Radio über Kabelanschluss

Ernsthaft: Mit dem Aus für das Kabelradio endete meine Kabelnutzung vollständig,
Und wo kommt das Internet her? Es muss doch irgendein Kabel sein. Entweder Koaxialkabel oder Glasfaserkabel.
Internet über LTE ist doch viel zu teuer, und sehr schnell ist das Datenvolumen aufgebraucht.
Bis (nicht nur) stationärer Radioempfang vollständig von IP übernommen und abgelöst ist.
IP ist etwas anderes als DVB-C. DVB-C liegt auf eigens reservierten Frequenzbereichen, in die auch Digital-Kabel-Radio verschachtelt ist. Ob nun analog oder digital, jeder Sender hat seinen eigenen zugewiesenen Frequenzbereich. Bei IP ist das über Adressenmanagement gelöst, alle teilen sich einen Frequenzbereich, der entsprechend breitbandig genug sein muss.
Der Begriff „IP-Frequenzbereich“ ist nicht präzise definiert, da IP (Internet Protokoll) ein logisches Protokoll auf Netzwerkebene ist und nicht direkt auf einer spezifischen Funkfrequenz arbeitet.
DSL / VDSL (Telefonleitung): Nutzt Frequenzen im Megahertz-Bereich, typischerweise von 0 Hz bis zu 35 MHz (VDSL2) oder bis zu 212 MHz bei G.fast.
Kabelinternet (DOCSIS): Arbeitet auf dem Koaxialkabel im Bereich von ca. 5 MHz bis über 1000 MHz (1 GHz). Aktuelle Standards (DOCSIS 3.1/4.0) erweitern den Downstream auf über 1200 MHz.
Wobei noch zwischen "Empfangen" (Download) und Senden (Upload) unterschieden werden muss. Für Internet brauche ich zwingend einen Rückkanal (Upstream). Und SmartTV nutzt den Upstream unter anderem auch für Nutzerverhalten-Auswertung, damit Werbeeinblendungen kundenspezifischer erfolgen können.
 
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Ich hoffe, dass es dazu NIE kommt. ;)
Kommt drauf an. Ich denke allein nur an die uns jetzt drohende militärische Aufrüstung. Dann braucht das Militär plötzlich zusätzliche Frequenzen für ihre Drohnen oder so.
Die werden dann auch in der BRD frei sein müssen, damit sie üben können.

DVB T2 also UHF Band wird garantiert in den nächsten Jahren abgeschaltet, nutzt eh kein Mensch mehr, selbst ich nicht, obwohl ich „Antennenfetischist“ bin

Ein Nachbar unten im Dorf hier hat sogar seine SAT-Anlage in die Tonne getreten.
Geht bei ihm jetzt alles über IP Netflix, Sky. Der ist so ein extrem Dauerfenseher.

Zukünftige IP basierende Audio / Video Geräte könnten durchaus ganz cool sein: 19“ 2 HE und die komplette Frontplatte ist ein frei konfigurierbarer Touch Bildschirm.
Wenn man Radio hört, wird in einem Fenster darauf die Studioinnenansicht live übertragen, oder das Musikvideo des gerade laufenden Musikstücks.
Über HDMI (eher Airplay) kann man das Livebild vollformatig auf einen Fernseher übertragen.

Ich habe jahrelang zuverlässig stationär über LTE MIMO Aussen Antennen geinterneted.
Der Funkmast war Luftlinie 15Km weg. Das Volumen 50GB hat seinerzeit weniger gekostet, als ich hier inzwischen für VDSL zahle und deutlich weniger, als mich hier Glasfaser kosten würde.

Die LTE Anlage ist hier quasi funktionsfähig als Fall Back montiert. Mit einer Pre Paid Karte, die ich bei Bedarf aufladen könnte.

Mein benötigtes Internet Volumen war und ist natürlich nicht sehr hoch, weil ich kaum streame.

deswegen „gebe“ ich Deutschland auch von jetzt an gerechnet noch 20 Jahre, bis die terrestrische und Sat Verbreitung über konventionelle analoge und digitale Protokolle endgültig eingestellt werden könnte.

Und 20 Jahren dürften meine geliebte ReVox B200S Anlage möglicherweise endgültig unreparierbar sein.
Ich staune, dass die VF Punktmatrix Anzeigen immer noch recht hell leuchten.
Dann wird es eben Zeit für „Neues“.
 
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DVB T2 also UHF Band wird garantiert in den nächsten Jahren abgeschaltet,
Da kann man tatsächlich von ausgehen, denn die Bundeswehr hat schon vor längerer Zeit Interesse an Teilen des UHF-Bandes bekundet, auch wenn das aktuell noch mehr oder weniger beiseite geschoben wird. Ich will da keinen Teufel an die Wand malen, aber in Anbetracht der aktuellen weltweiten Entwicklung könnte das durchaus auch mal sehr kurzfristig so entschieden werden..

Und dann mal noch eine allgemeine Anmerkung zum DVB-C-Radio/Fernsehen. Solange es eine Free-Ausstrahlung per Sat gibt, wird es auch DVB-C geben, zumindest in den vielen kleineren Kabelanlagen. In den Großen, die gleichzeitig auch Internetanbieter sind, kann man davon ausgehen das Stück für Stück auch dieses DVB-C-Angebot ausgedünnt und irgendwann ganz eingestellt wird, denn damit läßt sich schlicht kein Geld mehr verdienen. Der Aufwand und der schlußendliche (finanzielle) Nutzen (für den Betreiber) klaffen da schon jetzt viel zu weit auseinander. Ich schätze mal in fünf oder 10 Jahren wird es bei den großen Anbietern nur noch TV per Webstream geben, sprich bei den Kabel-TV-Anbietern, die parallel dazu auch Internetanbieter sind.

Nicht immer. Bei 1&1 werden die gängigen TV-Programme gratis mitgeliefert.
Nö! Ab den dritten Monat 5 Euro aufwärts, je nach gebuchtem Paket.
 
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