Valente, Vicco Torriani, Lolita, Lale Anderson, Rocco Granata, Gitte, Conny Froboess), dann die 60er und 70er in denen meist englisch- oder französischsprachige Titel auf Deutsch nachgesungen wurden (Connie Francis, France Gall, Bärbel Wachholz, Bernd Clüver) oder tanzbaren, melodischen Titel (Nana Mouskouri, Mireille Mathieu), z.T. auch Spaßlieder (Wencke Myrrhe, Siw Malmquist, Gus Backus), zwischen dem klassischen deutschen Pop-Schlager der 90er Jahre (Ibo, Flippers, Wolfgang Petry, Kristina Bach, Claudia Jung, Michael Morgan, Ireen Sheer, Vicky Leandros, Andrea Berg) und zwischen dem neuartigen Discofox (Schlagerpiloten, Amigos, Maithe Kelly, Vanesa Mai). Daneben gibt es dann noch Partyschlager (Jürgen Drews, Diether Thomas Kuhn, Micky Krause, DJ Ötzi, Axel Fischer, Markus Becker, Frank Zander, Olaf Henning).

Daneben gibt es einige wenige Dauerbrenner (Howard Carpendale, Bernhard Brink, Roland Kaiser, Max Raabe, Matthias Reim, Michelle) die mehrere Dekaden geprägt haben. Außerdem die klassischen Ost-Interpreten (Veronika Fischer, Frank Schöbel, Monika Herz, Damgar Frederic, Thomas Lück, Hauff&Henkler) mit denen der Westen nichts anfangen kann.

Und dann hätten wir noch den volkstümlichen Schlager (Ronnie, Stefanie Hertel, Nockalm-Quintett, Paldauer, Klostertaler, Kastelruther Spatzen, Hansi Hinterseer).

Meist ist es aber doch so, dass jemand der gerne Freddy Quinn, Bill Ramsay, Roy Black, Adamo, Chris Roberts, Peggy March, Peter Kraus oder Gitte Haenning hört - wiederum mit Michael Wendler, Klubb3, Calimeros, Semino Rossi, Fantasy, Mikeleon Grosch, Ramon Roselly, Ben Zucker oder Kerstin Ott wenig anfangen kann.

Interessant ist auch immer der Blick auf das Bildungsgefälle, wer denn eigentlich Schlager hört. Demnach hören fast zwei Drittel aller Hauptschul-Absolventen deutschen Schlager, aber nicht mal die Hälfte aller Abiturienten kann mit dieser Musik etwas anfangen.

 

exhörer

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Gibt es überhaupt verschiedene Schlager-Genres (analog zu den vielen Stilrichtungen im Rock und Elektrobereich), welche mehrere Sender nötig machen, bzw von diesen einzeln bedient werden könnten?
Ja und nein.

Das Problem ist, dass der Begriff "Schlager" inzwischen für alles verwendet wird, was in irgendeiner Form deutschsprachig gesungen ist, egal, ob das Helene Fischer, die Amigos, die Münchener Freiheit, Tim Toupet oder auch Westerhagen ist. Quasi die "Ablage P" für alles, zu dem die Musikredakteure keinen Zugang finden.

Der konventionelle Schlager per se ist relativ eng gefaßt, eindeutig melodiebetont, dezenter Rhythmus (meist 4/4, aber auch 3/4-Takt) und lyrisch-romantischer Text.

Discofox (massiv rhythmusbetont), Ballermann-Produktionen (Texte unter der Gürtellinie), Jammerpop (Texte, die jede Romantik vermissen lassen, oft auch weitgehend melodie-arm), Deutschpop (ebenfalls romantik-freie Texte und deutlich mehr Fokus auf Rhythmus) und Elektropop (reiner Fokus auf tanzbare Beats), alles, was man heute dem "Schlager" zudichtet, hat mit Schlager per se gar nichts zu tun.

Wenn also heute ein "Schlager"-Radio angeboten wird, dann kann man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das wieder nur eine musikalische Resterampe ist, in die man alles entsorgen will, was man in den Haupt-Programmen nicht spielen möchte, weil es deutschsprachig ist.
 
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