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Ob Sommer, ob Winter – immer die gleiche Leier beim Wetter

radioo

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Dass das Wetter eine wichtige Rolle spielt, ist klar. Aber müssen so viele Moderationen bei den Öffis immer und immer wieder dieses Thema aufgreifen?

Einzig die Klassikwellen sind da wesentlich entspannter und zurückhaltender. Wenn draußen Sommer oder Winter ist, wissen das sicherlich die meisten Menschen. Und dass es je nach Ausprägung der jeweiligen Jahreszeit mal heißer und mal frostiger zugehen kann, ergibt sich aus der jeweiligen Lage.

Dass viele Leute zu hohe bzw. zu niedrige Temperaturen unangenehm empfinden wird ja nicht dadurch besser, dass die Moderatoren es von Stunde zu Stunde immer wieder runterbeten. Mich nervt diese Art der Moderation. Ein/zweimal zwischendurch ginge ja noch, aber vom ständigen Anmerken ändert sich daran in der Regel nichts. Ich denke sogar, dass dieses ständige Draufstoßen auf die jeweilige Temperaturlage das Empfinden der Leute vielleicht sogar noch unnötig verstärkt.

Wenn ich bspw. eine Wunde am Arm habe und vielleicht abgelenkt bin, will ich ja auch nicht alle halbe Stunde hören, übrigens deine schmerzhafte Wunde und so kommt mir der Umgang mit dem Wetter bei den meisten Sendern vor. Man merkt doch auch ohne Kommentar dass es heiß ist. Was bringt es also?

Es soll sicherlich sympathisch wirken und Mitgefühl bei der Zuhörerschaft auslösen, aber man kann es auch übertreiben. Hier mal ein Querschnitt vom heutigen Tag. Persönlich würde ich sagen, weniger wäre hier wirklich mehr. Und man könnte ja auch mal eine souveräne Moderation machen und nicht immer nur alles als Belastung werten. Würde vielleicht auch ein Beitrag sein, die Umstände erträglicher zu machen.

Darüber hinaus bin ich mir sicher, dass es genau so gemacht werden würde, wenn der Sommer zu regnerisch wäre. Dann würde so ziemlich jede Moderation diesen Umstand bedauern. Immer wie es gerade passt, um mehr oder weniger "rumzunörgeln".

Privatsender maches es übrigens auch nicht unbedingt besser, aber hier liegt keine Finanzierung der Allgemeinheit zugrunde. Die Öffis wollen ja eigentlich Vielfalt abbilden. Beim Thema Wetter (Sommer wie Winter) scheint man sich quer durch die Republik doch weitestgehend einig zu sein.

Und außerdem sitzen die meisten Moderatoren sicherlich im klimatisierten Studio, sind also von Hitze- oder Kältewellen während ihrer Arbeit überhaupt nicht selbst betroffen.

Part1:
Anhang anzeigen Sommer_P1.mp3
Part2:
Anhang anzeigen Part2.mp3
 
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Danke! Über die absolut nicht neutrale Darstellung der Wettervorhersagen ärgere ich mich regelmäßig. Ist aber kein ÖRR-spezifisches Problem, sondern bei allen weit verbreitet. Viel zu oft höre ich Formulierungen wie „Schönes Wetter“, „ab morgen dann wieder schön“, „heute grau, trüb und kein schönes Wetter in Sicht“ etc.
Was ist eigentlich „schön“ an diesem und „nicht schön“ an anderem Wetter? Sind das Ergebnisse ominöser Marktforschung? Tipps von Frau Malak?
Manchmal könnte man meinen, die Betrachtung der Wettervorhersage würde im Einklang mit einer immer enger werdenden Musikrotation stehen. So wie angeblich alle Hörer nur die gleichen 50 Hits der 80er Hörer wollen, haben alle auch die gleiche Einstellung zum Wetter. „Schön“ sind Sommer, blauer Himmel, Sonnenschein, keine Wolke, kein Wind und um Gotteswillen ja kein Niederschlag. Jeden Tag das gleiche Wetter für immer, begleitet von den immer gleichen Hits.
Das Problem dabei: es blendet so viele andere Realitäten (Landwirtschaft, Flora & Fauna, Wasserversorgung etc.) komplett aus.
 
