• Diese Kategorie ist für Diskussionen rund um die Programminhalte der Sender gedacht. Über Frequenzen und Empfang kann sich unter "DX / Radioempfang" ausgetauscht werden.

Reformen und Einsparungen beim ARD-Hörfunk: das "Henne-Ei-Problem"

Im Ernst, das Ganze hat ja einen Zweck. Verschwendung von Gebühren für Verwaltung und Programm, das keiner braucht, endlich deutlich einschränken. Und für die Leute deutliche Entlastung beim Rundfunkbeitrag. Was da jetzt im Gange ist mit diese homöopathischen Einsparungssimulationen bringt überhaupt nichts, der Hörfunk ist ja auch nicht der Riesenkostenfaktor. Trotzdem: Radikale Reduktion auf drei Programme mit entsprechendem Personalabbau sowie Schliessung von mindestens drei Anstalten, z.B. Radio Bremen, Saarländischer Rundfunk, ZDF, das wäre zumindest ein Anfang. Natürlich müssten flankierende Massnahmen weitere Einsparungen ermöglichen. Im Übrigen wären solche Schritte auch als vertrauensbildende Massnahme zur Erhaltung des Öfftl.- Rechtl. Rundfunks zu bewerten.
 
Was ich besonders unverschämt und ekelhaft finde angesichts der Inflation beim Beitragszahler, abgesehen davon dass die Anstalten (die Verwaltungsebene) den Hals nicht vollkriegen und die Mitarbeiter unten trotzdem permanent Streiken weil sie nichts vom oben schwimmenden Fett abbekommen, dass trotz Reform und damit einhergehenden Kürzungen sowie der Bereitschaft der 16 Länder, über eine Erhöhung des Beitrags / Neufestsetzung mittels Indexmodell durchaus den frechen Forderungen der ARD nach immer mehr Geld entgegen zu kommen, dennoch schon wieder dagegen klagen wollen.



Wozu braucht es eigentlich eine Gebührenfinanzierung für ZDF, ZDFneo und ZDFinfo ? Dann wäre mehr Geld da.
Dieses Geschäftsmodell einer Raupe Nimmersatt ist weder zeitgemäß noch nah an der Lebenswirklichkeit der Bürger.
 
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Manche machen es sich aber ganz schön einfach in ihrer Blase...

Programm, das keiner braucht,
Dafür hat das Programm aber ganz passable Quoten. Kannst du das irgendwie erklären, wenn es vermeintlich niemand braucht?

Schliessung von mindestens drei Anstalten, z.B. Radio Bremen, Saarländischer Rundfunk,
Hast du belastbare Zahlen die belegen, dass die Bremer oder die Saarländer ihren ÖR loswerden wollen? Du nimmst ja für dich in Anspruch mit Volkes Stimme zu sprechen, also pack mal die Zahlen auf den Tisch.

Was ich besonders unverschämt und ekelhaft finde angesichts der Inflation beim Beitragszahler, abgesehen davon dass die Anstalten (die Verwaltungsebene) den Hals nicht vollkriegen und die Mitarbeiter unten trotzdem permanent Streiken weil sie nichts vom oben schwimmenden Fett abbekommen, dass trotz Reform und damit einhergehenden Kürzungen sowie der Bereitschaft der 16 Länder, über eine Erhöhung des Beitrags / Neufestsetzung mittels Indexmodell durchaus den frechen Forderungen der ARD nach immer mehr Geld entgegen zu kommen, dennoch schon wieder dagegen klagen wollen.
Dir ist schon aufgefallen, das wir seit geraumer Zeit eine Inflation haben? Die kann man in dem Tempo wie sie vor sich ging, halt nicht nur mit Einsparungen kompensieren. Das geht jedem anderen Unternehmen auch so.

Wozu braucht es eigentlich eine Gebührenfinanzierung für ZDF, ZDFneo und ZDFinfo ?
Was neo und info angeht, wäre ich bei dir. Info ist allerdings nur eine, salopp gesagt, Doku-Abspielstation, deren Kosten überschaubar sein dürften. Das was in neo relevant ist, könnte man auch ins Hauptprogramm verschieben. Da es hier aber hauptsächlich um Radio geht, ist das erstmal nicht weiter relevant.
 
