• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Neuzugänge und -besetzungen sowie Änderungen bei radioeins

Wenn man die betreffenden Autorensendungen auch aus Kostengründen einstellt, ist wohl fraglich, ob überhaupt etwas nachkommt. Das wird eine große Lücke im Programm auftun.
 
Dann bleibt ja spannend, ob es eine Fortsetzung des Medienmagazins ohne Jörg Wagner geben wird.

Allgemein entspricht der Ablauf doch aber dem von der ARD Gewünschten: Ausdünnen der linearen Programme, alles ins Internet. Johannes Paetzold und Christine Heise gehen ins Internet - sogar linear, und in Hamburg und Berlin sogar auf UKW. Ist halt nur nicht mehr ARD. Ist im Internet ja auch egal, so lange die Darreichungsform angenehm bleibt.

Eine Sendung wie das Medienmagazin ohne öffentlich-rechtliche Plattform im Hintergrund weiterhin anderswo zu gestalten, stelle ich mir deutlich schwieriger vor. Vielleicht unterschätze ich aber da auch die Bedeutung dieses neumodischen Internets und "Entscheider" nehmen einen auch dort ernst und sind auch bei ausschließlicher Aufführung dort bereit, Rede und Antwort zu stehen.
 
Allgemein entspricht der Ablauf doch aber dem von der ARD Gewünschten: Ausdünnen der linearen Programme, alles ins Internet. Johannes Paetzold und Christine Heise gehen ins Internet - sogar linear, und in Hamburg und Berlin sogar auf UKW. Ist halt nur nicht mehr ARD. Ist im Internet ja auch egal, so lange die Darreichungsform angenehm bleibt.
Auch das ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie kurios manche "linear" definieren. Johannes Paetzold hat in dem Interview erzählt, dass er seine Sendung zu Hause im Homestudio produziert. Und die "On demand"-Version seiner Radioeins-Sendungen (die wohl die meisten von Anfang bis Ende hören ohne vor- und zurückzuspulen) gibt es schon wie lange auf der Webseite? Es geht also niemand irgendwohin, sondern man bleibt da, wo man ist. Stand heute wird auch nichts "ausgedünnt", noch wissen wir nicht, was auf den Sendeplätzen laufen wird, nur dass es keine Moderatoren im Rentenalter sein werden.

Nur der gute Helmut will wirklich nur noch Rentner sein, es sei ihm gegönnt.
 
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Wenn man die betreffenden Autorensendungen auch aus Kostengründen einstellt, ist wohl fraglich, ob überhaupt etwas nachkommt. Das wird eine große Lücke im Programm auftun.
Sorry für die billige Überleitung, aber bei M.C. Lücke kann es ja eigentlich auch nicht mehr ewig hin sein und allerspätestens dann wird´s aber arg dünn. Holger Luckas und Freistil/Deutschstunde trauere ich persönlich ja immer noch nach.
 
Radioeins ist einfach verrückt, sowas wie den Markengern fast komplett zu einem Zeitpunkt in den Ruhestand zu schicken. Man kann einen Sender auch enteiern, dann kann man sich noch am Erfolg in der Vergangenheit sonnen und dann war es das bald. Das dieser bekloppte RBB es nicht rafft, dass man sein Flaggschiff pflegen muss.
 
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Radioeins ist einfach verrückt, sowas wie den Markengern fast komplett zu einem Zeitpunkt in den Ruhestand zu schicken.
Ohne Hintergrundkenntnisse: es muss nicht Radio Eins sein, die das so festlegen. Das kann von "weiter oben" kommen. Andere Zeit, andere Situation: beim NDR gab es vor ca. 20 Jahren eine Methode, feste Freie, die "zu viele" Einsätze hatten, in Zwangspause zu schicken, damit sie sich keine weitergehenden Rechte erarbeiten. Könnte sogar beim RBB ähnlich gewesen sein. Es erwischte damals u.a. auch Paul Baskerville, der halt ein Jahr (?) lang nicht auf NDR Info senden durfte. Die waren da beim Programm bzw. bei der Nachtclub-Redaktion alles andere als glücklich damit, aber es musste halt so umgesetzt werden.
 
Man könnte in der ARD vieles, wenn man den Hörfunk am Leben erhalten (bzw. ihm vielerorts überhaupt erstmal wieder Leben einhauchen) wollen würde.

Wenn ... wollen ... würde...

Man will nicht. Das hat die ARD immer wieder bewiesen mit ihren Entscheidungen, die den Hörfunk betreffen. Von der Beseitigung kultureller Inhalte über die nicht-Weiterbeschäftigung dieses oder jenes Programm prägender Menschen (wobei eine Weiterbeschäftigung freilich immer nur vorübergehender Wirkung und nicht "nachhaltig" wäre, irgendwann versterben Menschen auch, so wollen es die Naturgesetze) bis zur unwiderbringlichen Vernichtung von Hörfunk-Kulturbauten.

