• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

radio NRW/Lokalradios

Ich finde allein das Corporate Design der websites der Lokalen sagt schon so vieles. Es ist so clean, antiseptisch, so gemütlich und persönlich wie ein Krankenhausflur. Von den Instas der Moderatoren grinst dir mit Regelmäßigkeit ein Kamrad entgegen, der sein x-tes Radiokonzert spielt, mehr Ideen für Musikinhalte hat man ja nicht, als immer wieder dieselben profillosen Grinsebacken zu präsentieren, die in ihren Songwritercamps mit 7 Co-Autoren das "sichere" Radiofutter für die immer gleichen Playlists klöppeln.

Auf den Sendern wird mittlerweile ständig irgendwas präsentiert, was zwar irgendwie journalistisch wirken soll, tatsächlich aber vor allem den Zweck hat, per kaschierter Werbekooperation Geld in die Kasse zu spülen.

Und im Hintergrund zittern die zahlreichen Freien, die sich vom DJV noch irgendwas wie die Organisation von Demos für bessere Bedingungen erhoffen, nicht akzeptierend, dass die Konsolidierung sie über kurz oder lang ausspucken wird.

Ich würde sagen: Rette sich, wer kann.
 
Die Herangehensweise vieler Lokalsender an DAB+ war aus meiner Sicht strategisch falsch. Statt die Einführung der neuen Plattform zunächst zu verteufeln, hätte man von Anfang an aktiv mitgestalten müssen. Wer früh dabei ist, gestaltet Marktbedingungen – wer spät kommt, muss sich arrangieren.
Als die DAB+-Kanäle vielerorts noch nicht vollständig belegt waren, hätte man gestalten können. Selbst Small-Scale-Modelle wären da ggf. realistisch umsetzbar gewesen: regionale DAB-Zuschnitte, wirtschaftlich tragfähige Reichweiten, weniger Konkurrenz pro Kanal und möglicherweise deutlich geringere Verbreitungs-, GEMA- und GVL-Kosten. Wer damals mutig gewesen wäre, hätte heute deutlich die besseren Ausgangsbedingungen. Diese Phase ist jetzt lange vorbei.
Stattdessen senden die Programme jetzt sehr sehr weit über ihre natürliche Kernregion hinaus – in Gebiete, in denen sie faktisch überhaupt keine Rolle spielen. Welchen Mehrwert hat beispielsweise ein Lokalradio aus dem Kreis Unna im nördlichen Hessen vor den Stadttoren Kassels? Zusätzliche Kosten entstehen, relevante zusätzliche Hörerschaft aber nicht. Im Gegenteil: In bereits etablierten DAB+-Regionen konkurriert man plötzlich mit einer Vielzahl sehr professionell aufgestellter Programme. Der verspätete Einstieg wirkt daher weniger wie eine strategische Entscheidung – eher wie ein Signal nach dem Motto: „Uns gibt es auch noch. Bitte schaltet uns ein.“ Doch wer als eines von vielen neuen Programmen in einem längst gefüllten DAB+ Band startet, muss sich die Aufmerksamkeit hart erarbeiten. Die Hörerschaft hat sich vielerorts längst lange schon neu orientiert.

Und auch Marketing allein wird das Problem kaum lösen. Zahlreiche "Werbeposts" online beim Metakonzern – mit Slogans wie „Klares DABgrade der Lokalsender“ oder der Bewerbung des nächsten „Mixtape“-Konzepts – erzeugen Sichtbarkeit, aber keine echte Bindung. Wer einmal gegangen ist, hat sich in der Regel längst eine neue Radioheimat gesucht. Aufmerksamkeit ist nicht gleich Relevanz. Selbst kosmetische Maßnahmen wirken eher wie Symbolpolitik. Das neue "Mantel"-Logo soll offenbar Modernität und Aufbruch signalisieren. Auf manche wirkt es jedoch eher wie eine animierte Windows-Startuhr in Endlosschleife – viel Bewegung, wenig Aussage. Auch die Farbgebung wird unterschiedlich interpretiert. Während die einen Vielfalt und Offenheit erkennen, fragen andere sich, ob hier bewusst politische Assoziationen geweckt werden sollen. So oder so: Ein neues Design ersetzt keine inhaltliche Neupositionierung. Ein Logo kann Aufmerksamkeit erzeugen – aber es ist kein Magnet, wenn das Produkt dahinter unverändert bleibt.

Und programmlich?
Inhaltlich wirkt vieles weiterhin wenig mutig. Musikrotationen bleiben dröge wie immer, Moderationen oft formatiert und vorhersehbar. Wenn selbst lokale Inhalte zunehmend vorproduziert erscheinen, verliert das zentrale Alleinstellungsmerkmal an Glaubwürdigkeit. Neue, bunte Slideshows mit mehr oder minder bekannten Moderatorengesichtern im Display ersetzen keine inhaltliche Substanz.
Der Lokalfunk in NRW war nur so lange erfolgreich, wie er durch ein besonderes medienpolitisches Modell mit klaren Marktstrukturen getragen und gefördert wurde. (Stichwort: Monopol) Doch diese Rahmenbedingungen haben sich verändert. Digitalisierung bedeutet Wettbewerb – nicht Schutzraum.

Und dann ist da noch ein Punkt, über den in der Branche erstaunlich leise gesprochen wird: die Sorge der freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Diese Angst ist absolut legitim. Wenn immer mehr Automatisierung und KI in die Programme Einzug halten, wenn weitere Funkhäuser und Mini-Redaktionen perspektivisch aus zentralen Serverstrukturen bespielt werden, dann verändert das nicht nur Prozesse – sondern Existenzen.
Wo früher lokale Teams Inhalte produziert haben, reichen irgendwann zentrale Play-out-Systeme, Sprachsynthese und standardisierte Module. Effizienzgewinne für die Betreiber – aber weniger Bedarf an freien Kräften vor Ort.
Und der aktive Hörer steht plötzlich vor verschlossenen Funkhaustüren und hat es mit einem "Geistersender" zu tun, der wohl noch empfangbar ist aber aus dem Nichts zu kommen zu scheint. So sieht heute wohl vielerorts die Realität aus: Wo einst eine Redaktion mit eigenem Chefredakteur werkelte, wird z.B. die ehemalige Heimat eines einst sehr erfolgreichen Lokalsenders in ein Kunstatelier umgewandelt, während der ehemalige Radioprofi und Chef bereits wohl für sich selbst schon an der Reißleine gezogen hat und auf dem Weg zu neuen Perspektiven ist.
Die Folge ist absehbar die die Hörerschaft erwartet: Weniger redaktionelle Vielfalt, weniger lokale Handschrift – und für manche schlicht die Frage nach der beruflichen Zukunft in einer Branche, die sich technologisch schneller transformiert als strukturell abgesichert ist.
Das ist kein Kulturpessimismus, sondern eine reale Strukturdebatte:
Wie viel Automatisierung verträgt Lokalfunk, ohne seine Identität zu verlieren?
Und wie geht man fair mit den Menschen um, die dieses System jahrelang getragen haben?
Spannend wird die Frage sein, wie tragfähig die aktuellen DAB+-Engagements sind, wenn die zeitlich befristeten Fördermittel in zwei bis drei Jahren auslaufen. Dann entscheidet sich, welche Programme aus eigener Stärke noch bestehen können.
Die Entwicklung bleibt jedenfalls interessant – und ist für die Branche bestimmt noch sehr lehrreich.
 
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Im westfälischen Lokalfunk formiert sich eine bekannte Konstellation neu: Die audio media service Produktionsgesellschaft (AMS) aus Bielefeld und AUDIOSERVICE plus aus Hamm arbeiten nach mehr als vier Jahren wieder enger zusammen. Für die Sender in der Region ist das ein Schritt mit strategischer Bedeutung – auch wenn Hörer davon kaum etwas unmittelbar bemerken werden.
 
Die Herangehensweise vieler Lokalsender an DAB+ war aus meiner Sicht strategisch falsch. Statt die Einführung der neuen Plattform zunächst zu verteufeln, hätte man von Anfang an aktiv mitgestalten müssen.

Die Politik setzt keine klaren Regeln, die Landesmedienanstalten sind, da wirkungslos, komplett überflüssig. Einerseits Lokalsender auf DAB+ fördern, aber andererseits nicht dazu bereit zu sein, UKW abzuschalten, widerspricht sich. Wie Du schon erwähntest: Sobald die Förderung wegfällt, sind die Sender, wenn nicht endlich parallel Digital First praktiziert wird, in ihrer Existenz bedroht.