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Was ist bei euch im Gespräch mit anderen Menschen im Moment das absolute Topthema ? Neben Fußball vielleicht ? Richtig !
Ich höre auch keine großen wissenschaftlichen Abhandlungen, sondern kurze Breaks in Sekundenlänge. Hörer ganz kurz und schmerzlos abgeholt - alles richtig gemacht !
 
ohne die Hinweise der ÖRRs würden wir wohl alle sterben.
Leicht OT: Weil aber nicht jeder dauernd Radio hören kann, hat z.B. die Uniklinik Münster eine groß angelegte Kampagne in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Design der örtlichen FH gestartet, um ihre in Gesundheitsfragen naheliegend völlig unbedarften Ärzte, Pfleger, Mitarbeiter und Patienten im Umgang mit der tödlichen Gefahr zu unterstützen ("Viel trinken!" etc.). Daran kann man sehen, dass sich dieser Irrsinn mittlerweile komplett durch alle Bereich zieht.
 
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Dass das Wetter eine wichtige Rolle spielt, ist klar. Aber müssen so viele Moderationen bei den Öffis immer und immer wieder dieses Thema aufgreifen?

Privatsender maches es übrigens auch nicht unbedingt besser, aber hier liegt keine Finanzierung der Allgemeinheit zugrunde. Die Öffis wollen ja eigentlich Vielfalt abbilden. Beim Thema Wetter (Sommer wie Winter) scheint man sich quer durch die Republik doch weitestgehend einig zu sein.

Und außerdem sitzen die meisten Moderatoren sicherlich im klimatisierten Studio, sind also von Hitze- oder Kältewellen während ihrer Arbeit überhaupt nicht selbst betroffen.

Was haben denn die meisten Verkünder in ihrer Vita stehen? Wo kommen denn heutzutage die tollen Moderirenden her?
Die Trainer der Privatsender haben das den Leuten schon richtig eingetrichtert.
 
Die wichtigsten Fragen werden als Service-Thema natürlich nicht gestellt:
Was bedeutet das für meinen Urlaub? Muss ich noch nach Italien reisen, um Sonne zu tanken?
Wie viel Sand benötige ich für meinen kleinen Privatstrand und wo bekomme ich ihn günstig her?
Kann ich meine Spiegeleier auch auf der Fensterbank braten?
Hat der Discounter vor Ort genug Grillfleisch im Regal?
 
Das Wetter ist ein Plauderthema, spricht doch nichts dagegen.
Unnütz finde ich es, grade bei Programmen mit großem Sendegebiet wie beim NDR oder gar bundesweite Stationen, wenn nicht spezifiziert wird.
"Heute werden´s 20 bis 32 Grad. Am Abend dann ...".
Aha, danke, hätte ich nicht gedacht.

DANN sollte man sich auch noch einige Sekunden zusätzlich nehmen, um es zumindest grob aufzuschlüsseln.
 
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Ich befürchte, dass sie dauernd über das Wetter reden - was mich ebenfalls mehr als einfach nur nervt - liegt daran, dass es billig produzierbarer Nullkontent ist. Hintergrundinfos zu Verhaltensweisen sind ja völlig in Ordnung, aber Gejammer über Wärme und Kälte nicht.
 
Naja, tägliches Knacken der Allzeit-Höchsttemperatur in Deutschland (heute Saarbrücken mit über 40 Grad) und 29 Grad nachts um Mitternacht sind alles andere als normal. In Südfrankreich oder in Tunesien evtl, aber nicht in Deutschland.

Und dass seit der Ahrkatastrophe viele jetzt übervorsichtig bei den Wetterphänomenen sind, ist verständlich. Alle haben sich in Sachen Hochwasserschutz 100 Jahre lang auf die Mosel, den Rhein und andere große Flüsse konzentriert, die eher kleine Ahr hatte da keiner auf dem Schirm und mal ehrlich: diese Flutkatastrophe konnte in der Heftigkeit keiner voraussagen und sowas gab es auch nur vor mehreren Jahrhunderten.

Trotz aller Warnungen kollabieren immer noch Kinder in 60 Grad heißen Autos und es ertrinken gesunde Menschen bei Sprüngen in die Flüsse.

Sei es extreme Kälte, Hitze oder Starkregen, besser einmal mehr gewarnt, als nicht.

Ob man das als Panikmache empfindet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich finde Temperaturen über 35 Grad als antrengend. Immerhin: Montag gibt es wieder moderate Temperaturen.
 
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