Das Ganze bekommt für mich inzwischen makabererweise etwas "Schmerzlinderung" dadurch, dass mir immer klarer wird, dass das alles durch die Aktivitäten der ARD selbst nur vorgezogen ist. Ansonsten würde es wohl recht bald von außen kommen. Man geht also, bevor man zum Gehen gezwungen wird.
 
Ohne Hintergrundkenntnisse: es muss nicht Radio Eins sein, die das so festlegen. Das kann von "weiter oben" kommen. Andere Zeit, andere Situation: beim NDR gab es vor ca. 20 Jahren eine Methode, feste Freie, die "zu viele" Einsätze hatten, in Zwangspause zu schicken, damit sie sich keine weitergehenden Rechte erarbeiten. Könnte sogar beim RBB ähnlich gewesen sein. Es erwischte damals u.a. auch Paul Baskerville, der halt ein Jahr (?) lang nicht auf NDR Info senden durfte. Die waren da beim Programm bzw. bei der Nachtclub-Redaktion alles andere als glücklich damit, aber es musste halt so umgesetzt werden.
Klar gab es das beim rbb auch lange Zeit. Aber nicht so kraß wie beim NDR. Während dort Freie nach 15 Jahren überhaupt nicht mehr beschäftigt wurden, mußten sie beim rbb nach sechs Jahren für ein halbes Jahr in die Zwangspause und hatten danach aber immerhin gute Chancen, weitermachen zu können. Mich hat es 1999 getroffen: Nach in meinem Fall sechseinhalb Jahren Fritz war für sechs Monate Schluß, dann wechselte ich wie so viele zu radioeins.
 
Ich hab´s nur mit einem Ohr mitgehört, aber in der letzten Freitagssendung der Wosch´s wurde das Thema Nachrichten im Radio, vor allem deren Verankerung in der Region vs. Deutschlandweit besprochen.

Kathrin Wosch fabulierte da auf Nachfrage des Ehemanns in der Form, dass man "herauslesen" konnte, es würde sich auch auf radioeins bald bezüglich der Nachrichten etwas negativ verändern. Klang so, als würden zukünftig keine eigenen Nachrichten mehr gesendet, sondern nur noch übernommen. Sie könne sich ja nicht dazu äußern, aber.....

In diesem Zusammenhang sei auch an den Abgang von Jan Vesper hingewiesen.

Klingt jetzt alles spekulativ - aber müssen wir uns da auf eine massive Veränderung einstellen? Hat da schon jemand etwas läuten hören? Es wäre natürlich ein weiterer Baustein dazu, auch am Premiumprodukt weiter zu sparen und es zu entwerten, anstatt einen im Gesamtkontext "spottbilligen" Radiosender weiterhin zu einem Leuchtturm-Projekt zu entwickeln.

Mühli
 
Früher[tm], in der "guten alten Zeit" gab es Zentrralnachrichten in den ARD-Anstalten, an deren Ende nach "unser Programm" dann verlesen wurde, was jetzt im Ersten folgt (die Sendung für die Landfrau), im zweiten (die Serenade) und im Dritten (leichte Unterhaltungsmusik bis halb, danach ein politischer Kommentar). Das haben auch alle überlebt, obwohl nicht auf die Spezifiken eingegangen wurde ("leichte Sprache" für die Nachrichten im Unterhaltungsprogramm, heute gerne auch blödes Geblöke auf Stakkato-Beats für U- und Jugendwellen). Es gab überall die gleichen seriösen Nachrichten.

Auch RIAS 2, damals führend in Ostberlin und Süd- und Ostthüringen, übernahm die legendär näselnden Nachrichten von RIAS 1. Niemand störte sich daran, dass das nicht auf U-Wellen-Niveau runtergebrochen war.
 
In diesem Zusammenhang sei auch an den Abgang von Jan Vesper hingewiesen.

Die letzte Ausgabe von Herrn Vesper habe ich zufällig gehört. Das war meiner Erinnerung nach kein Abgang sondern der Gang in den Ruhestand. Und der kommt nun mal irgendwann. Ich persönlich finde es besser, wenn es ein vereinbartes Ende, wie z.b. den Ruhestand, gibt. Alles hat ein Ende und auch Radio1 muss und hat sich gottseidank immer weiterentwickelt.
 