Was ich nicht verstehe: Überall wird digitalisiert, wer schaut beispielsweise heute Fernsehen nicht in HD? Beim Radio traut man sich nicht, bei UKW endlich den Stecker zu ziehen. Würde man gleichzeitig die Mindest-Übertragungsrate bei DAB+ hochsetzen und dem Mieter ein Recht auf eine DAB+ - Dachantenne geben, wären auch die Empfangsprobleme indoor gelöst. Die Rechte des Vermieters, hier das Eigentumsrecht, ist bezogen auf Dachantennen generell in Deutschland skandalös.

Stattdessen wird immer nur herumgewurschtelt. 72 KBit AAC klingt halt wie aus der Blechtonne. Warum gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene, technische Mindestübertragungsrate von z.B. 112 KBit AAC?

Hinzu kommt: UKW funktionierte noch nie für die privaten Anbieter, weil man die vorhandenen Frequenzen seinerzeit nicht, wie in den Niederlanden, zwischen ör und kommerziellen Sender aufgeteilt und dabei Doppelversorgungen abgebaut hat. Und jetzt schaut man seit Jahrzehnten dabei zu, wie erst DAB und anschließend DAB+ den Hintern nicht hochbekommt.

Abschließend das Grundprobleme vieler Lokalsender seit ihrer Gründung: Deren Sendegebiete sind zu klein, um auskömmlich wirtschaften zu können. Auch daraus hat man nichts gelernt und die entsprechenden Konsequenzen gezogen. 15 Lokalsender in NRW, anstelle der 45, hätten es auch mehr als getan.
 
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Ich kann die NRW-Lokalprogramme aus OWL seit kurzer Zeit hier in Niedersachsen über DAB+ empfangen. Deshalb kurze Frage: Ist das Nachtprogramm live moderiert, obwohl der Verkehr vom KI-Assistenten kommt?
 
Ich kann die NRW-Lokalprogramme aus OWL seit kurzer Zeit hier in Niedersachsen über DAB+ empfangen. Deshalb kurze Frage: Ist das Nachtprogramm live moderiert, obwohl der Verkehr vom KI-Assistenten kommt?
Also mir ist das am Wochenende auch aufgefallen. Die Nacht war seit je her immer live moderiert. Auch vor paar Wochen noch. Ich nehme an das es vorproduziert ist,sonst müsste keine Verkehrs Ki zum Einsatz kommen, denn die ist definitiv neu.
 
Nein. Das Nachtprogramm wird tagsüber vom diensthabenden Sprechpersonal vorproduziert. Und auch ansonsten ist systembedingt am Rahmenprogramm der radio NRW GmbH für den Lokalfunk in Oberhausen - verantwortlich waren mal Helmut G-Punkt Bauer und Elke Snyderbänger - nichts mehr live (schon seit mehreren Monaten). Nur noch "near live". Ob man nicht sinnvollerweise in einem System mit 45 Sendern und mal locker 45 Volontär/innen es organisiert bekommen hätte, zwecks On Air Ausbildung, mal rotierend die Jungs und Mädels auf Sendung zu schicken, mag jeder pfir-sich entscheiden.
 
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Werden die lokalen Strecken unter der Woche (am Wochenende machen ja diejenigen die da überhaupt noch was eigenes senden auch oft VT) denn noch klassisch live moderiert?
 
Die Lokalsender senden in ihren Zeiten eigentlich fast immer live.
Am Wochenende dürfte es auch so sein. Der „Sonntagsmodus“ war mal für Radio 91.2 und Partnersender aufgezeichnet. Allerdings läuft die Sendung inzwischen auf den verschiedenen Sendern mit unterschiedlichen Moderatoren. Von daher könnte es wieder Live sein.
 
Das Nachtprogramm wird tagsüber vom diensthabenden Sprechpersonal vorproduziert. Und auch ansonsten ist systembedingt am Rahmenprogramm der radio NRW GmbH für den Lokalfunk in Oberhausen - verantwortlich waren mal Helmut G-Punkt Bauer und Elke Snyderbänger - nichts mehr live (schon seit mehreren Monaten). Nur noch "near live“.
„Systembedingt“ heißt es, weil das Playout jetzt komplett bei den Lokalstationen liegt (wie in den letzten Jahren auch beim BLR Rahmenprogramm). Über Satellit kommt kein Programm mehr, auf das „umgeschaltet“ werden müsste. Die Musik haben die Lokalradios eh schon - neue Titel, Moderationen, Nachrichten und die landesweite Werbung lädt sich das System automatisch und werden je nach Station automatisch oder händisch eingefügt.
 