Wozu braucht es eigentlich eine Gebührenfinanzierung für ZDF, ZDFneo und ZDFinfo ? Dann wäre mehr Geld da.
Dieses Geschäftsmodell einer Raupe Nimmersatt ist weder zeitgemäß noch nah an der Lebenswirklichkeit der Bürger.
Das ZDF wurde gegründet, um eine öffentlich-rechtliche Konkurrenz zur ARD zu haben. Ob das sinnvoll war, darüber kann man diskutieren, ist gibt aber sicher gute Gründe für die Existenz des ZDF.

Was Neo oder Info angeht, sind das Zusatzangebote, die aber natürlich auch über Gebühren finanziert werden. Natürlich kann man argumentieren, man hätte die nicht gebraucht, andererseits ist Neo z.B. angeblich durchaus recht beliebt.

Zurück zum Radio: Warum welche Landesrundfunkanstalt was macht, lässt sich vielleicht so begründen: Zielgruppenradio sollte bestimmte Bevölkerungsgruppen besser bedienen: beim SWR mit einem Jugendradio (Das Ding), einem Kanal für Ältere (SWR4), einem für junge (SWR3) und nicht mehr ganz so junge Erwachsene (SWR1).

Das Problem: Zielgruppenausrichtung wird nur noch durch Musik versucht, Journalismus kommt nur noch wenig vor. Das ist kein Radio mehr, das sind moderierte Playlisten, oder DJ-Shows.

Und mit solchen Programmen kann man eben keine Gebühren mehr rechtfertigen.
 
In der Doku "75 Jahre. Fürs Erste!" bekommt auch das Radio seinen Platz.


Ab Minute 45 wird explizit die Kürzung der Kulturangebote innerhalb der ARD kritisiert.
"Kultur ist Luxus", so die ttt-Moderatorin
 
Ab Minute 45 wird explizit die Kürzung der Kulturangebote innerhalb der ARD kritisiert.
"Kultur ist Luxus", so die ttt-Moderatorin
"Kritik" ist wohl etwas anderes, aber gut, das ist eine Geburtstagsdoku, da kann und sollte man über einige Peinlichkeiten und Lobhudeleien hinwegsehen.

Was mir aber ins Auge gestochen ist: ein Hans Sarkowicz sprach prominent für die Historische Kommission. Von dessen Einsetzung hatte ich bisher nichts mitbekommen. Ist Herr Singelnstein damit ausgeschieden? Wenigstens ist die Geschäftsführerin für uns rbb-Fanboys keine Unbekannte.

 
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"Flurfunk Sachsen" berichtet aus der MDR-Rundfunkratssitzung. Hier wurde mitgeteilt, dass der MDR drei Hörfunkwellen einstellen muss.


Auch wenn Namen nicht genannt wurden, wird auf MDR Tweens und MDR Sputnik spekuliert. Sollte es keine Kooperations-Lösungen geben, dürfte es als drittes Programm MDR Klassik oder MDR Schlagerwelt treffen. Bei beiden müsste der MDR mit Partnern kooperieren, um die Wellen zu erhalten.

Mit dem (wahrscheinlichen) Aus von Sputnik endet eine Ära, auch wenn die Jugendwelle mit dem alten Sputnik ab 1993 und erst recht dem Vorgänger DT64 nicht mehr viel gemeinsam hat.

Offen ist noch, ob es im Internet weitergeht / weitergehen darf.
 
Mal weitergedacht, wäre das Ende von MDR Klassik auch das Ende von MDR Kultur in der heutigen Formatierung, denn ein Funkhaus ohne Klassikprogramm wird es nicht geben.
 
Und man muss auch nicht sklavisch von früh bis spät Klaviersonaten, Sinfonien und Concertos der Weltliteratur spielen. Zwei Stunden am Morgen oder Nachmittag würden jeden Klassikfreund zufriedenstellen, der dann auch sonstige musikalische Kultur (zum Beispiel einfach mal Musik aus anderen Ländern und Kontinenten, Nischengenres oder Unbekanntes außerhalb des Mainstreams) akzeptieren würde. Das Ganze selbstverständlich nicht einfach nur heruntergenudelt, sondern durch sachkundige Moderation nähergebracht.
 
