• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Quo vadis, Deutschlandradio?

  • Ersteller Ersteller CosmicKaizer
  • Erstellt am Erstellt am

Auch diese Personalie vom WDR hat den Deutschlandfunk jetzt nicht in den Abgrund gestürzt.
 
Die Zahl der Leute, die den DLF als "letzte Qualitätsbastion" hochloben, ohne ihn tagtäglich wirklich zu hören, gerne auch mal im Abendprogramm (Hallo Florian Harms!), korreliert negativ mit der Zahl der Wortmeldungen hier in diesem Thread.

Daher habe ich heute mal wieder eine:

Und zwar hat mir der Magazin-Ersatz-Newsletter vorhin vermeldet, dass der DLF (sicher?) nach einer großen Marktforschung als Teil des Publikumsprojekts "Denkfabrik" mit dem diesjährigen Schwerpunktthema eine wichtige Nische entdeckt hat, die nun endlich mit Gebührengeldern beackert und geschlossen werden muss:

"Wie die USA ticken" und man "räumt mit transatlantischen Irrtümern auf".

Echt, das habe ich noch nirgends anders gesehen oder gehört! Und auch klar, dass das keiner aus der winzigen Politik-Redaktion übernehmen kann, es muss also ein "deutsch-amerikanischer Historiker" eingekauft werden.


PS: Wann kommt denn mal eine neue Folge von Schlager-Polak, dessen Podcast immer noch prominent auf der MUSIK-Landingpage prangt? Ach ja, das nennt man ja modern wohl "Staffel"?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Denkfabrikthemen werden aus einer Vorauswahl von den Zuhörern* gewählt.

*Bzw. stehen die Themen auf den Webseiten der Dlf-Programme zur Wahl. Wo man sonst noch abstimmen kann, weiß ich nicht.

Dass du mit dem Thema nicht zufrieden bist, kann ich verstehen. Ansonsten kann ich die Kritik nicht nachvollziehen. Ziel der Denkfabrik ist es, ein Jahr lang ein Thema in verschiedensten Kontexten quer durch alle Sendungen hindurch aufzugreifen.
 
Falls nicht alle das auf dem Schirm haben. Das laut @thorr von den Zuhörern dann letztendlich gewählte Schwerpunktthema für dieses Jahr lautet:

„Das Recht des Stärkeren: Wie Machthaber die Welt neu ordnen.“
 
Die Zahl der Leute, die den DLF als "letzte Qualitätsbastion" hochloben, ohne ihn tagtäglich wirklich zu hören, gerne auch mal im Abendprogramm (Hallo Florian Harms!), korreliert negativ mit der Zahl der Wortmeldungen hier in diesem Thread.
Morgens ist der DLF mein Favorit. Nicht zum Wachwerden im Bad aber unterwegs. Eine Alternative wäre NDR Info. Darüber kann ich zwar kein umfassendes Urteil abgeben aber wenn ich mal reinhöre, ist mir das zu sehr "Tagesschau in Dauerschleife". DLF ist schon gut, man muss halt (wie überall) ungefähr wissen, worauf man sich einlässt.
Beim DLF ist klar, dass er seine Lieblingsthemenfelder hat, etwa der nahe Osten. Und dass die Moderatoren bei Politikerinterviews aus dem etwas linkeren Bereich meist nicht so kritisch nachfragen wie bei der anderen Seite. Oder keinen Punkt zum Ansetzen finden. Da wünschte ich mir noch mehr kritische Nachfrage. Wenn etwa ein Interview mit Dorotea Bär von der CSU kommt, dann weiß man im Grunde schon vorher, dass die nächsten Minuten verschwendete Zeit sein werden, weil man null Konkretes erfahren wird.
Aber insgesamt mag ich das Programm am Morgen.
 
Morgens gibt es nichts besseres als den DLF. Ähnliches gilt für die Mittags- und Vorabendzeit, eben dann, wenn Aktuelles an der Reihe ist. Bietet sich die Gelegenheit, schalte ich auch schon mal eins der Vormittagsmagazine ein, höre "Klassik-Pop-etc.", das Europa der Regionen, Sonntags die Reisesendung, oder am Nachmittag die Zwischentöne. Zugegeben, am Abend ist der DLF nicht unbedingt meine Wahl, höchstens die Querköpfe kommen mal dran.

Aber der DLF macht eben noch Radio, und das macht den Unterschied zu den meisten ARD-Anstalten.

Bayern 2 und WDR 5 bieten auch viele hörenswerte Programme, ich kann sie aber nur übers Internet hören. Und manchmal sind sie mir zu sehr auf Bayern oder NRW zugeschnitten - was aber verständlich ist.

