• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Quo vadis, Deutschlandradio?

  • Ersteller Ersteller CosmicKaizer
  • Erstellt am Erstellt am
Im Deutschlandfunk lief vorletzte Nacht ein Beitrag über die privatisierte Wasservorsorgung in Stuttgart - Titel: 130 Liter.

Der Beitrag wurde von jungen Leuten gemacht, welche sich

- Roon
- Anastasija
- Thoms und
- Katharina

nannten.

Frisch im Doppel moderiert, sachlich und gut recherchiert und im "Abspann" wurden der Tontechniker, Komponist der Hintergrundmelodien & Geräusche genennt und die beiden jungen Frauen stellten sich gegenseitig vor.

Diesen Beitrag finde ich mehr als gelungen, ja sogar Überragend und schlage diese Macher für den Radiopreis vor!

In Kürze als Podcast hörbar beim Deutschlandfunk, Titel: "130 Liter".

Meine persönliche Top-Empfehlung - so macht Radiohören Spaß!!

R.
Dieser Podcast läuft auch derzeit samstags als "Empfehlung" des Wochenendjournals (welches somit faktisch 6 Wochen lang pausiert):
 
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mehr als gelungen, ja sogar Überragend und schlage diese Macher für den Radiopreis vor!
Ok, dann schauen wir doch mal kurz auf die Landingpage


"130 Liter – so viel Trinkwasser verbrauchen wir im Durchschnitt täglich. Dass es nicht mehr für alle reichen wird, können wir uns in Deutschland kaum vorstellen. Doch der Streit um die wertvolle Ressource Wasser hat längst begonnen. Wir zeigen wo."

Quelle für die erste Behauptung - Fehlanzeige. Und wer sind eigentlich diese ganzen "wirs"? Dann höre ich den Trailer. Die Stimme sagt, "ich habe mich auf die Suche gemacht" und ein paar Sekunden später schon wieder "wir". Ich erfahre nicht, wer gemeint ist. Und dann überhaupt diese Übersichtsseite. Eine Nummerierung der Folgen scheinen deine radiopreiswürdigen Macher als überflüssig zu erachten, dafür hatte der Teaser-Grafiker die Idee, das mit fortlaufenden Teilen der Pegelstand immer weiter sinkt, bis zur letzten Folge Deutschland nahezu ausgetrocknet wäre. Da alle Folgen scheinbar gleichzeitig online gekippt wurden, steht immer dasselbe Datum da.

Also statt preiswürdig eher: zurück zu den Basics für (Online-)Journalismus in der ersten Ausbildungswoche.

PS: Zum Podcast-Titel gab es neulich einen nachdenkenswerten Artikel:

 
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Quelle für die erste Behauptung
Statistisches Bundesamt. Das ist mehr oder weniger Allgemeinwissen, jedenfalls halte ich das beim Einstieg in einen Podcast für eine lässliche Weglassung. Ansonsten aber gebe ich dir recht, eine besondere journalistische Leistung kann ich in dem Beitrag auch nicht erkennen. Dieses Wasserthema ist in dieser und ähnlicher Form schon hundertfach durch Lokalzeitungen und andere Medien geflossen, da wurde ganz sicher die Welt nicht neu erfunden.
 
Im Deutschlandfunk lief vorletzte Nacht ein Beitrag über die privatisierte Wasservorsorgung in Stuttgart - Titel: 130 Liter.

In Kürze als Podcast hörbar beim Deutschlandfunk, Titel: "130 Liter".

Meine persönliche Top-Empfehlung - so macht Radiohören Spaß!!
Dieser Podcast ist "ein Beitrag zur Denkfabrik von Deutschlandradio. Im Zentrum steht ein Debattenthema, das jedes Jahr vom Publikum gewählt wird und mit dem sich die Deutschlandfunk-Programme dann kontinuierlich beschäftigen. 2024 lautet das Thema „Es könnte so schön sein… Wie gestalten wir Zukunft?“. "

https://www.deutschlandradio.de/neu...um-unser-trinkwasser-deutschlandfunk-100.html
 
Statistisches Bundesamt. Das ist mehr oder weniger Allgemeinwissen,
Ok, kann man so sehen. Zur einer seriösen Quellenangabe gehört für mich aber auch der Erhebungszeitraum. Der Satz ist im Präsenz formuliert, ich ahne, für den Zeitpunkt der Podcastveröffentlichung hat das StBA keine aktuellen Werte geliefert. Diese 130 Liter sind also wie alt? Und diese Podcast-Seite steht ohne Erstellungsdatum nun vermutlich noch Jahre online. Hier geht es nicht um die Seminararbeit eines Oberschülers sondern die Spitze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland.
 
