Sehr Schade, wie mann so einfach ein programm erst mit power hochbekommt auf erfolg. plözlich runter fährt!
Es ist immer das Gleiche:
Nur weil ich etwas Falsches behaupte, wird es nicht wahr! Das nimmt hier langsam Trumpsche Züge an.
Und nur weil Antenne wie jedes andere Unternehmen tolle Pressemitteilungen mit Superlativen veröffentlicht, bedeutet das nicht, dass alles in Butter ist - im Gegenteil! Ich empfehle die Lektüre der Pressemitteilungen aus der Zeit, als allein das Hauptprogramm noch die Millionenmarke geknackt hatte. Die lesen sich Wortlaut gleich zu denen, die Antenne heute jedes Jahr dreimal zu Funk- und Mediaanalyse verschickt mit inzwischen weit unter einer Million Hörer im Hauptprogramm. Warum? Weil man jetzt einfach die Zahlen der kompletten Antenne-Bayern-Gruppe veröffentlicht inklusive Rock Antenne, Oldie Antenne und sämtlicher Streams. Und da ist man trotz personellem und technischem Mehraufwand und zusätzlicher Kosten für Rechte inklusive GEMA und Co. gerade wieder über der Millionenmarke (1,18 Mio ABY-gesammt).
Um das ein für alle Mal klarzustellen:
Oldie Antenne selbst war statistisch nachweisbar
in Bezug auf das Sendegebiet nie erfolgreich, schon gar nicht in der Reichtweite, weder im weitesten Hörerkreis, noch in der Stunden-Netto-Reichweite. Und nach Letzterer wird in der überregionalen Vermarktung bezahlt. Dazu kommt der deutlich höhere Anteil an Hörern außerhalb der werberelevanten Zielgruppe.
Es mag sein, dass man in der Eigenvermarktung über die SpotCom mit dem Füllen der Alterslücke im eigenen Angebot mit der Oldie Antenne den eigenen Werbekunden "ein Zuckerl" wie man in Bayern sagt bieten konnte. Nur reden wir hier über betriebswirtschaftliche Peanuts.
Wenn ich mit einem überregionalen Programm in der überregionalen Vermarktung punkten kann, dann reden wir sehr schnell von Summen im sechsstelligen Eurobereich. Wenn ich das nicht tue, muss ich überlegen, ob ich damit nicht einfach Ressourcen binde, die ich in einem angespannten Markt anders besser gebrauchen könnte.
Zusammenfassung: Die Diskussion hier ist inhaltlich tot. Die Geschichte ist erzählt. Es mag sein, dass das für Fans und Romantiker bitter ist, aber wie leben im Jahr 2026 und damit dem sechsten Krisenjahr in Folge für die ganze Branche. Und ausdrücklich
ALLE Medienunternehmen befinden sich auf Konsolidierungskurs! Ja, die Verleger als Gesellschafter haben über Jahre und Jahrzehnte gut verdient. Aber die Unternehmen selber sind meistens Studiobetriebs-GmbHs und KGs. Sprich: Wenn das Unternehmen unrentabel wird und der Gesellschafter nicht zusätzliches Geld hinein stecken will, dann war es das. Das Beispiel "Allgäu" sollte allen eine Mahnung sein. Da wollte der Hauptgesellschafter auch nichts mehr auffangen. Das Ende ist bekannt: Schlüssel umgedreht, Strom abgeklemmt, Lizenz zurückgegeben und Funkstille.