Klar könnte man beim DLF sicher noch manches verbessern. Vor allen Dingen stören oft die Musiksendungen - angefangen bei der Klassik, ein Überbleibsel aus alten Zeiten, die dort eigentlich nichts mehr zu suchen hat, bis hin zur Rockmusik am Sonntagnachmittag, die gleichfalls wie ein Fremdkörper wirkt.

Wünschenswert wäre ein Schärfung der Profile von DLF (Information) und DLF Kultur: Noch mehr Information und Hintergrund, vor allen Dingen am Wochenende z.B. beim DLF. Und von mir aus als Kooperation von DLF und ARD eine eigene Klassikwelle, damit auf DLF und DLF Kultur nicht mehr stundenlang eben diese Klassik dudelt.
 
Klar könnte man beim DLF sicher noch manches verbessern. Vor allen Dingen stören oft die Musiksendungen - angefangen bei der Klassik, ein Überbleibsel aus alten Zeiten, die dort eigentlich nichts mehr zu suchen hat, bis hin zur Rockmusik am Sonntagnachmittag, die gleichfalls wie ein Fremdkörper wirkt.

Ich mag Fremdkörper im Programm. Sonst bräuchte man kein Radio mehr einschalten.
 
Also wenn man sich ausführlich über die aktuelle Nachrichtenlage informieren möchte, ist der DLF schon das Beste, mit fünf- bis zehnminütigen Nachrichten, ansonsten wirkt das Programm auch vielfältig. Die ARD-Infowellen bieten weniger Abwechslung und wiederholen einiges, quasi die Energys unter den Wortprogrammen, aber kann man auch hören, besonders wenn man sich ausführlich über regionale Geschehen informieren möchte.
 
Ich mag Fremdkörper im Programm.
Abwechslung ist o.k., aber regelrechte "Brüche"? Nö, ein Informationskanal sollte in ansprechender, hörenswerter und eben nicht monotoner Art (wie das bei den Info-Radios leider Fall ist) Information präsentieren, nebst Beiwerk (Hintregrund, Kommentar, Interview, Presseschau usw.)
Eine Stunde Rockmusik zwischendrin stört da nur - so gerne ich Rockmusik auch sonst höre.

Ich kann mir die Reaktionen vorstellen, wenn am "Schlagernachmittag" plötzlich zwischendrin eine Oper oder ein Programm über experimentelle Musik läuft, das Rockkonzert von Chormusik oder einer politischen Talk Show unterbrochen wird usw usw.
 
Der Deutschlandfunk ist mehr als ein Informationskanal
Der DLF ist zu einem gewissen Teil ein einziger Gemischtwarenwarenladen. Im Grunde hat sich das Progammschema seit Jahrzehnten nicht verändert, auch wenn irgendwann die "leichtere Musik" aus dem Programm flog und es immer mal auch ein paar neue Sendungen gab.

Nur hatte der DLF damals nur ein Programm - heute sind es drei. Es ist also vollkommen logisch, und auch überfällig, dass sich jede Welle entsprechend spezialisiert - auf Information (DLF), Kultur (DLF-Kultur) und Jugend (DLF Nova). Daneben wäre eine Klassikwelle, idealerweise in Zusammenarbeit mit den ARD-Anstalten, wünschenswert.

Ein erster Schritt wäre bereits eine bessere Abstimmung zwischen DLF und DLF Kultur. Es ist nicht nachvollziehbar, dass zu bestimmten Zeiten in beiden Programmen Klassik dudelt.

Das ist natürlich keine Kritik an der Qualität der Programme. Die ist zweifellos sehr hoch.
 
Da traut man sich scheinbar nicht heran. Geschuldet ist das den beiden Standorten Köln und Berlin. Jeder kocht hier sein eigenes Süppchen. Das würde bestimmt auch personelle Konsequenzen haben, weil redaktionelle Inhalte neu gebündelt werden müßten. Das ginge auch nicht ohne Umzüge des Personals.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Öffis tanzen auf einem dünnen Seil. Die Qualität des DLF ist sozusagen die rote Linie. Sollten sich die Verantwortlichen am DLF vergehen, können sie den Hörfunk komplett einstellen. Bayern 2 oder WDR 5 sind kein Ersatz für einen kaputtreformierten DLF. Wenn ich sehe, welche Zerstörungskraft innerhalb der ARD angewendet wurde und wird, bin ich hinsichtlich der Planungen zur angekündigten DLF-Reform äußerst alarmiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben