• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

radio NRW/Lokalradios

Als ehemaliger Mitarbeiter des Lokalfunks und des Rahmenprogramms kann ich dem Beitrag von @Matt_Eagle nur zustimmen.
Hier wird bereits vom Ende des Modells geschrieben - was so einfach nicht stimmt.
Zwar gibt es einige Sender, die nicht gut laufen, aber vom Zusammenbruch des Systems zu sprechen, wäre reichlich verfrüht.
Einige Radioforisten scheinen zudem noch ein paar offene Rechnungen mit dem Lokalfunk zu haben😉
 
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Ich habe den Lokalfunk nie regelmäßig gehört. Er ist mir egal. Allerdings habe ich was gegen die Bevormundung der Bevölkerung, indem Apparatschiks einen UKW-Hörfunkmarkt erst gar nicht aufkommen lassen, und in dem der WDR inzwischen, entgegen seinem Auftrag, absurderweise die Ausstrahlung kommerzieller Hörfunkwellen "übernommen" hat, die in einem offen Markt, neben anderen Formaten wie Rock, private Anbieter angeboten hätten. Absurder als in NRW kann es nicht laufen.

NPO und einige Subkanäle der großen niederländischen Kommerzsender auf DAB+ und im Netz sind für mich eine perfekte Alternative. Der DLF ist aus meiner Sicht die große positive heimische Ausnahme, nachdem WDR 5 das Nachrichtenformat eingeführt und den Zeitfunk besonders mittags verändert und werktags um 23.30 Uhr sowie am Wochenende weitestgehend abgeschafft hat.
 
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Einige Radioforisten scheinen zudem noch ein paar offene Rechnungen mit dem Lokalfunk zu haben😉
Nö, die Rechnungen wurden bezahlt. Immerhin das. Aber das Verhalten von manch CRs und Geschäftsführern wird nicht vergessen, die einem vornherum immer was von "wir tun alles, was uns möglich ist für euch" erzählen, am Ende aber doch nur Inhalte-Harakiri machen, um die Zahlen zu frisieren. Und so hört sich das Programm bei den angesprochenen heute auch an. Ich bin zum Glück nicht abhängig von diesem System. Aber es kotzt mich mittlerweile trotzdem an, weil ich weiß, wie sich der der ein oder andere aktuell darin fühlt.
 
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Die nächste Sparmaßnahme bei Radio Wuppertal die Morgensendung gibt es ab nächste Woche nur noch mit Jens ohne Jasmin. Jasmin geht woanders hin. Frage mich wann die ersten Sender fusionieren.
 
Meine Ausführung war glasklar. Du regierst reichlich unfreundlich und haust verbal blind um Dich.
Jedenfalls hast Du meine Beschreibung der nordrheinwestfälischen Verhältnisse auf UKW Im Detail bestätigt.

Ich habe die Lage und Historie ganz sachlich und nüchtern dargestellt und lediglich aufmerksam gemacht habe, dass du sehr viel von "man" und im Konjunktiv redest. Persönliches findest du in meinen Kommentaren nicht. Bei dir ist dagegen von "unfreundlich", "haust verbal blind um dich", "viele Worte, wenig gesagt".

Es wird sich jeder Leser der Kommentare selbst ein Bild machen davon machen können, wer hier unfreundlich und persönlich wird und wo inhaltlich ein Beitrag enthalten ist.
 