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Gott bewahre
Die Lokalsender senden in ihren Zeiten eigentlich fast immer live.
Am Wochenende dürfte es auch so sein. Der „Sonntagsmodus“ war mal für Radio 91.2 und Partnersender aufgezeichnet. Allerdings läuft die Sendung inzwischen auf den verschiedenen Sendern mit unterschiedlichen Moderatoren. Von daher könnte es wieder Live sein.
...oder während der Woche voraufgezeichnet. Schließlich wollen Wochenend-Honorare gespart werden.
 
Eben, bei Radio Hochstift zum Beispiel ist der Sonntagvormittag seit einiger Zeit eine Vorproduktion, meistens vom sonst nicht mehr moderierenden Chefredakteur, ob man die wenigen Takes pro Stunde aber noch Sendung nennen sollte? Besonders bedauerlich da dort früher zum Teil in Form einer Tauschbörse sehr interaktiv live gesendet wurde...
 
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Was ich nicht verstehe: Überall wird digitalisiert, wer schaut beispielsweise heute Fernsehen nicht in HD? Beim Radio traut man sich nicht, bei UKW endlich den Stecker zu ziehen.
Ganz unterschiedliche technische Gegebenheiten. Bei TV hat man analog eine Bandbreite von mindestens 5 MHz zu verbreiten, bei Audio im Idealfall 20 kHz, mit den 15 kHz von analogem UKW bekommt man ein Ergebnis hin, das man für den Alltagsgebrauch als „qualitativ auserzählt“ beschreiben kann.
Beim Fernsehen war das bezüglich Auflösung und anderer, deutlich sichtbarer Parameter, ganz anders. Auch die terrestrische analoge Übertragung ist viel anspruchsvoller als das „nur-Audio“ von Radio.

Stattdessen wird immer nur herumgewurschtelt. 72 KBit AAC klingt halt wie aus der Blechtonne. Warum gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene, technische Mindestübertragungsrate von z.B. 112 KBit AAC?
Die Bandbreite ist nicht da, es sei denn, man verzichtet auf Übertragungskapazitäten: bessere Qualität, weniger Sender.
 
Stattdessen wird immer nur herumgewurschtelt. 72 KBit AAC klingt halt wie aus der Blechtonne. Warum gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene, technische Mindestübertragungsrate von z.B. 112 KBit AAC?
Wozu sollte man das vorschreiben? 90% der Hörer interessiert das 0,0 ob jetzt mit 72 kbit/s, 96 kbit/s oder 112 kbit/s gesendet wird. Hautsache es dudelt und DAB+ ist eh hauptsächlich für den Mobilempfang entwickelt worden und im Auto ist die Klangqualität eh nicht so wichtig und der "Klang" an sich ist da schon gefühlt besser, weil es keine Störgeräusche wie Rauscheinbrüche gibt. Außerdem senden die Lokalradios doch eh teilweise schon mit 96 kbit/s. Von daher eh schon deutlich besser als z.B. die Bundesmuxe. Auf UKW hat man eh nur Funzeln im Einsatz, da macht das Hören mobil überhaupt keinen Spaß, weil meist schon nach wenigen Kilometern der Empfang schwächer wird oder ganz wegbricht.
 
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Eben, bei Radio Hochstift zum Beispiel ist der Sonntagvormittag seit einiger Zeit eine Vorproduktion, meistens vom sonst nicht mehr moderierenden Chefredakteur, ob man die wenigen Takes pro Stunde aber noch Sendung nennen sollte? Besonders bedauerlich da dort früher zum Teil in Form einer Tauschbörse sehr interaktiv live gesendet wurde...
Die Tauschbörse bei Radio Hochstift gibts schon über 20 Jahre nicht mehr…
 
Beim Radio traut man sich nicht, bei UKW endlich den Stecker zu ziehen.
Es gibt eine Endgerätepenetration von unter 40% an DAB Endgeräten in Deutschland. Zieht man den Stecker, werden viele Hörer den Umstieg nicht mitgehen. Daher gibt es den Simulastbetrieb. Man hat sowohl in Norwegen und der Schweiz gesehen, dass das mit dem Steckerziehen so eine Sache ist.

Würde man gleichzeitig die Mindest-Übertragungsrate bei DAB+ hochsetzen und dem Mieter ein Recht auf eine DAB+ - Dachantenne geben, wären auch die Empfangsprobleme indoor gelöst.
Wer ist man? Allein das Wort "würde" am Beginn des Satzes zeigt, wie unrealistisch das ist.

