• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Quo vadis, Deutschlandradio?

  • Ersteller Ersteller CosmicKaizer
  • Erstellt am Erstellt am
Irgendwie scheint es bei DLF Kultur nicht aufzufallen, daß die Nachrichten nachts doppelt angekündigt werden. Erst durch den Jingle vor den Nachrichten, dann nochmal durch den Sprecher des DLF. Hier reichte doch kurz die Senderkennung, ohne Nachrichten.
 
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... und, seid ihr auch so begeistert vom "Magazin-Newsletter" wie ich? 👏

Was man da nicht alles lernt. Zum Beispiel, dass es nun hip ist, den ganzen Text fett zu setzen. Und dass es beim DLF eine Redaktion "Musikjournalismus Aktuell" gibt.

Das alte gedruckte Magazin aber komplett vergessen lässt das herunterladbare "Das ganze Programm der kommenden Woche im Überblick" (sic!).

Statt störender Seitenzahlen erfahre ich auf jeder (!) Seite: "Ausgedruckt am 10. Januar 2025 08:58.55". Mein Haushaltsbudget freut sich, dass die farbigen Tintenpatronen komplett geschont werden. Das in der Vorschau noch abgebildete Deckblatt spart man sich in der pdf-Datei, wie auch das Nova-Programm. Und man merkt endlich, wie blöd die "Das Magazin"-Macher jahrelang waren. DLF und DLFK übersichtlich für den Tag nebeneinander - Unsinn! Ein drei Spalten-Layout für jeden Sender einzeln ist doch viel schicker. Großartig auch der sprechende Dateiname "vorschau-kw3-100" - nicht so schüchtern, schreibt ruhig noch Deutschlandradio als Urheber rein.

 
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Hat doch etwas Retro-Charme, denn genau so wurde es jahrelang abgedruckt im Heft (und auch zum Download bereitgestellt).
 
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Ich fasse mal zusammen: Finanzmittel werden zum Bereich "Digitales" und dessen Distribution (im Netz) umgeschichtet. Es gibt neue Programmstrecken, mehr Podcasts im linearen Programm, und die Sendungen werden nicht mehr zwingend von Fachredakteuren präsentiert. Ein Intendant sagt bereits vor ein paar Jahren, er wolle den DLF für die "Generation RTL" interessant machen.

Geht man an die Sprechernachrichten, die zwischen vier und acht Minuten dauern, ran? Eliminiert man wie WDR 5 den Zeitfunk nachts und am Wochenende? Das wäre Horror, dann könnte ich auf den öffenlich-rechtlichen Hörfunk in Deutschland verzichten.
 
Könnt ihr noch


aufrufen?

Mich hat man wohl geblockt.


Access Denied

You don't have permission to access "http:////www.deutschlandfunk.de/" on this server.
Reference #18.8b621302.1737803878.151ab

hhhhttps:////errors.edgesuite.net/18.8b621302.1737803878.151ab


Update: Nach 10 Minuten Pause gehts wieder.
 
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Dass du glaubst, der Deutschlandfunk würde dich persönlich von seinen Angeboten ausschließen, sagt mehr über dich, als du glaubst.
Konnte das reproduzieren, liegt wohl an dem zu langen Text, den ich auf https://www.deutschlandradio.de/kritik-und-anregungen-100.html abzuschicken versuchte. Eine maximale Textlänge ist nicht angegeben, habe das Formular wohl mit zu vielen Details "gesprengt" 💣.

Kommt nur die Meldung:
"Es ist ein interner Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Wir bitten um Entschuldigung."


Aber ja @Ukulele, mein Foto mit aufgemalter Zielscheibe hängt bei denen ganz bestimmt in jedem 2,5ten Büro. 🏴‍☠️
 
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Hier kein 🎉-Thema und im Magazin-Newsletter eine Woche zu spät:

"Deutschlandfunk Nova startete vor 15 Jahren
Am 18. Januar 2010 ging in unserem damaligen Studio die rote Lampe an und wir waren „on air“! Damals hießen wir noch „DRadio Wissen“. Wir wollten vieles anders machen und die Mischung war zu Beginn ziemlich wild: Themen aus der digitalen Welt, eine Reportage über Knochenflöten und danach Nachrichten auf Latein. Über die Jahre haben wir uns entwickelt, Social Media kam dazu, wir haben viele Podcasts für ein jüngeres Publikum gestartet. Mit dem Radioprogramm bieten wir heute − neben den sorgfältig recherchierten Inhalten − eine echte musikalische Alternative. Was uns bei allen Entwicklungen geblieben ist: der Spaß daran, etwas auszuprobieren."
 
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Die 3 minütigen Nachrichten um 20 und 22 Uhr, gehören wohl ab Februar im DLF Kultur der Vergangenheit an. Die Konzerte beginnen dann um 20 Uhr. Um 22 Uhr werden 5 minütige Nachrichten gesendet. Nach Programmvorschau sind aber einige Hörspiele leicht über 55 Min. Länge. Bin gespannt, wo die dann kürzen.
 
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Braucht es ja um die Zeit auch nicht unbedingt noch.

Sehe bei der Gelegenheit, dass Julia Bamberg (zuletzt Bremen Vier) diese Woche (erstmals?) die Frühsendung moderiert.
 