Als ehemaliger Mitarbeiter des Lokalfunks und des Rahmenprogramms kann ich dem Beitrag von @Matt_Eagle nur zustimmen.
Hier wird bereits vom Ende des Modells geschrieben - was so einfach nicht stimmt.
Zwar gibt es einige Sender, die nicht gut laufen, aber vom Zusammenbruch des Systems zu sprechen, wäre reichlich verfrüht.
Einige Radioforisten scheinen zudem noch ein paar offene Rechnungen mit dem Lokalfunk zu haben😉
Entschuldigung, dass mein Erstlingswerk hier ein Rant wird, aber nach 35 Jahren "Systemling" ist für mich der Lokalfunk an einem Punkt der totalen Selbstzerstörung angekommen. Ich habe 1991 in einer Redaktion angefagen und ziemlich viel im System, auch Verlagsgruppenübergreifend erlebt. Dieses Jahr wird mein letztes sein. Man sollte gehen, bevor man gegangen wird. der NRW Lokalfunk fühlt sich momentan für viele wie die "römische Dekadenz" an. Geschäftsführer, die entweder nichts entscheiden und alles aussitzen oder Geschäftsführer, die Ihre Entscheidungen abhängig vom persönlichen Profit der jeweiligen Entscheidung machen. Innovation Null. Destruktion zu einhundert Prozent. Auf Antenne nur noch Schrott, weil der Napoleon von Oberhausen unbedingt sein Smart-Radio Projekt auf Teufel komm raus durchdrücken wollte. "Produkt reift bei den Locals". Folge: Backtiming gibt's nicht mehr, Titel werden für 40 Sekunden angespielt, dann Nationale Werbung. Alles, was man kritisch hinterfragt, wird als Majestätsbeleidigung angesehen. Wie ein Wanderpriester läuft irgend ein Seppel durchs Land und sagt: Das Seelenheil liegt im Funkhaus-Modell. Pardon, mit meinen 55 Jahren will ich keine 90km vom Verbreitungsgebiet zum Funkhaus und zurück fahren, um meinen Job im LOKALFUNK zu machen. Es ist wie der Werbespot mit der Kreissparkasse: Es gäbe andere Lösungen, die die lokale Präsenz stärken und nicht absaugen, aber "wir machen das mit den Fähnchen", bzw. "Funkhaus". Unsere Techniker sind auch nur noch verzweifelt, weil sie den dümmsten Schwachsinn, den Leute ohne Fachkenntnis wider jeglichen Verstand durchgedrückt haben, umsetzen müssen. Der größte Feind der Lokalradios sind nicht die Mitbewerber, nicht Spotify, nicht Social-Media. Der größte Feind der Lokalradios sind die Verlage. Kippt endlich dieses Verlegermonopol. Die hatten 36 Jahre Zeit, sich zukunftsfähig aufzustellen. Stattdessen heulen sie bei der Politik, wie schlimm alles ist. Tja, dreieinhalb Jahrzehnte Inzest gehen halt nicht spurlos vorbei. Da reicht es halt für nicht mehr als Geldregen und Mixtape. Meine Kolleginnen und Kollegen im ganzen Land, insbesondere die Freien tun mir leid, unter diesen widrigen Umständen arbeiten zu müssen. Solidarische Grüße! Davon könnt Ihr Euch leider genauso wenig für kaufen, wie von den unbezahlten Nacht-Voicetrackings im Rahmenprogramm, den in der Woche zu produzierenden aber nicht extra vergüteten Wochenendsendungen, dem kostenlosten Sticker verteilen im Sendegebiet und den einlullenden Worten der Obrigkeit. Ich mache ab Juli ein Jahr Auszeit und wenn das System 2027 ganz an die Wand gedonnert wurde; meldet Euch. Dann machen wir mal richtiges Radio, ohne die Möchtegerne.
 
Die nächste Sparmaßnahme bei Radio Wuppertal die Morgensendung gibt es ab nächste Woche nur noch mit Jens ohne Jasmin. Jasmin geht woanders hin. Frage mich wann die ersten Sender fusionieren.
Das ein Moderator den Sender wechselt ist ja nicht neu und hat nichts mit Sparmaßnahmen zu tun. Und ob es zukünftig wieder eine Doppelmoderation gibt, wurde ja noch nicht gesagt.
 
Jetzt geht wieder die Selbstbeweihräucherung los...

Antenne Münster ist zum wiederholten Mal meistgehörter Radiosender in der Stadt. Das zeigt die heute in Köln veröffentlichte Elektronische Medienanalyse NRW. Ihr zufolge schalten täglich 31,9 Prozent aller Radiohörerinnen und -hörer in Münster Antenne Münster ein (E.M.A.2026 I). Damit gewinnt der Sender in der Hörergunst im Vergleich zur Befragung im Sommer 2025 gut sieben Prozentpunkte dazu

Juchu, die E.M.A. ist da! Nur von was ist Antenne Münster der meistgehörte Sender? Münster, soso... Klingt interessant, ist es aber (eigentlich) nicht.

Leider veröffentlich man nicht die gesamten Daten, sondern wieder nur die Zahlen, bei denen der einzelne Lokalsender gut aussieht. Eine objektive Bewertung, auch seitens der Werbewirtschaft ist damit nicht möglich. Eigentlich wettbewerbsrechtlich abmahnfähig und -würdig.