Das beschreibt mehr oder weniger den Status quo in den meisten Anstalten, wo alles, was kein Mainstream-Pop ist, nach und nach zur Kulturwelle verschoben wurde.
 
Kultur ist auch Klassik und Klassik ist zweifelsohne Kultur.
Zweifellos. Aber Volksmusik ist auch Kultur. Oder Operette. Oder Heavy Metal. Letzendlich ist alles Künstlerische irgendwo Kultur, ob für den Hühnerstall oder für das Konzerthaus geeignet, ist eine andere Sache.

Tatsächlich hat man in DE, wie in den meisten Ländern, "ordentlich" unterschieden. Ernste Musik (E-Musik) kommt ins Kulturprogramm, U-Musik, also alles andere, in die Pop-, Oldie- oder Sonstwas-Wellen.

Hier und da hält man sich nicht an solche Grenzen: Z.B. BEI SR-Kultur, da laufen Pop, Filmmusik, Klassik durcheinander.

Und man muss auch nicht sklavisch von früh bis spät Klaviersonaten, Sinfonien und Concertos der Weltliteratur spielen.
Darüber kann man natürlich diskutieren. Man muss auch nicht von morgens bis abends Schlager spielen. Oder den ganzen Tag alte Pop-Schinken (die glorreichen "80er" und andere Oldies).
Natürlich kann man argumentieren, die Hörerzahlen würden ein klassisches Ganztagsprogramm nicht unterstützen.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass anstelle von etlichen Kulturprogrammen, mit mal mehr, mal weniger Klassik, eine ARD-weite Klassikwelle (wie auch z.B. eine Schlagerwelle) als Zusatzangebot o.k, wären.

Ansonsten ist Kultur Ländersache. Aktuelle Berichte über das Kulturleben gehören sowieso in die Landeswelle. Es sei denn, ARD und DLF-Kultur arbeiten noch enger zusammen, und bei DLF-Kultur werden Landesfenster eingerichtet. Beispielsweise wären die einstündigen Kulturjournale auf den NDR-Dudelwellen, die dort ein wenig wie Fremdkörper wirken, dort ganz gut aufgehoben.
 
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Was mir aber ins Auge gestochen ist: ein Hans Sarkowicz sprach prominent für die Historische Kommission. Von dessen Einsetzung hatte ich bisher nichts mitbekommen.
Hinter seinem Namen steht, dass er den Job kommissarisch macht. Und er ist eher *der* als *ein* Hans Sarkowicz. Eine absolute Instanz in Sachen Radiogeschichte. Google und Wiki helfen weiter.

Wann immer man jemanden braucht, der ohne Vorbereitung und aus dem Stand traumwandlerisch sicher, eloquent und auch noch unterhaltsam aus der Radiogeschichte referieren und sie reflektieren und einordnen kann, dann ist Hans Sarkowicz definitiv die erste Adresse.
Und ein feiner Mensch obendrein.
 
So wie ich Adolar verstanden habe, hängt sein Fragezeichen auch eher hinter der "historischen Kommission" und deren Aufgaben, bzw. Existenz. Eine große öffentliche Wirksamkeit hat sie jedenfalls seit ihrer Gründung in den 1950er Jahren kaum entfaltet.
 
Die einzige Frage, die ich gestellt hatte, war die nach dem Verbleib von Christoph Singelnstein. Da helfen mir gerade das Google und Wiki von @Armstrong nicht weiter.

Ich hatte mich bereits an anderer Stelle zur Außendarstellung der Historischen Kommission geäußert, und dazu passt eben, dass man ohne weitere Info einen Name mit "kom." in Klammern auf die Webseite stellt, eine funktionierende Kontaktmöglichkeit zur Geschäftsstelle der Kommission aber weiterhin nicht hinterlegt ist.

Im TV-Beitrag wurde Hans Sarkowicz auch nicht als "Vorsitzender" oder "Vorsitzender (kom.) "ausgewiesen, daher dann auch meine hochgezogene Augenbraue beim Schauen. Ob jemand ein "feiner Mensch" ist, spielt für mich in diesem Zusammenhang keine Rolle. Wobei eigentlich nicht sein kann, dass bei der ARD andere tätig sein sollten.;)
 
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Florian Hager war zu Gast bei den Medientagen Mitteldeutschland:

 
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Die einzige Frage, die ich gestellt hatte, war die nach dem Verbleib von Christoph Singelnstein. Da helfen mir gerade das Google und Wiki von @Armstrong nicht weiter.

