NKLs in Hessen müssen 2026 UKW verlassen

Der Radiotor

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Jetzt geht alles doch ganz schnell, für sieben Lokalradios kommt 2026 das UKW-Aus. Grund: Weniger Rundfunkbeitrag und eine Rüge des Landesrechnungshofes wegen dem teuren Simulcast DAB+/UKW. Problem in Deutschland sind halt die teuren Distributionskosten bei beiden Wegen. In anderen Ländern könnte man mit Eigenbetrieb sogar Kosten sparen und weiter parallel auf UKW/DAB+ senden.

 
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Jetzt geht alles doch ganz schnell, für sieben Lokalradios kommt 2026 das UKW-Aus. Grund: Weniger Rundfunkbeitrag und eine Rüge des Landesrechnungshofes
Lokalradios? Offene Kanäle trifft den Kern wohl besser! Das sind doch auch so schon mit DAB+ richtige paradiesische Zustände für funkende Bürger und Radiofans in Hessen. Nicht mal in NRW gibt es diesen Luxus der offenen Radios. Da sollten alle glücklich sein, dass nicht die Sender komplett gestrichen werden. Ich kann die LPR schon verstehen, wenn sie die Verbreitung via UKW aus Kostengründen einstellen lässt. Der Betrieb der Sender über DAB+, die Gema/GVL-Kosten und Funkhausmieten so wie Geld für das "Sendepersonal" sind auch kein Pappenstiel. Werden im Süden jetzt endlich eigentlich alle offenen Radios simultan auf DAB+ verbreitet - oder gibt es nach wie vor ein Wechselspielchen zwischen den Sendern mangels DAB+ Kapazitäten? Das wäre natürlich dann blöd, wenn zwei Sender dann immer noch ein halbes Jahr "Zwangspause" hätten und ohne UKW gar nicht mehr senden könnten. Habe eh nicht kapiert, warum man die Sender dann nicht in Mono bei DAB+ einstellt. Somit müssten sich aus 2 Plätzen dann doch 4 machen lassen...
Aber sonst ist es doch nur ein konsequentes Vorgehen der LPR, was ich bei knappen Kassen nachvollziehen kann. Was nur mit den Sendern passiert, wenn es tatsächlich bei einer neuen Regierung irgendwann keine Zwangsgebühren mehr geben wird? Ob sich dann Fördervereine für den Erhalt finden und gründen? Wenn es solche Vereine geben würde, könnten die Sender doch auch ggf. auf eigene Kosten auf UKW weitersenden. Das muss ja nicht zwingend über eine "Brotkastenfirma" gestemmt werden. Günstige Transmitter gibt es in Holland oder China und eine Funklizenz kann man bestimmt auch einfach absolvieren.
Werden die UKW Frequenzen dann automatisch an die LPR zurück gegeben?
Ich denke ja. Und die LPR könnte sie dann neu ausschreiben für interessierte Privatfunker wie Rock-Antenne, Radio Teddy, Metropol FM oder Radio Vidovdan...
 
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Hm, ich glaube eigentlich kaum daran, dass diese Frequenzen nochmal eine Nachnutzung erfahren werden. Bei mir in Mittelhessen sind in diesem Jahrzehnt bereits vier Sender stillgelegt worden: 99,2/105,2/107,5 in Gießen und 105,0 in Wetzlar. Natürlich, manche davon waren auch wirklich mit aller Gewalt ins Band gepresst, aber für manche hätten sich sicher Nachnutzer gefunden, etwa Radio Teddy. Die Frequenzen sind aber bis zum heutigen Tage nicht ausgeschrieben worden, genau wie es ja meines Wissens auch keine Neuausschreibung der 102,6 in Hessisch Lichtenau gab, nachdem Rundfunk Meißner diese 2018 aufgeben musste.
Ich glaube also, mit dieser Entscheidung war es das dann für die Frequenzen an diesen Standorten. In Marburg wird dann auch Otto Normalo MDR Jump vom Inselsberg empfangen können, bei Tropo hat SWR Kultur vom Raichberg freie Bahn, ohne Störungen von Radio X aus Frankfurt. In den Wiesbadener Höhenstadtteilen könnte auf 92,5 RTL Luxemburg wieder hörbar werden, in Höhenlagen rund um Darmstadt Antenne 1 auf 103,4.
 