Hinzu kommt: UKW funktionierte noch nie für die privaten Anbieter, weil man die vorhandenen Frequenzen seinerzeit nicht, wie in den Niederlanden, zwischen ör und kommerziellen Sender aufgeteilt und dabei Doppelversorgungen abgebaut hat. Und jetzt schaut man seit Jahrzehnten dabei zu, wie erst DAB und anschließend DAB+ den Hintern nicht hochbekommt.
Wie meinst du das? Funktioniert seit fast 40 Jahren in Deutschland. Und wieder "man". Wer soll den Hintern hochbekommen? Und wenn du "man" definiert hast, dann müsstest du erklären, warum dieser "man" den Hintern hochbekommen sollte.

Abschließend das Grundprobleme vieler Lokalsender seit ihrer Gründung: Deren Sendegebiete sind zu klein, um auskömmlich wirtschaften zu können. Auch daraus hat man nichts gelernt und die entsprechenden Konsequenzen gezogen. 15 Lokalsender in NRW, anstelle der 45, hätten es auch mehr als getan.
...und wieder "man". "Man" war sich damals einig: Verlage, Lokalpolitik (ja, es wollte jede Stadt und Kreis einen eigenen Sender, um medial stattzufinden) und die Landespolitik. Sie alle wollten einen flächendeckenden Lokalfunk. Übrigens auch der WDR, da er landesweite Konkurrenz damit verhindern konnte. Es wird zwar immer kolportiert, dass es die SPD war. Die hat es zwar auf die Schiene gesetzt, es wurde und wird von allen anderen etablierten Parteien aber bis heute mitgetragen. Kann "man", in dem Falle du, richtig Scheiße finden, ist aber so. "Man" (nicht du) haben damals anders entschieden und halten bis heute daran fest. Kann "man" (jetzt wieder du und in dem Fall auch ich) wieder Scheiße finden, ist aber halt so.

Zurück zu den 45 Sendern: Dabei gab es den Kompromiss, dass die großen Sender im Solidarmodell die kleinen "mitschleppen". Und alle Sendergruppen waren und sind bis heute profitabel, auch wenn sie bis zur Fremdschämgrenze jammern. Lediglich die Westfunk hatte in den ersten 15 Jahren, wenn ich mich recht erinnere, rund 80 Mio. Euro Verluste aufgehäuft. Die anderen Gruppen haben den Verlagen mittlere bis hohe zweistellige Millionengewinne über die Zeit eingebracht. Ich stimme dir zu, wenn draufschaut, hätten es 15 Sender getan. Aber "man" (alle Beteiligten) wollten es damals anders und sind 35 Jahre damit hochprofitabel gefahren.
 
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Es gibt eine Endgerätepenetration von unter 40% an DAB Endgeräten in Deutschland. Zieht man den Stecker, werden viele Hörer den Umstieg nicht mitgehen. Daher gibt es den Simulastbetrieb. Man hat sowohl in Norwegen und der Schweiz gesehen, dass das mit dem Steckerziehen so eine Sache ist.


Wer ist man? Allein das Wort "würde" am Beginn des Satzes zeigt, wie unrealistisch das ist.


Wie meinst du das? Funktioniert seit fast 40 Jahren in Deutschland. Und wieder "man". Wer soll den Hintern hochbekommen? Und wenn du "man" definiert hast, dann müsstest du erklären, warum dieser "man" den Hintern hochbekommen sollte.


...und wieder "man". "Man" war sich damals einig: Verlage, Lokalpolitik (ja, es wollte jede Stadt und Kreis einen eigenen Sender, um medial stattzufinden) und die Landespolitik. Sie alle wollten einen flächendeckenden Lokalfunk. Übrigens auch der WDR, da er landesweite Konkurrenz damit verhindern konnte. Es wird zwar immer kolportiert, dass es die SPD war. Die hat es zwar auf die Schiene gesetzt, es wurde und wird von allen anderen etablierten Parteien aber bis heute mitgetragen. Kann "man", in dem Falle du, richtig Scheiße finden, ist aber so. "Man" (nicht du) haben damals anders entschieden und halten bis heute daran fest. Kann "man" (jetzt wieder du und in dem Fall auch ich) wieder Scheiße finden, ist aber halt so.

