Zudem senden BR und Antenne wohl mit mehr Bandbreite, was wesentlich dynmischer klingt.
Die Audiobandbreite auf UKW sind bei allen Sendern 50 Hz bis 15 kHz, mit einer theoretisch maximal erreichbaren Dynamik von >60 dB bei idealen Voraussetzungen.
Bayern 2 und BR Klassik bieten aufgrund eines eines anständig gemachtem Soundprocessing eine hohe „Bandbreite“ und eine ordentliche Dynamik, wenn auch bei weitem nicht die maximal mögliche. Das wäre auf UKW auch kaum möglich, weil leisere Passagen bei nicht optimalem Empfang im daraus entstehenden Rauschen untergingen, außerdem muss man einen Kompromiss zwischen Abhörsituationen wie im Wohnzimmer auf der einen, im Auto der Badezimmer, mit kleinem Radio, auf der anderen, finden.
Das macht der BR bei den genannten Programmen doch sehr ordentlich.
Antenne hingegen klingt sehr dicht, flach, laut, weil man eben maximale Lautstärke erzielen will, mit deutlichen Einbußen in der Dynamik (leises ist genau so laut wie lautes) und einem sehr inhomogenen Klangbild, dass mit den Originalaufnahmen sehr, sehr wenig zu tun hat. Dafür „ballert“ es mit voller Absicht ordentlich. Wem‘s gefällt…
Bei DAB+ kommen Artefakte durch die destruktive Datenreduktion in AAC dazu, da wäre „Bandbreite“ am ehesten mit Bitrate zu übersetzen. Leider werden die meisten Sender dort in einer Bitrate übertragen, für die sich jedes Diktiergerät schämte. Sind im Streaming 320 kbps mittlerweile Standard, murkst man dort mit 72 kbps oder weniger rum. Abzüglich Metadaten und Slideshow hätte vieles davon schon vor 25 Jahren mit einem ollen, analogen Modem empfangen werden können.
Da kommt‘s jetzt drauf an, was genau mit „Bandbreite“ gemeint ist… verbogener Klang durch schlechtes Processing (beide Wege), Rauschen/Verzerrungen bei schlechtem UKW-Empfang oder klirren, vor allem in den Höhen und „dünner Klang“ bei DAB+ wegen geringer Datenrate.