Ich hätte ihn nicht so alt geschätzt. Ich habe noch dieses Bild vor Augen:
:eek:
 
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Das haben auch alle überlebt, obwohl nicht auf die Spezifiken eingegangen wurde ("leichte Sprache" für die Nachrichten im Unterhaltungsprogramm, heute gerne auch blödes Geblöke auf Stakkato-Beats für U- und Jugendwellen). Es gab überall die gleichen seriösen Nachrichten.
Völlig richtig. Das Problem ist nur, dass die Nachrichten heutzutage eher
auf U-Wellen-Niveau runtergebrochen
werden. Die diesbezüglichen Entwicklungen beim BR sind Dir ja bekannt. Nun unterscheiden sich glücklicherweise die radioeins-Nachrichten inhaltlich nicht nennenswert von den RBB-Zentralnachrichten. Von daher dürfte eine Fusion in diesem Fall ohne großen Qualitätsverlust möglich sein.
 
Ich hätte ihn nicht so alt geschätzt. Ich habe noch dieses Bild vor Augen:
:eek:

Bei Radio1 schaut er so aus. Schon etwas älter.

Zum Thema Radiosprecher. Anfang dieser Woche hat, ich glaube, Herr Porsche in der Nachmittagsschiene stark geschwächelt und keine Stimme mehr. Er wurde dann von Spallek und Oppenberg nach Hause geschickt.
Den Rest der Sendung hat eine mir vollkommen unbekannte Dame die Nachrichtenmoderation gemacht. Und sie hat das sehr gut gemacht. Mir persönlich ist die redaktionelle Arbeit, Aufbereitung und Auswahl der Nachrichten wichtig. Wenn sich daran nichts ändert, ist mir persönlich egal wer das moderiert.
Ich bin oft auch im hinteren Sachsen unterwegs und höre da zwangsweise Privatradio. Was da als Nachricht gewertet und teilweise auch von den Moderatoren kommentiert wird, läuft so wahrscheinlich auch auf RT DE.
 
Das war Josefine Grützmacherden Namen konnte ich mir echt gut merken ;) (sie stellte sich erst vor der zweiten "Lesung" vor). Ich fand als radioeins-Stammhörer sehr trocken, quasi eine Sprechmaschine — und hatte gleich die Vermutung, daß Sie vom Inforadio rüberkam als Aushilfe bzw. deren Nachrichten aufgeschaltet waren.

War "unterhaltsam" menschlich wie Porsche's Stimme mit jeder Stunde abbaute.
Ich freute mich dann für ihn, daß sie ihn nach Hause geschickt hatten. Mit DER Ausgangslage überhaupt in den Sender gekommen zu sein ist ein leuchtendes Beispiel für Job-Verantwortung.
Denke, daß man im Einzelstudio hier mal die Infektionsgefahr für die Kollegen vernachlässigen kann — sofern Josefine den Poppschutz und/oder Mikro-Kappe ausgetauscht hatte 😁
 
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Da Josefine Grützmacher an dem Nachmittag wie üblich die Nachrichten für rbb24 Inforadio und radio3 gelesen haben wird, kann sie nicht mal in die Nähe der Bazillen Wolfgang Porsches gekommen sein, da sie die Nachrichten in der Masurenallee in Berlin liest, während die Nachrichten für radioeins tagsüber zumindest zur Zeit noch in der Marlene-Dietrich-Allee in Potsdam-Babelsberg gelesen werden. Die radioeins-Hörer haben also nur einen Vorgeschmack auf das bekommen, was sie laut Einsparplänen des rbb in Zukunft auch tagsüber bekommen, die selben rbb-Zentralnachrichten rund um die Uhr auf allen Wellen.
 
Das war Josefine Grützmacherden Namen konnte ich mir echt gut merken ;) (sie stellte sich erst vor der zweiten "Lesung" vor). Ich fand als radioeins-Stammhörer sehr trocken, quasi eine Sprechmaschine

"sehr trocken" halte ich im Nachrichtenzusammenhang für ein positives Atribut. Und Josefine Grützmacher als "Sprechmaschine" zu bezeichnen, empfinde ich als Herabwürdigung, die nicht unwidersprochen bleiben sollte. Ihr Job ist es, Nachrichten zu lesen, und das macht sie ziemlich gut.
War "unterhaltsam" menschlich wie Porsche's Stimme mit jeder Stunde abbaute.
Ich freute mich dann für ihn, daß sie ihn nach Hause geschickt hatten. Mit DER Ausgangslage überhaupt in den Sender gekommen zu sein ist ein leuchtendes Beispiel für Job-Verantwortung.
Oder für ein buchstäblich ziemlich ungesundes Arbeitsklima, bei dem viele Menschen um ihre Aufträge fürchten, wenn sie Schwäche zeigen.
 
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