Zurück zu den 45 Sendern: Dabei gab es den Kompromiss, dass die großen Sender im Solidarmodell die kleinen "mitschleppen". Und alle Sendergruppen waren und sind bis heute profitabel, auch wenn sie bis zur Fremdschämgrenze jammern. Lediglich die Westfunk hatte in den ersten 15 Jahren, wenn ich mich recht erinnere, rund 80 Mio. Euro Verluste aufgehäuft. Die anderen Gruppen haben den Verlagen mittlere bis hohe zweistellige Millionengewinne über die Zeit eingebracht. Ich stimme dir zu, wenn draufschaut, hätten es 15 Sender getan. Aber "man" (alle Beteiligten) wollten es damals anders und sind 35 Jahre damit hochprofitabel gefahren.

Viele Worte, wenig gesagt. Scan doch mal inmitten von NRW das Angebot auf UKW. Nennen wir es Duopol, 6 ör, davon inkl. Cosmo 3-4 kommerziell aufgezogene WDR-Programme, die den ör Auftrag nicht erfüllen. Dazu ein, nachdem der WDR an Radio NRW seine Anteile abgegeben hat, richtig kommerzieller Anbieter mit seiner Funzelkette. 30 Jahre später in Teilen NRWs ein Top 40-Radio; nachdem Radio NRW damit bereits gescheitert ist, versucht nun BIGfm sein Glück. Hinzu kommen die Programme des DLF, die ebenfalls große Empfangslöcher haben. Dann fahr Richtung Westen über die Landesgrenze und beobachte, was sich ab Roermond in Deinem UKW-Receiver tut.
 
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Viele Worte, wenig gesagt. Scan doch mal inmitten von NRW das Angebot auf UKW. Nennen wir es Duopol, 6 ör, davon inkl. Cosmo 3-4 kommerziell aufgezogene WDR-Programme, die den ör Auftrag nicht erfüllen. Dazu ein, nachdem der WDR an Radio NRW seine Anteile abgegeben hat, richtig kommerzieller Anbieter mit seiner Funzelkette. 30 Jahre später in Teilen NRWs ein Top 40-Radio; nachdem Radio NRW damit bereits gescheitert ist, versucht nun BIGfm sein Glück. Hinzu kommen die Programme des DLF, die ebenfalls große Empfangslöcher haben. Dann fahr Richtung Westen über die Landesgrenze und beobachte, was sich ab Roermond in Deinem UKW-Receiver tut.
Was willst Du uns mit dem wirren Zeug sagen? Ja, es ist ein Duopol. Und? Es war politischer Konsens. Genauso wie in anderen Ländern landesweite Sender Konsens waren. Oder alles. Und was haben die Anteile vom WDR damit zu tun. Verfassungsrechtlich mussten sie stets unter 25% bleiben (6. Rundfunkurteil des BVG). Du beschreibst eine Situation, die von Land zu Land bzw. Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist. Klar, hätte man damals anders machen können. Hätte, hätte Fahrradkette. Ist aber nicht. Und man muss sehr weit in der Historie zurückgehen, um Ursachen zu finden. Z.B. in das Jahr 1984 zur Genfer Wellenkonferenz. Dort sind Kapazitäten verteilt worden. Die Interessen des Landes NRW nahm damals der WDR wahr, der kein Interesse an privaten Sendern hatte - in Übereinstimmung mit der damaligen Landesregierung. Und so bunkerte dieser nur seine Entwicklungsperspektive (später WDR5, Cosmo etc.). Den Rest griffen sich die Beneluxstaaten. Damit waren landesweite oder regionale Programme auf UKW obsolet. Aber nochmals, das liegt alles in der Vergangenheit. Heute gibt es rund 20 bundesweite DAB-Programme in NRW, 16 landesweite und die Option von Regionmuxen, die nicht ausgeschöpft wird. Dass es 45 AC-Lokalsender gibt, hängt letztlich damit zusammen, dass die einzige Refinazierbarkeit mit einem AC-Format sinnvoll erschien und auch heute noch ist. Politisches Ziel war keine Musikvielfalt, sondern eine lokale Vielfalt in Form von flächendeckendem Lokalfunk, der die Geschehnisse auf lokaler Ebene abbildet. Kann man gut finden, muss man aber nicht. War aber damals (und dürfte heute noch) der breite politische Wille. Und wenn Veranstalter weiter UKW verbreiten wollen, was durchaus sinnvoll ist, so können sie es doch machen. Ist ihre unternehmerische Entscheidung. Also, was willst Du eigentlich?
 
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