Radioempfang Berlin und Brandenburg

Ja, das ist korrekt. Einer Recherche zufolge sendete Funkhaus Europa bis 2011 auch via Cottbus 91,6 (heute Schlagerradio) und Frankfurt/Oder 99,3 (zunächst Radio Frankfurt/Oder, heute Radio Teddy). Der RBB gab diese Frequenzen allerdings damals auf, da FHE keine messbaren Quoten in Brandenburg nachweisen konnte.

...und daran wird sich bis heute, erst recht auf DAB+, nichts geändert haben. Es ist nur symbolisch etwas ungeschickt, ausgerechnet in Brandenburg ein Programm mit Schwerpunkt Integration und Migration von der Antenne zu nehmen. Dafür gibt es nun eine bessere DAB+Abdeckung in ganz Berlin, da im 10B der Standort Alexanderplatz nun mal fehlt.

Nur, was geschieht mit den frei gewordenen CUs im Kanal 10B? ich vermute, das Mischprogramm mit Brandenburger NKLs wie Radio Slubfurt könnte vom 12D in den 10B wechseln, um im 12D wiederum Platz für ein weiteres privates Programm zu machen. Denn die letzte UKW-Ausschreibung der mabb war ja mit einer Pflicht zur DAB+-Verbreitung versehen. Und dafür braucht es freilich auch Ausstrahlungsmöglichkeiten.
 
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Aber doch nicht beim rbb. Dafür sind die beiden Privatmuxe gedacht.
Wenn sie mehr Kapazitäten wollen müssen sie halt notfalls noch nen weiteren Mux ausschreiben.
 
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So abwegig finde ich die Überlegung vom Radiotor gar nicht. Die NKLs sind ja letztlich keine Privatprogramme im klassischen Sinne.
 
Es geht darum, dass die technische Möglichkeit geschaffen werden soll, einen weiteren Sender aufzuschalten. Ob das nötig oder sinnvoll ist, ist dann eine andere Frage, die man aber dem möglichen neuen Sender überlassen sollte.
 
Ist es möglich, regionalisierte Versionen vom privaten BB Radio im 10B aufzuschalten (vielleicht auch mit Umzug des Hauptprogramms vom 12D)? Vor allem dann, wenn man die Regionalisierungen von Radio1 mal rauswirft, könnte das ein guter Plan sein.
 
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Also das Szenario halte ich nicht für vorstellbar, da der rbb seine DAB-Sender selbst betreibt und sich mit übergroßer Sicherheit keine private Konkurrenz in den eigenen Mux holen wird. Außerdem gibt es soweit mir bekannt keine Regionalisierungen mehr bei BB-Radio.
 
In seiner Sitzung am 29. Januar 2025 hat der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) die Ausschreibung mehrerer DAB+ Übertragungskapazitäten für private Hörfunkveranstalter beschlossen:

2 Plätze auf dem 10B vom rbb und im 7B und 12D jeweils einen Platz

 
Wie bereits zu lesen, läuft die Ausschreibung mehrerer DAB+ Kapazitäten der mabb, https://www.mabb.de/regulierung/ausschreibungen.

Meine Fragen dazu:
wodurch kam es zur Ausschreibung? (Erweiterung des Programmangebots auf DAB+ seitens der mabb gewünscht)
oder frei werdende Kapazitäten (falls ja, warum?)

Und die Frage:
wie sind die Preise der Netzanbieter MB / RBB? Im Gegensatz zur BLM in Bayern veröffentlicht die mabb hier leider keine Preise in der Ausschreibung. Es gibt hier nur den Verweis auf die Netzanbieter.

Vorab schon mal Dankeschön.

Und abschließend die Frage:
welche Anbieter werden sich wohl bewerben? Was vermutet ihr?
 