Aber was ist denn die E.M.A.? Zitat:

"Die E.M.A. NRW (Elektronische Medien Analyse) wird im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft "Lokale Reichweitenuntersuchung in NRW" durchgeführt. Dieser Zusammenschluss besteht aus dem Verband der Betriebsgesellschaften in NRW und der radio NRW GmbH. Die Durchführung der Untersuchung erfolgt durch das MS Medienbüro Köln" (Quelle: PM Lokalfunk)".

Was viele nicht wissen: Der Lokalfunk beauftragt eine Marktforschung (für andere ist es nur eine Reichweitenmessung ;-)) die von einem MS Medienbüro durchgeführt wird. Diese hat ihren Sitz - welch Zufall - im Verlagshaus der Mediengruppe DuMont in Köln. Alleinige Gesellschafterin ist - Überraschung - die radio NRW GmbH. "Operativer" Leiter ist der Leiter der Markt- und Medienforschung von radio NRW, der bis zur Übernahme von MS Medienbüro vor ein paar Jahren eigentlich diesem Büro auf die Finger schauen sollte. Geschäftsführer ist Morocutti in Doppelfunktion zur radio NRW Geschäftsführung und Mitglied des auftraggebenden Gremiums. Wie praktisch! Über diese, sagen wir einmal, etwas "intransparente" Darstellung, mit der sich Akteure des Lokalfunks einen seriösen Anstrich verpassen wollten, beschäftigte sich schon einmal vor ca. 2 Jahren das Medienmagazin Töne, Texte, Bilder von WDR5. Leider ist der Beitrag nicht mehr auffindbar in der Mediathek.

Grundsätzlich ist gegen die E.M.A. nichts einzuwenden. Wenn man sie aber veröffentlicht, dann sollte man sich mit den Eckdaten, analog zur MA auch ganz veröffentlichen, damit Vergleiche möglich sind. So ist es irreführend und man kann Werbetreibende nur vor der E.M.A. nur warnen, da sie keine Wertung ermöglicht.

Gleichzeitig müsste man transparent machen, dass es sich bei dem durchführenden Institut um eine 100% Tochtergesellschaft der radio NRW handelt. Ganz einfach formuliert beauftragt der Lokalfunk sich selbst, um von sich selbst eine Reichweitenanalyse durchführen zu lassen, die ihm selbst ein Zeugnis ausstellt und verkauft dies dann anschließend als vermeintlich objektiv ermittelte Reichweite, veröffentlich aber nur lokal Zahlen, die für den jeweiligen Lokalsender von Vorteil ist.

Klar, ich kann verstehen, dass man Marktforschung betreibt und auch Zahlen für die interne Erlösverteilung braucht. Geht man aber in den öffentlichen Raum, sollte man es seriös machen. Das ist alles andere als seriös.
 
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MS Medienbüro Köln.. Da klingelt doch was. War deren Gründer Michael Spohrer nicht auch seinerzeit Berater der Lokalradios? Neben Kreklau und Fitzek? Und gab es nicht das Gerücht, dass Sender, die von ihm beraten wurden in der Quote besser da stünden als Sender, die auf die Dienstleistung verzichtet haben? Spannend, dass auch nur die Sender, die offenbar gut dastehen eine Pressemitteilung rausgeben. Von manchen Sendern liest man seit Jahren nichts. Sieht man dann die Fakten im redaktionsinternen Aushang weiß man auch warum.
 
Nicht nur, dass die Radioszene-Seite mit diesen Selbst-Abfeier-Meldungen regelrecht geflutet ist, manchmal sind sie dann auch noch derart selbstherrlich formuliert.

"Bei den heute veröffentlichten Ergebnissen der EMA NRW 2026 I bestätigt Radio Bonn/Rhein-Sieg erneut die Spitzenposition in der Hörergunst. Mit einer Tagesreichweite von 28,6% in der Kernzielgruppe der 14-49jährigen verweist der Sender seine Mitbewerber WDR 2 (23,3%), 1Live (20,6%) und SWR 3 (10,8%) deutlich auf die Plätze."

