Wer ist denn "man"? Und wieviele sind "man"?
...und trotzdem haben Essen und Köln grottige Reichweiten innerhalb des Verbundes. "Viel" ist oft nicht mehr.
Warum? Wenn sich die Menschen abwenden, gibt es oft Gründe. Wer in 10 Jahren 30-40% seiner Reichweite verliert, soll jetzt mit einem politischen Modell aus der Vergangenheit mit sozistischen Methoden in die Zukunft gerettet werden? Geht's noch? Die haben fertig und diese Morocuttis, Peltzers & Co. beschleunigen den Niedergang mit ihrer Mischung aus selbstgefälliger Ahnungslosigkeit und Aktionismus doch nur noch. Die Einsparkreativität in Form von Funkhauseritis und Entlokalisierung und hilflosen Mixtapes sind doch nur noch letzte Zuckungen. Und die benannten Akteure merken es nicht einmal. Aber sehen wir doch einmal die Chancen: Es wird etwas Neues entstehen, wenn der Lokalfunk noch den Rest selbst bschafft, was die Hörerabgänge noch nicht vollbracht haben. Wenn der Hörermarkt das nicht mehr will, dann ist das so. "Der" Hörer ist ja nicht weg. Er ist nur woanders, wo er sich besser aufgehoben fühlt. Und 30-40%, die ihm in den letzten 10 Jahren den Rücken zugewandt haben, ist halt eine Ansage. Dies beschreibt eindrucksvoll den Niedergang des Lokalfunks, ohne dass die Menschen etwas vermissen oder das Radioabendland untergeht.