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DAB+-Kapazitäten sind eigentlich ständig frei, weil die MABB ewig braucht, um sie auszuschreiben, und immer wieder kleinere Veranstalter aufgeben oder Veranstalter vom Berliner Multiplex in den Zwei-Länder-Multiplex umziehen. Dadurch ist es auch immer etwas schwer zu sagen, warum nun eigentlich wieder Kapazitäten frei sind. 🤔

Beim Multiplex 10B sucht der RBB vermutlich Untermieter, COSMO ist in den 7D gerutscht, wo wiederum schon vor zwei Jahren einige öffentlich-rechtliche Sender wie WDR 2, SWR 3 und SWR Aktuell abgeschaltet wurden. Den 12D hat ERF Jess im Herbst verlassen und beim 7B wird es vermutlich um die Kapazität von lulu.fm gehen.

Eine der Kapazitäten wird der erfolgreiche Bewerber auf die UKW-Frequenz 106,8 nutzen müssen (also aller Voraussicht nach Jazzradio), ansonsten haben sich in der Vergangenheit regelmäßig Antenne Bayern mit der Chillout Antenne und BB Radio mit Artbeat beworben. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich Oliver Dunk (Schlager Radio) mit Lounge Plus oder seinem neuen Jazzformat Jazz FM bewerben wird. JAM FM Türk ist unter Umständen auch mit dabei.
 
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13 Bewerbungen auf ausgeschriebene UKW-Frequenzen in Berlin und Potsdam:
Auf die Ausschreibung der mabb von fünf UKW-Frequenzen in Berlin und Potsdam (Berlin 104,1 MHz / Berlin 106,8 MHz / Berlin 91,0 MHz / Berlin 88,4 MHz / Potsdam 90,7 MHz) haben sich 13 Antragsteller beworben.

Audiotainment Südwest GmbH & Co. KG„bigFM“
Byte.FM GmbH,,ByteFM"
Radio B2 GmbH„jazz fm“
FG Concept S.A.S.„FG Chic“
Großstadtradio-GSR GmbH„Großstadtradio"
Power Radio GmbH„Power Radio“
Media Arabica Radio und Broadcast GmbH„RADIO ORIENT“
Johannes Boos„91.0 Super B“
JazzRadio Deutschland UG & Co. KG„JazzRadio Berlin“
Freie Radios Berlin Brandenburg e.V.
(FR-BB e.V.)
„Freie Radios Berlin Brandenburg“
eagle Broadcast Brandenburg GmbH„106.8 pure fm“
BB RADIO Länderwelle Berlin/Brandenburg GmbH & Co. KG„artbeat BERLIN FM“
Babelsberg Hitradio GmbH„Radio BHeins“
 
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Zunächst einmal interessant, dass es "nur" 13 Bewerber sind, da es ja immerhin um gleich 5 UKW-Frequenzen geht. Bei der letzten Ausschreibung der 104,1 MHz waren es ja 18 Bewerbungen für nur eine einzige Frequenz.

pure fm wird wohl keine Chance haben. Aus finanziellen Gründen wurde ja in den letzten Jahren schon mehrfach deren DAB+ Ausstrahlung "pausiert". Wie soll man da Geld für eine zusätzliche UKW-Frequenz haben - auf DAB+ müssen sie ja weiterhin senden.

bigFM ist auch überflüssig, der Markt für Chartdudler wird in Berlin schon reichlich bedient. Da wäre es besser zu warten, ob die 98,8 MHz evtl. bald frei wird, wenn Kiss FM seine "Video first" Strategie durchzieht.

Bei der 106,8 wird es wohl auf ein Duell zwischen JazzRadio und jazz fm hinauslaufen.

Das Projekt "91.0 Super B" klingt auf jeden Fall interessant. Hier gibt's ein Interview mit dem Initiator:
 
Sagen es wir mal so: Da eine Parallelverbreitung auf DAB+ zwingend vorgeschrieben ist, sind einige Bewerber klar im Vorteil, weil auf DAB+ bereits vorhanden. Und da nur vier DAB-Slots frei sind, wovon wiederum nur drei landesweit empfangbar wären, sind die möglichen "heißen Kandidaten" überschaubar. Aus privater Sicht würde ich übrigens ByteFM und dem bereits erwähnten "91.0 Super B" den Vorzug geben. Alles andere ist nur der Aufguß vom Aufguß von bereits vorhandenem. Insbesondere BigFM erschließt sich überhaupt nicht. Die haben schon per DAB+ in Berlin-Brandenburg faktisch keine messbaren Hörerzahlen. Da braucht die auf UKW erst recht keiner. Dann lieber weiter Jazz Radio. Die tragen wenigstens zur inhaltlichen Bereicherung bei.
 