Auf die Plätze verweisen, aha....schon ein bisschen lachhaft, drei Sender, die zusammen genommen immerhin 53 % der Hörerschaft für sich gewinnen, als Loser hinzustellen. Der WDR wiederum wird dann sagen "wir haben hier mit unseren zwei großen Angeboten über 40 %, macht mal nich so auf dicke Hose".

Aber so ist das Spiel.
 
Interessant allerdings, dass früher die Rankings mal öffentlich waren, heute nicht mehr. Man bleibt lieber unter sich. Interessant auch: Manche Sender schweigen konsequent zu ihren Zahlen. Welle Niederrhein, Antenne Düsseldorf, Radio Köln - finde nix, außer beim Vermarkter, aber die Zahlen sind noch nicht aktuell. Radio Kiepenkerl hatte immer ein riesiges DANKESCHÖN an die ach so tolle Hörerschaft, die RK zum 473. Mal zum Marktführer gemacht hat. Dieses mal kein Wort. Absturz?
 
Wenn die Presseverlautbarungen der E.M.A. rauskommen, fühle ich mich immer getriggert. Da kommen die Sender mit dubiosen Prozentzahlen, nur wann hat zuletzt ein Prozeent ein Auto gekauft oder eine Wohnung eingerichtet? Das machen nur Menschen und da eine lokale absolute Zahl von den Verkäufern zu bekommen, ist nahezu unmöglich. Als ich noch auf Agenturseite gearbeitet habe, habe ich mir den Spaß gemacht, die Verkäufer damit zu quälen und zu allem Überfluss auch noch Zielgruppen-TKPs und GRPs anzufragen. Sehr unterhaltsam. ;)
 
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Radio Essen und Radio Duisburg scheinen ganz gut zu laufen. Bei Radio Essen gibt es in der Woche um 19:30 Uhr noch eine Tageszusammenfassung und den lokalen Verkehrsservice scheint man auf das DAB + Sendegebiet ausgeweitet zu haben. Radio Bonn macht auch guten Lokalfunk die Sender in OWL kenne ich leider nicht vom hören. Denke für Jasmin von Radio Wuppertal wird es eine Nachfolgerin geben. Gab ja vor Ihr auch schon ein paar andere Morgendamen.
 
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Die Locals in OWL haben auf jeden Fall einen hohen Eigenanteil (oftmals unter der Woche von 6 bis 6 oder länger durchgehend).
 
Die Locals in OWL haben auf jeden Fall einen hohen Eigenanteil (oftmals unter der Woche von 6 bis 6 oder länger durchgehend).
Klingt wie: Haben einen hohen Anteil an Nüssen. Ist auch irgendwie so. Allenfalls kalbt in dem Niemandsland zwischen Ruhrgebiet und Hannover mal die Kuh Erna. Und klingt, wenn man versucht diese Region möglichst schnell zu durchqueren, alles ein wenig hölzern und hausbacken, was es ja halt auch ist. Und wie der Ostwestfale halt ist, hält sich aber selbst für bodrnständig und MEGA. Gäääähn!

Die Internetseiten der Lokalsender sind jetzt alle einheitlich.
Das Layout.
Das Layout ist von einem Grafikanalphabeten mit grobmotorischen Fähigkeiten gestaltet worden und dürfte schon 5-6 Jahre so sein, zugegeben es sieht aus wie 2010. Und laufen alle auf einem CMS, mit Ausnahme der OWLler, die immer noch auf Typo3 rumreiten. Selbst für ein einheitliches System reicht es in dem System nicht. Aber selbst die, die dasselbe System nutzen, schöpfen nicht die Möglichhkeiten solcher Systeme aus. Inhaltlich fehlt denen komplett eine Digitalstrategie. Wieso haben die es bei 45 Stationen nicht hinbekommen, dass sie mal eine kompetente Digitalunit aufbauen? Ist aber jetzt auch egal, der Zug ist längst abgefahren.
 
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Hier ist der Artikel der WAZ - ohne Bezahlschranke:

Ein Blick auf die geographische Lage des Ennepe-Ruhr-Kreises macht deutlich, dass das nichts werden kann. Da sollte man doch ausnahmsweise eine Aufteilung des Sendegebiets in die Einzugsbereiche der banachbarten Sender nachdenken. Hattingen geht an Essen oder Bochum, Witten an Dortmund, den Rest teilt man auf in Wuppertal, Radio MK und Hagen.
 
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