Radioempfang im Ernstfall – wie, was, wo?

Welche Sender kommen da überhaupt in Frage?
Das wäre 88.8 des rbb gewesen… Die die Meldung aber definitiv gebracht haben, trotz 31.12. Ob auch im Zuge einer TA-Kennung (Verkehrsfunk, theoretische automatische Umschaltung anderer rbb-Sender), kann ich aufgrund des 31.12. nicht sagen.
In Südostberlin war ich auch nicht betroffen, kalkig-stinkiges Quell sprudelte aus den Armaturen, wie eh und jeh.
 
In dem Text stand ja sinngemäß "Informieren Sie sich beispielsweise im Lokalradio". Ich für meinen Teil würde nicht mal mehr im Traum auf die Idee kommen, mich im Katastrophenfall im Radio zu informieren. Die Zeiten sind leider lange vorbei. Solange noch eine Internetverbindung verfügbar ist, gibt es unzählige Quellen die deutlich schneller sind als Radio. Wenn überhaupt würde ich da auch nicht das lineare Programm einschalten, sondern höchstens die Website des Senders ansteuern.
 
Die Frequenzinitiative „SOS – Save Our Spectrum“ schlägt vor, die Verbreitungskosten für DVB-T2 und 5G Broadcast aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren statt aus dem Rundfunkbeitrag. „Es handelt sich um Ausgaben zum Katastrophenschutz. Das muss der Staat jetzt bezahlen.“:

Für eine eiserne Kommunkiationsreserve würde ich ja auf Radio und da auf UKW setzen. Wer hat schon einen DVB-T2 Fernseher mit wechselbaren Batterien?
 
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Dazu dies aus Portugal:
Auch das Nachbarland Portugal erlebte einen weitreichenden Blackout, vom Norden bis in den Süden des Landes, berichtete der Sender RTP – der teilweise selbst nicht senden konnte. Die Übertragung der öffentlichen Kanäle war zwischen 14:12 Uhr und 15:17 Uhr unterbrochen. Das Radioprogramm schien ohne Probleme senden zu können.
 
Hat mit wie im "Ersten" in der Tagesschau vermuteten "Sonnensturm" aber rein garnichts zu tun. Im Gegenteil. der KP wert liegt bei 2. Höchstens Radioblackouts minor R1 werden für heute erwartet.
Hier noch der Link zu Gegenmaßnahmen, die die US-Regierung als Reaktion auf den Blackout von 1989, herausgaben.
Kurze Zusammenfassung:
Erdungen an Trafos (Gleichstrom fährt Trafos in die Sättigung) "gleichstromfrei" ausführen
Blindleistungsabschalter "unempfindlicher" einstellen
Kraftwerke auf 80% herunterfahren
Alle unnötigen Leitungsarbeiten einstellen
Reserveleitungen bereitstellen
Trafos entsprechend moderner Erkenntnisse konstruieren und austauschen.
Trafo im Atomkraftwerk New Jersey war auf der "Primärseite", also der Seite zum Generator hin zeigend, nicht zur Hochspannungsleitungsseite hin, durchgeglüht.
Tragemetallteile produzierten extreme Wirbelströme, die im Normalfalle nicht auftreten. (Fehlkonstruktion)
Man lernte daraus.

 
Hier noch Quelle:
und Bild
Wieso kann "Gleichstrom" oder extrem langsam pulsierender Strom einem Transformator gefährlich werden?
"...Die relativen Werte der GIC-Flüsse werden in jedem Umspannwerk durch rote oder grüne Punkte dargestellt. Die Farben zeigen die Polarität des GIC-Flusses in den Transformatoren an. Rot bedeutet einen Stromfluss von Erde in den Transformator, Grün einen GIC-Fluss vom Transformator zur Erde. Die Polarität des GIC-Flusses hat keinen Einfluss auf die Auswirkungen des GIC auf einzelne Transformatoren, da beide Polaritäten zu Halbwellensättigungseffekten im Transformator führen. Die Größe der farbigen Punkte ändert sich proportional zur Stärke des GIC-Flusses an jedem Standort. Daher zeigt die Größe der Punkte das relative Ausmaß der regionalen Auswirkungen an...."Zitat Seite I-28

Schwer allgemeinverständlich darzustellen, dass einem Transformator im Megawattbereich so "Peanuts" von 25 A geomagnetisch induziertem Strom (GIC) massiv zu schaffen machen können. Ist aber so. Trafo mag keinen Gleichspannungsanteil und reagiert extrem sauer darauf. Er wird "vormagnetisiert". Geht in die Sättigung, kann keine volle Leistung mehr übertragen, Wicklung wird sich wie ein ohmscher Widerstand aufheizen.

Frage an Radio Eriwan:
Kann in Deutschland ein "GIC"-Ereignis unsere Überlandleitungen stören und Abschaltungen erzwingen?
Antwort:
Weil die größte Länge "nur" etwa 200 km beträgt, ohne Zwischentrafo, ist die Stromstärke des GIC von vorne herein wesentlich kleiner als bei den wesentlich längeren Überlandleitungen in den USA und Canada.
Dann werden Kernmaterialien mit wesentlich besseren Magnetostriktionswerten verbaut.
Ferner ein ausgeklügeltes Backupsystem mit genügend Redundanz plus Maschentopologie.
 

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Leider nicht mehr im Edit-Zeitrahmen. Die Weltraumwetterberichterstattung findet nur einmal stündlich statt. Sorry für erneutes Posting: Im Bericht gibt es keinen Hinweis, dass das "Weltraumwetter" etwas mit dem Totalblackout zu tun hatte. Und es wird auch keine "Störung" in naher Zukunft erwartet.
Interessant ist auch das Statement im verlinkten Beitrag:
"...Im Gegensatz dazu ist das Bewusstsein für geomagnetische Stürme und ihre potenziellen Auswirkungen deutlich geringer und ihre Aspekte sind von Natur aus bedrohlicher als bekanntere Gefahren wie Erdbeben und extreme terrestrische Wetterereignisse (einschließlich Hurrikane). ... [da sie Kontinente] einer intensiven Bedrohungslage überziehen und erhebliche Kollateralschäden an kritischen Infrastrukturen verursachen. Stromnetze werden nach dem sogenannten „N-1“-Betriebskriterium betrieben. Das heißt, das System muss stets so betrieben werden, dass es dem nächsten glaubwürdigen Störungsereignis standhält, ohne einen kaskadierenden Zusammenbruch des gesamten Systems zu verursachen..."
 

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Informationssicherheit und Resilienzsteigerung in der Medienbranche

Am 26. März 2025 fand ein Webinar zur Gefährdungslage in Zusammenarbeit mit VPRA, VSZV und conreri statt.

Der Hauptvortragende
Wolfgang Lanzrath von conreri hat freundlicherweise im Nachgang die an ihn gerichteten Fragen noch einmal gesichtet und in einem Papier zusammengefasst, das wir Ihnen hiermit zugänglich machen.

Vor allem die verschiedenen Ebenen KRITIS-Dachgesetz, NIS2UmsuCG und der Wirkbereich des TKG werden dort klargestellt und die Bund-Länderproblematik verdeutlicht:


Mein Kommentar: Ein Einblick in "so tickt Deutschland".


ASA fähige Geräte kommen im Juni/Juli 2025 in Deutschland auf den Markt.

Das Digitalradio Büro Deutschland strebt eine öffentlichkeitswirksame Testausstrahlung einer Warnmeldung im ASA-Format zum bundesweiten Warntag am 11.09.2025 an. Danach soll mit möglichst vielen Rundfunksendern ein Regelbetrieb gestartet werden:

 
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