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Sehe bei der Gelegenheit, dass Julia Bamberg (zuletzt Bremen Vier) diese Woche (erstmals?) die Frühsendung moderiert.
Sie ist mir auch 3x lieber, als die andere junge Dame im Frühteam. Ute Welty hörte ich neulich in der 17 Uhr Ausgabe. Vielleicht steht da ein Wechsel an. Nicole Dittmer vertritt im Moment Jana Münkel mittags.

Dies könnte dafür sprechen, dass beim DLF in Köln eine der beiden abendlichen Sprecherschichten kassiert wird.
Die 20,22 und 23 Uhr Nachrichten kamen bislang aus dem Berliner Funkhaus.
 
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Die 20,22 und 23 Uhr Nachrichten kamen bislang aus dem Berliner Funkhaus.
Danke, da war ich wohl falsch informiert. Es könnte ja dennoch sein, dass sich DLF Kultur ab 22 Uhr an den DLF hängt, daher dann die fünf statt drei Minuten. Und würde sodann in Köln die Nachtschicht eine Stunde früher starten, wären um 23 Uhr wieder getrennte Nachrichten möglich.

Welche Aufgaben hat denn der zweite DLF-Abendsprecher sonst noch? Mir fällt nur die An- und Absage der Kommentare um 19:05 Uhr ein. Dies könnte auch vollends der Nachrichtensprecher übernehmen, macht er am Wochenende ja eh schon, wenn es nur einen statt drei Meinungsbeiträgen gibt.
 
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"Wie groß ist Deine Welt?"

Da waren wir also doch noch nicht völlig plemplem, nun ists auch den "Leitmedien" aufgefallen:

"Ein vielsagendes Fortsetzungskapitel in der Geschichte der Verzwergung des öffentlich-rechtlichen Kulturjournalismus"


Der erwähnte SZ-Artikel nennt das Konzept "kokettes Bespötteln und Unterspielen ausgedachter Ansprüche kultivierter Menschen":

"Für seinen Kultursender hat sich der Deutschlandfunk im Herbst einen neuen Claim angeschafft, und nachdem unsere Gehirne einige Wochen in seiner Wirkung mariniert wurden, stellen wir fest, dass unsere Gedanken immer saurer werden. Der Spruch, mit dem sich das Kulturradio vorstellt, heißt jetzt: "Wie groß ist deine Welt?" Und mal abgesehen davon, dass man sich von so einer Werbung in Frageform permanent angerempelt fühlt, wobei unklar ist, warum man sich vom zur Sendezeit ernst und seriös klingenden Deutschlandfunk duzen lassen muss wie bei Ikea, versuchen wir als krankhaft kooperationswillige Zeitgenossen natürlich dahinterzukommen, wie hier die erwünschte Antwort wäre.

Was an dem alten Claim "Das Feuilleton im Radio" nicht mehr gut war, wissen wir nicht, aber ahnen es, weil man ja manchmal so unsicher ist, wo in diesem französischen Wort für das Kunst- und Zeitgeist-Ressort das kleine "i" hinkommt. Die vom Deutschlandfunk angeheuerte Berliner Werbeagentur Dojo gab in ihrer Präsentation der Kampagne die Frage "wie man Fueilletion richtig" schreibt dann auch einfach gleich verloren. Die Agentur, die mit Jobs für Marken wie Tinder, Easyjet und Wolt für sich wirbt, scheint ihrerseits Erwartungen des Auftraggebers gespürt zu haben, und gibt an, sich gefragt zu haben, "ob wir jetzt auf jeder Vernissage bedeutungsvoll über das Arrangement von Licht und Schatten philosophieren müssen? Oder ob wir unsere geliebten portugiesischen Art-House-Filme nur noch in Originalton ohne Untertitel schauen dürfen?""
 
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Ich finde den neuen Claim wesentlich passender als den alten. Dieser stammte noch aus der Programmreform von 2005, in der die damalige Programmdirektion den Sender als Wort-Kulturradio positionieren wollte. Diese Reform ist längst rückabgewickelt.
 
Der Autor des SZ-Artikels beantwortet die ihm vom Deutschlandfunk Kultur gestellte Frage "Wie groß ist deine Welt?" relativ ausführlich. Ich finde eine Frage als Claim, für den jeder individuell seine eigene Antwort findet, besser als jeder bei Radiosendern üblicher Spruch, der keiner auch nur halbherzigen Überprüfung standhält.
 
Und mal abgesehen davon, dass man sich von so einer Werbung in Frageform permanent angerempelt fühlt, wobei unklar ist, warum man sich vom zur Sendezeit ernst und seriös klingenden Deutschlandfunk duzen lassen muss wie bei Ikea
Mal abgesehen davon, dass die noch-Kanzlerpartei die Wählenden auf ihren Wahlplakaten genauso duzt, wie mittlerweile fast alle. Scheint dem Autor irgendwie entgangen zu sein.
Wenn Printjournalisten über Radio schreiben, stimmt oft vieles nicht.
 
Das Schöne ist, dass es im Nachrichtenopener nicht mehr so umständlich "Deutschlandfunk Kultur - Das Feuilleton im Radio. Sieben Uhr. Die Nachrichten." heißt. Der Mittelteil ist weggekürzt und nicht durch "Wie groß ist deine Welt?" ersetzt. Ich habe den neuen Claim on air auch noch nicht gehört. Nochmal schön.
 
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