Ich hatte mich bereits an anderer Stelle zur Außendarstellung der Historischen Kommission geäußert, und dazu passt eben, dass man ohne weitere Info einen Name mit "kom." in Klammern auf die Webseite stellt, eine funktionierende Kontaktmöglichkeit zur Geschäftsstelle der Kommission aber weiterhin nicht hinterlegt ist.

Im TV-Beitrag wurde Hans Sarkowicz auch nicht als "Vorsitzender" oder "Vorsitzender (kom.) "ausgewiesen, daher dann auch meine hochgezogene Augenbraue beim Schauen. Ob jemand ein "feiner Mensch" ist, spielt für mich in diesem Zusammenhang keine Rolle. Wobei eigentlich nicht sein kann, dass bei der ARD andere tätig sein sollten.;)
Dann hab ich das falsch verstanden sry
 
Der Sommer wird spannend, dann sollten die ARD-Anstalten endlich mal ihre "Streichliste" bekannt geben, also welche TV-Sender und Radiowellen definitiv wegfallen. Denn ab Dezember greift dann ja der neue Staatsvertrag, falls - wie erwartet - neben den Ministerpräsidenten auch die Länderparlamente zustimmen.

Fakt ist: MDR, NDR und BR müssen sich definitiv von Wellen trennen. Bei allen anderen ARD-Anstalten kann die bisherige Anzahl nur erhalten bleiben, wenn jede Anstalt bei mindestens zwei Programmen mit anderen Anstalten kooperiert.

Rechtliche Grauzonen bleiben. Ist es etwa erlaubt, auch ohne direkte Kooperation ein Angebot einer anderen ARD-Anstalt im Sendegebiet terrestrisch zu verbreiten, so wie es der rbb aktuelle mit mehreren ARD-Fremdprogrammen in Berlin macht? Auch die Ausstrahlung des Kinderangebots "Die Maus" bei rb und SR fällt unter diese rechtliche Grauzone, die auch mit dem Reformstaatsvertrag nicht gestopft ist.

Darf der MDR also als Beispiel "Die Maus" auf dem bisherigen DAB-Kanal von "MDR Tweens" ausstrahlen, wenn dieses Angebot wegfällt?

Die ungeklärte Frage 2: Dürfen alle Programme, die nicht mehr über Antenne ausgestrahlt werden können, als Webstream weitersenden? Letzteres wäre eine Farce, denn eingespart würde damit gar nichts, außer einem Verbreitungsweg. Und handelt es sich um DAB+, wird erst rechts nichts gespart, denn der Multiplex wird ja ohnehin weiter betrieben.

Es wird also spannend.
 
Was uns künftig vermutlich verstärkt blüht, konnte man anlässlich der Jubiläums-Chartshow bereits hören. Eine Show ausgespielt auf festgelegten Wellen, selbst der Verkehrsservice ist überall identisch. Hier mal exemplarisch ein und dieselbe Moderation senderübergreifend vor Platz 8. (Faithless – Insomnia). Das hat nirgends gehakt. Die ARD hat jedoch den Aufwand betrieben und für jede Welle an den jeweiligen Station-Sound angepasste Opener und Jingles produziert. Zumal jeder Radiosender seine eigenen Marotten hat, ob es auf, in oder bei Sender XY heißen muss. Der einmal gesprochene Verkehrsservice läuft auf dem jeweils sendertypischen Musikbett.

Deutschlands Top 75 – die große Radio-Chartshow

auf rbb 88.8
auf Bremen Vier
auf SR 1
auf WDR 2

in hr3
in BAYERN 3
in SWR3

bei NDR 2
bei MDR JUMP

Anhang anzeigen Top 75 rbb 88.8 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 Bremen Vier 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 SR 1 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 WDR 2 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 hr3 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 BR3 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 SWR3 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 NDR 2 8.mp3
Anhang anzeigen Top 75 MDR JUMP 8.mp3
(c) rbb, Radio Bremen, SR, WDR, hr, BR, SWR, NDR, MDR
 
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