10 Bewerbungen auf ausgeschriebene DAB+-Kapazitäten in Berlin und Brandenburg:

AntragsstellerProgramm
Neue Berliner Rundfunk GmbH & Co. KGBerliner Rundfunk 91.4
Radio-Information Audio-Service Zwei GmbH94,3 RS2 Berlin-Brandenburg
Radio B2 GmbHSchlager Radio
VIUS SE & Co. KGaANIUS – Das Radio
Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KGRadio Bollerwagen
Kiss FM Radio GmbH & Co. KGKiss FM
Radio B2 GmbHjazz fm
Radio B2 GmbHDiscofox Antenne
JazzRadio Deutschland UG & Co. KGJazzRadio Berlin
Großstadtradio-GSR GmbHGroßstadtradio


Auf dem Kanal 10B ist ein Platz frei und auf den Kanälen 7B und 12D je mindestens einer.
 
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10 Bewerbungen auf ausgeschriebene DAB+-Kapazitäten in Berlin und Brandenburg
Ich würde mich freuen, wenn NIUS eine der Kapazitäten erhalten würde, aber wie das wohl der Medienrat sieht? Die MABB und NIUS lagen doch letztes Jahr schon im Clinch. Ein Zugewinn für die publizistische Vielfalt wäre es auf jeden Fall.

Ob Jazzradio als UKW-Sender nun endlich eine DAB+-Kapazität zugewiesen bekommt? Bei der letzten DAB+-Ausschreibung wurden sie bekanntermaßen übergangen, im Anschluss folgte dann das Schmierentheater um die Verlängerung der UKW-Frequenz.

Interessant finde ich auch, dass das Großstadtradio nach zweijähriger Pause nun wieder zurückkehren will. Zuletzt sendete man zwischen Juli 2022 und März 2023 auf dem Kanal 12D, bevor es dann hieß, dass DAB+ in Berlin noch nicht weit genug verbreitet sei und man sich vorerst auf den Webstream konzentriere.

Radiocat schrieb:
Was ist denn eigentlich aus den ambitionierten Plänen von Uwe Schneider geworden? Davon hört man inzwischen gar nichts mehr.

Ich vermute, die Pläne waren so größenwahnsinnig überambitioniert, dass daraus gar nichts mehr wird. Habe auch schon ewig nicht mehr bei BHeins reingehört, macht Klaus Kelle da immer noch die Nachrichten!?
 
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Ich würde mich freuen, wenn NIUS eine der Kapazitäten erhalten würde,
Deshalb hatte ich nach Uwe Schneider gefragt, denn den halte ich für hundert Mal glaubwürdiger als Reichelt. Aber das ist letztlich nur meine private Sicht...

Übrigens könnte sich in absehbarer Zeit auch in Brandenburg nochmal was in Sachen DAB+ ändern. Bei der MABB denkt man inzwischen auf Wunsch der Privaten über eine Möglichkeit der Regionalisierung nach. Vorbild wären wenn man so will die sächsischen Regionalmuxe. Nach derzeitigem Stand könnten es fünf Regionen plus Berlin werden.
 
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Ob Jazzradio als UKW-Sender nun endlich eine DAB+-Kapazität zugewiesen bekommt?
Wenn Jazzradio auch weiterhin auf UKW senden darf, ist die Chance da.
Die Vergabe der UKW-Frequenzen ist auch nicht erfolgt. Vorher werden wohl auch nicht diese DAB+ Plätze zugewiesen, denke ich.
Wer die neu zu vergebenen UKW-Frequenzen bekommt, soll auch über DAB+ senden.
Bei dieser DAB+ Ausschreibung, erfolgen die Zuweisungen vorrangig an Programme mit entsprechender UKW-Zuweisung der mabb oder Programme mit UKW- und DAB+-Zuweisung der mabb.
 
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