Nochmal: Das Thema in all seinen Facetten wird von nahezu jeder Lokalzeitung in den Saure-Gurken-Wochen jährlich einmal durchs Dorf getrieben, mal besser, mal schlechter. Die Podcast-Version ist weder eine journalistische Sonderleistung noch grottig schlecht, sondern einfach nur das Gleiche in neuem Gewand. Wenn jemand da schon der Begeisterungshammer durch den Lukas obennausgeht, dann ist er vielleicht einfach nur an biederes Minimalnieveau gewöhnt und staunt, dass mal irgendwo etwas mehr als die gewohnte und erwartete heiße Luft herauskommt.

Un dnoch eine Überlegung: Vielleicht findet das ja deshalb "nur" im Podcast statt, weil es im linearen Deutschlandfunk den Ansprüchen nicht genügt hätte.
 
Noch einmal zu den Wiederholungen: Sie nehmen ja jetzt schon deutlich zu. Heute Nachmittag wurde ein Beitrag aus Wissenschaft im Brennpunkt wiederholt, am frühen Abend auf DLFK ein Zeitfragen Feature.
 
Wird noch, bis einschließlich dieser Woche.

Noch einmal zu den Wiederholungen: Sie nehmen ja jetzt schon deutlich zu. Heute Nachmittag wurde ein Beitrag aus Wissenschaft im Brennpunkt wiederholt, am frühen Abend auf DLFK ein Zeitfragen Feature.
Korrekt muss es heißen, "WiB wiederholte ein Zeitfragen-Feature vom letzten Donnerstag" (!), dagegen ist die im DLFK gelaufene Wiederholung vom Vorjahr fast schon (unschöner) Standard.
 
In "Rock et cetera" am Sonntag Nachmittag, also zur besten Sendezeit, lief ebenfalls eine Wiederholung. Auf dem "Freistil"-Sendeplatz läuft seit Ende Juni nichts neues.
 
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Und Freistil gibt es ja auch gar nicht mehr.
Ach, weil die bisher letzte Sendung "Wie man sich am besten verabschiedet: Die Kunst des Abgangs" hieß?

Auf der Landingpage steht weiter "Sonntag • 20:05 Uhr"


PS: Es ist wirklich bitter. Für Infos benötigt der treue Stammhörer Zugriff auf die Privatpresse, hinter deren Paywall man dann erfährt:

"... das hat die Sendungen auf diesem Programmplatz sonntagabends im Deutschlandfunk mehr als zwanzig Jahre lang ausgemacht: dass sie offener waren in der Form, der Herangehensweise, der Themenauswahl als klassische Radiogenres wie zum Beispiel das Feature. Der Titel dieses Sendeplatzes war immer Programm: Freistil. Vielleicht trifft es das am besten: Freistil ist stets Feuilleton gewesen. Also (meistens) kluge Gesellschaftsbeobachtung.

Von Juli an wird aus dem Freistil- ein zusätzlicher Feature-Sendeplatz. Die ersten bereits angekündigten Sendungen deuten darauf hin, dass es politischer werden könnte im Deutschlandfunk zum Ausklang des Wochenendes."
 
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Ist das neu, daß die Sendungen „Wortwechsel“ und „Tacheles“ eine Sommerpause machen ? „Studio 9“ wurde gestern bis 19 Uhr gesendet und für „Tacheles“ läuft heute eine Wiederholung von „Im Gespräch“.
 
Es ist leider kein zusätzlicher Feature-Sendeplatz am Sonntagabend, sondern es wird lediglich das Feature vom Samstagabend auf DLF Kultur wiederholt. Ebenso wird das Feature am Freitagabend auf DLF am folgenden Dienstagabend auf DLF Kultur wiederholt. Also jede Woche zwei Feature eingespart.
Was mir dazu auffällt: "Feature" gilt nicht als "Sendung", sondern hat eine eigene Webpräsenz (www.hoerspielundfeature.de). Was bedeutet, dass man z.B. das Sophia Loren-Feature "Sie schaut, sie lockt" von gestern abend 20:05 Uhr nicht nachhören kann, da es auf der DLF-Webseite dafür gar keine Seite gibt. Aus der Programmübersicht wird gleich rausverlinkt.
 
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