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Lokalradios? Offene Kanäle trifft den Kern wohl besser! Das sind doch auch so schon mit DAB+ richtige paradiesische Zustände für funkende Bürger und Radiofans in Hessen. Nicht mal in NRW gibt es diesen Luxus der offenen Radios. Da sollten alle glücklich sein, dass nicht die Sender komplett gestrichen werden. Ich kann die LPR schon verstehen, wenn sie die Verbreitung via UKW aus Kostengründen einstellen lässt. Der Betrieb der Sender über DAB+, die Gema/GVL-Kosten und Funkhausmieten so wie Geld für das "Sendepersonal" sind auch kein Pappenstiel. Werden im Süden jetzt endlich eigentlich alle offenen Radios simultan auf DAB+ verbreitet - oder gibt es nach wie vor ein Wechselspielchen zwischen den Sendern mangels DAB+ Kapazitäten? Das wäre natürlich dann blöd, wenn zwei Sender dann immer noch ein halbes Jahr "Zwangspause" hätten und ohne UKW gar nicht mehr senden könnten. Habe eh nicht kapiert, warum man die Sender dann nicht in Mono bei DAB+ einstellt. Somit müssten sich aus 2 Plätzen dann doch 4 machen lassen...
Aber sonst ist es doch nur ein konsequentes Vorgehen der LPR, was ich bei knappen Kassen nachvollziehen kann. Was nur mit den Sendern passiert, wenn es tatsächlich bei einer neuen Regierung irgendwann keine Zwangsgebühren mehr geben wird? Ob sich dann Fördervereine für den Erhalt finden und gründen? Wenn es solche Vereine geben würde, könnten die Sender doch auch ggf. auf eigene Kosten auf UKW weitersenden. Das muss ja nicht zwingend über eine "Brotkastenfirma" gestemmt werden. Günstige Transmitter gibt es in Holland oder China und eine Funklizenz kann man bestimmt auch einfach absolvieren.

Ich denke ja. Und die LPR könnte sie dann neu ausschreiben für interessierte Privatfunker wie Rock-Antenne, Radio Teddy, Metropol FM oder Radio Vidovdan...
ZITAT: "Lokalradios? Offene Kanäle trifft den Kern wohl besser!"
- Nein! Die NKLs in Hessen sind, wie es der Name schon sagt, "Nicht_Kommerzielle_Lokalradios", die jeweils von einem gemeinnützigen Verein mit nur einem Zuschuss aus dem Rundfunkbeitrag (entgegen oftmaliger Behauptung NICHT aus Steuermitteln!!) finanziert und rein ehrenamtlich selbst betrieben werden. Die restliche Finanzierung muss durch den Betreiberverein aus Spenden und eigenen Beiträgen mit einem prozentualen Mindestsatz erfolgen (wenn nicht erreicht, wird der Zuschuss entsprechend gekürzt). Dies ist ein gravierender Unterschied zu "Offenen Kanälen", die üblicherweise von einer zuständigen Medienanstalt eingerichtet, betrieben und meist vollständig bezahlt werden (siehe wohl Berlin: "Alex"). Allein schon da besteht ein gravierender Unterschied zwischen beiden Varianten.

ZITAT: "Funkhausmieten so wie Geld für das "Sendepersonal"
- Falsch gedacht!!! Die Miete muss aus dem Vereinsetat bezahlt werden. Das "Personal" arbeitet fast ausschließlich ehrenamtlich. Die wenigen Ausnahmen müssen aus dem eigenen Etat (Spenden [weitere werden gerne entgegengenommen und sind steuerlich absetzbar 😎] , Mitgliedsbeiträge und dem schon angesprochenen Zuschuss der Medienanstalt) "bezahlt" werden. (von der "Bezahlung" kann keiner leben).

ZITAT: " Werden im Süden jetzt endlich eigentlich alle offenen Radios simultan auf DAB+ verbreitet - oder gibt es nach wie vor ein Wechselspielchen zwischen den Sendern mangels DAB+ Kapazitäten"
- ALLE sieben hess. NKLs senden seit 01.01.2024 auf den beiden DAB+ - Blöcken (drei Nord-NKLs auf 6A, vier Süd-NKLs auf 12C) auf eigenen 24-Std Sendeplätzen. Es gibt auf Süd KEIN "Splitting" mehr, auf Nord gab es das NIE.,

ZITAT: "...interessierte Privatfunker wie Rock-Antenne, Radio Teddy, Metropol FM oder Radio Vidovdan..."
- "Radio Vidovdan" hat den Sendebetrieb im Jahr 2025 schon länger eingestellt. Ab 01.01.2026 sendet dann "NIUS" auf beiden Blöcken.. Ich gehe mal davon aus, dass die NKL-Frequenzen NICHT wieder neu belegt werden.

Sorry, ist ein längerer Beitrag geworden. Hoffe der immer wieder verbreitete "Unsinn" über die hessischen NKLs hat damit erst einmal ein Ende.
 
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