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radiofreund

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Das kleine Lokalradio Neckarburg aus dem Schwarzwald zeigt, wie's auch anders gehen kann. Zwischen 18-20 Uhr gibt's nach jedem Musiktitel z.T. recht ausführliche Wortbeiträge (manchmal 3-4Minuten). Von 19-20 Uhr wird mit lokalen Promis oder Vereinen getalkt. Und zu anderen Zeiten wird in Sachen Wort auch einiges geboten. Moderatoren beschränken sich nicht darauf, Uhrzeiten und "Was sind wir doch toll"-Sprüche runterzubeten. Es gibt
Servicethemen, Gewinnspiele, aktuelle Meldungen u.v.m. Und das z.T. bis 24 Uhr!

Wohlgemerkt: Radio Neckarburg gehört zu den kleinsten Lokalsendern Baden-Württembergs.
Und seine Programmphilosophie bewährt sich nun schon seit über 11 Jahren!
 

DerRADIOLOGE

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Das ist ja knuffig...

http://www.radio-neckarburg.de

Zitate aus der "Preisliste":

-Sponsoring: pro Einheit 11,50 DM; oder 20 Minuten Musik mit zweimaliger Nennung des Sponsors 156.-DM

-Arbeitsmarktdurchsage: einzeln 5,20 DM pro Sekunde

-Veranstaltungsdurchsage für Vereine:
6 Sendungen (Mo-Sa) 6.80 DM pro Sekunde

-Werbemelodien: 80,00 DM

-Die Aufnahme mit einem Sprecher ohne weitere Musik oder Geräusche erfolgt ohne Berechnung.


smile.gif
 

Pirni

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Zu dem da:

>>He, Radiokatze und Opa Pirni!

Ich glaub die Verhätnismäßigkeit ist euch nicht so ganz klar?
Wenn bei einem Lokalradio der Jahresüberschuß lediglich zwischen 10 und 100 TDM liegt. Dann kann sich das Radio keine moderierte Nacht leisten.
Weder aus Liebhaberei, noch aus Image-Pflege.<<


Jungen Leuten, die keine Vergleichsmöglichkeit haben, kann man ja allerhand vorlügen ! Ich habe es jahrzehntelang bei Privatradios erlebt ´( erst im Ausland, dann noch die Achtziger Jahre in Deutschland): Die Abend- und Nachtmoderatoren kosteten damals dem Sender NICHTS !! Die brachten sogar noch Geld, indem sie die Sponsoren für ihre Personality-Sendungen selbst besorgten. Beispiel: Ein Moderator einer Oldie und Countrysendung spielte am Anfang und am Ende der Stunde eine Widmung einer LKW-Werkstatt und eines Taxiunternehmens, eine Kuppel-Sendung um Mitternacht wurde gesponsert von einem Heiratsinstitut und eine andere Musik-Spezialsendung von einem Musikhaus. Es war nicht das große Geld, aber die Kosten für diese Nachtsendungen wurden leicht gedeckt !
Und die Sekretärin hatte keine Minute mehr Arbeit, wenn statt des Selectorprogrammierers halt der Nachtmoderator mehr arbeitete, der meist als Selbstständiger seine Abrechungen selbst machte.
Die heutigen PDs und Formatradio-Nur Morningshowbefürworter reden oft solchen Schwachsinn daher, daß mir schwindelig wird !
ICH glaube nicht, daß etwas, das heute noch im Ausland möglich ist und was bei uns in den Achtzigerjahren noch möglich war, jetzt plötzlich nicht mehr möglich sein sollte !
Man WILL einfach nicht ! Am liebsten möchte man überhaupt nur noch einen menschenleeren Computersender, wo nur noch der WErbespotverkäufer die Werbebuchung reinstellt ! Aber die Hörer werden da nicht mitmachen.

Denkt denn niemand daran, daß man eine moderierte Abendsendung auch verkaufen kann, viel besser als die unmoderierte Computerschiene ?
 
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